DE653310C - Steuerventil fuer selbsttaetige Druckluftbremsen - Google Patents
Steuerventil fuer selbsttaetige DruckluftbremsenInfo
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- DE653310C DE653310C DESCH97574D DESC097574D DE653310C DE 653310 C DE653310 C DE 653310C DE SCH97574 D DESCH97574 D DE SCH97574D DE SC097574 D DESC097574 D DE SC097574D DE 653310 C DE653310 C DE 653310C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T15/00—Construction arrangement, or operation of valves incorporated in power brake systems and not covered by groups B60T11/00 or B60T13/00
- B60T15/02—Application and release valves
- B60T15/18—Triple or other relay valves which allow step-wise application or release and which are actuated by brake-pipe pressure variation to connect brake cylinders or equivalent to compressed air or vacuum source or atmosphere
- B60T15/24—Triple or other relay valves which allow step-wise application or release and which are actuated by brake-pipe pressure variation to connect brake cylinders or equivalent to compressed air or vacuum source or atmosphere controlled by three fluid pressures
- B60T15/30—Triple or other relay valves which allow step-wise application or release and which are actuated by brake-pipe pressure variation to connect brake cylinders or equivalent to compressed air or vacuum source or atmosphere controlled by three fluid pressures with a quick braking action
- B60T15/302—Railway control or brake valves with evacuation of air to a reservoir, to the atmosphere or to the brake cylinder
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Description
Die bis jetzt vorhandenen direkt wirkenden Druckluftbremsen können in bezug auf
ihre Unerschöpflichkeit in zwei Klassen unterteilt werden, nämlich:
i. die relativ unerschöpflichen Druckluftbremsen, bei denen die Dauer ihrer ununterbrochenen Wirkung von der Dichtigkeit der Steuerkainnier abhängig ist, und
i. die relativ unerschöpflichen Druckluftbremsen, bei denen die Dauer ihrer ununterbrochenen Wirkung von der Dichtigkeit der Steuerkainnier abhängig ist, und
2. vollkommen unerschöpfliche Druckluftbremsen, bei denen die Dauer ihrer ununterbrochenen
Wirkung auf der Beständigkeit eines dritten steuernden Druckes (anstatt
des Steuerkammerdruckes) beruht, welcher gewöhnlich durch eine Feder verwirklicht
wird.
Das Grundkennzeichen der ersten Klasse dieser Bremsen bildet die Möglichkeit der
Wirkung der Bremse bei beliebigem Ladedruck und des Überganges von dem Höchstladedruck
bis auf den niedrigsten ohne Anlegen der Bremsklötze, was den internationalen Bedingungen für die Druckluftbremsen vollständig
entspricht.
Die Druckluftbremsen der zweiten Klasse weisen wohl die absolute Unerschöpflichkeit
auf, besitzen aber diese Eigenschaft nicht und arbeiten normal nur bei dem Anfangsladedruck,
für welchen gewöhnlich die Feder berechnet ist, und kommen selbsttätig zur Wirkung beim Übergang auf den niedrigsten
Ladedruck, was den internationalen Bedingungen nicht entspricht. Den Gegenstand der Erfindung bildet nun eine Druckluftbremse,
welche bei beliebiger Wirkungsdauer absolute ^ Unerschöpflichkeit und zugleich
auch die Möglichkeit gibt, bei beliebigem Anfangsladedruck normal zu arbeiten und
langsam von dem Höchstladedruck bis auf den niedrigsten Druck ohne selbsttätiges Anlegen
der Bremsklötze überzugehen.
Zu diesem Zweck ist in der vorliegenden Druckluftbremse das Hauptorgan in der
Weise gestaltet, daß es stets in der Steuerkammer selbsttätig einen gegenüber dem
Ladedruck entsprechend erniedrigten Druck einstellt 'und daraufhin während des Bremsvorganges,
insofern dieser Druck erniedrigt wird, derselbe auf Kosten des Hauptleitungsdruckes mittels eines Reglers aufrechterhalten
werden kann.
In der Zeichnung zeigt die Abb. 1 die Druckluftsteuerung gemäß der Erfindung mit
fest verbundenen Kolben (oder Membranen) und einem Schieber,
Abb. 2 bis 5 die verschiedenen Schieber-Stellungen.
Die Vorrichtung besteht aus:
a) einem Hauptorgan, welches durch zwei untereinander starr verbundene Kolben 7,8
gebildet ist. Diese Kolben bilden drei Kam-
mern, und zwar: ι. die SteuerkammerC,
2. die Bremskammer T, welche stets mit dem Bremszylinder verbunden ist, und 3. die
KammerM des Hauptleitungsdruckes; das Hauptorgan steuert den Schieber 25.
b) dem Hauptleitungsorgan, welches aus dem Kolben 11 und dem Schieber 19 besteht,·
und
c) dem Regler, der aus dem durch die Feder 1 belasteten Kolben 2' besteht und den
Schieber 3 steuert.
Die Wirkungsweise der Druckluftsteuerung besteht nun im folgenden.
Ladung der Bremse
Die Luft strömt aus der Hauptleitung durch den Kanal· 17 unter den Kolben 11 und
bringt ihn in seine äußerste Lösestellung. Außerdem gelangt die Luft aus der» Hauptleitung
über den Kanal 10 des Schiebers 19 in die Kammer M und bringt das Kolbensystem
7, 8 ebenso wie den Schieber 25 in die linke Lage (Abb. 2). Daraufhin strömt die Luft aus dem über das Rückschlagventil
23 gefüllten Hilfsluftbehälter über die Kammer des Schiebers 25 durch den Kanal 22 in
die Kammer C.
Da die Kolbenfläche von der Seite der Kammer C entsprechend größer als diejenige
von der Seite der Kammer M ist, so wird sich in der Kammer C ein entsprechend
kleinerer Druck als der Druck der Kammer M bzw. der Hauptleitung selbsttätig einstellen.
Wird aus irgendeinem Grunde der Druck in der Kammer C bzw. der Hauptleitung höher,
als er dem Verhältnis dieser Kolbenflächen entspricht, ansteigen, so werden die Kolben
sich nach rechts verschieben und den. Schieber 25 in d|e Lage des Austrittes der überschüssigen
Luft aus der Kammer C einstellen (Abb. 4). Dabei entweicht die überschüssige
Luft aus der Kammer C nach außen über die Kanäle 24 und 20.
Somit wird in der Kämmer C bei belie bigem
Druck in der Kammer M1 d. h. bei beliebigen Ladedruck, selbsttätig ein entsprechend
niedrigerer Druck eingestellt und durch das Hauptorgan im Ladezustande in
dieser Kammer in der einen bzw. anderen Richtjung aufrechterhalten, je nach der
Notwendigkeit bzw. in Abhängigkeit von etwaigen Luftverlusten.
Da in dieser Lage der Schieber 25 den Bremszylinder und folglich auch die Kammer
T mit der Außenluft verbindet, so nimmt der Druck der Kammer T an diesem Gleichgewicht
keinen Anteil. Infolge des Vorhandenseins irgendeines Druckes in der Kammer C, welcher, wie bereits erwähnt, nied-
riger als der Ladedruck ist, drückt der Kolben 2 des Reglers mit seinem Schieber 3
die Feder ι bis zu diesem Drucke zusammen und verbleibt in dieser Lage. Somit wird in
dem Ladezustande unter dem Hauptleitungskolbenii,
in der Kammer M, in dem Hilfsluftbehälter und in der Kammer des Schie-
;bejE*s25 der Hauptleitungsdruck, in der Kam-
-inerC ein in bezug auf denselben entsprechend
erniedrigter Druck, welcher während des Ladevorganges und der Unwirksamkeit der Bremse durch das Hauptorgan selbsttätig
aufrechterhalten wird, und in der Kammer T der Atmosphärendruck eingestellt,
während die Feder 1 des Reglers entsprechend dem Luftdruck in der Kammer C gespannt
wird.
Bei langsamem Druckabfall in der Hauptleitung, z. B. ι Atm. in 3 Min., wird die
Bremse, ohne zur Wirkung zu kommen, auf den niedrigsten Ladedruck gebracht.
Die Luft beginnt aus der Kammer M in die Hauptleitung nach dem Kanal ι ο des Schiebers
19 zurückzuströmen, ohne auf den Kolben 11 einen für seine Verschiebung nach
unten erforderlichen Druck zu schaffen. Während des langsamen Druckabfalles in der
Kammer M wird das Gleichgewicht von der Kammer C aus gestört, und die Kolben 7, 8
mit dem Schieber 25 verschieben sich langsam nach rechts. Schon beim Beginn der
Bewegung des Schiebers 25 wird sein Kanal 24 mit dem Kanal 22 verbunden, nach welchem
die Luft aus der Kammer C nach außen auszuströmen beginnt, und zwar entsprechend
dem- Druckabfall in der Kammer M. Auf diese Weise fällt der Druck in der Kammer C beim Übergang auf den niedrigsten
Ladedruck, indem er seine Größe in bezug auf den Druck in der Kammer M behält. Dabei
kommt die Bremse nicht zur Wirkung. Der Schieber^ des Reglers verschiebt sich
dabei nach unten. Obwohl dabei sein Ventil 6 geöffnet ist; wird doch das andere an dem
Hauptschieber 25 mündende Ende des Kanals 4 durch den letzteren überdeckt.
Nimmt in der Hauptleitung der Luftdruck
schnell ab, so beginnt die Luft nicht aus der Kammer M nach dem engen Kanal ι ο in die
Hauptleitung zurückzuströmen, sondern der Kolben 11 bewegt sich unter dem Überdruck xio
nach unten und verbindet durch den Kanal 9 des Schiebers 19 die Kammer mit dem Bremszylinder.
Infolgedessen nimmt der Druck in der Kammer M schnell ab, und die Kolben 7, 8
verschieben sich zusammen mit dem Schieber 25 nach rechts. Da die Öffnung 24 sehr
schmal ist, so passiert der Schieber die Öffnung 22, ohne daß dabei in der Kammer C
der Druck beträchtlich abnimmt.^ Nach dieser
Verschiebung des Schiebers 25 ist der Luftaustritt aus der Kammer C in die Außen-
luft geschlossen, während die beiden äußersten linken. Kanäle 4 und 26 geöffnet werden.
Die Luft beginnt aus dem Hilfsluftbehälter durch die Kammer des Schiebers 25, den
Kanal 26, die Kammer M und weiter durch den Kanal 9 .des Schiebers 19 in den Bremszylinder
überzuströmen (Abb. 3). Da der Querschnitt des Kanals 26 kleiner als der
des Kanals 9 ist, so wird während des Überströ-mungsvoirganges
der Druck in der Kammer M weiter abnehmen. Da aber in der abgeschlossenen
Kammer C der ursprüngliche Ladedruck geblieben ist, wird der anwachsende Druckunterschied zwischen der KammerC
und Kammer M durch den in der Kammer T entstehenden Bremszylinderdruck aufgehoben.
Hat der Druck in der Kammer M bis auf den Hauptleitungsdruck abgenommen, so wird
der Hauptleitungskolben 11 sich nach oben verschieben und durch den Schieber 19 die
Verbindung zwischen der Kammer M uod dem Bremszylinder unterbrechen. Im nächsten
Moment wird der Druck der Kammer T den Druck des Hauptorganes ausgleichen,.
und der Schieber 25 wird die Überdeckungslage nach Abb. 5 einnehmen.
Es ist somit nach dem Vorstehenden klar, daß beim Vorhandensein des Druckes in der
Hauptleitung die Brems dauer nur von der Beständigkeit des Druckes in der Kammer C
abhängt, weil dabei stets die Speisung des Bremszylinders gesichert ist, und zwar wird
bei einer Abnahme des Bremszylinderdruckes und folglich des Druckes in der Kammer T das
Gleichgewicht des Hauptorgans in der Richtung nach rechts gestört, der Schieber 25
öffnet den Kanal 26, und die Druckluft strömt in den Bremszylinder und die Kammer T und
stellt wiederum das Gleichgewicht des Hauptorgans her.
Um eine vollständige Unerschöpflichkeit der Bremse zu erreichen, ist es also erforderlich,
den Druck in der Kammer C aufrechtzuerhalten. Dies wird eben durch den Regler
mit dem Schieber 3 und das Ventil 6 besorgt, und zwar wie folgt:
Nimmt infolge der Luftentweichungen der Druck in der Kammer C ab, so öffnet der
Kolben 2 unter dem Druck der Feder 1 das 5<*
Ventil 6, und Hilfsbehälterluft speist die Kammer C über den Kanal 4. Da aber der Hilfsluftbehälter
durch das Rückschlagventil aus der Hauptleitung gespeist wird, kann der Regler die Kammer C beliebig lange speisen
und macht somit die Bremse unerschöpflich.
Zum Lösen der Bremse muß der Hauptleitungsdruck bis auf den ursprünglichen
Druck gesteigert werden. Dann wird auch der Druck in der Kammer M, wie oben beschrieben,
bis auf den normalen Druck zunehmen, das Gleichgewicht des Hauptorgans wird in der Richtung nach links gestört, und
letzteres nimmt die in der Abb. 1 gezeigte Löselage ein, bei welcher die Luft aus dem
Bremszylinder und der Kammer T nach außen entweicht. Die Bremse bekommt dabei wieder
die Möglichkeit, von dem höchsten Ladledruck auf den niedrigsten bei langsamer Abnahme des Hauptleitungsdruckes überzugehen.
Die Ventile 12,. 15 und die Feder 13 beziehen
sich auf das Notbremsen, welches in der vorliegenden Patentschrift nicht beschrieben
wird.
Claims (1)
- Patentanspruch :Steuerventil für selbsttätige Druckluftbremsen für Eisenbahnen mit einem durch den Druck einer Steuerkammer, der Hauptleitung und des Bremszylinders beeinflußten Hauptsteuerorgan, dadurch gekennzeichnet, daß der proportional gegenüber dem Ladedruck erniedrigte Druck in der Steuerkammer während der Ladung und des gelösten Zustandes der Bremse ausschließlich durch das Hauptsteuerorgan eingestellt und überwacht wird und der während der Wirkung der Bremse durch das Hauptsteuerorgan bereits eingestellte Druck durch einen an sich bekannten Federdruckregler nur aufrechterhalten wird. #Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH97574D DE653310C (de) | 1932-04-23 | 1932-04-23 | Steuerventil fuer selbsttaetige Druckluftbremsen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH97574D DE653310C (de) | 1932-04-23 | 1932-04-23 | Steuerventil fuer selbsttaetige Druckluftbremsen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE653310C true DE653310C (de) | 1937-11-20 |
Family
ID=7446166
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH97574D Expired DE653310C (de) | 1932-04-23 | 1932-04-23 | Steuerventil fuer selbsttaetige Druckluftbremsen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE653310C (de) |
-
1932
- 1932-04-23 DE DESCH97574D patent/DE653310C/de not_active Expired
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