-
Saugvorrichtung für Glasblasemaschinen Die Erfindung betrifft eine
Saugvorrichtung zur Herstellung von Hohlglasgegen.ständen durch Einsaugen von geschmolzenem
Glas in eine Vorform.
-
Derartige Saugvorrichtungen sind in den verschiedensten Ausführungen
bekannt. Bei diesen bekannten Saugvorrichtungen erfolgt das Ansaugen des Glases
in die Vorform als auch das Absaugen der Luft durch die Stoßfugen der Formenhälften
durch eine einzige Saugleitung, die mit einem mit Kanälen versehenen Saugkopfe in
fester Verbindung steht. Diese bekannten Saugköpfe sind zumeist :in Doppelringform
gehalten und zum Betätigen der Kopfformpegel mit besonderen Bohrungen versehen.
Während die unteren Kanäle dieser Saugköpfe nur zum Luftabsaugen durch die Stoßfugender
Formenhälften dienen, müssen die oberen freiliegenden Kanäle mit Deckplatten abgedichtet
werden. Zur Übertragung der Saugwirkung aus den Hauptkanälen auf die inneren Formenteile
sind diese Deckplatten mit Kanälen versehen.
-
Es ist ferner bekannt, bei Saugblasemaschinen, bei denen das Absaugen
der Luft durch die Stoßfugen der Form erfolgt, die Vorformvorrichtung mit zwei voneinander
unabhängigen Leitungen zum Absaugen der Luft und zum Zuführen der Blaslüft zu versehen,
so daß, während durch die Stoßfugen der Formenhälften noch Luft abgesaugt wird,
bereits Luft in das Innere des Kübels eingeblasen werden kann. Durch die Erhitzung
der einzelnen Teile während der Arbeit können jedoch die verschiedenen Dichtungsstellen
an diesen Sangköpfen und Formenteilen nicht durch einfaches Auf- oder Gegeneinanderdrücken
so abgedichtet werden, wie dies für ein sicheres und gutes Arbeiten solcher Vorrichtungen
verlangt werden muß.
-
Der Hauptnachteil solcher Saugvorrichtungen besteht darin, daß eine
verhältnismäßig hohe Saugwirkung durch die Undichte während der Arbeit verlorengeht
und sich in fehlerhafter Mündungsausbildung und mangelhafter Glasverteilung bei
den hergestellten Glasgefäßen erkennbar macht. Auch muß die Temperatur des zu verarbeitenden
Glases äußerst gleichbleibend sein. Strengflüssiges Glas kann mit solchen Vorrichtungen
nicht verarbeitet werden.
-
Durch die vorliegende Erfindung sollen diese Nachteile beseitigt werden.
Gegenstand der Erfindung ist eine Dnppelsaugvorrichtung zum Ansaugen von geschmolzenem
Glase in eine Form, wobei jedoch das Absaugen der Luft durch die Stoßfugen der Formenhälften
unabhängig von dem Glaseinsaugen in die Vorform mittels des von der Kopfform aus
wirkenden Unterdrucks erfolgt. Das Glaseinsaugen in die Vorform erfolgt also durch
eine besondere Saugvorrichtung. Die Kanäle dieser Vorrichtungen sind so angeordnet,
das irgendwelche besondere Abdichtungen während der Arbeit nicht erforderlich sind.
Auch
stehen die Kanäle dieser Vorrichtungen in keinem Zusammenhange
und werden unabhängig voneinander betätigt. Hierdurch wird der Vorteil erreicht,
daß die.Stärke und Dauer des Luftabsaugens durch die Std fugen der Formen sowohl
wie durch die Kopfform der Art der jeweils herzustellenden' Glasgegenstände entsprechend
wahlweise aI-@ gestimmt werden kann.
-
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel dieser
Doppelsaugvorrichtung dargestellt.
-
Abb. i zeigt einen senkrechten Schnitt durch den Maschinen- und Saugkopf
nebst Kanälen in Verbindung mit :den Formenteilen.
-
Abb. 2 zeigt eine Teilansicht .der Antriebe der Saugventile und lotrechten
Schnitt durch das Doppelventilgehäuse.
-
Abb.3 zeigt einen waagerechten Schnitt durch die Vorform nebst an
sich bekannten Absaugkanälen.
-
Abb.4 zeigt eine Seitenansicht der Hebel und Nockenscheiben zur Betätigung
der Saugventile.
-
Der mit den Saugkanälen i und 2 versehene Maschinenkopf -3 (Abb. i)
wird an seinem oberen Teile durch eine mit Anschlußkanälen 4, 5 versehene Verschlußplatte
6 luftdicht verschlossen und steht mit dem am unteren Teile vorgesehenen Saugköpf
7 in fester Verbindung. Der Saugkopf 7 ist mit den zusammen verbundenen Kanälen
8 und 9 versehen, die mit den Kanälen io und ii des Kopfformträgers 12 in Verbindung
stehen. Die Vorformhälften 13 sind ebenfalls in bekannter Weise mit Absaugkanälen
14,15 versehen, die beim Vorformverschluß mit den Kanälen io und i i des Kopfformträgers
12 in Verbindung stehen. Durch die Kanalverbindungen 15, 14, io, 11, 9, 8, 1 mit
dem Anschlußkanal4 kann die von letzterem übertragene Saugwirkung nur zum Absaugen
der Luft durch die Stoßfugen 14 und 15 der Vorformhälften 13 verwendet werden.
-
Der Kanal 2 des Maschinenkopfes 3 (Abb. i) steht einerseits mit dem
Anschluß: kanal 5 der Verschlußplatte 6 und anderseits mit der Kammer 16 des Maschinenkopfes
3 und der Kammer 17 des Saugkopfes 7 in fester Verbindung. Die Kammer 17 des Saugkopfes
7 steht wiederum durch die Kopfformbohrung 18 mit der für die Glasaufnahme bestimmten
Vorforrnbohrung ig in Verbindung. Durch die Verbindung der Vorformbohrung 19 mit
der Kopfformbohrung 18, Kammer 17 und 16, Kanal 2 mit dem Anschlußkanal5 kann die
Saugwirkung des Kanals 5 nur zum Einsaugen von geschmolzenem Glase in die Vor- und
Kopfform verwendet werden.
-
Auf der im Maschinengestell 2o drehbar gelagerten Welle 21 sind die
Nockenscheiben 22, 23 und 24 fest angeordnet, die durch die Rollen 25, 26 und Rollenträger
27, 28 mit dem auf der Welle 2,9 beweglich gelagerten Doppelwinkelhebel 30, 31 in'
Eingriff stehen ;(S.;Abb. 2 und 4). Die Doppelwinkelhebel 30, 3.1 sind einerseits
mit dem Ausgleichgewichte 32 versehen und anderseits so ausgebildet, daß dieselben
als Druckhebel für die Ventile 33 und 34 dienen. Die Ventile 33, 34 sind in dem
mit dem Maschinengestell 2o verbundenen Doppelventilgehäuse 35 beweglich gelagert,
die durch Druckfedern 36, 37 selbsttätig geschlossen gehalten werden. Das Doppelventilgehäuse
35 steht mit der Hauptsaugleitung 38 und dem Doppelkammerstück 39 und 4o in fester
Verbindung. Das Doppelkammerteil 39 ist durch eine nicht näher aufgeführte Rohrverbindung
41 mit dem Anschlußkanal 4 des Verschlußdeckels 6' und das Kammerteil 4o durch Rohrverbindung
42 mit dem Anschlußkanal 5 des Verschlußdeckels 6 fest verbunden (s. Abb. i und
2).
-
Durch Drehen -der Welle 2i (Abb. 2 und 4) mit den Nockenscheiben 22,
24 werden durch deren Ansätze die Rollen'25, 26 von den Nokkenscheiben 22 bis 24
abgedrückt. Hierdurch werden ebenfalls die mit den Rollen 25, 26 in Verbindung stehenden
- Rollenträger 27, 28 und die nach aufwärts gerichteten Tragarme der Doppel#,vinkelhebel3o
und 31 nach auswärts und die als Druckhebel ausgebildeten Hebelarme nach abwärts
bewegt, wodurch die beiden Saugventile 33, 34 geöffnet werden.
-
Durch das Öffnen des Ventils 33 wird durch die Verbindung der Karrnmer
39 Rohrverbindung 41, Kanäle 4, 1, 8, 9, 10, 11, 14 und 15 die Saugwirkung
von der Hauptleitung 38 nur auf die Stoßfugen der V orform 13 übertragen. Durch
das Öffnen des Ventils 34 und durch die Verbindungen Kammer 4o, Rohrverbindung 42,
Kanäle 5 und 2, Kammer 16 und 17 und Formenbohrungen i8*und ig wird die Saugwirkung
aus dem Hauptsaugrohr 38 nur zum Einsaugen des Glases in die Formenbohrungen 18
und ig übertragen.
-
Um :die Dauer der Luftabsaugung durch die Stoßfugen der Vorform 13
am vorteilhaftesten auf die heräustellenden Glasgegenstände abstimmen zu können,
sind die Rollenträger 27 und 28 mit den Rollen 25 und 26 auf den Hebelarmen der
Doppelwinkelhebel 30, 31 und die Nockenscheiben 23 vermittels der Schrauben 43 und
Langlöcher 44 auf der Nockenscheibe 24 verstellbar angeordnet (Abb. 4).
-
Der im Maschinenkopfa3 beweglich angeordnete Pegelträger 45 mit dem
Pegel 46 wird durch nicht näher umschriebene Hebelübertragungen ebenfalls unabhängig
von den Saugvorrichtungen betätigt (Abb. i).