DE647106C - Pruefverfahren und -einrichtung fuer elektrische Schaltelemente mit vorgeschriebener Toleranz, insbesondere fuer Widerstaende - Google Patents

Pruefverfahren und -einrichtung fuer elektrische Schaltelemente mit vorgeschriebener Toleranz, insbesondere fuer Widerstaende

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DE647106C
DE647106C DEST51846D DEST051846D DE647106C DE 647106 C DE647106 C DE 647106C DE ST51846 D DEST51846 D DE ST51846D DE ST051846 D DEST051846 D DE ST051846D DE 647106 C DE647106 C DE 647106C
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measuring
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R17/00Measuring arrangements involving comparison with a reference value, e.g. bridge
    • G01R17/10AC or DC measuring bridges
    • G01R17/105AC or DC measuring bridges for measuring impedance or resistance

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Resistance Or Impedance (AREA)
  • Testing Electric Properties And Detecting Electric Faults (AREA)

Description

  • Prüfverfahren und -einrichtung für elektrische Schaltelemente reit vorgeschriebener Toleranz, insbesondere fürWiderstände Für die genaue Messung elektrischer Schaltelemente, wie Widerstände, Induktivitäten, Kapazitäten u. dgl., sind eine große Anzahl sehr genauer Meßmethoden bekännt, welche zumeist auf der Grundlage der Wheatstoneschen Brücke, gegebenenfalls in den für Wechselstrom abgewandelten Formen, beruhen. Die Aufgabe aller dieser Meßmethoden ist die möglichst genaue Messung der wirklichen elektrischen Größe des betreffenden Schaltelementes.
  • Im Gegensatz hierzu ist das Ziel der Messung nach dem erfindungsgemäßen Me@verfahren die Feststellung; ob die wirkliche elektrische Größe innerhalb eines gewissen zugelassenen Toleranzbereiches liegt. Die für die Durchführung des erfindungsgemäßen Meßverfahrens entwickelte Prüfeinrichtung soll zur bequemen Prüfung der betreffenden Schaltelemente für verschiedene Wertgrößen und Toleranzbereiche benutzt werden können. Ferner ist die erfindungsgemäße Prüfeinrichtung zur Prüfung größerer Serien: für halbautomatischen Betrieb ausgestaltet, d. h. es ist nur noch notwendig, die Schaltelemente an die Prüfeinrichtung anzulegen, während alle übrigen für das Meßverfahren notwendigen Schaltungen selbsttätig erfolgen.
  • Das Neue der Erfindung besteht darin, daß das zu prüfende Schaltelement nacheinander in zwei Meßbrücken eingeschaltet wird, von: denen die eine auf den, unteren und idie andere auf den oberen Grenzwert eingestellt ist, und daß am Brückenausgang eine Relaisvorrichtung liegt, deren Anspr echvorrichtung wesentlich unterhalb der für die eigentliche Messung zugelassenen Toleranzen liegt, sowie eine Relaisschaltung, welche selbsttätig die Umschaltung für die beiden Grenzwertmessungen vornimmt, die zur Überwachung des Meßvorganges erforderlichen Anzeigevorrichtungen einschaltet und den, Meßvorgang unterbricht, wenn der Wert des zu untersuchenden Schaltelementes außerhalb des Toleranzbereiches liegt. Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung werden im Zusammenhang mit dem in der Zeichnung niedergelegten Ausführungsbeispiel behandelt.
  • Bei dem Schaltbild nach Abb. i, das eine Prüfeinrichtung wiedergibt, die mit Gleichstrom betrieben wird und zur Messung der Ohmschen Widerstände dient, werden zwei Brücken verwendet, von denen die eine auf den wirklichen Wert der unteren Grenze, die andere auf den der oberen Grenze durch entsprechende Einstellung der Vergleichswiderstände eingestellt ist. Wie aus, dem Schaltbild ersichtlich, lassen sich die beiden Brücken zweckmäßig zu einer Gesamtanordnung vereinigen, wenn man den in beiden Fällen gleichen Brückenzweig nur einmal aufbaut, die beiden verschiedenen, für den, Vergleich mit dem oberen und unteren Grenzwert noch benötigten Brückenzweige zugleich hinzufügt- und das Anzeigeinstrument, im vorliegenden Falle also die Relaisvorrichtung, nacheinander in den oberen bzw. unteren Brückenzweig schaltet. Die Relaisvorrichtung wird zweckmäßig bei der Umschaltung umgepolt, so daß sie `beim Vergleich mit dem unteren Grenzwert für größere Werte des zu untersuchenden Widerstandes, beim oberen Grenzwert für geringere Werte deszu untersuchenden Widerstandes in gleichet'. Richtung arbeitet. Im Falle, daß derWiderstand innerhalb der bestimmten Grenzen liegt, bedeutet dann das zweimalige gleichgerichtete .arbeiten der Relaisvorrichtung, daß der untersuchte Widerstand die gewünschte erforderliche Genauigkeit hinsichtlich seines Ohmwertes hat. Durch entsprechende Einstellung der Brückenwiderstände können Widerstände beliebiger Größe und mit beliebigem Toleranzbereich untersucht werden.
  • Für die betriebsmäßige Messung großer Serien von Widerständet ist es zweckmäßig, den zu untersuchenden Widerstand für die Prüfung in eine Aufnahmevorrichtung derart einzulegen, daß der Meßkreis nur beim Niederdrücken des Widerstandes in der Aufnahmevorrichtung Spannung erhält.
  • Zweckmäßig wird zunächst der kleinere, sodann der größere Grenzwert untersucht. Die Untersuchung des kleinen Grenzwertes an erster Stelle soll verhindern, daß bei Kurzschluß des Schaltelementes die in der Brücke liegende Torrichtung bei der Untersuchung des oberen Grenzwertes beschädigt wird. Die Einschaltung der Relaisvorrichtung in den entsprechenden Meßkreis wird durch Betätigung und nachfolgenden Ausfall je eines besonderen Relais A, B (Abb. 2) für jede der beiden Messungen vorgenommen und durch je ein Signalzeichen angezeigt, das zweckmäßig dem entsprechenden Meßbereich der Anordnung räumlich -zugeordnet ist.
  • Durch die Relaisvorrichtung wird ein drittes Relais I( betätigt, welches den weiteren Ablauf des Prüfvorganges nach jeder der beiden Messungen nur dann freigibt, wenn das Schaltelement bei der betreffenden Messung als richtig im Sinne der vorstehenden Ausführungen befunden ist.
  • Die zwangsläufige Folge der Messungen wird durch zwei weitere Relais H, Z gewährleistet, von denen das Relais H als erstes Relais der ganzen Einrichtung anspricht, das zur ersten Messung erforderliche Relais ,A an Spannung legt und nach Beendigung der ersten Messung die erneute Einschaltung des RelaisA während des ganzen weiteren Prüfvorganges verhindert. Das Relais Z sichert den weiteren Ablauf des Prüfvorganges nach Betätigung und Ausfall des Relais A.
  • Erfindungsgemäß besteht die Relaisvorrichtung im wesentlichen aus einer gittergesteuerten Gasentladungsröhre, deren, Gitterspannung nahe all der Zündungsgrenze liegt, so dalt durch den Anzeigestrom Zündung oder Erlöschen der Entladungsröhre eintritt. Das bereits erwähnte Sperrelais I( wird dann ,in den Anodenkreis der Entladungsröhre gelegt. Die vorher beschriebene Unterbrechung ':des Fortganges der Prüfung wird dadurch ',#enntlich, daß die beim Einschalten der Meß--'änordnung in Tätigkeit tretenden Signalzeichen nicht wieder verschwinden. Ein in die Leitung des Sperrelais eingefügter Ruhekontakt mit mechanischer, z. B. Druckknopf-' betätigung gestattet in diesem Falle dessen Abschaltung, um den Prüfvorgang trotzdem weiterführen zu können. Da die bei den Messungen sich ergebenden Anzeigeströme häufig sehr klein sind, werden sie zweckmäßigerweise dem Gitter der Relaisröhre verstärkt zugeführt. Hierfür ist ein direkt gekoppelter Verstärker an sich bekannter Art vorzüglich geeignet.
  • Die Arbeitsweise der Meßvorrichtung ist folgende.
  • Durch Niederdrücken des zu untersuchenden Widerstandes auf die in Abb. i mit Meßklammern bezeichneten Kontakte wird einerseits die Spannung an die Meßanordnung gelegt, andererseits der Stromkreis, in dem das Relais H liegt, geschlossen. Die Relaisvorrichtung wird durch die Kontakte ao, bo zunächst beispielsweise in den oberen Kreis gelegt. Gleichzeitig mit den Kontakten ao, bo wird der Kontakt a, (Abb. i) betätigt, so daß die dem oberen Kreis zugeordnete Signallampe aufleuchtet.
  • Liegt der zu untersuchende Widerstand innerhalb des Toleranzbereiches, so tritt eine Verminderung der Gitterspannung der über den Röhrenverstärker an den Meßzweig angeschlossenen Relaisröhre ein, so daß diese erlischt. Im Anodenkreis der Röhre tritt infolgedessen eine Stromunterbrechung ein, und das Sperrelais I< fällt ab.
  • In der Abb.2, die das Schaltbild für die Relais H, A, Z und B wiedergibt, sind die Kontakte mit kleinen Buchstaben bezeichnet. Ruhekontakte sind dadurch kenntlich gemacht, daß die Spitzen der Dreiecke an die zugehörige Leitung anstoßen, während bei den Arbeitskontakten die Dreieckspitzen im Abstand von der -zugehörigen Leitung dargestellt sind. Eine Ausnahme machen lediglich die in der Betriebsbereitschaft bereits geschlossenen Arbeitskontakte k1 und k2, bei welchen die Spitzen der Dreiecke ebenfalls an die Spitzen der zugehörigen Leitungen anstoßen.
  • Wenn nun durch Niederdrücken des Widerstandes in die Aufnahmevorrichtung das Relais H Strom erhält, so fließt auch über den Ruhekontakt lt (Abb. 2) Strom durch das Relais A. Allerdings öffnet das Relais H kurz darauf den Ruhekontakt lt, wodurch erneutes Einschalten des Relais A durch den Meßklemmenkontakt während des gesamten Ablaufs der Prüfung verhindert wird. Das Ansprechen des Relais A hat aber zur Folge, daß der Haltekontakt a2 geschlossen wird. Es ist notwendig, @daß der Kontakt a2 anspricht, bevor der Ruhekontakt h geöffnet -ist, weil sonst das Relais A keine Spannung behalten würde. Als weitere Folge der Betätigung des Relais A werden die Arbeitskontakte ao undal geschlossen, die Messung beginnt, und die zugeordnete Signallampe leuchtet. Gleichzeitig erhält durch den Arbeitskontakt a3 das Relais Z Spannung, betätigt den Arbeitskontakt z1 und erhält Spannung über den Arbeitskontakt z1 und den Ruhekontakt b2. Ferner ist durch die Öffnung des ebenfalls durch das Relais A betätigten Ruhekontaktes a4 dafür gesorgt, daß das Relais B vorläufig spannungslos bleibt.
  • Die Messung für den unteren Grenzwert geht nunmehr vor sich und führt beim, richtigen Wert des zu untersuchenden Widerstandes in .der bereits besprochenen Weise zum Abfallen des Relais I( durch Erlöschen der Gasentladungsröhre, wodurch das Relais, A infolge Öffnen des Arbeitskontaktes k, die Spannung verliert, so daß nur noch die Relais H und Z an Spannung liegen. Die Kontakte ,ao, ai öffnen sich, das Relais IC erhält wieder Spannung, und. die zugehörige Signallampe erlischt. Ferner wird die Spannung für das Relais B durch Schließen des Ruhekontaktes a4 freigegeben. Mit dem Ansprechen des Relais B, das sich über den Arbeitskontakt b3 selbst hält, wird durch öffnung des Ruhekontaktes b2 das Relais Z spannungslos, so daß nunmehr die Relais H und B Spannung besitzen. Durch Einfügung des Ruhekontaktes k2 in den Stromweg für das Relais B wird verhindert, daß das Relais B anspricht, bevor das Relais 1< wieder arbeitsbereit ist. In gleicher Weise wie zuvor geht nun auch die zweite Messung vor sich, so daß beim richtigen Wert des Widerstandes das Relaisi I( wiederum abfällt und zum Schluß nur das Relais H erregt bleibt, da auch die Arbeitskontakte z2 und b3 inzwischen geöffnet sind. Infolge der Öffnung des Ruhekontaktes 1a bleibt das Relais A spannungsfrei, und keins 'der übrigen Relais kommt erneut zum Ansprechen. Der Meßvorgang ist beendet, der Widerstand wird aus der Aufnahmevorrichtung entfernt, das Relais H verliert seine Spannung und gibt den Ruhekontakt k frei, so daß beim erneuten Anlegen eines Widerstandes das Relais. A wieder Spannung erhält und der Vorgang von neuem beginnen kann. Bei Fehlwerten des Widerstandes bleiben die Signallampen hell, ohne zu erlöschen; durch Betätigung des bereits erwähnten Druckknopfes kann in diesem Fall. der Anodenstromkreis, der Relaisröhre unterbrochen und der Fortgang der Prüfung erzwungen werden.
  • In Abb.3 der Zeichnung ist der Ablauf . der einzelnen Schaltvorgänge schaubildlich in Abhängigkeit von der Zeit dargestellt.
  • Sofern man verschieden verzögerte Relais benutzt, kann man selbstverständlich unter sonst gleichen Gesichtspunkten die Ausbildung der Relaisschaltung anders gestalten.
  • In gleicher Weise wie das Meßverfahren ist auch das selbsttätige Arbeiten der Einrichtung und die Verwendung der Ga_sentladungsröhre weder auf die Messung von Widerständen noch auf die Benutzung von Brücken oder die Verwendung von Gleichstrom beschränkt, vielmehr können auch Induktivitäten und Kapazitäten, beispielsweise mittels der dazu entwickelten bekannten Wechstrombrückenmeßmethoden nach den Grundsätzen der Erfindung zur selbsttätigen Prüfung ausgestaltet werden.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE. i. Prüfverfahren und -einrichtung für elektrische Schaltelemente mit vorgeschriebener Toleranz, insbesondere für Widerstände unter Verwendung von Brükkenschaltungen, dadurch gekennzeichnet, daß das zu prüfende Schaltelement nacheinander in zwei Meßbrücken eingeschaltet wird, von denen die eine auf, den unteren und die andere auf den oberen Grenzwert reingestellt ist, und daß am Brückenausgang eine Relaisvorrichtung liegt, deren Ansprechvorrichtung wesentlich unterhalb der für die eigentliche Messung zugelassenen Toleranz liegt, sowie eine Relaisschaltung, welche selbsttätig die Umschaltung für die beiden Grenzwertmessungen vornimmt, die zur Überwachung des Meßvorgangeserforderlichen Anzeigevorrichtungen einschaltet und den Meßvorgang unterbricht, wenn der Wert des zu untersuchenden Schalt-.elementes außerhalb des Toleranzbereiches liegt. -
  2. 2. Verfahren und Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zuerst die Vergleichsmessung mit denn unteren Grenzwert vorgenommen wird.
  3. 3. Verfahren und Einrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß gleiche Teile der beiden Meßanordnungen nur einmal und umschaltbar vorgesehen sind. q..
  4. Verfahren und Einrichtung nach Anspruch v oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßkreis durch Niederdrücken der Aufnahmevorrichtung beim Einlegen des zu untersuchenden Schaltelementes Spannung erhält.
  5. 5. Verfahren und Einrichtung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß als Anzeigevorrichtung eine gittergesteuerte Gasentladungsröhre verwendet wird, deren Gitterspannung nahe an der Zündungsgrenze liegt, so daß durch den Anzeigestrom Zündung oder Erlöschen der Entladungsröhre eintritt, und daß im Anodenkreis der Röhre das Sperrelais für die Unterbrechung des Prüfvorganges bei Fehlwerten des Schaltelementes liegt.
  6. 6. Verfahren und Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Anzeigestrom dem Gitter der Entladungsröhre über einen Röhrenverstärker mit direkter Kopplung zugeführt wird.
DEST51846D 1934-02-20 1934-02-20 Pruefverfahren und -einrichtung fuer elektrische Schaltelemente mit vorgeschriebener Toleranz, insbesondere fuer Widerstaende Expired DE647106C (de)

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