DE647432C - Photographischer oder kinematographischer Apparat mit Blendenregler - Google Patents
Photographischer oder kinematographischer Apparat mit BlendenreglerInfo
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B7/00—Control of exposure by setting shutters, diaphragms or filters, separately or conjointly
- G03B7/08—Control effected solely on the basis of the response, to the intensity of the light received by the camera, of a built-in light-sensitive device
- G03B7/12—Control effected solely on the basis of the response, to the intensity of the light received by the camera, of a built-in light-sensitive device a hand-actuated member moved from one position to another providing the energy to move the setting member, e.g. depression of shutter release button causes a stepped feeler to co-operate with the pointer of the light-sensitive device to set the diaphragm and thereafter release the shutter
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Description
AUSGEGEBEN AM
3. JULI 1937
3. JULI 1937
19 JUL. 1937
γ. Juni ip3/
Durch das Patent 627 044 ist ein photographischer oder kinematographsicher, Apparat
mit Blendcnrcgler unter Schutz gestellt, bei dem die von Hand zu betätigende Einstellvorrichtung
für die Objektivblende mit einem Abtastorgan verbunden ist, das jeweils bis zur Berührung mit dem einen mechanischen
Anschlag bildenden Zeiger eines elektrischen Belichtungsmessers bewegt wird. Die Schichtempfindlichkeit
wird in der Weise berücksichtigt, daß der Lichtzutritt zur lichtempfindlichen
Zelle durch Filter oder Blenden ■entsprechend von Hand gedrosselt wird. .
Die vorliegende Erfindung bezweckt eine Verbesserung des Gegenstandes des Hauptpatents
derart, daß beim Einsetzen der Kassette selbsttätig die Empfindlichkeit des
in der Kassette enthaltenen Films berücksichtigt wird, wie dies in Verbindung mit Belichtungsmessern
anderer Art bereits den,Gegenstand des anderen Patents bildet.
Zu diesem Zwecke ist erfindungsgemäß die Kassette mit vertieften oder erhabenen
Merkmalen entsprechend der Emulsionsempfindlichkeit versehen, die auf das Verbindungsgestänge
zwischen Objektivblende und Abtastorgan oder zwischen der Einstellvorrichtung für die Belichtungszeit bzw. Bildfrequenz
und einem die Empfindlichkeit des Belichtungsmessers beeinflussenden Organ zusätzlich
einwirkt.
Die Erfindung ist an einer Kinoaufnahmekamera beschrieben.
Abb. ι zeigt einen Längsteilschnitt,
Abb. 2 eine Vorderansicht des Getriebes der gleichen Kamera bei abgenommener Vorderwand,
'
Abb. 3 eine Vorderansicht eines Teiles der Kamera.
Abb. 4 ist eine Teildarstellung einer Blendenlamelle
mit einer Einrichtung zur Verstellung ihrer wirksamen Öffnung.
Abb. 5 und 6 sind einander entsprechende Seiten- und . Vorderansichten einer Anordnung,
durch die die Lichtempfindlichkeit der Photozelle in Abhängigkeit von der Filmempfindlichkeit
und den Verschluß- oder Laufwerkgeschwindigkeiten verstellt werden kann.
Abb. 7 ist eine schaubildliche Ansicht einer Einrichtung zur Abbleridung der lichtempfindlichen
Zelle mit teilweise entfernter Blende,
Abb. 8 eine Gesamtseitenansicht einer Kassettenkamera gemäß Erfindung bei abgenommener
Seitenwand,
Abb. 9 eine Seitenansicht der gleichen Kamera von der entgegengesetzten Seite, d.h.
ίο der Aufzugseite aus gesehen, und
Abb. ι ο ein Teilschnitt zu Abb. 8 durch die Nachstelleinrichtung in Abhängigkeit von
der Laufwerkgeschwindigkeitsverstellung.
Abb. ι und 2 zeigen an Hand einer Kinokamera 10 eine Ausführungsform der Erfindung.
Die Kamera ist mit einer Objektivblendenverstellung versehen, die durch eine
lichtempfindliche Zelle gemäß dem Hauptpatent 627 044 gesteuert wird. Die Innenwand
11 trägt ein Bildfenster 12, in dem der
Film in der Schärfenebene des Objektivs 13 geführt wird. Das Objektiv 13 ist in de'r
Vorderwand 14 des Kameragehäuses 10 befestigt.
Die Blendcnlamellen 15 und 16, die
in Nuten 20 an Stiften 19 der Wandung 11 geführt werden, besitzen öffnungen 17 und 18,
die sich gegenseitig mehr oder weniger überdecken können und damit das Maß der Abblendung
des Objektivs regeln. Die unteren Ansätze der Lamellen 15 und
16 besitzen gekrümmte Nuten 21 und 22, in denen der Stift 23 des zweiarmigen Blendenstellhebels
24, 27 gleitet. Dieser Blendenverstellhebel ist um den Kamerazapfen 25 schwenk bar
und wird durch die Feder 26 in entgegengesetztem Uhrzeigersinn (Pfeilrichtung der
Abb. 2) in seine Grenzlage gezwungen. Der Arm 27 wird durch die Feder 26 in Anschlag
mit dem Stift 28 des Ansatzes 29 gehalten. Dieser Ansatz 29 ist aus dem Hebel 30, der bei 31 angelenkt ist, abgebogen.
Der Hebel 30 trägt einen Stift 32, der durch
das Kameragehäuse nach außen ragt und in dem Knopf 33 endet, an dem er geschwenkt
werden kann. Nach Abb. 1 hat der Hebel 30 eine kreisbogenförmige Nut 34, die über dem
Stift 35 gleitet und die Schwenkbewegung des Hebels begrenzt. Das abgebogene Ende
36 des Hebels 30'gleitet auf einer Kurve 37 eines Armes 38.
Dieser Arm 38 trägt gemeinsam mit dem Arm 38' einen Sperrbügel 39 für den Zeiger
40 des elektrischen Meßinstrumentes. Dieses ist vorteilhaft ein Drehspulinstrument, dessen
Spule um die Welle 42 zwischen den Polen des Magneten 43 gemäß Abb. 2 drehbar ist.
Die Spulenwelle 42 wird in bekannter Weise durch eine Feder 44 in' entgegengesetzter ■Uhrzeigerrichtung
in ihrer Grenzlage gehalten. Auf dem Zapfen 2 5 ist noch ein Anschlaghebel45
gelagert und reibungskraftschlüssig mit dem Blendeneinstellhebel 24 verbunden, so daß er gegenüber dem Hebel 24 im Winkel
verstellt werden kann. Der Anschlagarm 45 ist mit einem Anschlagstift 46 versehen, der
durch den Zeigerfeststellbügel 39 greift, so daß er mit dem Zeiger 40 zusammenarbeiten
und auf diese Weise die Verstellung der Blendenlamellen begrenzen kann. Die Arme 38,
38' des Bügels 39 sind an Ansätzen 47 des Kameragehäuses angelenkt. Wenigstens ein
Gelenk ist mit einer Feder 48 versehen, die den Bügel 39 außerhalb der Festlegestellung
■ des Zeigers (in Abb. 1 gestrichelt) zu halten bestrebt ist.
Die Blendeneinstellvorrichtung arbeitet wie folgt:
Die Kamera wird auf die aufzunehmende Szene gerichtet, wobei der Strom der lichtempfindlichen
Zelle (nicht dargestellt) entsprechend der einfallenden Lichtmenge einen gewissen Ausschlag des Meßzeigers 40 verursacht.
Nun wird der Auslöseknopf 33 aus der Stellung der Abb. 2 in die Betriebslage nach Abb. 1 gebracht. Während des ersten
Teils dieser Bewegung gleitet das Ende 36 des Hebels 30 auf der Kurve 37 des Armes
38 nach unten, wodurch der Zeigcrfestlegcbügel 39 entgegen der Wirkung der Feder
48 in seine wirksame Lage nach Abb. 1 ge- g0
bracht wird. Die Weiterbewegung des Hebels 30 veranlaßt durch die abgebogene Nase 29
und deren Stift 28, daß der Blendenstellarm 24 von der Feder 26 gedreht wird, wobei er
den Anschlagarm 45 in entgegengesetztem Uhrzeigersinn mitnimmt. Gleichzeitig werden
durch diese Bewegung die Blendcnlamcllen 15
Und 16 über die Kurven 21,22 verstellt. Die
gesamte Bewegung wird durch den Anschlag des Stiftes 46 an den Zeiger 40, der in seiner Ioo
abgelenkten Stellung durch den Bügel 39 festgehalten wird, begrenzt. Damit ist aber die
Blendenöffnung den Aufnahmelichtverhältnissen angepaßt.
Die weitere Abwärtsbewegung des Hebels 3 ο löst das Sperrorgan 49 für das Kameralaufwerk
aus, ohne die Blendenverstellung weiter* zu beeinflussen; denn der Anschlagstift
46 liegt am Zeiger 40 an und hindert dadurch den Hebel 27, dem Stift 28 weiter zu n0
folgen. Der Ansatz 36 des Hebels 30 gleitet dabei auf dem geradlinigen Teil der Kurve 37.
Auf diese Weise wird die Blende für eine gegebene Beleuchtungsstärke auf eine Öffnungeingestellt,
die einer bestimmten Lauf- ti5
Werkgeschwindigkeit und einer bestimmten Filmempfindlichkeit entspricht. Bei Kameras
mit verschiedenen Laufwerkgeschwindigkeiten, die mit verschieden empfindlichen Filmsorten
beschickt werden, ist es wünschenswert, die Blendeneinstelleinrichtung auch an Hand dieser
-Variablen zusätzlich zu steuern.
Zu diesem Zweck ist ein Stellhebel 50 vorgesehen,
dessen eines Ende an der Frontwand 14 der Kamera an einem Niet 51. drehbar
befestigt ist. Sein freies Ende besitzt eine Öffnung 52, die auf den Anschlagstift 46 paßt.
Diese Anordnung hat folgenden Zweck:
Nach Abb. 1 und 3 ist der Hebel 50 aus
Federband hergestellt, und zwar hält ihn seine Eigenfederung außerhalb des Bereichs des
Arretierungsstiftes 46. Er ist mit einer Nase 53 versehen, die in Aussparungen 5 5 eines
kreisringförmigen Schlitzes 54 der Kamerafrontwand 14 einfallen kann. Die verschiedenen
Stellungen 5 5 entsprechen den verschiedenen Laufwerkgeschwindigkeiten. Zur Einstellung
auf die Laufwerkgeschwindigkeit wird der Hebel 50 nach Abb. 1 nach innen
über den Festlegestift 46 gedrückt, wonach <er verschwenkt werden kann. Dabei schnappt
die Nase 56 unter dem Einfluß der Eigenspannung des Hebels 50 in die gewählte neue
Aussparung 55 ein, und der Hebel 50 kommt mit seinem Ende 52 wieder außer Eingriff
mit dem Arretierungsstift 46.
Bei diesem Vorgang wird der Winkelabstand zwischen dem Anschlaghebel 45 und
dem Blendenverstellhebel 24, mit dem er reibungskraftschlüssig
gekuppelt ist, verändert. Es ist einleuchtend, daß eine Veränderung dieser Winkelbeziehungen in entsprechender
Weise die Öffnung der Blende bei einer bestimmten Stellung des Meßzeigers 40 zusätzlich
beeinflußt. Wenn beispielsweise der Stellhebel 50 aus der Stellung 16 der Abb. 3 in
die Stellung 32 gestellt wird, so wird dadurch der Winkel zwischen dem Anschlaghebel
45 und dem Blendeneinstellhebel 24 verkleinert. Wenn nun der Auslöseknopf 33 der
Kamera betätigt wird, so wird der Blendenverstellhebcl 24 um einen größeren Winkel
bewegt, bis der Anschlagstift 46 den Zeiger 40 berührt, so daß also die Blende auf einen
entsprechend größeren Wert eingestellt wird. Eine besondere zusätzliche Einrichtung dient
zur Berücksichtigung der Emulsionsempfindlichkeit. In Abb. 4 ist eine derartige Einrichtung
beispielsweise dargestellt. Dabei ist die eine Blendenlamelle 15 mit ihrer Steuerkurve
21 mittelbar verbunden, so daß die wirksame Länge der Blendenlamelle 15 geändert werden
kann. Beispielsweise kann dies nach Abb. 4 dadurch geschehen, daß eine Führung 57 für den mit dem Kurvenschlitz 21 versehenen
Teil und dem schmalen Teil der Lamelle 15 vorgesehen wird. Die Relativverstellung
der Lamellenteile wird durch einen Doppelhebel 58/59 bewirkt, der um den Stift 60 eines
-Ansatzes 61 an dem die Kurvennut 21 tragenden Teil drehbar ist.
Der eine Arm 58 ist am Ende mit einem Längsschlitz 62 versehen, in dem der Stift 62
der Blendenlamelle 15 geführt wird. Eine Schwenkung des 'Armes 58 verändert also
den Abstand zwischen der Lamelle 15 und der Nut 21, und zwar so, daß die Verschiebung
der Lichtempfindlichkeit des jeweils verwendeten Films entspricht. Der runde Kopf 66
des Hebelarmes 59 wird durch die Feder 67 in die Vertiefung 65 der Kassette 64 gepreßt.
Die wirksame Länge des Blendenblattes 15 ist demnach eine Funktion der Vertiefung 65
und damit eine Funktion der Lichtempfindlichkeit des in der Kassette 64 enthaltenen
Films.
Die Vertiefung 65 zur Verstellung des Armes 59 kann beliebig an der Kassette angeordnet
und auch durch eine Erhöhung ersetzt sein. Sie richtet sich nach dem Hebel 59 an der Kamera, dessen Anordnung sich
wiederum aus Zweckmäßigkeitsgründen ergibt.
Die Beeinflussung der selbsttätigen Blendenvcrstellung
in Abhängigkeit von der Lichtempfindlichkeit des Films, die durch entsprechende Erhöhungen oder Vertiefungen des
Kassettenäußeren bewirkt wird, kann auch dadurch erfolgen, daß die Kassette die Empfindlichkeit
der Photozelle verändert. Ein Ausführungsbeispiel ist in Abb. 5 und 6 dargestellt.
Die Kameravor.derwand 68 trägt ein Gitter 69, durch das der Einfallwinkel des Lichtes auf die Photozelle 70 begrenzt wird
(vgl. bes. Abb. 7). Zwischen Gitter 69 und Photozelle 70 ist ein Gitterschieber 71 angeordnet,
durch den die wirksame Oberfläche der Zelle 70 verändert werden kann. Die Einstellung
der Gitterblende 71 in Abhängigkeit von der Lichtempfindlichkeit des verwendeten
Films erfolgt nach Abb. 5 und 6 durch den Tasthebel 72, der um den Zapfen 73 schwenk- ">°
bar ist, und dessen freies Ende sich in die erwähnte Vertiefung der Kassette 64 hineinlegt.
Auf dem Arm 72 ist der Stift 74 vorgesehen,
der in einem schrägen Schlitz 75 des Ansatzes 76 der Gitterblende 71 geführt ist. 10S
Die Wirkungsweise der beschriebenen Anordnung ist wie folgt:
Setzt man eine Kassette 64 in die Kamera ein, so wird der Hebel 72 in eine bestimmte
Stellung gebracht, die der Tiefe der Nut bzw. n« der Hohe einer Rippe der Kassette entspricht.
Dabei wird die Gitterblende verstellt, wodurch die Empfindlichkeit der Photozelle 70 beeinflußt
wird. Die Anordnung wird so eingestellt, daß der Ausschlag des Zeigers 40 genau »1.5
der für den betreffenden Film geeigneten Blende entspricht.
Die Gitterblende 71 wird gleichzeitig in
Abhängigkeit von der Läufwerkgeschwindigkeit verstellt. Zu diesem Zweck ist der Zapfen
73 auf einem Schieber 78 angebracht, der durch die Stifte 79 vertikal geführt wirdJ
Der die Laufgeschwindigkeit einstellende Hebel 80, der bei 81 angelenkt ist, besitzt eine
Kurve 82, auf die das untere Ende des Schiebers 78 unter dem Einfluß der Feder 83 auf-S
liegt.
Der Geschwindigkeitshebel 80 ist im übrigen analog dem Hebel 50 (Abb. 3) durchgebildet.
Der eigentliche an sich bekannte Geschwindigkeitsregler ist nicht dargestellt. Die Verstellung des Hebels 80 entsprechend
den verschiedenen Laufgeschwindigkeiten bewirkt über die Kurve 82 eine Verschiebung
des Stiftes 73 des Drehpunktes des Armes 72 in vertikaler Richtung, wodurch die- Gitterblende
eine Vorverstcllung erfährt. Die Krümmung der Kurve 82 ergibt sich aus der Bedingung,
daß eine Veränderung der Laufwerkgeschwindigkeit eine entsprechende Blendcnverstellung
bewirken muß.
In den Abb. 8 bis 10 sind noch einige Einzelheiten einer Kassettenkamera nach vorliegender
Erfindung dargestellt.
Abb. 8 zeigt die Kamera 95 mit der üblichen Objektivanordnung 96 bei angenommenem
Seitendeckel. Das Kameratriebwerk besteht aus zwei Fedcrlaufwcrken 97, die über
ein Zahnrad 99 die Welle 98 antreiben. Diese Welle trägt ein Zahnrad 100, das in geeigneter
Weise einen Greifer 101 über die Zahnräder 102, 103, 104 und 105, die Welle 106
und die Scheibe 107 antreibt. Der Greifer 101 selbst ist bei 108 an dieser Scheibe 107
angelenkt. Die Flachfeder 109 drückt den Greifer 101 in bekannter Weise in die Perforation.
Das Gehäuse 110 im vorderen Teil des Kameragehäuses 95, in dem die lichtempfindliche
Zelle 70 und der Blenden verstellmechanismus angebracht ist, ist mit einer Querwand
in abgeschlossen, gegen die die Kassette 112
durch die Blattfeder 113 angepreßt wird. Die Wandung in ist vorzugsweise mit Nasen 114
versehen, gegen die sich entsprechende Nasen 115 der Kassette 112 anlegen, um die genaue
Lage des Bildfensters und der Kassette in der Kamera zu sichern.
Die Zwischenplatte 116 zwischen Triebwerk
und Kassettenkammer ist mit zwei Stiften 117 und 118 versehen, die in Schlitzen 119
eines Steuerschiebers 120 gleiten und dadurch diesen Schieber senkrecht führen. Der obere
Stift 117 hat einen Kopf, um ein axiales
Abgleiten des Schiebers 120 von dem Stift 117 zu verhindern. Der untere Stift 118 trägt
dagegen keinen Kopf, um das Durchfedern des Schiebers 120 zu ermöglichen. Das obere
Ende des Schiebers 120 trägt einen Stift 121,
um den der Winkelhebel 122 schwenkbar ist. Ein Arm dieses Hebels 122 trägt einen Stift
123, der zwischen die Gabel 124 der Gitterblende
71 ragt. Der andere Hebelarm ragt in eine Nut eines Schiebers 125. Die Vorderseite
der Kassette ist mit einem Ansatz 126 versehen,- der den Schieber 125 betätigt, und
der der Empfindlichkeit des in der Kassette enthaltenen Films entspricht. Auf dem Zapfen
121 ist eine Feder angebracht, die den Hebel 122 in entgegengesetztem Uhrzeigersinne
dreht und damit den Schieber 125 nach rechts (s. Abb. 9) drückt. Wenn nun die
Kassette 112 eingesetzt wird, so legt sich
der Ansatz 126 gegen den Schieber 125 und schiebt ihn nach links, wodurch die Gitterblende
71 entsprechend der Filmempfindlichkeit eingestellt wird. Die Einstellung der
verschiedenen Kamerageschwindigkeiten veranlaßt eine Vertikalbewegung des Drehstiftes
121, wodurch die zusätzliche Verstellung der Gitterblende herbeigeführt wird.
In Abb. 10 ist das entsprechende Getriebe in seinen Einzelheiten dargestellt. Die Welle
128 ist zwischen der Zwischenwand 116 und
der Kameraseitenwand 95 gelagert und trägt im Innern eine Radialkurve 129 und eine
Axialkurve 130. Auf der Außenseite der Kamera endigt sie in einer Skalenscheibe 131,
die in Geschwindigkeitsstufen geeicht ist. Das untere Ende des Schiebers 120 liegt federnd
auf einer Bremsscheibe 133 des Laufwerks; der Schieber ist mit zwei abgebogenen Fingern
134 und 135 versehen, die die Stößel für die Kurven 129 und 130 bilden. Bei Drehung
der Welle 128 erteilt die Radialkurve
129 dem Steuerschieber 120 eine vertikale
und die Axialkurve 130 eine seitliche Ver-Schiebung,
durch die' sein unteres Ende 132 mehr oder weniger gegen die Scheibe 133
drückt und damit die Laufwerkgeschwindigkeit beeinflußt. Die Steuerscheibe wird über
ein Zahnrad 13 6 vom Zahnrad 104 des Kameratriebwerks
angetrieben.
Abb. 9 zeigt die Kamera von der Aufzugseite aus. Die Welle 98 ist in bekannter
Weise außen mit einer Aufziehkurbel 137 für den Federmotor versehen. Die Geschwindigkeitsstufenskala
131 kann mit einem gekordelten Ring 138 versehen sein, um die Einstellung
zu erleichtern. Der Laufwerkauslöseknopf 33 zur Schwenkung des Hebels 30 um seinenDrehpunkt 31, wie er im Zusammenhang
mit Abb. 1 und 2 bereits beschrieben wurde, ist in seiner Bewegung durch den Schlitz 140
der Kamerawand begrenzt. Eine Abwärtsbewegung des Knopfes 33 und des Hebels 30 veranlaßt durch das abgebogene Ende 36
(s. Abb. 1) zunächst die Festlegung des Meßzeigers sowie die Einstellung der Kamerablende.
Bei Weiterbewegung des Hebels 30 wird der Anschlagarm 141 aus dem Bereich
der Kurvenscheibe 142 der Greiferwelle entfernt, wodurch das Kameralaufwerk freigegeben
wird.
Es sei noch bemerkt, daß die beschriebene Handkamera in keiner Weise in ihrer Handlichkeit
gegenüber den bisherigen Handkameras benachteiligt ist, da sie nur ein geringfügiges
Mehrgewicht erhält. Trotzdem kann die Anordnung natürlich auch bei Atelierkameras und in entsprechender Abänderung
auch für normale Photoapparate verwendet werden, wobei im letzteren Falle ίο an Stelle der Laufwerkgeschwindigkeiten oder
Bildwechselzahlen an Kinoapparaten die üblichen Verschlußzeiten an photographisc'hen
Kameras zugrunde gelegt werden.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Photographischer oder kinematographischer Apparat mit Blendenregler, bei dem die Einstellvorrichtung für die Objektivblende mit einem Abtastorgan verbunden ist, das bei der Betätigung des Verschlusses bzw. Triebwerks jeweils bis zur Berührung mit dem Zeiger eines elektrischen Belichtungsmessers bewegt wird, nach Patent 627 044, dadurch gekennzeichnet, daß die Kassette für die Schichtträger mit vertieften oder erhabenen Merkmalen entsprechend der Emülsionsempfindlichkeit versehen ist, die auf das Verbindungsgestänge zwischen Objektivblende und Abtastorgan oder zwischen der Ein-Stellvorrichtung für die Belichtungszeit bzw. Bildfrequenz und einem die Empfindlichkeit des Belichtungsmessers beeinflussenden Organ zusätzlich einwirken.
- 2. Photographischer oder kinematographischer Apparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Einwirkung der Kassettenmerkmale auf das Verbindungsgestänge zwischen Objektivblende und Abtastorgan die Lage des Abtastan-Schlags (46) relativ zum Blendenverstellhebel (24) durch die Einrichtung zur Verstellung der Verschluß- bzw. Laufwcrkgeschwindigkcit beeinflußt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US647432X | 1934-08-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE647432C true DE647432C (de) | 1937-07-03 |
Family
ID=22058000
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK137825D Expired DE647432C (de) | 1934-08-18 | 1935-05-04 | Photographischer oder kinematographischer Apparat mit Blendenregler |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE647432C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE861357C (de) * | 1938-03-20 | 1952-12-29 | Friedrich Wilhelm Deckel Dipl | Lichtbildaufnahmegeraet mit elektrischem Belichtungsmesser |
| DE756282C (de) * | 1938-03-22 | 1953-02-23 | Gauthier Gmbh A | Elektrischer Belichtungsmesser |
| DE1162684B (de) * | 1957-02-21 | 1964-02-06 | Guilio Durst | Lichtelektrisch gesteuerte Objektivblende |
| DE1178696B (de) * | 1955-02-14 | 1964-09-24 | Gustav Maass | Photographische Kamera mit gekuppeltem Belichtungsmesser |
-
1935
- 1935-05-04 DE DEK137825D patent/DE647432C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE861357C (de) * | 1938-03-20 | 1952-12-29 | Friedrich Wilhelm Deckel Dipl | Lichtbildaufnahmegeraet mit elektrischem Belichtungsmesser |
| DE756282C (de) * | 1938-03-22 | 1953-02-23 | Gauthier Gmbh A | Elektrischer Belichtungsmesser |
| DE1178696B (de) * | 1955-02-14 | 1964-09-24 | Gustav Maass | Photographische Kamera mit gekuppeltem Belichtungsmesser |
| DE1162684B (de) * | 1957-02-21 | 1964-02-06 | Guilio Durst | Lichtelektrisch gesteuerte Objektivblende |
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