DE647324C - Verfahren zur Verhuetung der Schaumbildung von tierischen und pflanzlichen Klebstoffloesungen - Google Patents

Verfahren zur Verhuetung der Schaumbildung von tierischen und pflanzlichen Klebstoffloesungen

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DE647324C
DE647324C DEC50531D DEC0050531D DE647324C DE 647324 C DE647324 C DE 647324C DE C50531 D DEC50531 D DE C50531D DE C0050531 D DEC0050531 D DE C0050531D DE 647324 C DE647324 C DE 647324C
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DE
Germany
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animal
adhesive solutions
polyhydric alcohols
mixtures
foam formation
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Expired
Application number
DEC50531D
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English (en)
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Stockhausen GmbH and Co KG
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Chemische Fabrik Stockhausen GmbH
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09JADHESIVES; NON-MECHANICAL ASPECTS OF ADHESIVE PROCESSES IN GENERAL; ADHESIVE PROCESSES NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE; USE OF MATERIALS AS ADHESIVES
    • C09J189/00Adhesives based on proteins; Adhesives based on derivatives thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verhütung der Schaumbildung von tierischen und pflanzlichen Klebstofflösungen Bei einer Reihe von technischen Verfahren, z. B. in der Leim-, Holzverarbeitungs- und anderen Industrien, macht sich Schaumbildung störend bemerkbar. Die zu ihrer Bekämpfung bisher verwendeten Mittel; wie Petroleum, Milch, ätherische öle, organische Säuren u. dgl., genügen sämtlich nicht allen Ansprüchen, ereil sie entweder ungenügend entschäumen oder schädliche Einflüsse auf gewisse Bestandteile ausüben oder durch ihren penetranten Geruch den Wert der behandelten Flotten beeinträchtigen. Man hat auch schon versucht, den Schaum auf mechanischem Wege, z. B. durch Aufblasen von Dampf oder Luft auf die Schaumoberfläche, zu zerstören. Auch diese Versuche konnten jedoch nicht restlos befriedigen.
  • Die Verwendung höherer molekularer Alkohole zur Bekämpfung der Schaumbildung ist an sich bekannt. Die bekannten Verfahren sind jedoch nicht geeignet, die Neuheit der Erfindung in Frage zu stellen, da das erfindungsgemäße Verfahren zur Schaumverhütung nicht allein durch den Zusatz höher molekularer Alkohole, sondern durch die Verwendung einer Mischung mehrerer verschiedener Stoffe gegeben ist, von der die höher molekularen Alkohole nur eine Komponente bilden. Eine solche Mischung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Schaumverhütung besteht aus i. einem oder mehreren höheren gesättigten oder ungesättigten ein- oder mehrwertigen Alkoholen, , 2. einem oder mehreren Äthern ein- oder mehrwertiger Alkohole mit Alkylsubstitutionsprodukten des Phenols, 3. einem oder mehreren Estern höherer zweibasischer Säuren mit Cyclohexanol oder seinen Homologen.
  • Ist einer der genannten Stoffe fest und will man trotzdem ein flüssiges Präparat erhalten, so wird zweckmäßig ein größerer Anteil aliphatischer Kohlenwasserstoffe, verseifbarer öle oder Fette, deren Fettsäuren oder eine Mischung dieser Stoffe ' dein Produkt zugefügt.
  • Dieses neue Verfahren hat nun eine eigenartige technische Wirkung, die sich auf Grund der für höher molekulare Alkohole bekannten Eigenschaften nicht voraussehen ließ und die einen bedeutenden technischen Fortschritt darstellt. Das erfindungsgemäße Verfahren übertrifft nämlich bei weitem die bekannte Verwendung höher molekularer Alkohole bezüglich der entschäumenden Wirkung von tierischen und pflanzlichen Klebstofflöswngen. Es wurden nämlich Entschäumungsversuche mit einer Knochenleimlösung' angestellt, und zwar sowohl. mit den Einzelkomponenten des erfindungsgemäßen, zur Verwendung kommenden Mittels allein als auch mit der erfindungsgemäß zuzusetzenden Mischung dieser Komponenten. Während bei reinem OLeinalkohol die Entschäumungswirkung nach 20. Minuten noch die gleiche war wie nach i Minute, wurde nach dem erfindungsgemäßen Verfahren nach 2 o Minuten eine völlige Entschäumung, d. h. eine ganz schaumfreie Oberfläche .erzielt. Diese Wirkung ist weder mit Oleinalkohol allein noch mit irgendeiner anderen der zur Verwendung kommenden Einzelkomponenten zu erreichen.
  • Es ergibt sich also, daß das neue erfindungsgemäße Verfahren einen überraschenden, die Technik wesentlich bereichernden Fortschritt mit sich bringt.
  • Das erfindungsgemäße Esntschäum-ungsmittel kann beispielswe'se fcilgend(@ Zusammensetzung haben:
    Beispiel i
    3oo Teile Oleinalkohol,
    6oo - Kresylglykoläther,
    loo - Adipinsäureinethylcyclo-
    hexanolester.
    Dieses Produkt wird in der Weise hergestellt, daß man zunächst zu dem flüssigen Oleinalkohol den Kresylglykoläther und hierauf den Adipinsäummetliylcycloliexanolester zusetzt.
    Beispiel 2
    5oo Teile Glycerirunonoplienyläther,
    25o - Cetylalkohol,
    100 - Adipinsäuremethylcyclo-
    hexanolester, .
    i 5o - Mineralöl.
    Der Getylalkohol wird geschmolzen mit dem Glycerinmonophenyläther und gegebenenfalls unter Erwärmen mit dem Adipinsäuremethylcyclohexanolester versetzt; dann wird unter Rühren das Mineralöl zugegeben.
  • Die erfindungsgemäßen Gemische eignen sich ausgezeichnet zum Entschäumen von Lösungen aus Knochenleim, Caseinleim, Blutalbumin oder Dextrin.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Verhütung der Schaumbildung von tierischen und pflanzlichen Klebstofflösungen durch Zusatz von einern oder mehreren höheren gesättigten oder ungesättigten ein- oder mehrwertigen Alkoholen, dadurch gekennzeichnet, daf:) man den Klebstofflösungen Mischungcn aus einem oder mehreren höheren gesättigten oder ungesättigten ein- oder mehrwertigen Alkoholen sowie einem o& r mehreren Äthern ein- oder mehrwertiger Alkohole mit Alkylsubstitutionsprodukteii des Phenols und einem oder mehreren Estern höherer zweibasischer Säuren mit Cyclohexanioloder seinen Homologen zusetzt.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß man den Klebstofflösungen Mischungen der in Anspruch i gekennzeichneten Art zusetzt, die noch einen Gehalt an tierischen und pflanzlichen Ölen oder Fetten bzw. deren Fettsäuren oder Mischungen dieser Stoffe sowie Mineralöl aufweisen.
DEC50531D 1935-05-15 1935-05-15 Verfahren zur Verhuetung der Schaumbildung von tierischen und pflanzlichen Klebstoffloesungen Expired DE647324C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE849152C (de) * 1950-05-06 1952-09-11 Kittelberger & Co Verfahren zum Entschaeumen von zaehfluessigen Auftragsmassen (Anstrich-, Spachtel-, Betonmassen od. dgl.) unter gleichzeitigem Verdichten der Massen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE849152C (de) * 1950-05-06 1952-09-11 Kittelberger & Co Verfahren zum Entschaeumen von zaehfluessigen Auftragsmassen (Anstrich-, Spachtel-, Betonmassen od. dgl.) unter gleichzeitigem Verdichten der Massen

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