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Empfänger mit Krachbeseitigung Es ist bekannt, die Anoden von Zweipolröhrengleichrichtern
negativ vorzuspannen, um bei Verwendung als Empfangsgleichrichter eine Unterdrückung
kleiner Amplituden, also eine Krachbeseitigung, bei Verwendung als Regelgleichrichter
für selbsttätige Schwundregelung einen verzögerten Einsatz der Regelwirkung zu erzielen.
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Diese Vorspannung wirkt sich für den Regelgleichrichter so aus, daß
von verhältnismäßig schwach einfallenden Hochfrequenzsignalen unter Umständen nur
die Modu-. lationsspitzen gleichgerichtet werden.
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Für den Empfangsgleichrichter bedeutet diese Vorspannung, daß Stationen,
die sich etwas über den Geräuschpegel erheben, nur mit starker -Verzerrung und schwächer,
als ihrer Intensität entspricht, empfangen werden können.
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Erfindungsgemäß werden bei einem Empfänger mit Krachbeseitigung durch
eine negative Vorspannung des Empfangsgleichrichters die Verzerrungen beim Empfang
schwacher Hochfrequenzspannungen dadurch vermieden, daß ein im Hochfrequenzteil
befindlicher Empfindlichkeitsregler mit einer Einrichtung zur Veränderung der negativen
Vorspannung für den Empfangsgleichrichter so gekuppelt ist, daß bei Einstellung
auf große Empfindlichkeit keine oder nur eine schwache negative Vorspannung gegeben
wird.
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Es ist bereits bekannt, die negative Vorspannung des Empfangsgleichrichters
regelbar zu machen. Der Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß bei
einer Einstellung des Empfängers auf hohe Empfindlichkeit des Hochfrequenzverstärkers,
d. h. auf den Empfang sehr schwacher Stationen, die Vorspannung zwangsläufig gering
gemacht wird.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt Abb. r.
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Die von der Antenne 6 aufgenommenen Hochfrequenzschwingungen werden
über einen abstimmbaren Kreis dem Hochfrequenzverstärker 5 und über einen weiteren
abstimmbaren Kreis dem Steuergitter 27 der Mischröhre r2 zugeführt, die als Sechspolröhre
ausgebildet ist. Das erste Steuergitter 2q. und das Schirmgitter 25 dienen als Oszillatorgitter
und Oszillatoranode. Die entstandene Zwischenfrequenz wird über das fest abgestimmte
Bandfilter
13 der Zwischenfrequenzverstärkerstufe 14 zugeführt, verstärkt und über einen
weiteren Zwischenfrequenzkreis an den Empfangsgleichrichter gelegt. Dieser wird
dargestellt durch die beiden miteinander verbundenen Anoden 35, 36 über der Kathode
37 der Verbundröhre 34. Die an den Belastungswiderständen 41 und 42 auftretende
niederfrequente Wechselspannung wird durch den verschiebbaren Abgriff 5o, der als
niederfrequenter Lautstärkeregler dienen kann, abgegriffen und dem Steuergitter
38 des Dreipolsystems der Verbundröhre zugeführt. Die Anode 39 ist an einen üblichen
Niederfrequenzverstärker mit Lautsprecher angeschlossen.
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Der Widerstand 48 wird vom Anodenstrom des Dreipolsystems durchflossen.
Die an seinem unteren Ende auftretende negative Gleichspannung dient als negative
Vorspannung der Anode des Zweipolsystems und bewirkt eine Unterdrückung aller Hochfrequenzsignale,
deren Amplitude unter einer bestimmten Grenze liegt. Der Schalter 44 mit .den drei
Kontaktstellen 45, 46, 4611 gestattet, statt des ganzen Widerstandes 48 nur einen
Teil, der durch einen verschiebbaren Abgriff i passend eingestellt werden kann,
einzuschalten oder ihn ganz aus dem Gleichrichterkreis auszuschalten. Die Wirkung
der Verringerung der Vorspannung besteht einerseits in einer Verkleinerung des Schwellwertes
der Krachbeseitigung, andererseits in einer Verringerung der Verzerrung schwach
einfallenden Hochfrequenzsignale.
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Der Empfangsgleichrichter dient gleichzeitig zur Erzeugung der Schwundregelspannung.
Von dem zwischen den Belastungswiderständen 4i und 42 liegenden Punkt 58 wird die
Regelspannung für die beiden ersten Röhren des Empfängers, von dem einstellbaren
Abgriff 611 die Regelspannung für die Zwischenfrequenzverstärkerröhre 14 abgenommen.
Das Steuergitter der letzteren erhält eine feste Anfangsvorspannung gegenüber der
zugehörigen Kathode durch den in der Kathodenleitung liegenden Widerstand 65. Für
die beiden ersten Röhren 5 und 12 ist ein gemeinsamer, veränderbarer V orspannungswiderstand
vorgesehen, der als handbetätigter Lautstärkeregler dient. Er besteht aus den Widerständen
70 und 29, von denen der letztere durch den Schleifkontakt 31 geändert
werden kann. 'Dieser Schleifkontakt ist mit dem Schalter 44 gekuppelt, wie die gestrichelte
Linie andeutet; beide werden durch den gemeinsamen Drehknopf 73 verstellt.
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In der unteren Stellung des Schleifkontaktes, die größtem Widerstand,
also größter Anfangsvorspannung und geringster Empfindlichkeit des Verstärkers entspricht,
ist der Schalter 44 mit dem .Bontakt 45 verbunden, wodurch die höchste Vorspannung
an die Empfangszweipolstrecke gelegt ist. Bei Erhöhung der Empfindlichkeit wird
auf den Kontakt 4b11, also auf geringere Vorspannung 'umgeschaltet, bis in der Nähe
des Anschlags 69 die Empfindlichkeit des Verstärkers am größten geworden ist und
gleichzeitig die Vorspannung der Empfangsgleichrichter abgeschaltet ist. Die erstgenannte
Schaltstellung empfiehlt sich bei Empfang starker Hochfrequenzsignale und hohem
Störpegel, während die letztgenannten Schaltstellungen beim Empfang schwächerer
Hochfrequenzsignale, der natürlich nur bei kleinerem Störpegel möglich ist, zweckmäßig
sind. Die Krachbeseitigung ist zwar in diesem Fall geringer, man hat aber den Vorteil
einer hohen Empfindlichkeit des Verstärkers und eines verzerrungsfreien Arbeitens
des Empfangsgleichrichters.
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Die maximale Vorspannung der Empfangszweipolstrecke kann verhältnismäßig
klein sein, da sie ja nur in Verbindung mit den einfallenden Amplituden entsprechender
Empfindlichkeit des Verstärkers benutzt wird.
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In der vorliegenden Ausführung ist auch der Einsatz der Schwundregelwirkung
verzögert und das Maß dieser Verzögerung von der Stellung des Schalters 4,4 abhängig.
Eine abgeänderte Schaltung, bei der die Erzeugung der für die Schwundregelung dienenden
Gleichspannung in einem von der veränderlichen negativen Vorspannung nicht beeinflußten
Gleichrichter geschieht, zeigt Abb. z. Die Zweipolstrecke 35 der Verbundröhre 34
dient hier lediglich als Empfangsgleichrichter. Der Gleichrichterkreis entspricht
genau dem in Abb. i dargestellten. Zur Erzeugung der Schwundregelspannung ist die
Zweipolstrecke 36 mit den Belastungswiderständen 81, 82 und 83, zusätzlich zum Kathodenwiderstand
48, vorgesehen, zwischen denen die verschiedenen Schwundregelspannungen abgegriffen
und über die üblichen Filterkreise den Gittern der zu regelnden Röhren zugeführt
werden. Die negative Vorspannung der Schwundregelzweipolstrecke und damit die Verzögerung
liegt hierbei fest.