DE646777C - Selbsttaetiger Sterndreieckschalter - Google Patents
Selbsttaetiger SterndreieckschalterInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
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- H01H19/00—Switches operated by an operating part which is rotatable about a longitudinal axis thereof and which is acted upon directly by a solid body external to the switch, e.g. by a hand
- H01H19/46—Switches operated by an operating part which is rotatable about a longitudinal axis thereof and which is acted upon directly by a solid body external to the switch, e.g. by a hand the operating part having three operative positions, e.g. off/star/delta
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- Motor And Converter Starters (AREA)
Description
Das Hauptpatent betrifft einen selbsttätigen Sterndreieckschalter, bei dem ein Netzschalter
und ein Umschalter um dieselbe Achse schwenkbar und getrennt beweglich angeordnet
und durch Kippfedern miteinander verbunden sind. Beim Ein- und Abschalten des Netzschalters durch ein Bedienungselement
wird dabei die Kipplage überschritten, so daß der Umschalter dann ebenfalls eine
to Schaltbewegung ausführt, die jedoch in der Sternstellung bis zum vollzogenen Motoranlauf
durch eine selbsttätige Sperreinrichtung verzögert wird.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine weitere zweckmäßige Ausgestaltung des Sterndreieckschalters
nach dem Hauptpatent. Erfmdungsgemäß sind Netzschalter und Umschalter
an diametral gegenüberliegenden zylindrischen Flächen geführt, die zweckmäßig durch die Randflächen von Kreisplatten aus
Isoliermaterial gebildet werden. Für die beweglichen Schaltglieder, die sich unter der
Wirkung sich quer zur Zylinderachse zusammenziehender Federn an den Zylinderflächen
abstützen, ergibt sich dadurch eine besonders vorteilhafte Gesamtanordnung.
Die Abb. 1 bis 6 erläutern den Erfindungsgedanken. Die Abb. 1 bis 3 zeigen Schnitte
senkrecht zur Zylinder- bzw. Schalterachse, die Abb. 5 und 6 eine Draufsicht in Richtung
der Achse und die Abb. 4 einen Schnitt in einer Ebene längs der Achse. Die Schnittdarstellung
senkrecht zur Achse bzw. die Draufsichten längs der Achse zeigen zugleich den Gesamtschalter in den einzelnen Phasen
seiners Arbeitsspiels. So veranschaulicht die Abb. ι die Kontaktstellung und die Sperreinrichtung
in völlig abgeschaltetem Zustand, die Abb. 2 im eingeschalteten Zustand der
Anlaßstufe Stern und die Abb. 3 in der Voll-Schaltstellung Dreieck. Ferner zeigt die
Abb. S bzw. 6 den Betätigungsmechanismus unmittelbar vor dem Abschalten. Die Abb. 6
dient dabei zur Erläuterung einer zusätzlichen Ausgestaltungsmöglichkeit.
Die zylindrischen Außenflächen 1 und 2, auf denen die Schwenkbewegung der beweglichen
Kontaktklotzkörper 14 mit den Kontaktklötzen 3 und 4 der Schaltglieder des
Netz- und des Umschalters erfolgt, sind durch vier aus Isoliermaterial bestehende Kreisplatten
5 von doppel-T-förmigem Querschnitt gebildet, die durch Zwischenräume, den Schaltkammern,
voneinander getrennt sind und koaxial in der Schalterachsenrichtung aufgebaut sind. Die Kreisplatten 5 sind durch ein
parallel zur Schalterachse angeordnetes Prismenstück 6 aus Isoliermaterial zentriert und
durch in den Zwischenräumen .befindliche Nutensteine 8, die hinter die Wulst des T-Pro-
fils der Isolierplatten greifen, mittels Schrauben
9 an die Wangen 7 des Prismenstückes 6 gepreßt. Die Schrauben 9 dienen gleichzeitig
als Träger für die jeweils in der Mittel ebene der Kammern liegenden Netzanschlußklemmen
RST. Diese Art der Festlegung wird an der gegenüberliegenden Seite des Randes der
Kreisplatten 5 noch ergänzt durch ebenfalls parallel zur Achse verlaufende Leisten 10 und
11 aus Isoliermaterial, an die in gleicher Weise durch eingefügte Nutensteine 8 die
Kreisplatten angepreßt werden. An der Leiste 10 sind die Klemmen UVW für die drei Anfänge
der Dreiphasenwicklung des Motors und an der Leiste 11 die Klemmen ZXY für
die entsprechenden Wicklungsenden mitangeschraubt. Die so in jedem der drei Zwischenräume
an drei Stellen des Umfangs verteilt angeordneten Xutensteine 8 bewirken zugleich
die seitliche Distanzierung der Kreisplatten 5, während die Prismenstücke 6 und die Leisten 10 und 11 an ihren Stirnseiten zugleich
die Befestigung des Systems an den Gehäuseteilen 12, 13 (Abb. 4) übernehmen.
Jede Kammer (in den Zeichnungen des Beispiels oben und unten) ist durch den aus Isoliermaterial
bestehenden Kontaktklotzkörper 14 überbrückt, der sich mit seiner Auflagefläche
(Abb. 4) beiderseits am Umfang je zweier nebeneinanderliegender Kreisplatten 5 abstützt. Um den Kontaktklotzkörper ist in
der Mitte ein Metallstreifen 15 herumgefalzt, dessen schräg angewinkelte Fläche 16 dazu
bestimmt ist, einen Kontakt mit den Flächen 17 eines Kontaktbügels 18 herzustellen. Der
Kontaktbügel 18 ist mittels der Verschraubung 9 jeweils an eine der Klemmen des
Netzanschlusses RST angeschlossen. An seinem dem Kammerinnern zugekehrten Ende
ist der Kontaktstreifen 15 zu einem Haken 19 umgebogen, in dem die Ösen der Zugfedern
20 eingehängt sind. Die Zugfedern werden durch ein eingefügtes Isolierstück 21 elektrisch
voneinander getrennt. Sie verbinden die beiden Kontaktklötze 3 und 4 quer durch die Kammer hindurch mechanisch miteinander.
Ein U-förmig gebogenes Blechstück 22, das mit unter den Kontaktstreifen 15 untergefalzt
ist, greift an den Federaufhängestellen 19 beiderseits vorbei in den Kammerraum
hinein. Das Blechstück 22 verbindet den Kontaktstreifen 15 durch einen biegsamen
Leiter, der in isolierte Doppellitzen 23 bzw. 24 aufgeteilt ist, über die Nutensteine 8 mit je
einer der Klemmen der Wicklungsanfänge UVW bzw. der Wicklungsenden ZXY. Die
Federisolierstücke 21 sind mit seitlichen Abweiserleisten 25 (Abb. 4) versehen.
Auf diese Weise sind in drei nebeneinanderliegenden Ebenen und zunächst vollkommen
unabhängig voneinander drei jeweils durch Federn 20 verbundene Paare von Kontaktklötzen 3 und 4 für jeden Zweig des
Dreiphasensystems geschaffen, wobei die (oberen) Kontaktklötze 3 die Wicklungsanfange
UVW und die (unteren) Kontaktklötze 4 die Wicklungsenden ZXF der Motorwicklung
verkörpern. Die zur Herstellung und Lösung der Verbindung der Wicklungsanfänge UVW mit den Netzzuleitungen
RST dienenden (oberen) Kontaktklötze 3 stellen zusammen den Netzschalter dar und
die (unteren) Kontaktklötze 4 den Umschalter. Über die Kontaktkörper 3 greift von
oben eine Mitnehmerkralle 26 aus Isoliermaterial mit den Anschlagflächen 27 für die gemeinsame
Mitnahme bei der Schwenkbewegung nach rechts und mit den Anschlagflächen 28 für die entgegengesetzte Schwenkbewegung.
Der Abstand der Anschlagflächen 27 und 28 voneinander erlaubt eine weitgehende freie Beweglichkeit zwischen den
Mitnehmerkrallen 26 und den Netzkontaktklötzen 3.
Die.Mitnehmerkrallen 26 sind mit Distanzstücken
29 auf zwei durch je eine Hülse 30 isolierte Stahlstäbe 31 aufgereiht, die an
ihren Enden mit am Gehäuse drehbar gelagerten Blechsektoren 32 und 33 verschraubt sind.
Der Blechsektor 32 stützt sich an einen Zap- go fen 34 ab, während der Blechsektor 33 mit
einem Drehzapfen 35 in eine Bohrung der Welle 36 des Schaltergriffs 37 eingreift, die
mittels der Buchse 38 am Gehäuseteil 12 gelagert ist. Auf der Schalterwelle 36 sitzt, durch
eine Stellschraube 39 fest damit verbunden, ein Mitnehmerkörper 40, der mit einer
Nase 41 in den Schwenkbereich des Blechsektors 33 hineinragt und diesen beim Einschalten
mittels des Bedienungsgriffes 37 im too Uhrzeigersinn mitnimmt. Ferner ist der Mitnehmerkörper
40 mit dem einen Ende einer Feder 42 verbunden. Das andere Ende dieser Feder (abgesehen von der Ausgestaltung
nach Abb. 6) greift am Blechsektor 33 an. Bei einer Verdrehung der Schalterwelle 36
im linksläufigen Sinne wird die Spannung der Feder auf einen solchen Betrag erhöht, daß
damit die Abschaltbewegung durchgeführt werden kann. Die Feder 42 spannt sich dabei
dadurch, daß die Sektoren 32 und 33 mit ihren Mitnehmerkrallen 26 durch eine um den
Verbindungsstab 31 schwenkbare und sich durch die Feder 44 (Abb. 5) einlegende
Klinke 43 an einem mit dem Gehäuse festen Haltestift 45 zunächst festgehalten werden,
wenn der Mitnehmerkörper 40 von der Schalterwelle 36 im linksläufigen Sinne verdreht
wird. Für die Wiederaushebung der Klinke ist im Beispiel ein mit der Schalterwelle
fest verbundener Arm 63 vorgesehen, der am Klinkenfortsatz 64 wirkt.
Das selbsttätige Umschalten von Stern auf Dreieck nach beendetem Motoranlauf wird
durch einen dreiphasigen Magneten 46 bewirkt, der in den Drehzapfen 47 der Gehäuseteile
12, 13 schwenkbar gelagert ist. Der Magnet trägt an seinem Jochende Anschlagbzw.
Sperrkrallen 49, 50, die auf einer mit ihm fest verbundenen Isolierbrücke 48 jeweils
in den drei Kammerebenen angeordnet sind und mit den Umschaltklötzen 4 zusammenwirken.
Der Magnet ist mit einem Anker 52 und einer federnden Klinke 53 ausgestattet. Der Anker 52 wird durch sein Eigengewicht
und durch eine einstellbare Feder 60 (Abb. 4)
iS von den Polflächen des Magneten 46 abgezogen
gehalten.
In der Ausschaltstellung der Abb. 1 suchen die Zugfedern 20 die Klötze 3 und 4 längs der
Zylinderfiächen 1 und 2 nach den Klemmen UVW bzw. ZXY zu zusammenzuziehen. Die
Netzkontaktklötze 3 stützen sich hierbei an den Flächen 27 der mit dem Bedienungsgriff
37 verbundenen Mitnehmerkrallen 26 ab, die sich ihrerseits (an ihren Distanzhülsen 29)
gegen besondere, an der Isolierleiste 10 mitverschraubte Anschlagfedern 61 legen, die zur
Stoßaufnahme beim Abschaltvorgang vorgesehen sind. Die Umschaltkontaktklötze 4 dagegen
stützen sich unter der Wirkung der Federn 20 an den Anschlagkrallen 49 des Magneten
46 ab und erzeugen an ihm ein rechtsdrehendes Moment um dessen Zapfen 47. Der Magnet dagegen stützt sich mit dem Ende
seiner Sperrklaue 50 an der Außenseite des Kontaktklotzes 4 ab, so daß er in der Abschaltlage
bleibt.
Wird nun der Bedienungsgriff 37 zum Einschalten im Uhrzeigersinn bewegt, dann
werden die Mitnehmerkrallen 26 durch die Anschlagnase 41 mitgenommen; so daß die
Mitnehmerfläche 27 die Netzkontaktklötze 3. längs der Zylinderfläche 1 vor sich herschiebt.
Die Netzkontaktklötze 3 folgen der Bewegung des Schaltgriffs 37 so lange, bis sie nach Überschreitung
der Kipplage der Federn 20 schließlich mit ihren Kontaktflächen 16 auf die Netzkontaktflächen
17 kommen und die Netz verbindung herstellen. Durch einen entsprechenden
Abstand der entgegengesetzten Anschlagfläche 28 der Mitnehmerkrallen 26 ist Sorge
getragen, daß das zustande gekommene freie Davoneilen der Netzkontaktklötze 3 und
deren volle Kontaktbildung nicht vom festgehaltenen Griff 37 her gestört werden kann.
Erforderlichenfalls kann diese Maßnahme durch ein Spiel in der Kraftüberleitung zwischen
dem Bedienungsgriff 37 und den Mitnehmerkrallen 26 unterstützt werden. Dies ist im Beispiel (Abb. 4) durch ein Langloch
65 für den Stift 66 erreicht, so daß der Schaltgriff 37 lose auf die Schalterwelle 36 aufgesetzt
ist und die Schalterwelle mit einem Spiel dreht. Ferner sind die Verhältnisse so
gewählt, daß die Klinke 43 (Abb. 5) spätestens am Arretierungsstift 45 in dem Augenblick
einfällt, in welchem die Schaltgriffstellung das Davoneilen der Netzkontaktklötze 3
ermöglicht. Eine entgegengesetzte Griffbewegung bewirkt einen ordnungsmäßigen Abschaltvorgang.
Auch die Umschaltkontaktklötze 4 wollen bei Durchgang der Federn 20 durch die Kipplage
ihre in Abb. 1 dargestellte Lage verlassen und sich nach den Netzkontaktstellen
RST zu längs der Zylinderflächen 2 bewegen. Diese Bewegung wird aber zunächst dadurch
verhindert, daß sich die hierfür an den Netzkontaktklötzen 4 vorgesehenen Sperrnasen 62
an den in ihrer Bahn liegenden Sperrkrallen 50 des Magneten 46 fangen. Über die Sperrkrallen
50 sind im Sternpunkt O am beweglichen Magneten die Enden ZXY der Motorenwicklung
zusammengeschlossen, wobei die Sperrkräfte zwischen den Nasen 62 und den Sperrkrallen 50 zugleich die Kontaktdrücke
für den Stromübergang liefern. Damit liegt der'Motor in Stern geschaltet am. Netz, wenn
die Netzkontaktklötze 3 den Stromschluß mit den Netzzuleitungen RST herstellen. Nach
dem Abklingen des Schaltstromstoßes wird unter Abgleiten der Sperrnasen 62 an den
Sperrkrallen 50 der Magnet um die Drehzapfen 47 zur Seite geschwenkt, so daß die Kontaktklötze
4 für die Vollschaltung Dreieck freigegeben sind.
Dadurch daß der Schalter zwangsläufig nur bei kleinen Leerlaufströmen überzuschalten
vermag, sind die Umschaltkontaktklötze 4 bzw. die Kontaktstellen 62, 50 stets
nur für eine kleine Umschaltleistung zu bemessen.
Nach der Freigabe aus der Sternstellung gleiten die Umschaltkontaktklötze 4 in die
Vollschaltstellung Dreieck der Abb. 3. Die einzelnen Klötze 3 oder 4 stellen vollkommen
unabhängig voneinander an den Kontaktflächen 17 der Netzzuleitungen (sowie auch
vorher der Klötze 4 an den Sperrkrallen 50 nach Abb. 2) den Kontakt her, so daß die
sonst zu Störungen Anlaß gebende Notwendigkeit entfällt, den gesamten am Schalter
verfügbaren Kontaktdruck für die einzelnen Kontaktstellen sorgfältig aufteilen zu
müssen. Trotzdem bleibt es unbenommen, wie dies bei den Kontaktklötzen 3 und den 1x5
Mitnehmerkrallen 26 geschehen ist, die ganze Kontaktklotzreihe aller drei Stromzweige
durch lose, mechanische Zusammenfassung gemeinsam zu schalten. So könnten die Umschaltkontaktlclötze
4 z. B. durch Nasen, mit denen die Kontaktklotzkörper 14 jeweils in
eine entsprechend weite Aussparung des be-
nachbarten Kontaktklotzkörpers 14 eingreifen lose gekuppelt werden.
Zum Abschalten (Abb. 5) wird der Bedienungsgriit 37 (Abb. 4) nach der Ausgangslage
(Abb. 1) zu umgelegt. Da die Sperrklinke 43 (Abb. 5), wie beschrieben, mit dem
Augenblick der selbsttätigen Einschaltbewegung der Xetzkontaktklötze 3 die am Gehäuse
angebrachte feste Nase 45 bereits gefaßt hat, so vermögen die Krallen 26 der rückläufigen
Bewegung des Mitnehmerstückes 40, das sich mit seiner Mitnehmernase 41 beim Zurückdrehen
vorn Blechsektor 33 entfernt, nicht zu folgen. Dadurch wird, wie in der Abb. 5 dargestellt,
die Feder 42 gespannt, bis der Arm 63, gegen den Klinkenfortsatz 64 stoßend, die
Klinke 43 entgegen der Wirkung der Feder 44 am Sperrzapfen 45 aushebt und durch die
freigegebene Federkraft die Netzkontaktklotze 3 in Momentschaltung, von den Mitnehmerkanten
28 der Krallen 26 gefaßt, aus ihrer Kontaktlage in die Ausschaltlage zurückbewegt.
Die zwischen den einzelnen Phasen befindlichen Wandungen der Krallenplatten 26 dienen zugleich als Trennwände, um
Lichtbogenüberschläge von Phase zu Phase an den Xetzkontaktstellen 17 zu vermeiden.
Mit dem Herumwerfen der an den Anschlagfedern 61 federnd aufgenommenen Krallen 26
überschreiten die Federn 20 und damit die von den Kanten 28 längs der Zylinderfläche 1
vor sich hergeschobenen Kontaktklötze 3 wiederum ihre Kipplage. Die Umschaltkontaktklötze
4 werden damit ebenfalls zurückbewegt, wobei sie, wie mit den Pfeilbögen der Abb. 3 angedeutet, mit ihren Xasen 62 unbehelligt
an den Sperrzinken 50 des abgeklappten Magneten 46 vorbeikommen und schließlich,
mit ihrem Rücken an den Anschlagkrallen 49 auftreffend, den Magneten 46 in die
Ausgangslage zurückdrehen, wodurch die Abschaltstellung der Abb. 1 wiederhergestellt
ist und der Sterndreieckschalter zu neuem Motoranlauf bereitsteht.
Wird der Magnet 46 noch als selbsttätige Nullspannungseinrichtung (Abb. 6) benutzt,
so berühren die Kontaktklötze 4, sobald sie zur Vollschaltung gelangen, mit den an ihnen
hierzu vorgesehenen Kontaktfedern 71 die i<i ihnen zugekehrten Kontaktstellen 70 der
Spannungswicklung 69. Durch die nun am Netze liegende Spannungswicklung 69 wird der Magnet 46 neu erregt, und der Magnet46
und der Anker 52 ziehen sich an. Der Anker 52 trägt an einem Arm 72 einen Zapfen 73,
der an Stelle des festen Klinkenzapfens 45 der Abb. 5 tritt, so daß die Klinke 43 an ihm
aus- und einklinkt. Ferner ist die Feder 42 abweichend von der Abb. 5 so angeordnet,
daß das dort mittels des Mitnehmerkörpers am Bedienungsgriff 37 liegende Ende nunmehr
für etwa am entsprechend angebogenen Gehäuseteil 12 fest ist. Auf diese Weise wird
schon mit der Einschaltbewegung des Griffes 37 die Feder 42 gespannt, so daß der Schalter
selbsttätig in die Ausgangslage zurückgeworfen wird bzw. abschaltet, sobald der Anker 52 infolge ausbleibender Spannung abfällt
und hierdurch am Arme 72. den Stift 73 aus der Klinke 43 aushebt. Zum Abschalten
durch den Bedienungsgriff 37 wird, wie in der Abb. 6 veranschaulicht, die Klinke 43 mit
ihrem Klinkenfortsatz 64 aus dem Klinkenzapfen 72>
durch den Arm 63 ausgehoben, sobald der Schaltergriff 37 die Abschaltstellung
erreicht.
Es ist nicht zwingend, die Bewegung der Kontaktklötze 3, 4 längs ihrer Zylinderflachen
ι, 2 durchweg in gleitender Reibung sich vollziehen zu lassen. Es ist auch möglieh,
ganz oder teilweise zur rollenden Reibung überzugehen. Hierzu könnten die Klötze 3 bzw. 4 z.B. an ihren Körpern 14
mit Rollen versehen werden oder aber auch die Zylinderflächen 1 bzw. 2 selbst gewissermaßen
davonrollend gestaltet werden. Hierfür sind die Kreisplatten 5 längs der Mittelebene
ihres Doppel-T-Profils durchzuschneiden und in der Schnittebene jeweils auseinanderzudrücken,
so daß die einzelnen Kammern nunmehr durch doppelte Wände voneinander
getrennt sind, die einen besonderen Spalt zwischen sich lassen. In diesen Spalträumen
können um eine Achse, die zur Zylinderachse auch exzentrisch liegen kann, Kreisscheiben aus Isoliermaterial leicht drehbar
gelagert werden, wobei z. B. der Scheibenrand über die Zylinderfläche 1 um ein geringes
hinausragt. Dann würden sich die Netzkontaktklötze auf einem mehr oder weniger großen Teil ihres Schwenkbereiches
anstatt an den Zylinderflächen 1 am Scheibenrand jener leicht drehbaren Kreisscheiben abstützen
und daher ohne Reibung schwenken lassen. Lediglich zwischen der Kreisscheibe und ihrem Lagerzapfen wäre dann eine Reibung
vorhanden. Maßnahmen dieser oder ähnlicher Art lassen sich auch für die Netz.-
bzw. Umschaltkontaktklötze 3, 4 zugleich vorsehen. Dabei ist auch die Möglichkeit ge- no
geben, die Reibungserleichterungen z. B. nur auf bestimmte Stellen der Schwenkbahnen
zu beschränken. So kann, um den Rückprall beim Abschalten zu vermeiden, beim Auftreffen
der Kontakte die Reibungserleichterung wieder durch eine die Bewegung aboremsende
hohe Gleitreibung ersetzt werden.
Claims (1)
- Patentansprüche:i. Selbsttätiger Sterndreieckschalter mit getrennt beweglichem, durch Kippfedernunmittelbar verbundenem Netz- und Umschalter nach Patent 595 520, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Schaltglieder des Netzschalters und des Umschalters an diametral gegenüberliegenden zylindrischen Flächen geführt sind, die zweckmäßig durch die Randflächen von Kreisplatten aus Isoliermaterial gebildet sind.s.SelbsttätigerSterndreieckschalternach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für die beweglichen Schaltglieder des Netzschalters und des Umschalters aus Isoliermaterial geformte Kontaktklötze vorgesehen sind, wobei die einander gegenüberliegenden Kontaktklötze durch Federn mechanisch miteinander verbunden sind.S-SelbsttätigerSterndreieckschalternach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen je zwei Kreisplatten eine Kammer zur Aufnahme der Federn und der elektrischen Anschlüsse für die einzelnen Stromzweige vorgesehen ist.4.SelbsttätigerSterndreieckschalternach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktklötze, die sich mit ihren Enden auf den Kreisplatten abstützen, die Kammern zwischen den Zylinderflächen überbrücken und einen um sie herumgefalzten metallischen Kontaktstreifen tragen.S-SelbsttätigerSterndreieckschalternach den Ansprücheni bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktklötze für die Netzschaltung bzw. für die Umschaltung gegenseitig in loser, die Kontaktbildung jedes einzelnen Kontaktklotzes nicht störender mechanischer Kupplung verbunden sind.ö.SelbsttätigerSterndreieckschalternach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Netzkontaktklötze mit dem Bedienungselement durch eine Mehrzahl schwenkbar gelagerter Mitnehmerkrallen, die ein ausreichendes Spiel für · die Bewegung der Kontaktklötze zulassen, verbunden sind.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEO20911D DE646777C (de) | 1933-10-27 | 1933-10-27 | Selbsttaetiger Sterndreieckschalter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEO20911D DE646777C (de) | 1933-10-27 | 1933-10-27 | Selbsttaetiger Sterndreieckschalter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE646777C true DE646777C (de) | 1937-06-25 |
Family
ID=7355359
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEO20911D Expired DE646777C (de) | 1933-10-27 | 1933-10-27 | Selbsttaetiger Sterndreieckschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE646777C (de) |
-
1933
- 1933-10-27 DE DEO20911D patent/DE646777C/de not_active Expired
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