DE651009C - Verfahren und Vorrichtung zum Beladen von mit OEl gefuellten elastischen Kapseln mit Emanation - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Beladen von mit OEl gefuellten elastischen Kapseln mit EmanationInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Beladen von mit Öl gefüllten elastischen Kapseln mit Emanation Es ist bekannt, Wasser mit Radiumemanation zu beladen und zu Heilzwecken dem menschlichen Körper zuzuführen. Dabei ist es nicht möglich, Wasser in kleinen Dosen, etwa von der Größe einer Pille, zu verwenden. Vielmehr ist es erforderlich, größere Mengen mit Emanation beladenen Wassers in den Körper einzuführen, was in manchen Fällen nicht vorteilhaft ist. Es ist auch versucht worden, feste hochadsorbierende Stoffe, beispielsweise Kohle, in Form einer Tablette mit Radiumemanation zu beladen. Das hat den Nachteil, daß die Wiederabgabe der Emanation im Körper nicht gut kontrollierbar ist.
- Durch die vorliegende Erfindung werden alle diese Mängel vermieden. Es wird davon ausgegangen, daß Öl eine Flüssigkeit ist, die Radiumemanation in hohem Maße adsorbiert. Öl wird ferner in geeigneter Zusammensetzung vom menschlichen Körper ohne Schwierigkeit und Schaden resorbiert. Somit ist, wenn man Öl als Träger für die Radiumemanation nimmt, erreicht, daß man mit einem geringen Ouantum Flüssigkeit eine große Menge Emanation eingeben kann, wobei das Öl und damit auch die von ihm adsorbierte Emanation restlos vom Körper aufgenommen werden.
- Erfindungsgemäß wird ferner das Öl in einer kleinen Dosis, die etwa die Größe einer Pille hat, mit Emanation beladen. Es wird also nicht, wie bisher üblich, eine größere Menge Flüssigkeit in einem Gefäß aktiviert und im Gebrauchsfalle eine Teilmenge aktivierter Flüssigkeit dem Gefäß entnommen. Vielmehr wird die gerade gewünschte Teilmenge für sich aktiviert. Das erfolgt in der Weise, dä,ß das kleine zu beladende Ölquantum in einer an sich bekannten Kapsel, beispielsweise aus Gelatine, eingefüllt ist und hierauf beladen wird. Dieses neue und eigenartige Verfahren hat den Vorteil, daß man nicht unnötig größere Mengen Flüssigkeit beladen muß, sondern immer nur jeweils die wenigen Tropfen, die gerade erforderlich sind. Daraus ergibt sich der weitere Vorteil, daß man in vielen Fällen mit einer kleineren Radiummenge auskommen kann, als bisher notwendig war. Die.Kapsel zur Aufnahme des Öls kann nach gebräuchlichen Verfahren so hergestellt sein, daß sie wahlweise im Magen oder Darm zergeht, so daß das aktivierte Öl im Magen oder erst im Darm mit dem Körper in Berührung kommt.
- Die Erfindung erstreckt sich weiter auf eine besonders vorteilhafte Vorrichtung zur Ausführung des oben beschriebenen Verfahrens. Das radioaktive Präparat, das die Emanation an das 0I abgeben soll, befindet sich zwecks guter " Emanationsausbeute in fein verteilter Form, beispielsweise als Hahnsche Masse, in einem allseitig geschlossenen Gefäß. Das Gefäß ist mit einer Düse versehen, deren Öffnung bei Nichtgebrauch des Apparates in irgendeiner geeigneten Weise abgeschlossen ist. Ähnliche Vorrichtungen sind bereits zur Einführung emanatfonshaltigen Gases in den menschlichen Körper vorgeschlagen worden. Ebenso kann die Füllung von leeren, offenen Gelatinekapseln mit Öl oder anderen. geeigneten Flüssigkeiten oder von röhrenförmigen, beiderseits mit elastischen Stopfen verschlossenen Ampullen aus Glas mit sterilen Injektionsflüssigkeiten mittels pravazartiger Spritzen erfolgen. Erfindungsgemäß werden jedoch mit Flüssigkeit' gefüllte geschlossene Gelatinekapseln -naeqträglich mit zusätzlichen Inhaltsstoffen, nAilich mit Emanation, beladen. Die Aktivierung des Öls erfolgt in der Weise, daß die ölgefüllte Gelatinekapsel auf die geöffnete Beladedüse aufgestochen wird. Durch das Aufstechen der Kapsel ist in einfachster Weise ein gasdichter Abschluß während des Beladungsvorganges erreicht. Da sich das Öl nach dem Aufstechen der Kapsel auf die Düse in unmittelbarer Nähe des Radiumpräparates befindet, also nur ein ganz kleiner toter Raum ohne Rohrleitungen o. dgl. vorhanden ist, ist der Wirkungsgrad der Beladung sehr hoch. Nachdem die Beladung der Kapsel eine bestimmte, dem gewünschten Grad der Aktivierung entsprechende Zeit hindurch erfolgt ist, wird die Kapsel von der Düse wieder abgezogen. Eine nach der Erfindung hergestellte Vorrichtung läßt sich so klein und doch so betriebssicher bauen, daß sie bequem in der Tasche getragen werden kann. Somit ist ein Emanationsapparat höchster Leistungsfähigkeit bei kleinstem Platzbedarf und ein_ fachster Konstruktion geschaffen.
- Es kann vorteilhaft sein, das Gefäß für das radioaktive Präparat mit mehreren Beladedüsen auszustatten. Dabei hat man die Möglichkeit, gleichzeitig mehrere Kapseln zu aktivieren, die entweder zu gleicher Zeit von verschiedenen Patienten eingenommen werden können oder aber nacheinander von dem gleichen Verbraucher. In letzterem Falle hat man also durch die. Anordnung mehrerer Düsen den Vorteil, aß man mit der Beladung weiterer Kapseln nicht erst die volle Zeit der Aktivierung einer einzelnen Kapsel abwarten muß. Es kann ferner zweckmäßig sein, das Radiumgefäß mit einer Vorrichtung zu versehen, durch welche der Raum über dem Radiumpräparat komprimiert oder evakuiert werden kann. Davon wird man beispielsweise in den Fällen Gebrauch machen, wo eine besonders rasche Aktivierung oder die Aktivierung einer nicht sehr gut adsorbierenden Flüssigkeit gewünscht wird.
- In der beiliegenden Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise dargestellt.
- Fig. i stellt die einfachste Ausführungsform der neuen Vorrichtung dar.
- Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform in zwei Ansichten, die mit mehreren Düsen versehen ist. Fig.3 ist eine Vorrichtung, bei der das Radiumgefäß mittels Gummischlauches und Gummiballes evakuiert werden kann.
- :Fig.4 zeigt eine Vorrichtung, bei der der .Rum über dem radioaktiven Präparat kom-'pfimiert oder evakuiert werden kann.
- Die Vorrichtung i besteht aus dem Gefäß i, welches mit einer Düse a versehen ist. Das Gefäß i enthält das radioaktive Präparat 3 in fein verteilter Form, welches durch ein für Emanation durchlässiges Filter 4 abgedeckt ist. 'Das Filter 4 kann beispielsweise aus gefrittertem Glas bestehen. Das zu akti,-v ierende Öl 5 befindet sich iii einer beispielsweise aus Gelatine bestehenden Kapsel 6. Nachdem die Kapsel 6 auf die Düse 2 aufgestochen worden ist, erfolgt die Beladung des Öls. Zum Schutz vor Beschädigungen und zur Ermöglichung des Transportes kann Kapsel und Düse mit einer Kappe 7 abgedeckt werden.
- Fig. 2 unterscheidet sich von Fig. i nur durch die breitere Ausführung des Radiumgefäßes 8, so daß bei dieser Ausführungsform die Möglichkeit besteht, mehrere Beladedüsen 9 vorzusehen. ' Fig. 3 zeigt eine Vorrichtung, bei der das Radiumgefäß io mit einem Rohransatz i i versehen ist, an welchen ein Gummischlauch ia und ein Gummiball i3 angeschlossen ist, mittels deren das Radiumgefäß io evakuiert werden kann. Die Vorrichtung nach Fig. 4. besteht aus dem Radiumgefäß 14. Bei dieser Ausführungsform ist die Düse 15, auf welche die Kapsel 16 aufgestochen wird, auf einem besonderen Teil 17 angeordnet. Indem die Teile 14 und 17 teleskopartig gegeneinander verschoben werden, wird das Luftemanationsgemisch innerhalb des Radiumgefäßes komprimiert bzw. evakuiert.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Beladen von mit 01 gefüllten elastischen Kapseln mit Emanation, dadurch gekennzeichnet, daß in die geschlossene Kapsel eine als Zuleitung für die Emanation dienende Düse eingestochen wird.
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen Behälter für den die Emanation liefernden Stoff, der mit einer oder mehreren Düsen versehen ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch z, gekennzeichnet durch Einrichtungen zum Komprimieren oder Evakuieren des Behälters.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER91437D DE651009C (de) | 1934-09-16 | 1934-09-16 | Verfahren und Vorrichtung zum Beladen von mit OEl gefuellten elastischen Kapseln mit Emanation |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER91437D DE651009C (de) | 1934-09-16 | 1934-09-16 | Verfahren und Vorrichtung zum Beladen von mit OEl gefuellten elastischen Kapseln mit Emanation |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE651009C true DE651009C (de) | 1937-10-15 |
Family
ID=7418573
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER91437D Expired DE651009C (de) | 1934-09-16 | 1934-09-16 | Verfahren und Vorrichtung zum Beladen von mit OEl gefuellten elastischen Kapseln mit Emanation |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE651009C (de) |
-
1934
- 1934-09-16 DE DER91437D patent/DE651009C/de not_active Expired
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