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Anordnung zur Regelung der Frequenz von elektrischen Maschinen ' Es
ist bereits vorgeschlagen worden, zur Regelung der Frequenz einen F requenzregler
zu benutzen, der nicht nur von der Frequenzabweichung, d. h. dem Unterschied der
Frequenz .von dem Sollwert, sondern auch von dein ersten Differentialquotienten
der Frequenzabweichung nach der Zeit abhängig ist. Zu diesem Zweck ist beispielsweise
vorgeschlagen worden, finit Hilfe von Resonanzgreisen und Gleichrichtern eine Gleichspannung
oder einen Gleichstrom zu erzeugen, welche der Abweichung der Frequenz vom Sollwert
proportional sind und vorzugsweise beim Durchgang der Frequenz durch die Sollfrequenz
ihr Vorzeichen umkehren. Zu diesem Zweck kann man beispielsweise die Ströme zweier
Resonanzkreise gleichrichten. Die Differenz dieser beiden Ströme ist proportional
der Frequenzabweichung, wenn die Abstimmung der Resonanzkreise so getroffen wird,
daß sich ihre Charakteristiken bei der Sollfrequenz im Wendepunkt schneiden. Uni
nun eine Spannung zu erhalten, welche von der Änderungsgeschwindigkeit der Frequenzabweichung
abhängig ist, hat man diese Gleichspannung oder den Gleichstrom über einen Ohmschen
Widerstand auf die Primärwicklung eines Transformators zur Einwirkung gebracht,
dessen Sekundärwicklung dann eine von der Änderungsgeschwindigkeit der Frequenzabweichung
abhängige Spannung liefert. Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, mit Hilfe
von Kondensatoren und Widerständen eine Spannung zu erzeugen, die dem ersten Differentialquotienten
nach der Zeit der Frequenzabweichung proportional ist. Auf das Frequenzrelais, beispielsweise
auf ein polarisiertes Relais, wird dann eine Gleichspannung zur Einwirkung gebracht,
die sich aus einer von der Frequenzabweichung abhängigen und einer vom ersten Differentialquotienten
der Frequenzabweichung abhängigen Gleichspannung zusammensetzt. Auf das Relais wirkt
also eine Spannung ein, die der Größe gg + a #
entspricht, wobei #o die Frequenzabweichung und a eine Konstante bedeutet.
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Gemäß der Erfindung wird bei einer Anordnung zur Regelung der Frequenz
von elektrischen Maschinen unter Verwendung eines normalen Drehzahlreglers und eines
diesen zusätzlich beeinflussenden Frequenzreglers, der von der Frequenzabweichung
vom Sollwert und dem ersten Differentialquotienten der Frequenzabweichung nach der
Zeit gemäß dem Ausdruck p + a # abhängig ist, die Konstante a so bemessen,
daß sie gleich oder annähernd gleich der Zeitkonstanten der Exponentialkurve ist,
durch welche die Kurve ersetzt werden kann, nach der sich die Frequenzabweichung
bei plötzlicher Vergrößerung der Netzbelastung um
einen bestimmten
Wert bei alleinigem Eingreifen des Drehzahlreglers ändert. 'Man erreicht dadurch,
wie folgende Betrachtung zeigt, daß keine Überregelung auftritt.
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Eine plötzliche Vermehrung der Netzbelastung um einen konstant bleibenden
Betrag AN., verursacht bei alleinigem Eingreifen der Drehzahlregler
eine Frequenzabweichung W von der Netzfrequenz nach Fig. i, wie durch Versuche festgelegt
wurde. Wie die Kurve zeigt, sinkt unter der Mehrbelastung des Netzes die Frequenz
zunächst mit annähernd konstanter Neigung ab und stellt sich schließlich infolge
der -Statik der Drehzahlregler auf einen konstanten Wert ein. Es besteht nämlich
ein annähernd linearer Zusammenbang zwischen der Frequenzabweichung ¢a von der Sollfrequenz
und der vom Generator abgegebenen Leistung Nm,
wie z. B. die Kurve 01 in Fig.
z zeigt, so daß die Generatoren bei sinkender Frequenz mehr Leistung an das Netz
-abgeben. Die in Fig. i dargestellte Kurve, nach der sich die Frequenzabweichung
bei einem plötzlichen Belastungsstoß ändert, wenn nur die Drehzahlregler eingreifen,
läßt sich angenähert durch die Exponentialkurve rp" ersetzen, welche dieselbe Anfangstangente
und denselben Endwert wie . die ff,-Kurve besitzt. Die Zeitkonstante dieser Kurve
ist 7'. Diese Netzzeitkonstante T hängt von der Art des Netzes ab. Sie ist abhängig
von der Anlaufszeit der Maschine, d. h. der Zeit, welche die Maschine braucht, um
mit dem Nenndrehmoment vorn Leerlauf bis zur normalen Drehzahl hochgefahren zu werden,
wobei die gesamte Leistung zur Beschleunigung beiträgt. Sie ist ferner abhängig
von der Unempfindlichkeit der Drehzahlregler. Sie kann durch Rechnung oder experimentell
bestimmt werden. Zu diesem Zweck kann man beispielsweise die Netzbelastung plötzlich
ändern und mittels eines Oszillographen die Kurve der Frequenzabweichung aufnehmen.
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Bei konstant bleibender Netzbelastung läßt sich die frequenzabweichung
W ändern, wenn durch Betätigung des Dreh7ahlverstellmotors die Drehzahlcharakteristik
von 01 einer Maschine in Fig. z horizontal um die regulierte Leistung
AN, verschoben wird und so die Leistungsabgabe Nm der Maschine durch
die neue Charakteristik (P., bestimmt wird. Nimmt inan diese Verschiebung um
d 11T, plötzlich vor, so stellt sich nach derselben Exponentialfunktion mit
derselben Zeitkonstanten T die neue Netzfrequenz ein.
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Die allgemeine Gleichung für die Frequenzabweichung' lautet also nach
der gemachten Annäherung
7' ist Bierbei die oben definierte Netzzeitkonstante, I, ein konstanter Faktor,
A'" die Netzbelastung, I N, die Summe der waagerechten Verschiebungen der. Drelizalilcharakteristik
von o (Fig. a) aller Netzgeneratoren.
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Ist dauernd NR = Nr, also die Netzbelastung gleich der regulierten
Leistung N, aller Generatoren, so ist die Frequenzabweichung(p gleich Null. Sind
YAT, und N" nicht gleich, so stellt sich eine Frequenzabweichunggemäß Gleichung
(i) ein. Wird der Drehzahlverstellniotor eines Generators oder mehrerer Generatoren
nach der einen oder anderen Richtung je nach den Vorzeichen von k (- N" -1-
Y N,) = tp -1-
T
betätigt,. so findet eine Frequenzregelung unter Vermeidung einer Überregelung
statt, da dann der Frequenzregler je nach der Ausgeglichenheit zwischen Netzbelastung
und regulierter Leistung in Tätigkeit tritt.
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Wie bereits eingangs erwähnt, .sind Anordnungen zur Frequenzregelung
vorgeschlagen worden, bei denen der Frequenzregler von der Größe qg + a
abhängig ist. Gemäß der Erfindung wird nun die Konstante a so gewählt, daß sie gleich
der obenerwälviten Netzzeitkonstanten T ist. Die Größe a. kann beispielsweise,
wenn die Bildung des ersten Differentialquotienten mittels eines Transformators
vorgenommen wird, durch Änderung des Übersetzungsverhältnisses gles Transformators
eingestellt werden. Die Einstellung kann beispielsweise auf Grund von Rechnungen
erfolgen. Man kann die Einstellung jedoch auch experimentell vornehmen, indem man
die auf das Relais einwirkende Spannung (p + a
mißt, wenn eine plötzliche Belastung auftritt, wobei die vom Relais ausgehenden
Steuerleitungen unterbrochen sind, so daß lediglich die Drehzahlregler eingreifen.
Man muß dann die Einrichtung so lange verstellen, bis die osziilographisch aufgenommene
Spannung bei einer plötzlichen Belastung annähernd Rechteckform erreicht. Die Zeitkonstante
T ist von der Art der Maschinen- und Drehzahlregler abhängig. Wenn daher nicht lauter
gleiche Maschinen verwendet werden, so wird sich die Zeitkonstante T etwas ändern,
wenn eine Maschine ab- oder zugeschaltet wird. Man
wird daher die
Konstante-a auf den Mittelwert der Zeitkonstanten T einstellen oder aber ,auch,
je nach der Maschinenzahl, die eingeschaltet ist, verändern.
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Das Frequenzgerät, das auf die Steuergröße p + T
anspricht, läßt sich auch bei Anschluß von Synchronuhren an das Netz verwenden.
Bei genügender Größe des Fehlintegrals f p - d t, das durch Vergleich
der Netzzeit mit der astronomischen Zeit gewonnen wird, kann je nach seinem Vorzeichen
das Frequenzgerät auf einen über oder unter der Mittelfrequenz liegenden Wert umgeschaltet
werden. Es kann auch in Abhängigkeit von dem Fehlintegral eine stetige Veränderung
vorgenommen werden. Zu diesem Zweck kann beispielsweise der Resonanzkreis,- welcher
die frequenzabhängige Spannung oder den frequenzabhängigen Ström liefert, verschieden
abgestimmt werden.
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Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung kann man, um Überregelungen
zu vermeiden, den Frequenzregler nicht nur von der Frequenzabweichung und dein ersten
Differentialquotienten der Frequenzabweichung nach der Zeit, sondern auch noch von
dem zweiten Differentialquotienten der Frequenzabweichung nach der Zeit abhängig
machen. Man kann dadurch noch vollkommener erreichen, claß Überregelungen vermieden
werden. .
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Wie obenerwähnt, ist bei einer plötzlichen Änderung der Netzbelastung
um einen bestimmten Betrag AN die Frequenzabweichung (p in erster
Annäherung eine Exponentialfunktion. Es war dabei -angenoninien, daß zwar die Drehzahlregler
der Kraftmaschinen in normaler Weise eingreifen, aber noch keine Nachregelung der
Frequenz erfolgt. Die Frequenzinaschine muß nun eine Mehrleistung AN liefern,
um eine dauernde Frequenzabsenkung des Netzes zu vermeiden. Das Frequenzsteuerreläis
muß daher zweckmäßig auf die Leistung d N oder auf did Frequenzabweichung
und ihren ersten Differentialquotienten (ip + T #
nach der Zeit ansprechen. Die Zeitkonstante T ist dabei, wie erwähnt; eine Konstante
des Netzes, auf welches das Relais abgestimmt ist.
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Fig. 3 gibt nun den genaueren-Verlauf der Frequenzabweichung bei einem
Leistungsstoß an, wenn nur die Drehzahlregler eingreifen. Die Frequenzabweichung
ist durch die Gleichung zweiter Ordnung - .
bestimmt; ' - welche 'eine gedämpfte Schwingung darstellt,' die in Fig. 3 dargestellt
ist. Die Netzkonstante T1 ist ein Maß für die Dämpfung und die Netzkonstante T2
ein Maß für die auftretende Schwingungsdauer: Auf diese beiden Konstanten soll das
Fre-#quenzsteuerrelais abgestimmt werden. Diese beiden Konstanten T1 und T2 können
rechnerisch aus 'den Maschinenkonstanten und den Konstanten der Drehzahlregler bestimmt
werden, sie können auch experimentell aus der oszillographisch aufgenommenen Kurve
der Frequenzabweichung ermittelt werden, die man erhält bei einem plötzlichen Belastungsstoß,
wenn lediglich die Drehzahlregler eingreifen.
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Bezeichnet man in der Fig.3 mit T4 die Schwingungsdauer und -mit T3
die Zeitkonstante der Exponentialkurve, welche die gedämpfte Schwingung einhüllt,
so ist, wie die Rechnung ergibt:
Bei bekannten T3 und T4 kann also aus der Gleichung (3) die Konstante T2 ausgerechnet
werden und hierauf aus-Gleichung (4.) di`: Konstante T,.
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Um ein Frequeiizsteuerrelais zu erhalten, welches auf die Frequenzabweichung
und den ersten und zweiten Differentialquotienten der Freqtlenzabweichung'anspricht,
kann beispielsweise die Anordnung nach Fig..l verwendet werden. i ist das Relais,
«-elches den Drehzahlverstellmotor betätigt. Es wird vom Anodenstrom einer Röhre
2 erregt. 3 ist ein Transformator, der an das Netz angeschlossen ist. An eine Sekundärwicklung
des Transformators sind ein- Kondensator 4 und ein Transformator 5 angeschldssen,
der die Gleichrichteranordnung 6 speist. Die Abstimmung des Resonanzkreises ist
dabei so getroffen - (der Transformator 5 dient als Drosselspule), daß man innerhalb
der zu erwartenden Frequenzäbweielilingen auf - dem geraden Ast der Resonanzkurve
arbeitet. Eine zweite Wicklung des Transformators 3 speist die Gleichrichteranordnung
7, die eine Gleichspannung am'- Widerstand 9 liefert. Der Widerstand 8 ist an die,
Gleichrichteranordnung 6 angeschlossen: Die an den beiden Widerständen 8 und 9 erzeugten.
Gleichspannungen sind 'über die Widerstände io; 12, 13 und i i gegeneinandergeschaltet,
wobei die Anordnung zweckmäßig so beinesseti wird, daß :bei der Sollfrequenz diese
beiden Gleichspannungen gleich groß sind. 18 und
i9 sind zwei Kondensatoren
zur Kurvenglättun-. Parallel zu einem Teil des W?derstandes 12 sind ein Kondensator
16 und zwei Ohmsche Widerstände 14 und 15 angeschlossen. Parallel zu einem Teil
des Widerstandes 14 liegt . ein Kondensator 17 und ein Widerstand 2o. Das Gitter
der Elektronenröhre ist an einem Abzweigpunkt des Widerstandes 2o angeschlossen,
während der Heizfaden an dem Verbindungspunkt der Widerstände 13 und 11 liegt.
An den Widerständen 12 und 13 entsteht eine Gleichspannung, die von der Frequenzabweichung
abhängig ist. Die am Widerstand 15 herrschende Spannung ist dem Ladestrom des Korden-Bators
16 und damit der Änderung der Frequenz nach der Zeit proportional, während die am
Widerstand 2o herrschende Spannung bei geeigneter Bemessung' des Kondensators 17
proportional <lern zweiten Differentialquotienten der Frequenzabweichung nach
der Zeit ist. Auf das Gitter der Röhre wirkt also eine Spannung (p + a,
Das Relais 1 ist zweckmäßig ein Differentialrelais, dessen eine Spule vom Anodenstrom
und dessen andere von einem konstanten Gleichstrom einer Batterie -21 beeinflußt
wird, dessen Größe so gewählt ist, daß bei der Sollfrequenz das Relais in der Ruhelage
steht. Ändert sich die Frequenz, so spricht <las Relais an. Schließt man <las
Gitter der Clektronenrölire an den Widerstand 15 an, so erhält man ein Frequenzrelais,
<las von der Größe c;. + a # abhängig ist.
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An Stelle der
dargestellten Schaltung, bei der die Erzeugung der vom ersten und zweiten Differentialquotienteiß
abhängigen Spannungen mittels Kondensatoren und Widerständen erfolgt, kann man diese
auch mittels Widerstände und Transformatoren erzeugen. Man kann auch die frequenzabhängige
Gleichspannung in anderer Weise, als wie im Ausführungsbeispiel dargestellt ist,
herstellen. Durch Veränderung des Anzapfpunktes am Widerstand 12 kann dieKonstante
a, und durch Änderung des Anzapfpunktes am- Widerstand 14 die Konstante a2 eingestellt
werden.
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Man kann av-b Pin FrPn,ienzsteuerrelais, das auf (p -I-- ä,
- anspricht, auf mechanische Weise herstellen. Zwei Ausführungsbeispiele zeigen
die Fig. 5 und 6.
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Das Frequenzsteuerrelais nach Fig.5 besteht aus zwei elastisch durch
eine Feder 23 gekuppelten Systemen 3>_ und 32. Jedes System ist mit dem Gehäuse
durch eine Feder 24 bzw. 25 verbunden. Das untere System ist durch einen Magneten
27 gedämpft und hat ein großes Trägheitsinoment. Das Trägheitsmoment des Systems
31 soll vernachlässigbar sein. . Die Ferrarisscheibe 31 wird mittels eines Triebmagneten
26 mit einem der Frequenzabweichung proportionalen Drehmoment angetrieben. Der Triebmagnet
=6 ist nur schematisch dargestellt. Er kann beispielsweise so ausgebildet sein wie
der Triebmagnet eines Zählers mit einer Strom- und Spannungswicklung, wobei die
Spannungswicklung über einen Ohmschen Widerstand von der Netzspannung erregt wird,
während die gleichfalls von der Netzspannung erregte Stromwicklung einen Teil eines
Resonanzkreises bildet. Die Abstimmung des Resonanzkreises wird dabei so getroffen,
daß bei der Sollfrequenz kein Drehmoment auf die Scheibe ausgeübt wird, während
bei Abweichung der Frequenz von der Sollfrequenz nach der einen oder anderen Richtung
ein positives oder negatives Drehmoment auf die Scheibe 31 ausgeübt wird. Die Erzeugung
des frequenzabhängigen Drehmomentes kann auch in anderer Weise erfolgen, beispielsweise
könnten die Drehmomente zweier auf die Scheibe 31 einwirkender Triebmagnete einander
entgegenwirken, von denen das 1)rehnnonrent des einen frequenzabli:ingig ist. An
Stelle eines FerrarissYsteins 31 kann auch beispielsweise eine dynamometrisches
System Anwendung finden. Mit dein oberen System ist ein Kontaktaren 28, mit dem
unteren Svstein sind die Kontakte 29 und 30 verbunden. Je nachdem, mit welchem
Kontakt 29 oder 30 der Kontaktarm 28 in Berührung kommt, wird der Drelizalrlverstellnrotor
in der einen oder anderen Richtung angetrieben. Man kann auch mit dem oberen System
die Gegenkontakte 29 und 30 und mit dem unteren den Mittelkontakt 28 verbinden.
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Bezüglich der Abstimmung und der Bemessung der einzelnen Teile gilt
folgendes: Es sei M, (las der Frequenzabweichung proportionale, auf die Scheibe
31 ausgeübte Drehmoment, b die Bremskonstante, O das Trägheitsmoment der Scheibe
32, a, der Weg des oberen Systems, x2 der Weg des unteren Systems und. a,2 - a,
- a2. Die Federkonstanten der Federn 24, 23 und 23 sind c" c2 und c,2. Das Trägheitsmoment
des oberen Systems soll vernachlässigbar sein. Die Bewegungsgleichungen lauten:
Setzt man an Stelle von x, in Gleichung (i)
ein a12 + a2, so ergibt
sich folgende Gleichung: a1._> (C1 1- c12) -f- a., # cl =Ml
. (3)
Löst man
diese Gleichung nach a= auf, so erhält man
Differenziert man diese Gleichung, so erhält lnan
| Dividiert man die linke Seite durch |
| C.2 (cl j- ci_) + c @_, die rechte Seite durch -@.j- |
und differenziert man diese Gleichung noch einmal, so erhält .man folgende Gleichung
Setzt man nun in Gleichung (2) ix, - a1 _ -2l, und ersetzt man a2 durch den Weri,
aus Gleichung (4.),
-durch den Wert aus Gleichung (5)@ und
durch den Wert aus Gleichung ((i), so ergibt sich folgende Gleichung:
und setzt aian
an Stelle des Gleichheitszeichens das Proportionalitätszeichen,
so erhält rnan folgende Gleichung
Die konstanten Koeffizienten werden in neue Konstante zusainmengefaßt. Fis ergibt
sich dann folgende Gleichung:
Aus den Gleichungen (8) und (9) folgt
Um zu erreichen, daß die Winkeldifferenz 212 der beiden Systeme- ungefähr proportional
der Frequenzabweichung und ihrem ersten und. zweiten Differenzialquotienten ist,
muß
gemacht werden, was man durch geeignete *Wahl der, Federkonstanten cl, c2 und c12
erreichen kann. Es sind dann die zweiten und dritten Glieder der linken Seite der
Gleichung (9) vernachlässigbar, so daß
Das Drehmoment A,11 ist proportional der Frequenzabweichung. Die Konstanten
werden entsprechend der Netzkonstanten T, und T2 eingestellt, wobei die erste beispielsweise
durch Einstellung der Dämpfung G und die zweite durch Wahl des Trägheitsmontentes
O eingestellt werden kann. Die Einstellung kann berechnet werden, sie kann aber
auch experimentell erfolgen.
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In Fig. 6 ist ein anderes Ausführungsbeispiel dargestellt, bei der
der Winkelausschlag des oberen Systems die Kontaktgabe verursacht,, Das Relais besteht
aus den beiden Systemen 40 und 41, die durch eine Feder 43 gekuppelt sind; das obere
System 40 ist durch eine Feder 44, das- untere System 41 durch eine Feder 45 mit
dem Gehäuse verbunden. 47 ist ein Bremsmagnet. Die obere und die untere Scheibe
werden je durch ein frequenzabhängiges Antriebsmoment angetrieben, die ungleich
groß und entgegengesetzt gerichtet sind. In der Figur ist dies schematisch durch
die Triebmagnete 46 und 56 dargestellt, die beispielsweise so ausgebildet sein _können,
wie bei der Anordnung nach Fig. 5 beschrieben. Das obere System 40 trägt einen Mittelkontakt
48, der zwischen den feststehenden Gegenkontakten 49 und 5o spielt. Wie man die
Konstanten abstimmen muß, ergibt sich aus folgendem (das Trägheitsmoment
des
oberen Systems soll zu vernachlässigen sein) : Bezeichnet man wieder mit a1 und
a2 die Winkelausschläge des oberen und unteren Systems und mit a.12 die Größe ml
- a2, mit b die Bremskonstante, mit ƒ das Trägheitsmoment des unteren Systems
und mit cl, c, und c12 die Federkonstanten der Federn 44, 45 bzw. 43 und mit Ml
und M2 die der Frequenzabweichung proportionalen Drehmomente der oberen bzw. unteren
Scheibe, so erhält man aus den beiden Bewegungsgleichungen
| a, cl + (a1 - a2) ei" = ml . (13) |
| 4 |
| a.= .o |
| + (a._ - al) ei.. + d a.# b + d a,- 0 #- 16T.=
. (I4) |
| c., |
| dt d t:- |
| Aus Gleichung (13) folgt |
| a` - ai ... e i ?@ e i.2 - @T @@
. (15) |
| ei .2 C12 |
| Durch einmalige bzw. zweimalige Difterenliation erhält nlan
die Gleichungen (16) und (17), |
| da-, da, ei + ci.= 1 dM1 |
| @t t -_ ä t . _ ci _ - - ei 'ü . d t , (16) |
| d-a2 d.=ai ei + c12 1 d,M1 (17) |
| d i2 -- -d t= ei ., ei .= d t= |
| Die Gleichungen (15), (16) und (17) Werden in Gleichung
(i-1) eingesetzt, und inan erll:iit |
| dann |
| a1 ei ei*-' (@` @_ ei") c,., + -da,-
. ei -k. c!? . b |
| C ` - d j2 c12 |
| Arli d M@ b d'=M) O |
| __-. 167.= -@ _ (C_ + c -f- |
| Ci . 1 2) d t C12 d t- C1:! |
| Setzt plan M#, ---k # 11'1l,
so erhalt inan folgende Gleichung: a _ e' + e'_'= - (c2 _@.
ei ) ---- C121 e!_ + ei2__ , b _d a.=- . -cl-+
Cl.,- |
| ' c, 2 + dt cl., + d t2 cl.*2 |
| M i + c1'= _ k d M1- . -b d1Mi._ . 0 . (19) |
| i ( - ei ., _- ) + -- d t c," + - ä t= ci.= |
| Dividiert man die linke Seite dieser Gleichuni; durch "'-±
eil- (c2 -)- cl..,) -c1_ und die |
| @'l2 |
| rechte Seite durch _f2_+-@#12 -k, dann ergibt
sich unter Ersatz des Gleichheitszeichens durch |
| C12 |
| das Proportionalitätswicllcn aus der Gleichung (i 9)
die Gleichung (20) |
| da, b d'-' a, U |
| ei -f- c@ ei + c.= |
| d M1 b d2M, O |
| _ Mi + - d.i . __.C._ + ei,-) - C12 * k
.i-' d tz__ . C..+ C1- - ei--,' k ( c) |
| oder durch Zusammenfassung der konstanten Koeffizienten durch
neue Konstante die Glei- |
| chung (21) |
| 2 _ |
| al + t f- # Tab + d-t-- # Tä0 --- nq1-
dd ' # T.ifa -@- dM' # Tdfe . (21) |
| Aus den Gleichungen (20) und (21) folgt |
| -TR@ _ Tä@> cz -i' clz - # -c12 ' k
(22) |
| T.Ifb T'f g _ C2 |
| G2 + C1 2 ,. |
Macht man wieder durch geeignete Wahl der Konstanten, wobei man
auch cl oder cz zu Null machen kann, die Größen.
| ilosolut genommen kleiner als i, so ist |
| z |
| U7 .r lyll -j- ad 1 - Tarn + d@l - T@sn)- (23) |
| Die Konstanten |
| werden «'ieder (furch die Wahl von h und O |
| auf die Netzkonstaüten abgeglichen. |
| @Vill man auf mechanischem Wege ein |
| Relais hauen, welches von der Frequenzab- |
| weichung und dem ersten Differentialquo- |
| tienten der Frequenz abhängig ist, so muti |
| nian bei der Anordnung nach Fig.5 und f) |
| (las Trägheitsinonient der beiden unteren |
| Scheiben sehr klein machen. |