DE647660C - Elektrische Bestrahlungsanlage mit einem Ultrarotstrahler und einem in Reihe mit demselben geschalteten Ultraviolettstrahler - Google Patents
Elektrische Bestrahlungsanlage mit einem Ultrarotstrahler und einem in Reihe mit demselben geschalteten UltraviolettstrahlerInfo
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Description
- Elektrische Bestrahlungsanlage mit einem Ultrarotstrahler und einem in Reihe mit demselben geschalteten Ultraviolettstrahler Man hat schon vorgeschlagen, eine waagerecht angeordnete Ouecksilberdampflampe an beiden Enden mit einem Elektrodengefäß zu versehen und in diesen Gefäßen so viel flüssiges Quecksilber anzubringen, daß das Quecksilber bei kaltem Zustande der Lampe eine leitende Verbindung zwischen den beiden Elektroden bildet. Diese O_uecksilberdampflampe wurde dann mit einem aus einer Glühlampe bestehenden Wärmestrahler in Reihe geschaltet, welcher derart angeordnet wurde, daß er die Quecksilbersäule, welche die beiden Elektroden verbindet, stark erhitzt. Durch diese starke örtliche Erhitzung der Quecksilbersäule verdampft einige Zeit nach der Einschaltung ein wenig Quecksilber; der erzeugte Quecksilberdampf bewirkt dann eine Unterbrechung der Quecksilbersäule, wodurch die Bogenentladung zustande kommt. Der Wärmestrahler dient dann auch beim weiteren Betrieb der Quecksilberdampflampe als Vorschaltwiderstand der letzteren.
- Da beim Einschalten der Bestrahlungsanlage die Quecksilberdampflampe - kurzgeschlossen ist, muß der Einschaltstoß durch den Wärmestrahler allein aufgenommen werden. Auch liegt während der Zeit, wo die Bogenentladung noch nicht zustande gekommen ist, die volle Spannung an dem Ultrarotstrahler. Bei der Bestrahlungsanlage nach der Erfindung, bei der ebenfalls ein Ultraviolettstrahler mit einem Ultrarotstrahler in Reihe geschaltet ist, werden einerseits diese Nachteile völlig vermieden, andererseits wird aber ferner eine selbsttätige, während des EinbrennvOrganges des Ultraviolettstrahlers sich vollziehende Regelung des Anteils der Ultraviolettstrahlung bzw. der Ultrarotstrahlung an der Gesamtstrahlung erzielt, und zwar derart, daß zuerst eine kräftige Ultrarotstrahlung und nach dem einige Zeit dauernden Einbrennen des Ultraviolettstrahlers dagegen eine kräftige Ultraviolettstrahlung auftritt.
- Zu diesem Zwecke wird bei der Bestrahlungsanlage nach der Erfindung der Ultrarotstrahler einer Hochdruckmetalldampfentladungslampe vorgeschaltet, die außer einem für ultraviolette Strahlen durchlässigen Gefäß, einer Edelgasgrundfüllung und einem verdampfbaren Metall noch durch die Entladung geheizte Elektroden aufweist, und ferner das Betriebsverhalten der beiden Strahler aufeinander so abgestimmt, daß während der Einbrennzeit ein Wechsel des an den einzelnen Strahlern liegenden Hauptteils der Spannung eintritt.
- Bei einer solchen Bestrahlungsanlage ist der Ultrarotstrahler vor Überlastung geschützt, da bei Stromanlegung am Ultraviolettstrahler sofort ein Spannungsabfall auftritt; insbesondere ist der für den Ultrarotstrahler- äußerst schädliche Einschaltstromstoß vermieden, da bei Stromanleaunz sofort--
hat einen verhältnismäßig niedrigen Span-J nungsabfall, der beispielsweise bei einer Röhre von 2,2 min Durchmesser und 2o cin Länge etwa 2o Volt erreicht. Beträgt die Anschlußspannung 22o Volt, so werden demgemäß nur -2o Volt im Ultraviolettstrahler, dagegen Zoo Volt im UItrarotstrahler in Strahlung umgesetzt. Die Bestrahlungsanlage liefert daher zu Beginn der Einbrennzeit eine kräftige Ultrarot- und eine schwache UItra-@-iolettstrahlung. Der Ultraviolettstrahler ist, wie an sich bekannt, so dimensioniert, daß die bei der Niederdruckbogenentladung auftretende Wärme das im Lampeninnern untergebrachte Metall mehr und mehr verdampft. wobei mit dem Dampfdruck auch die Lampenspannung steigt, bis schließlich eine Hochdruckdampfentladung mit eingeschnürtem Entladungsbogen entsteht und die Lampenspannung von =o Volt auf etwa i5o Volt und mehr angestiegen ist. Selbstverständlich hat das Ansteigen der Spannung am Ultrav iolettstrahler ein entsprechendes Sinken der Spannung am Ultrarotstrahler zur Folge, so daß beispielsweise nach dem Erreichen des Endbrennzustandes der Hochdrucklampe diese i5o Volt, der Ultrarotstrahler nur etwa ;o Volt aufnehmen. Da nunmehr der Hauptteil der Spannung am Ultraviolettsträhler umgesetzt wird, liefert die Bestrahlungsanlage eine kräftige Ultraviolett- und eine schwache Ultrarotstrahlung. Bei der Bestrahlungsanlage nach der Erfindung werden also die beiden Strahler so bemessen, daß der Hauptteil der Spannung in der Einbrennzeit des Ultrav iolettstrahlers selbsttätig vom Ultrarotstrahler auf den Ultraxiolettstrahler überwechselt. Es ist bekannt, daß eine anfänglich kräftige Wärmestrahlung in mediziiiischer Hinsicht besonderen Vorteil bietet.eine schwache Glimmentladung entsteht, 'di. einen Niederdruckentladungsbogen nach s zieht. Dieser liederdruckentladungsbog - Man hat zwar bereits vorgeschlagen, einen Ultrarotstrahler und eine Quecksilberdampfentladungslampe mit Glühelektroden in Reihe zu schalten. Die Quecksilberdarnpfentladungslanipe wurde dabei aber so bemessen, daß sie im Endbrennzustand höchstens die halbe Netzspannung aufnimmt, um dadurch dauernd eine besonders starke Ultrarotstrahlung zu erzielen. Inn Gegensatz dazu wird bei der erfindungsgemäßen Bestrahlungsanlage eine Hochdruckentladungslampe mit durch die -Entladung geheizten Glühelektroden verwen-
rotstrahler auf den L'ltraviolettstrahler übergeht, so daß also selbsttätig anfangs vorwiegend ultrarot und schließlich vorwiegend ultraviolett ausgestrahlt wird. Die ultraroten Strahlen können zu gleicher Zeit mit den ultravioletten Strahlen den zu bestrahlenden Gegenstand treffen. Durch eine besondere Anordnung des U ltrarotstrahlers oder durch Drehung seines Reflektors kann man erreichen, daß die ultraroten Strahlen die Hochdruckmetalldampflanipe treffen, so daß sie zur Erwärmung dieser Lampe beitragen können.deren Betriebsspannung im Verlauf des #nbrennvorganges so stark ansteigt, daß der auptteil der Anschlußspannung vom Ultra- - Die Erhitzung des Ultraviolettstrahlers kann unter Umständen auch so weit gesteigert werden, daß er eine so hohe Spannung annimmt, daß die Entladung abreißt und eine erneute Zündung der Entladung dann erst wieder stattfindet, wenn der Ultraviolettstrahler genügend abgekühlt ist, z. B. nach ungefähr 5 Minuten. Hierdurch kann eine selbsttätige Regelung der Bestrahlungsdauer erhalten «-erden.
Claims (2)
- PATEXTANSPRÜCHE: i. Elektrische Bestrahlungsanlage mit einem Ultrarotstrahler und einem in Reihe mit demselben geschalteten Ultraviolettstrahler, der außer einem für ultraviolette Strahlen durchlässigen Gefäß eine Edelgasgrundfüllung und eine Menge verdampfbaren Metalles noch Glühkathoden aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Ultraviolettstrahler aus einer Hochdruckinetalldampflanipe mit entladungsaufgeheizten Elektroden besteht und derart dein Ultrarotstrahler in seiner Betriebsweise angeglichen ist, daß während der Einbrennzeit ein Wechsel des an den einzelnen Strahlern liegenden Hauptteiles der Spannung eintritt.
- 2. Elektrische Bestrahlungsanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Ultrarotstrahler derart dimensioniert ist, daß die Hochdruckmetalldampflampe nach einer bestimmten Betriebszeit eine so hohe Temperatur annimmt, daß die Entladung selbsttätig abbricht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE647660T | 1930-03-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE647660C true DE647660C (de) | 1937-07-09 |
Family
ID=6581015
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930647660D Expired DE647660C (de) | 1930-03-02 | 1930-03-02 | Elektrische Bestrahlungsanlage mit einem Ultrarotstrahler und einem in Reihe mit demselben geschalteten Ultraviolettstrahler |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE647660C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE880618C (de) * | 1942-06-12 | 1953-06-22 | Siemens Ag | Verfahren zum Betrieb von Ultraviolettstrahlungsquellen |
-
1930
- 1930-03-02 DE DE1930647660D patent/DE647660C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE880618C (de) * | 1942-06-12 | 1953-06-22 | Siemens Ag | Verfahren zum Betrieb von Ultraviolettstrahlungsquellen |
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