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Schreibmaschinenkoffer Es sind, insbesondere für Kleinschreibmaschinen,
an der Maschine befindliche zusätzliche Vorrichtungen bekannt, die für den Nichtgebrauch
bzw. für den Versand den Papierschlitten außer Bereich seiner empfindlichen Schaltanschläge
für die Höhenschaltung sowie für die Buchstabenschrittschaltung feststellen lassen.
Diese Vorrichtungen müssen auf irgendeine Weisse vor dem Schließen des Koffers von
Hand bedient werden. Es kann deshalb vorkommen, daß infolge mangelnder Aufmerksamkeit,
bei. eiligem Gebrauch der Maschine etwa außerhalb geschützter Räume, das Sichern
der Maschine vergessen wird und so der gedachte Vorteil ausbleibt, d. h. die Maschine
bei anschließender Beförderung Schaden erleidet.
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Bei anderen bekannten Ausführungen wiederum, bei der die Maschine
vor dem Verpacken oder vor dem Verschließen in einen Koffer auf eine kleinere Höhe
zusammengelegt werden muß, wird der Bedienungshandgriff dazu benutzt, gleichzeitig
mit dem Zusammenlegen der Maschine u. a. den Papierschlitten in seiner normalen
Schreiblage zu verriegeln. Abgesehen davon, daß das Verriegeln des Anschlages in
einer Arbeitsstellung keinen Schutz gegen Beschädigen desselben durch Schlag oder
Stoß bei einer Beförderung bietet, entstehen bei dem Verschließen des Kofferdeckels
Störungen und Zeitversäumnisse,- wenn vordem das Verriegeln vergessen sein sollte.
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Den aufgezeigten Mängeln wird erfindungsgemäß dadurch abgeholfen,
daß eine bei dem Schließen des Koffers den Papierschlitten selbsttätig von seinen
Schaltanschlägen abhebende und in dieser Lage festhaltende Vorrichtung in dem Koffer
der Maschine angeordnet ist. Diese Vorrichtung ist im einzelner. so ausgebildet,
daß sie die in dem Koffer sorgsam eingebettete Maschine nicht in der Bedienung beeinträchtigt,
die Maschine also zum Gebrauch nicht erst dem Koffer entnommen werden muß, vielmehr
sofort nach Öffnen des Kofferdeckels arbeitsbereit zur Verfügung steht. Die Maschine
bleibt also, im Gegensatz zu den bekannten Ausführungen, während des Gebrauchs durch
Kofferwände geschützt.
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Man hat noch Koffereinrichtungen, bei denen die für den Nichtgebrauch
in ihren Anschlägen gesicherte Maschine im Augenblick des Einlegens in den Koffer
gewissermaßen selbsttätig entsichert wird, um an Raum in der Höhe zu sparen, mit
dem Nebenzweck, die Maschine dem Koffer arbeitsbereit entnehmen zu können. Dabei
bleiben jedoch die
Anschläge gerade unter den gefährdetsten Umständen
ungeschützt, unid der durch die Erfindung beabsichtigte Zweck wird nicht erreicht.
Auf die Kofferhöhe kommt es bei der Erfindung nicht an, vielmehr wird die Maschine
durch das Schließen des Kofferdeckels selbsttätig gesichert, in gleicher Weise,
wie sie durch das Öffnen wieder selbsttätig entsichert wird, um gebrauchsfähig zur
Hand zu sein.
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In der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise in Verbindung mit
einer Schreibmaschine üblicher Art dargestellt. Abb. i zeigt den Koffer in geschlossenem,
Abb.2 in halbgeöffnetem Zustande. Die Schreibmaschine i steht auf Gummifüßen 2 in
dem Kofferunterteil 3, das nicht, wie bisher üblich, nur aus dem Bodenbrett besteht,
sondern die Maschine durch angeschlossene Kofferwände schützt und mittels eines
Scharnieres 4a mit dem Kofferdeckel 4 verbunden ist. An der Maschine erkennt man
den Papierschlitten 5, den Druckknopf 6 für die Papierwalze und die Auslösetaste
7 für die Buchstabenschrittschaltung. Auch der Zeilenschalthebel 8 ist der Vollständigkeit
halber mitangedeutet.
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In jeder Seitenwand des Kofferdeckels q. ist schwenkbar um den Zapfen
io ein Hebel 9 gelagert, der, von einer Feder i z gezogen, in Ruhestellung mit,
dem Rücken ga an dem ebenfalls in der Kofferseitenwandbefindlichen Stift 12 anliegt.
Der Hebel 9 läuft an seinen Enden in eine parallel zur Schreibwalze gerichtete Fläche
gb aus, die eine Schicht weichen, nachgiebigen Werkstoffes 13, z. B. Filz, trägt.
Als Gegenstück, zur Zusammenarbeit mit diesem Hebel 9 bestimmt, sitzt ortsfest an.
jeder Seitenwand des Kofferunterteils 3 ein Lagerbock 14, inadem eine parallel zur
Papierwalze drehbare Rolle 15 gelagert ist. Die Abbildungen zeigen den Koffer mit
aufgeschnittener vorderer Seitenwand, jedoch sind die unmittelbar dahinterliegenden
bzw. daran befestigten Teile, so der Lagerbock 14 mit der Rolle 15 und der Hebel
9, der Deutlichkeit halber als noch vor der Maschine befindlich gedacht.
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Der Kofferdeckel 4 besitzt noch mehrere ortsfeste, an dem als Stützfläche
benutzten Ende mit weichem Werkstoff verkleidete Auflager. Zwei Auflager 16 sitzen
ungefähr. oberhalb des Walzendrehknopfes 6, ein Auflager 17 ist oberhalb der Auslösetaste
7 angebracht, und je zwei weitere Auflagerpaaare 18 und 1g sind an der vorderen
und hinteren Deckelwand befestigt.
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Bei dem Zuklappen des Koffers wird nun der Deckel 4 und mit ihm der
Hebel 9 um das Scharnier 4a geschwenkt. Die Fläche 13 schwenkt dabei seitlich um
den Walzendrehknopf 6 herum bis zum Auftreffen des kurvenförmig gebogenen Hebelrückens
ga auf die Rolle 15. Der Hebel 9 gleitet an dieser Rolle entlang und wird von ihr
entgegen der Federwirkung i i von seinem Anschlag 12 abgedrängt. Die Fläche 13 schlägt
im Laufe dieser Bewegung an die Unterseite des Walzenknopfes 6 und hebt mit diesem
die Papierwalze bzw. den Papierschlitten 5 von seinem unteren Höhenanschlag, der
nicht besonders gezeichnet ist, ab. Da sich inzwischen der Kofferdeckel 4 W weit
gesenkt hat, daß das Gegenauflager 16 mit seiner Druckfläche von der anderen Seite
an den Walzenknopf schlägt, drückt der Hebel 9 den Walzenknopf schließlich fest
an den Anschlag 16. Das geschieht in dem Zeitpunkt, in dem der Koffer völlig geschlossen
wird.
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Die Höhenlage der Fläche 16 ist so gewählt, daß der anliegende- Walzenknopf
6 den Papierschlitten in ungefährer Mittellage zwischen den beiden Höhenanschlägen
des Schlittens festhält.
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Die Auflagerpaare 18 und 1g drücken bei geschlossenem Koffer an den
Stellen ia, IL auf den Maschinenkörper und gewährleisten so das sichere Festhalten
der sonst noch durch seitliche Packungen 22, 23 sorgsam eingebetteten Maschine gegen
Stöße in senkrechter Richtung. Außerdem ist es empfehlenswert, die Maschine in üblicher
Weise, z. B. an den Stellen der Gummifußauflage, mit dein Kofferboden durch verschrauben
usw. fest zu verbinden.
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Das beispielsweise angeführte Scharnier q.R könnte auch durch andere
Führungen oder Vorrichtungen ersetzt werden, der Deckel also auch aufgelegt werden,
ohne damit an dem Wesen der Erfindung etwas zu ändern.