DE646595C - Verfahren zur Herstellung eines Abfuehrmittels - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Abfuehrmittels

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DE646595C
DE646595C DER92416D DER0092416D DE646595C DE 646595 C DE646595 C DE 646595C DE R92416 D DER92416 D DE R92416D DE R0092416 D DER0092416 D DE R0092416D DE 646595 C DE646595 C DE 646595C
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DE
Germany
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aloe
acid
laxative
making
choleic
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Expired
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DER92416D
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English (en)
Inventor
Dr Friedrich Boedecker
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Honeywell Riedel de Haen AG
Original Assignee
JD Riedel E de Haen AG
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Publication date
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    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61K—PREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K36/00—Medicinal preparations of undetermined constitution containing material from algae, lichens, fungi or plants, or derivatives thereof, e.g. traditional herbal medicines
    • A61K36/18—Magnoliophyta (angiosperms)
    • A61K36/88—Liliopsida (monocotyledons)
    • A61K36/886—Aloeaceae (Aloe family), e.g. aloe vera

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Description

Es wurde gefunden, daß man zu wirksamen Abführmitteln gelangen kann, wenn man Desoxycholsäure aus Lösungen ihrer Salze in Gegenwart von Aloeextrakten ausfällt. Die neuen Produkte enthalten nun einen Teil des Aloeextraktes, jedoch anscheinend gerade die wirksamsten Bestandteile desselben, chemisch und physikalisch gebunden.
Man hat wohl schon Desoxycholsäure und Filicinsäure durch Behandeln wäßriger Lösungen ihrer Alkalisalze mit Säuren in eine Choleinsäure übergeführt. Wenn im vorliegenden Fall tatsächlich Choleinsäuren enstehen sollten, so besteht ein grundsätzlicher Unterschied gegenüber den erwähnten Verfahren, weil die etwa angelagerte Komponente nicht wie dort eine wasserunlösliche, leicht lösliche Alkalisalze bildende Säure darstellt und die Überführung von Glukosiden, insbesondere der vorliegenden Art, in Choleinsäuren eine durchaus1 neue Tatsache bedeuten würde. Liegt jedoch, wie anzunehmen ist, keine Choleinsäure vor, so ist das Ergebnis des Verfahrens um so überraschender, als man bereits empfohlen hat, Aloe durch Zusatz von Schwefelsäure zur Droge in Lösung zu bringen; die Fällbarkeit von Aloelösungen, insbesondere die auswählende Fällbarkeit gerade ihrer wirksamen Bestandteile durch Säuren in Gegenwart von Desoxycholsäure, war daher in keiner Weise zu erwarten.
Die abführende Wirkung des Aloeextraktes ist in den neuen Präparaten derart gesteigert, daß bereits 1Z5 bis 1Z10 der üblichen Aloedosis ausreicht, um eine sichere und dabei durchaus milde Abführwirkung zu erzielen. Infolge der niederen Aloindosis bleiben daher bei Verabreichung der Produkte unangenehme Nebenwirkungen aus, ebenso wie die bei Aloe bekannten Gegenindikationen nicht zu beobachten sind. Die neuen Produkte haben ferner den Vorzug, daß sich bei dauerndem Gebrauch im Gegensatz zu den meisten Abführmitteln keine Gewöhnung einstellt, ja daß man sogar bei wiederholtem Gebrauch allmählich mit der Dosis heruntergehen kann. Das Mittel gestattet somit die chronische Obstipation bis zu einem gewissen Grade sogar äthiologisch zu beeinflussen.
Beispiel 1
In eine Auflösung von 50 g Desoxycholsäure in der gerade dafür ausreichenden Mengen/1 NaOH-Lösung wird eine alkoholische Auflösung von 25 g Aloeextrakt, der ι Mol HCl (auf Desoxycholsäure berechnet) zugesetzt ist, langsam eingerührt. Der ausgefällte Niederschlag wird abgenutscht, halogenfrei gewaschen und bis zur Gewichts-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Friedrich Boedecker in Berlin-Dahlem,
konstanz getrocknet. Ausbeute 60 g. Er enthält 10 g der wirksamen Aloebestandteile und vermag schon in der Dosis 0,1 g (= effc
0,017 g Aloin) bei chronischer Obstipatj
eine sichere Abführwirkung herbeizufüh
Beispiel 2
10 g Extractum Aloes aquosum siccum DAB 6 wurden in konzentrierte wäßrige Lösung gebracht und mit 100 ecm 4O°/0iger wäßriger Na-Desoxycholatlösung versetzt. Nach Ansäuern dieses Gemisches bis zur lackmussauren Reaktion fällt ein weißgelber Nieder
schlag aus, der abgesaugt, chlorionenfrei gewaschen und getrocknet wird. Ausbeute 43 g. Titration ergab einen Gehalt von 7% n. Bereits 0,15 g (= etwa 0,01 g) weisen vorzügliche Wirkung auf.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung eines Abführmittels aus Aloe, dadurch gekennzeichnet, daß Desoxycholsäure aus Lösungen ihrer Salze in Gegenwart von Aloeextrakten mit Säure ausgefällt wird.
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