DE653229C - Abdichtung zwischen zwei sich gegeneinander bewegenden Teilen, bei der die Dichtung unter Zwischenschaltung eines Blaehkoerpers durch das abzudichtende Medium angepresstgehalten wird - Google Patents
Abdichtung zwischen zwei sich gegeneinander bewegenden Teilen, bei der die Dichtung unter Zwischenschaltung eines Blaehkoerpers durch das abzudichtende Medium angepresstgehalten wirdInfo
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- DE653229C DE653229C DEM128075D DEM0128075D DE653229C DE 653229 C DE653229 C DE 653229C DE M128075 D DEM128075 D DE M128075D DE M0128075 D DEM0128075 D DE M0128075D DE 653229 C DE653229 C DE 653229C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16J—PISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
- F16J15/00—Sealings
- F16J15/56—Other sealings for reciprocating rods
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- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
Es gibt bereits Abdichtungen zwischen zwei sich gegeneinander bewegenden Teilen,
z. B. Kolben im Zylinder, bei denen die Dichtung unter Zwischenschaltung eines Blähkörpers
durch das abzudichtende Medium angepreßt gehalten wird. Bei manchen Vorrichtungen
dieser Art besteht die Dichtung aus ,einem festen Körper, der schon wegen seiner Beschaffenheit
und wegen der naturgemäß ungleichen
»° Anpressung seiner verschiedenen Teile nicht immer in allen seinen Punkten an der abzudichtenden
Fläche anliegen kann und auf diese Weise den auseinanderzuhaltenden Medien mehr oder weniger leicht Durchlaß
bietet. Ferner können durch die Bewegung der Wandungen leicht Flüssigkeitsteilchen
mitgenommen werden. Endlich verursacht die Reibung der an die Wandungen angepreßten
festen Dichtung einen gewissen Energieverlust und einen Verschleiß der Dichtung,
die nach -einer verhältnismäßig kurzen Zeit ausgewechselt werden muß.
ErfindungsgemäJS besteht nun die Dichtung
aus einer Flüssigkeit oder einem Fett (einem Flud), wobei das Entweichen der· Flüssigkeit
o. dgl. zwischen den gegeneinander bewegten Flächen durch Lippen verhindert wird.
Durch diese Ausbildung der Abdichtung werden die Reibungen beseitigt, die zwischen
festen Körpern auf großen Flächen eintreten, es erübrigt sich die Auswechslung der Dichtungen,
denn bei etwaigem Schwund braucht nur Flüssigkeit oder Fett nachgefüllt zu werden,
und die federnd mit geringen Berührungsflächen anliegenden Lippen streichen die Flüssigkeit oder das Fett vor einem etwaigen
Entweichen ab und halten sie bzw. es zwischen dem Blähkörper und der Dichtungsfläche eingeschlossen, wodurch eine weit zuverlässigere
und vollkommenere- Abdichtung als mit den bisher bekannten Vorrichtungen erzielt wird.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, eine Flüssigkeit oder ein Fett als Dichtung zu benutzen,
doch bestehen bei den bisherigen Vorrichtungen zahlreiche Fugen zwischen den in Berührung befindlichen Flächen, durch die die
Flüssigkeit oder das Fett in das eine oder das andere der auseinanderzuhaltenden Medien
übertreten kann. Bei der Abdichtung gemäß der Erfindung werden die einzigen Stoßfugen
zwischen den gegeneinander bewegten Flächen durch Lippen gebildet, die die Flüssigkeit
o. dgl. abstreichen und am Entweichen verhindern.
Es ist auch schon vorgeschlagen worden, Lippen zu benutzen, die durch den Druck des
abzudichtenden Mediums an die abzudichten-
den Flächen angepreßt werden, doch kann die
Abdichtung selbstverständlich nicht so vollkommen erfolgen wie mit Hilfe eines mehr
oder weniger zähflüssigen Mittels, das weniger zähflüssige* Mittel am Entweichen durch
die Dichtung hindurch verhindert.
Die Fig. i, 2 und 3 der beiliegenden Zeichnung
veranschaulichen drei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes im Längsschnitt.
In der Ausführungsform nach Fig. 1 handelt
es sich darum, in einem Zylinder 1 ein Druckmittel, z. B. Preßluft, zurückzuhalten,
die in diesen Zylinder durch ein Ventil 2 eingeführt worden ist. Die Packung besteht aus
zwei zweckmäßig metallenen, mit Dichtlippen 30 und 31 versehenen Scheiben 3 und 4, zwischen
welchen ein strömendes Mittel S, z. B. Schmierfett, festgehalten wird. Ein mit der
Scheibe 3 -vereinigter Stift 6 durchquert eine Öffnung der Scheibe 4 und endet in einem
Gewindeteil, auf welchen eine Mutter 7 aufgeschraubt ist. Eine Hülse 8 dient dazu, um
zwischen sich und den Scheiben 3 und 4 einen verformbaren Blähkörper 9, der um den
Stift 6 herum eine Luftkammer 10 einschließt und beispielsweise aus Leder besteht, einzuspannen.
Ein im Stift 6 und in der Hülse 8 vorgesehener Kanal 11 stellt zwischen dem
Zylinder 1 und der Luftkammer 10 eine dauernde Verbindung her, so daß die im Zylin-.
der ι enthaltene Preßluft in die Kammer 10 eindringt und auf das strömende Mittel 5
über den verformbaren Blähkörper 9 einen Druck überträgt, der um so stärker ist, je
mehr die Luft verdichtet wird. Auf diese Weise wird das strömende Mittel kräftig gegen
die Wandungen des Zylinders 1 gedrückt, und die Abdichtung ist gesichert.
Die Dichtlippen 30 und 31 verhindern ein Entweichen des Fettes, und da sie einander
zugekehrt sind, werden die Fettablagerungen, die während des Kolbenspiels auf den Wandungen
eintreten, von ihren scharfen Rändern zurückgewonnen, so daß der Fettverbrauch
fast unmerklich ist.
Beim Beispiel nach Fig. 2 handelt es sich darum, in einem Zylinder 12 einen Unterdruck
zu unterhalten, indem der Zutritt von Außenluft in diesen Zylinder, in welchem ein
Kolben ϊ 3 spielen kann, verhindert wird. Die Dichtung besteht aus zwei mit Dichtlippen 32
und 33 versehenen Scheiben 14 und 15, die
auf die Wände des Zylinders 12 aufgeschraubt sind. Ein yerformbarer Blähkörper 16 ist
zwischen den Scheiben 14 und 15 sowie den Wandungen des Zylinders derart eingespannt,
daß zwischen dem verformbaren Blähkörper •16, den Scheiben 14 und 15 und dein Kolben
i.3 eine Kammer 18 gebildet wird, in welche
durch den in der Scheibe 14 vorgesehenen
x\bfüllkanal 17 irgendein geeignetes strömendes
Mittel, z. B. Schmierfett, eingeführt wird. Eine bzw. mehrere öffnungen 19 in der Wandung
des Zylinders 12 übertragen den Druck der Außenluft auf den Blähkörper 16 und
folglich auf das. in der Kammer 18 enthaltene Fett, welches auf diese Weise gegen den Kolben
13 gepreßt wird.
Beim Beispiel nach Fig. 3 handelt es sich darum, im Zylinder 20 einen höheren Druck
aufrechtzuerhalten, als er außerhalb dieses Zylinders herrscht. Zu diesem Zweck wird
zwischen den Zylindern 20 und den Kolben 21 eine Packung eingeschaltet, welche sich zusammensetzt
aus einer auf die Wandung des Zylinders 20 aufgeschraubten, mit einer
Dichtlippe 34 versehenen ersten Scheibe 22, einer auf dem Kolben 21 geführten, in einer
Ausnehmung 24 des Zylinders 20 frei verstellbaren und mit einer Dichtlippe 35 versehenen
zweiten Scheibe 23 und schließlieh aus einem an den beiden Scheiben 22 und 23
befestigten verformbaren Blähkörper oder einem metallenen Balg 25. Auf diese Weise
wird zwischen dem Balg 25, den beiden Scheiben 22 und 23 und dem Kolben 21 eine Kammer
26 eingeschlossen. Ein strömendes Mittel, z. B. Schmierfett, kann in diese Kammer
26 eingeführt werden, und der im Zylinder 20 herrschende Druck überträgt sich über die
Ausnehmung 24 auf den metallenen Balg oder Blähkörper 25 und somit auf das in der Kammer
26 enthaltene strömende Mittel, welches er kräftig gegen den Kolben 21 preßt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Abdichtung zwischen zwei sich gegeneinander bewegenden Teilen, z.B. Kolben im ioo Zylinder, bei der die Dichtung unter Zwischenschaltung eines Blähkörpers durch das abzudichtende Medium angepreßt gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung aus einer Flüssigkeit oder einem Fett (einem Flud) ( 5, 18, 26) besteht, wobei das Entweichen der Flüssigkeit 0. dgl. zwischen den gegeneinander bewegten Flächen (1, 3; 12,15; 23>2I) durch Lippen (30 bis 35) verhindert wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR653229X | 1934-01-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE653229C true DE653229C (de) | 1937-11-18 |
Family
ID=9005742
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM128075D Expired DE653229C (de) | 1934-01-09 | 1934-07-15 | Abdichtung zwischen zwei sich gegeneinander bewegenden Teilen, bei der die Dichtung unter Zwischenschaltung eines Blaehkoerpers durch das abzudichtende Medium angepresstgehalten wird |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE653229C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1202081B (de) * | 1960-04-29 | 1965-09-30 | Daimler Benz Ag | Abdichtung von Kolben fuer hydraulische Stellmotoren von Kraftfahrzeug-Verstelleinrichtungen |
| DE1300746B (de) * | 1959-12-21 | 1969-08-07 | Nat Res Dev | Kolben fuer schnellaufende Kolbenmaschinen |
-
1934
- 1934-07-15 DE DEM128075D patent/DE653229C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1300746B (de) * | 1959-12-21 | 1969-08-07 | Nat Res Dev | Kolben fuer schnellaufende Kolbenmaschinen |
| DE1202081B (de) * | 1960-04-29 | 1965-09-30 | Daimler Benz Ag | Abdichtung von Kolben fuer hydraulische Stellmotoren von Kraftfahrzeug-Verstelleinrichtungen |
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