-
Vorrichtung zum Verstellen der Einlaßkettenwände an Spann- und Trockenmaschinen
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Verstellen der Einlaßkettenwände
an Spann- und Trockenmaschinen, die berücksichtigt, daß häufig die Ware den zur
Verstellung sonst üblichen Tastenangriff nicht verträgt. Neuerdings wird viel krumpffreie
Ware verlangt, die den Nadel- oder Kluppenketten ohne Längsspannung zugeführt werden
muß. Die Ware bleibt dabei schlapp und kann Taster oder andere mechanische Mittel
nicht mehr richtig beeinflussen. Viele Warenarten, z. B. Krepp, vertragen überhaupt
keine Berührung der Leisten durch Taster und Rollen.
-
Zur ausrichtenden Bewegung von Bahnware ist es bereits vorgeschlagen
worden, den Normallauf der Warenkanten zwischen zwei Lichtstrahlen zu halten, so
daß sie einen Lichtstrahl abdeckt, den anderen frei läßt. Zu jedem Lichtstrahl gehört
eine lichtempfindlicheZelle (Photozelle), die über rine Verstärkereinrichtung wirkt.
Änderungen des Einflusses der Lichtstrahlen auf die zugehörigen lichtempfindlichen
Zellen werden. über die Verstärker auf Relais übertragen und mechanisch zur Richtung
der Ware ausgewertet.
-
Bei einer zum Leiten laufender Bänder, insbesondere der Siebe und
Filze von Papiermaschinen bestimmten Bauart treten die von zwei Lichtquellen kommenden
Lichtstrahlen durch einen zum Warenlauf längs liegenden Schlitz hindurch und stellen
zwei miteinander einen Winkel bildende Lichtbündel dar. Durch Änderung des Abstandes
des Schlitzes von den Lichtquellen ist der Wirkungsbereich in bezug auf die Warenkante
beeinflußbar. Aber die Ware muß verhältnismäßig weit verlaufen, ehe nach der einen
Richtung die Ware das für gewöhnlich verdeckte Bündel freigegeben hat oder bei Verlauf
nach der anderen Richtung das für gewöhnlich unbeeinflußte Lichtbündel abgedeckt
hat. Es wäre infolgedessen die Einrichtung zum Verstellen der Einlaßwände an Spann-
und Trockenrhaschinen viel zu wenig empfindlich. Sie würde Kantenausschläge zulassen,
bei denen entweder die Ware gar nicht mehr von den Nadeln- oder Kluppenketten gefaßt
werden könnte, oder es müßten sehr breite Warenränder zugelassen werden, was die
Ware unbrauchbar macht oder zu ünschönern Aussehen führt, im Gegensatz zu Ware,
die mit Hand besser und genauer eingeführt werden könnte.
-
Die Aufgabe besteht somit für die Einführung der Ware auf Kluppen-
oder Nadelketten darin, die an sich bekannte Lichtbeeinflussung, also tastenlosen
Einfluß, so auszuwerten, daß nur geringe Ausschlagmöglichkeit bei leichtester Regelung
des Einflußbereiches auftreten kann.
-
Die Erfindung löst die gestellten Aufgaben dadurch, daß an den jeder
Warenkante zugeordneten, durch diese beeinflußbaren lichtempfindlichen Zellen als
Mittel zur Breiteneinstellung der für die Warenkante verfiigbaren neutralen Zone
zwei in Längsrichtung
der Ware verlaufende und quer dazu gegeneinander
und mit den Zellen und Lichtquellen verstellbare Schlitze angeordnet sind. Eine
neutrale Zone zwischen Lichtbündeln kemzt@ auch die bekannte Einrichtung, aber nur
bei schlechter Regelung und bei sich spreizenden, durch den gleichen Schlitz tretenden
Lichtbündeln. Mit den obengenannten Mitteln nach der Erfindung bedeutet jeder Regelangriff
Parallelverschiebung der beiden Strahlensende- und Strahlenaufnahmesysteme und somit
leichteste und genaueste Regelung der neutralen Zone. Die zu jeder Warenkante gehörenden
beiden Schlitze sind schmal zu halten und erlauben, auch stark lichtdurchlässige
Ware sicher zu führen, da schnell zum sicheren Anspielen der Sicherungseinrichtung
der nötige Unterschied zwischen hell und dunkel erreichbar ist.
-
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel dar. Abb. I zeigt den
Aufriß des Einlaßfeldes einer Spann- und Trockenmasehine mit der Vorrichtung nach
der Erfindung an jeder Warenkante. Die Abb. II, III und IV zeigen in größerer Darstellung
die Steuereinheit in drei verschiedenen Ansichten, wobei die Abb. II der Deutlichkeit
halber nur eine der beiden aus Scheinwerfer, Photozelle und Verstelleinrichtung
bestehenden Einheiten darstellt.
-
Die Ware a geht über Walzen b und c, tritt durch Lichtstrahlen
d und e und wird dann von der Spannkette f erfaßt. g ist eine Ketteneinführungswand,
lt eine Gestellwand der Spannmaschine, i die V erstellspindel der Wand g
und k ein Motor, der über die Räder l und nt die Spindel i in Rechts-
oder Linksumdrehung bringt, je nachdem der Motor von den Photozellen n oder .o Strom
bekommt. Der von den Photozellen it und o kommende Strom geht über Verstärker p
und r
nach dem Motor. Oberhalb der Photozellen o und n befinden sich Scheinwerfers
und vor denen sich ein Transformator v befindet.
-
Wie aus den Abb. III und IV zu entnehrnen ist, befinden sich in dem
Tische, über den die Ware beim Durchgang durch die Strahlen läuft, schmale Längsschlitze
w und x. Bei Normallage der Warenkante ist der Schlitz zu des Tisches bedeckt und
der Schlitz x frei. Wandert die Warenkante in die Stellung d I (Abb. IV), so ist
der Schlitz tv von Ware frei, und die darunterliegende Photozellen wird belichtet.
Im gleichen Augenblick steuert der Motor k die Einlaßwand g nach der Warenmitte
zu, so lange, bis der Schlitz w wieder von der Ware be-'ileckt ist. Verläuft die
Warenkante nach aII, so wird auch der Schlitz x bedeckt, und die . darunterliiegende
Photozelle o steuert über den Motor k und die Spindel i die Einlaßkettenwand g so
lange, bis der Schlitz x wieder frei von Ware ist.
-
Mit der aus den Abb.II und IV ersichtlichen Schraube H kann der Abstand
der Schlitze w und x voneinander und dann die Breite der zwischen ihnen liegenden
neutralen Zone verändert werden, so daß die Schaltung bzw. der Verlauf der Warenkante
verändert werden kann, bevor eine Verstellung der Einlaßwände erfolgt. Dies ist
ein ganz beachtlicher Vorteil bei Veränderung der Warengeschwindigkeiten der Spannmaschine
und bei nicht geraden Warenleisten.
-
Neigt gelegentlich die Einrichtung zum Pendeln, d. h. will die Warenkante
dauernd zwischen den Schlitzen w und x hin und her laufen, so hat
man nur die Schlitze weiter auseinanderzustellen, weil dann die Kettenwände, ehe
die Warenkante den Gegenschlitz erreicht, zum Stillstand kommen. Da man nicht dauernd
mit gleicher Ware zu rechnen hat, so kann man nicht von vornherein einen unter allen
Umständen Pendeln verhindernden Schlitzabstand wahren. Auch sind die Warenkanten
nicht immer gleich gut, und.es sollen die Warenränder von den Nadeln oder Kluppen
so knapp wie möglich und so gleichmäßig wie möglich erfaßt werden. Das ermöglicht
bei Anordnung der längs laufenden Schlitze deren gegenseitige Verstellbarkeit.