DE652029C - Verfahren zur Anreicherung des Gelbkoerperhormons - Google Patents

Verfahren zur Anreicherung des Gelbkoerperhormons

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DE652029C
DE652029C DEG82535D DEG0082535D DE652029C DE 652029 C DE652029 C DE 652029C DE G82535 D DEG82535 D DE G82535D DE G0082535 D DEG0082535 D DE G0082535D DE 652029 C DE652029 C DE 652029C
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hormone
corpus luteum
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adsorbate
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GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE
BASF Schweiz AG
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Chemische Ind Ges
GESELLSCHAFT fur CHEMISCHE INDUSTRIE
Gesellschaft fuer Chemische Industrie in Basel CIBA
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/56Compounds containing cyclopenta[a]hydrophenanthrene ring systems; Derivatives thereof, e.g. steroids
    • A61K31/565Compounds containing cyclopenta[a]hydrophenanthrene ring systems; Derivatives thereof, e.g. steroids not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, estradiol

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Description

  • Verfahren zur Anreicherung des Gelbkörperhormons Wie aus neueren Arbeiten hervorgeht, ist im Gelbkörper (Corpus luteum) ein Sexualhormon enthalten, das die durch Ovarialhormon veränderte Uterusschleimhaut eines Kaninchens in die für den schwangeren Uterus-charakteristische Form überführt.
  • Die bisher bekannten Verfahren zur Gewinnung des Gelbkörperhormons beruhen auf der Behandlung von Extrakten des Gelbkörpers mit verschiedenen organischen Lösungsmitteln oder auf der Anwendung von Fällungsreaktionen. Es wurde gefunden, daß man vorteilhaft in einer beliebigen Phase des Reinigungsprozesses einen Adsorptionsvorgang einschaltet.
  • Das neue Verfahren zur Reinigung und Anreicherung des Gelbkörperhormons besteht darin, daß man Lösungen des Hormons, insbesondere rohe oder vorgereinigte Extralote des Gelbkörpers, in mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmitteln oder Lösungsmittelgemischen mit einem oder mehreren Adsorptionsmitteln behandelt und das Hormon aub dem Adsorbat mit organischen Lösungsmitteln oder Lösungsmittelgemischen auszieht. Es gelingt überraschenderweise auf diesem Wege, unter Abtrennung vieler unwirksamer Verunreinigungen das Hormon quantitativ der Ausgangslösung zu entziehen und aus dem Adsorbat wieder zurückzugewinnen.
  • Als Lösungsmittel des Hormons bzw. der hormonhaltigen Extrakte verwendet man zweckmäßig Benzol, Toluol, Petroläther, Schwefelkohlenstoff oder ihre Gemische. Brauchbare Adsorptionsmittel sind Fullererde, Tonerde, Fasertonerde, Kieselgur, Silicagel, Kaolin, Calciumcarbonat, Kohle u. a.
  • Vorteilhaft führt man die Adsorption in völliger Abwesenheit von Feuchtigkeit unter Anwendung ganz trockener Lösungs- und Adsorptionsmittel aus.
  • Zur Herauslösung des Gelbkörperhormons aus den Adsorbaten eignen sich z. B. Äther, Alkohol, Aceton, Chloroform oder auch Lösungsmittelgemische, z. B. aus Methylalkohol und Petroläther.
  • Das neue Verfahren kann derart durchgeführt werden, daß man die hormonhaltige Lösung mit überschüssigem Adsorptionsmittel vermischt. Man kann aber auch letzteres fraktionsweise zugeben und die einzelnen Adsorbate für sich weiter behandeln. Auf diesem Wege lassen sich Verunreinigungen abweichendei#Adsorbierbarkeitaibtrennen. Das gleiche Ziel erreicht man auch dadurch, daß man die Lösung in einem langsamen Strome,. z. B. nach der Adsorptionsanalyse Von, W i s 1 i c e n u s (vgl. Zeitschrift für Cherriie: und Industrie der Kolloide, Bd.2 [igo8], 2. Supplementsheft, S. i i) oder der chromatographischen Methode von T s w e t t (vgl. Berichte der deutschen botanischen Gesellschaft, Bd.2q. [igo6], S.316 u: 38q.), durch eine Säule des Adsorptionsmittels ,durchführt und die einzelnen Schichten des Adsorbates gesondert auszieht. Die fraktionierende Behandlung kann auch zweckmäßig wiederholt werden.
  • Beispieli 15- eines nach G. W. Corner und W. M. A 11 e n (American Journal of Physiolo,py, Bd.88 [1g29], S.326) aus Gelbkörper dargestellten Auszuges werden in 30o ccm Schwefelkohlenstoff gelöst. Die Lösung wird mit 5o g Fullererde versetzt und gut durchgeschüttelt. Nach dem Abnutschen wäscht man mit insgesamt i5o ccm Schwefelkohlenstoff nach und behandelt die vereinigten Filtrate ein zweites Mal auf gleiche Weise mit Fullererde. Das Filtrat -liefert beim Ein-. dampfen ein dünnflüssiges Öl, ,das den Hauptteil des Ausgangsmaterials darstellt, aber völlig unwirksam ist. Die vereinigten Adsorbate zieht man zwei- bis dreimal mit je etwa 300 ccm eines Gemisches von Methylalkohoipetroläther (9 : i) aus, indem man sie unter kurzem Aufkochen durchschüttelt. Man saugt jeweils ab und wäscht mit dem Lösungsmittel nach. Beim Eindampfen der Auszüge verbleibt eine kleine Menge, einer stearinartigen Substanz, die sämtliches Gelbkörperhormon des ursprünglichen Extraktes enthält. Beispiele 15g eines nach :G. W. Corner und WM. A 11 e n (American Journal of Physiology, Bd.88 [192g], S.326) dargestellten und nach W. M. Allen (American Journal of Physiology, Bd.92 [193o}, S. 17q_) weiter gereinigten Auszuges werden in 450 ccln getrocknetem Petroläther gelöst. Die Lösung saugt man langsam durch eine mit Petroläther benetzte Säule von Fullererde. Hierauf wäscht man mit der gleichen Menge des Lösungsmittels nach. Das Filtrat ergibt eingedampft eine große Menge eines hellen, jedoch unwirksamen Öles. Das Adsorbat zieht man schichtenweise in der Wärme kurz aus, saugt jeweils ab, wäscht nach, zieht die einzelnen Rückstände nochmals auf gleiche Weise aus und vertreibt aus den erhaltenen Filtraten das Lösungsmittel. Das aus den obei°en Schichten gewonnene Präparat enthält die Gesamtmenge des Gelbkörperhormons des verwendeten Extraktes in Form einer stearinartigen Substanz.
  • Beispiel 3 i o g eines nach G. W. Corner und W. M. Allen (i. c.) aus Gelbkörper dargestellten Auszuges werden in i5o ccm Schwefelkohlenstoff gelöst und mit io g getrockneter Aktivkohle gut durchgeschüttelt. Dann saugt man ab, wäscht das Adsorbat mit 75 ccm Schwefelkohlenstoff nach und behandelt die gesammelten Filtrate auf gleiche Weise nochmals mit io g und schließlich mit 3 g Kohle. Die so erhaltene schwach gefärbte Lösung liefert beim Eindampfen ein den Hauptteil des Ausgangsmaterials darstellendes, aber völlig unwirksames Öl. Die vereinigten Kohleadsorbate zieht` man zweimal mit je, i 5o ccm eines Gemisches von Athylalkoholpetroläther (9:1) aus, indem man sie unter kurzem Auskochen kräftig durchschüttelt. Man saugt jeweils ab und wäscht mit 7 5 ccm des -warmen Lösungsmittelgemisches nach. Beim Eindampfen der vereinigten Auszüge bleibt eine kleine Menge einer stearinartigen Substanz zurück. Sie enthält das gesamte Gelbkörperhormon des Ausgangsextraktes.
  • Beispiel q. -5 g eines nach Beispiel i oder 2 vorgereinigten Präparates au8 Gelbkörper werden in 75 ccm Essigester gelöst und mit 5 g aktiver Kohle heftig durchgeschüttelt. Nach dem Abnutschen wäscht man mit dem Lösungsmittel nach und behandelt das Filtrat nochmals auf gleiche_ Weise; eindrittes Mal aber nur noch mit 2 g Kohle. Das Filtrat enthält bloß unwirksame Bestandteile des Ausgangsmaterials.
  • Zieht man nun die vereinigten -Kohleadsorbate während 3 Stunden im Soxlethapparat mit absolutem Alkohol aus, so liefert die gewonnene Lösung beim Eindampfen eine stearinartige, dunkle Masse, die ebenfalls unwirksam. ist. Bei nochmaliger 3stündiger Behandlung der Kohleadsorbate im Soxlethapparat mit einem Gemisch von 3-Volumteilen Chloroform, 4 Volumteilen Methanol und i Volumteil Petroläther gewinnt man aber beim Eindampfen des Auszuges eine kleine Menge eines leicht gefärbten Öles, das beim Stehen in -der Kälte erstarrt und sich als sehr stark wirksam erweist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Reinigung und Anreicherung des Gelbkörperhormons, dadurch gekennzeichnet, daß man Lösungen des Hormons, insbesonders rohe oder vorgereinigte Extrakte des Gelbkörpers, in mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmitteln oder Lösungsmittelgemischen mit einem oder mehreren Adsorptionsmitteln behandelt und das Hormon aus dem Adsorbat mit organischen Lösungsmitteln oder Lösungsmittelgemischen auszieht. a. Ausführungsform des Verfahrens nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Lösungen des Hormons einer fraktionierenden Adsorptionsbehandlung unterwirft. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach dem Patentanspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß man die fraktionierende Adsorptionsbehandlung wiederholt.
DEG82535D 1932-04-27 1932-04-30 Verfahren zur Anreicherung des Gelbkoerperhormons Expired DE652029C (de)

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