DE652023C - Zur Vereinfachung der Einstellung dienende Zusatzeinrichtung fuer Malschloesser - Google Patents

Zur Vereinfachung der Einstellung dienende Zusatzeinrichtung fuer Malschloesser

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DE652023C
DE652023C DES120678D DES0120678D DE652023C DE 652023 C DE652023 C DE 652023C DE S120678 D DES120678 D DE S120678D DE S0120678 D DES0120678 D DE S0120678D DE 652023 C DE652023 C DE 652023C
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DE
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DES120678D
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HANS SEIBT DIPL ING
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HANS SEIBT DIPL ING
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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B37/00Permutation or combination locks; Puzzle locks

Landscapes

  • Lock And Its Accessories (AREA)

Description

Die im Geldschrank- und Tresorbau als besonders sicher angewendeten schlüssellosen Malschlösser (Kombinationsschlösser) werden auf Zahlen- oder Buchstabengeheimnisse eingestellt. Bei der gebräuchlichsten Art dieser Schlösser erfolgt die Einstellung der inneren Einrichtung auf ein bestimmtes Geheimnis durch mehrfache Drehung ihres Einstellknopfes in abwechselnd verschiedenem Drehsinn und Einstellung der auf ihm eingezeichneten Strichmarke auf vorgeschriebene geheime feste Einstellpunkte. Die Einstellung auf ein gewünschtes Geheimnis—eine Geheimkombination — vollzieht sich also z. B. in der Weise, daß der Einstellknopf bei Einstellung auf den ersten Einstellpunkt zunächst z. B. fünfmal rechtsherum gedreht wird, bis die Strichmarke auf dem gewünschten ersten Einstellpunkt steht. Danach wird der Knopf im entgegengesetzten Drehsinn, also linksherum viermal gedreht, bis die Strichmarke auf dem zweiten Einstellpunkt zu stehen kommt. Daraufhin wird wieder rechtsherum gedreht usf. Die Einstellung auf bestimmte Einstellpunkte wird durch eine auf dem Umkreis der festen. Grundscheibe des Schlosses eingezeichnete Zahlen- oder Buchstabenskala ermöglicht.
Sowohl das Einstellen eines derartigen Malschlosses auf das Geheimnis als auch die Öffnung des Schlosses mit Hilfe der dem zur Bedienung des Schlosses befugten Beamten bekannten Buchstaben- oder Zahlenkombination wurde bisher von den beteiligten Personen mehr oder weniger als eine Belästigung empfunden. Insbesondere bestand bei den mit der Bedienung betrauten Beamten immer die Unsicherheit, ob nach einer Änderung der Kombination das Schloß auch wirklich wieder zu öffnen war. Vielfach wurden daher die Schlösser, um die Mühe der Einstellungen zu verringern und die Öffnung des Schlosses sicherer zu machen, auf Kosten ihrer Sicherheit so eingestellt, daß sie sich ohne große Schwierigkeiten öffnen ließen. Man findet in der Praxis häufig die Verwendung nur einer einzigen, zudem leicht zu erratenden Zahl, z. B. 50. Ein solches Verfahren ergibt Geheimnisse, die sehr leicht ausprobiert werden können. In vielen Fällen besorgt der Angestellte der Lieferfirma die Einstellung, so daß in diesem Falle das Geheimnis der Einstellung wenigstens zwei Personen bekannt wird. Bei einem Wechsel des mit der Bedienung des Schlosses Betrauten, z. B. in Vertretungsfällen, wird ein Wechsel der eingestellten Kombination wegen der Schwierigkeit der Umstellung vielfach vollkommen unterlassen. Demgegenüber geht die Erfindung davon aus, daß bei Malschlössern, die zum Verschluß von Nottüren oder selten gebrauchten Wertbehältern eingebaut sind, das Zahlengeheimnis, auf welches das betreffende Schloß eingestellt ist, auch dem Befugten nicht früher bekannt werden darf, als zu dem Zeitpunkt, an dem sich die Notwendigkeit der Betätigung des Schlosses ergibt. Abgesehen davon, daß die Erfindung die Einstellung der Kombination erleichtert, wird es durch sie
möglich, das Geheimnis völlig sicher bis zu dem Zeitpunkt zu wahren, an dem es dem Befugten bekannt sein muß. ' .... Die Erfindung stellt sich also die Aufgabe,-die Einstellung derartiger Malschlössefc zu vereinfachen und das Geheimnis der Einstelllösung, insbesondere gegenüber dritten nicht' ständig zur Bedienung eines solchen Schlosses berufenen Personen, besser zu wahren, als
ίο dies bisher möglich war. Erreicht wird dies in der Hauptsache durch eine austauschbare, in beliebiger Weise mit die Einstellpunkte
■ angebenden Marken versehenen Scheibe, die mittels eines Hilfsringes über die feste Skalenscheibe des Schlosses gesetzt wird und diese dabei abdeckt.
Es sei erwähnt, daß bereits ein nach dem Kombinationsprinzip arbeitendes schlüsselloses Vorhängeschloß bekanntgeworden ist, bei dem, allerdings in nur einfacher Weise, die Einstellung auf ein Geheimnis durch Drehen mehrerer auf gleicher Achse sitzenden zylindrischen Ziffernringe je auf eine bestimmte Winkelstellung erfolgt. Um die'Öff-
nung eines solchen Schlosses auch im Dunklen zu ermöglichen, ist bei dem bekannten Schloß am Umfang einer jeden Ziffernscheibe an übereinstimmender Stelle ein Anschlagstift angebracht. Der Besitzer eines solchen Schlosses hat nun die Möglichkeit, mit Hilfe einer offenbar aus Metall gefertigten Schablone die Öffnung des Schlosses gefühlsmäßig zu bewirken, indem er die Schablone gegen den Bügel des Schlosses legt und alsdann die einzelnen Ziffernscheiben so lange gegen die Schablone dreht, bis die Anschlagstifte Widerstand finden. Die Schablone dient hier eigentlich als Schlüssel.
Mit einer derartigen Anordnung läßt sich die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe bei hochwertigen Malschlössern, wie sie eingangs beschrieben sind, nicht lösen. Denn abgesehen davon, daß die Bestimmung der bekannten Schablone nach dem Willen des Erfinders eine andere ist, als die der Scheibe gemäß der Erfindung, ist die Verwendung von festen Anschlägen bei Malschlössern, deren Einstellung durch mehrfaches Drehen eines Einstellgliedes in abwechselnd verschiedenem Drehsinn erfolgt, nicht möglich. Hinzu kommt, daß die Anfertigung einer zu dem bekannten Vorhängeschloß passenden Schablone handwerksmäßig erfolgen muß, während die Markierung der Scheibe gemäß de"r Erfindung geheim durch den das Schloß einstellenden Beamten vorgenommen werden kann. Dadurch ist natürlich eine Geheimhaltung des Geheimnisses im ersteren Falle nicht möglich, im letzteren Falle unbedingt gegeben.
Die Anwendung der Erfindung ist in der Zeichnung in drei Abbildungen veranschaulicht und die Wirkungsweise derselben im folgenden beschrieben:
Bei der Erfindung wird das handelsübliche Kombinationsschloß mit der üblichen Ein-Γ Stellscheibe α und der feststehenden Skalen-.: scheibe b gemäß Abb. 1 nicht geändert. Erforderlich ist lediglich eine Zusatzeinrichtung. Diese besteht in der Hauptsache aus einer dünnen kreisrunden Ringscheibe d gemäß Abb. 2, etwa aus Cellon, die von der mit der Bedienung des Schlosses betrauten Person in irgendeiner bekannten Weise, etwa durch Ritzen oder Lochen, an ihrem Innenumfang mit Marken e versehen wird. Die radiale Lage dieser Marken e entspricht genau den für die Einstellung des Schlosses erforderlichen Zeichen der Skalenscheibe. So können z. B. die Marken radial in Übereinstimmung mit den Teilstrichen 23, 47, 86, 92 der Skalenscheibe b angebracht werden. Diese Scheibe d wird dann mit Hilfe eines Befestigungsmittels, z. B. eines Klemmringes c, auf der Skalenscheibe b festgeklemmt, und zwar so, daß die markierte Scheibe d die Skala völlig verdeckt und für einen Uneingeweihten ohne besondere Hilfsmittel nicht erkennen läßt, mit welchen Teilstrichen des Zahlenkranzes die Marken übereinstimmen.
Ist nun die markierte, das Einstellgeheim- g0 nis tragende Scheibe d mit Hilfe des Hilfsringes c über die Skalenscheibe des Schlosses geklemmt, wie in Abb. 3 veranschaulicht ist, so kann die Einstellung der Kombination mühelos durch Einstellen auf die Marken e erfolgen, wobei es einem Dritten nicht möglich ist, zu ergründen, welches Zahlengeheimnis sich hinter den Marken verbirgt bzw. auf welche Zahlenkombination das Schloß tatsächlich eingestellt wurde. Hierbei ist eine sehr sichere Einstellung möglich, da ein Einstellen der - Strichmarke des Einstell- ■ knopfes auf vier Marken weniger leicht zu Irrtümern führen kann, als das Einstellen von vier Zahlen unter hundert der Zahlenteilung.
Einen besonderen Wert bietet die Anwendung der die Einstellpunkte angebenden, mit Marken e versehenen Scheibe d bei Schlössern, die zu einer Nottür gehören und als solche unter Umständen viele Jahre nach ihrer Einstellung nicht geöffnet zu werden brauchen. In diesem Falle läßt es die Erfindung zu, daß die zur Einstellung der Markierungen auf der die Einstellpunkte angebenden Scheibe so angebracht werden, daß dabei Geheimzahlen nicht benutzt werden. Die Marken e werden in diesem Falle mittels einer Zusatzeinrichtung völlig beliebig in ihrer Abstandsfolgie vorgesehen, und dann wird das Schloß auf diese Marken eingestellt. Mit Hilfe einer mit der Skalenscheibe des
Schlosses bezüglich der Teilung und Bezifferung genau übereinstimmenden Scheibe können die Marken e der Scheibe d dann in Geheimzahlen umgewertet werden, unter deren Gebrauch durch die befugte Person das Schloß dann geöffnet werden kann. Wird also z. B. ein Notschloß mit Hilfe der mit beliebigen Markierungen versehenen Scheibe auf ein zahlenmäßig nicht bekanntes Geheimnis eingestellt, nach erfolgter Einstellung die Scheibe vom Schloß entfernt und sofort in einem undurchsichtigen Umschlag verschlossen und etwa in einem anderen Tresor sicher aufbewahrt, so kann, sobald sich die Notwendigkeit der Öffnung des Schlosses vielleicht erst nach vielen Jahren ergibt, die Markierung der Scheibe durch Überlegen einer mit der festen Skalenscheibe des Schlosses übereinstimmenden Skala in die Zahlen umgewertet werden, die zur Öffnung des Schlosses nötig sind. Es ist sogar möglich, als Aufbewahrungsort der markierten Scheibe einen sehr weit entfernt liegenden Tresor zu wählen, da ja das Ergebnis der Auswertung telephonisch übermittelt werden kann. In dieser Anwendung der Erfindung liegt wohl der größte Fortschritt in der Handhabung der bezeichneten Mal- oder Kombinationsschlösser, da es bisher nicht möglich war, das Geheimnis eines solchen zwar zu'r Einstellung zu benutzen, aber nicht zu kennen.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Zur Vereinfachung der Einstellung und zur besseren Wahrung des Geheimnisses der Einstellung gegenüber dritten, nicht ständig zur Bedienung des Schlosses berufenen Personen dienende Zusatzeinrichtung für Malschlösser, deren Einstellung durch mehrfaches Drehen eines Einstellknopfes "auf bestimmte Einstellpunkte in abwechselnd verschiedenen Drehrichtungen erfolgt, gekennzeichnet durch eine austauschbare, in beliebiger Weise mit die Einstellpunkte angebenden Marken (e) versehene Scheibe (d), die mittels eines Hilfsringes (c) über die feste Skalenscheibe (b) des Schlosses gesetzt wird und diese dabei abdeckt.
2. Zusatzeinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine zweite mit der festen Skalenscheibe des Schlosses übereinstimmenden Scheibe, die zur Auswertung der Zeichen in bestimmter Weise auf die erste Scheibe (if) gelegt wird, so daß die den Marken (e) entsprechenden Ziffern abzulesen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES120678D 1935-12-06 1935-12-06 Zur Vereinfachung der Einstellung dienende Zusatzeinrichtung fuer Malschloesser Expired DE652023C (de)

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