DE653593C - Einrichtung zur Erzielung einer von der Geschwindigkeit des fahrenden Zuges linear abhaengigen Beeinflussung von durch den Zug zu steuernden Vorrichtungen, Signalen o. dgl., insbesondere fuer die Einschaltung von UEberwegsignalanlagen - Google Patents
Einrichtung zur Erzielung einer von der Geschwindigkeit des fahrenden Zuges linear abhaengigen Beeinflussung von durch den Zug zu steuernden Vorrichtungen, Signalen o. dgl., insbesondere fuer die Einschaltung von UEberwegsignalanlagenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L29/00—Safety means for rail/road crossing traffic
- B61L29/24—Means for warning road traffic that a gate is closed or closing, or that rail traffic is approaching, e.g. for visible or audible warning
- B61L29/28—Means for warning road traffic that a gate is closed or closing, or that rail traffic is approaching, e.g. for visible or audible warning electrically operated
- B61L29/288—Wiring diagram of the signal control circuits
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Description
Es sind bereits Einrichtungen bekannt, bei denen die Größe der Ladung, die ein
Kondensator über einen geschlossenen Kontakt in einer bestimmten Zeit ■ erhält, als
Maßstab für die Länge des Kontaktschlusses benutzt wird. Dieses Verfahren wird beim
Messen der Fahrgeschwindigkeit von Zügen, der Schaltgeschwindigkeit von elektrischen
Apparaten u. dgl. angewendet. Dieses Verfahren wird angewendet-, um bei Überwegsignalanlagen
zu erreichen, daß bei langsamer ■ fahrenden Zügen das Warnsignal entsprechend
der geringeren Geschwindigkeit des Zuges später eingeschaltet wird als bei
schnell fahrenden Zügen. Die Einschaltstelle ist hierbei so angeordnet, daß der schnellste
Zug keine Verzögerung der Einschaltung des Warnsignals bewirkt. Am besten wäre«s hierbei,
wenn sich die Verzögerung der Warnlichteinschaltung linear mit de* verschiedenen
Geschwindigkeit der Züge ändern würde. Dies ist jedoch bei Verwendung eines Kondensators
für den genannten Zweck zunächst nicht zu erreichen. Bei einem Kondensator
besteht keine Proportionalität zwischen Aufladezeit und Ladung, d. h. die Elektrizitätsmenge, -die ein Kondensator innerhalb einer
bestimmten Zeit aufnimmt, ist z. B. nicht !unabhängig von der Länge des Kontaktschlusses,
sondern auch davon, wie groß die Ladung des Kondensators jeweils ist, also wie hoch die von ihm angenommene Gegenspannung
gegenüber der aufgedrückten Spannung ist.
Die Erfindung beseitigt diesen Mangel dadurch, daß außer dem durch die Entladung
des Kondensators eingeschalteten Relais ein zweites nach einer der Kennlinie der Abfallverzögerung
des ersten Relais entgegengesetzten Abfallverzögerungskennlinie arbehendes und von dem ersten abhängiges
Gegenrelais angeordnet ist, durch das die zu steuernde Vorrichtung eingeschaltet wird, so
daß die Einschaltung der zu steuernden Vorrichtung nach einer aus den Abfall verzögerungskennlinien
der beiden Relais entstehenden, linear' von der Geschwindigkeit des
Zuges abhängigen Abfallverzögerungskennlinie erfolgt.
Der Erfindungsgegenstand ist in den Ab-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Günter Lenis in Berlin-Grunewald.
bildüngen beispielsweise erläutert, und zwar
zeigt
Fig. ι einen Radtaster,
Fig. 2 die Schaltung für die Geschwindfg-i keitsmessung bzw. die Steuerung einer Signalvorrichtung, beispielsweise eines Über-' wegsignals,
Fig. 2 die Schaltung für die Geschwindfg-i keitsmessung bzw. die Steuerung einer Signalvorrichtung, beispielsweise eines Über-' wegsignals,
Fig. 3 ein Schaubild für die Ladungsmenge und die Abfallverzögerung des Kondensators,
ίο Fig. 4 die Abfallverzögerung eines Relais,
Fig. 5 die Abhängigkeit zwischen-Befahrungszeit des Radtasters und Einschaltung
des Relais.
Angenommen, als Schienenkontakt wird ein Radtaster gemäß Fig. ι verwendet, bei
dem sechs Federn der Reihe nach betätigt werden.
Beim Befahren der ersten Kontaktfedern i,
2, 3, 4 wird der Kondensator C über einen
Widerstand R geladen. Je nach der Länge der Befahrung erhält der Kondensator mehr
oder weniger Ladung. Sobald nun die Kontakte 5, 6 durch Befahren der entsprechenden
Federn geschlossen werden, zieht das Relais 8 an und legt den Kontakt 8r um. Hierbei
wird der Kondensator C von der Stromquelle abgetrennt, und das Relais 8 hält sich
selbst. Nachfolgende Achsen können also eine erneute Ladung des Kondensators C
nicht bewirken. Der Kondensator entlädt sieh nun über das Relais 7, wobei die Zeit,
die das Relais angezogen bleibt, nicht proportional der Befahrungszeit ist, sondern proportional
der Ladekurve des Kondensators. In Fig. 3 stellt die Kurve Ä die Ladungsmenge
im Kondensator und die Kurve B die Abfallverzögerung des durch den Kondensator
gespeisten, z. B. parallel zu ihm liegenden Relais 7 in Abhängigkeit der Befahrungszeit
des Radtasters dar. Hierbei ist auf der Waagerechten jeweils die Befahrungszeit des
Radtasters (Ladezeit des Kondensators) und auf der Senkrechten die Ladung des Kondensators
(Kurvet) und die Verzögerungszeit für das Arbeiten des Relais (Kurve B
für das Relais 7, Kurve D für das Relais 9) aufgetragen. Um eine lineare Abhängigkeit
zwischen der Befahrungszeit des Radtasters und der Einschaltung der Signalvorrichtung
zu erhalten,, wird nun dem Relais 7, dessen Abfallverzögerung durch die Kurve B in
Fig. 3 gegeben ist, ein Relais 9 entgegengeschaltet, dessen Abfallverzögerung durch
die Kurve D nach Fig. 4 gegeben ist. Der Verlauf dieser Kurve D ist umgekehrt proportional dem Verlauf der Kurve B gestaltet
und ergibt sich aus folgender Überlegung: Der Kondensator nimmt zuerst je Zeiteinheit
eine sehr große Ladungsmenge auf, die dann nach einer Exponentialkurve abnimmt entsprechend
der steigenden Gegenspannung des Kondensators. Das von ihm unmittelbar gespeiste
Relais hat also bei kurzen Kontaktzeiten (hohen Fahrgeschwindigkeiten) eine »entsprechend höhere Abfallverzögerung. Dementsprechend
muß das Gegenrelais bei kurzen "ßetätigungszeiten eine kleine Abfallverzögerung
haben, die dann bei längeren Betätigungszeiten exponentiell ansteigen muß.
Diese Bedingung läßt sich mit den verschiedensten Relais erfüllen. Im Endergebnis ergibt sich dann eine lineare Abhängigkeit zwischen
der Befahrungszeit des Radtasters und der Einschaltung des Signalsteuerrelais nach
Fig. 5.
Die Gegeneinanderschaltung der beiden Relais erfolgt dadurch, daß durch das 'Relais 7 über einen Kontakt 71 das Relais 9 ein- '
geschaltet wird. Erst dieses Relais 9 schaltet nun über seinen Kontakt 91 das Signalsteuerrelais'i
5 ein, durch das die Signaleinrichtung betätigt wird. Will man 'als Gegenrelais
ein Quecksilberschaltrelais verwenden, so kann zweckmäßig ein Relais zur Anwendung
kommen, bei dem durch entsprechende Gestaltung der Überlauföffnung die gewünschte
Charakteristik der Abfallverzögerung nach Fig. 4 erzielt wird.
Die durch die Erfindung beabsichtigte Wirkung kann auch durch andere Vorrichtungen
herbeigeführt werden. Man kann z. B. den Anker eines Drehmagnetsystems zu Anfang seiner Bewegung hemmen und diese
Hemmung mit fortschreitender Ankerbewegung abnehmen lassen, während die Rücklaufzeit
und damit die Abfallverzögerung proportional dem Wege ist, den der Anker
beim Hinlauf zurückgelegt hat.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Einrichtung zur Erzielung einer von der Geschwindigkeit des fahrenden Zuges linear abhängigen Beeinflussung von durch den Zug zu steuernden Vorrichtungen, Signalen o. dgl., insbesondere für die Einschaltung von Überwegsignalanlagen, wobei ein Kondensator durch Befahren von Schienenkontakten, Radtastern o. dgl. geladen wird und seine Ladung an ein Relais abgibt, dadurch gekennzeichnet, daß außer dem durch die Entladung des Kondensators (C) eingeschalteten Relais (7) ein zweites nach einer der Kennlinie der Abfallverzögerung (B) des ersten Relais (7) entgegengesetzten Abfallverzögerungskennlinie (D) arbeitendes und von dem ersten abhängiges Gegenrelais (9) angeordnet ist, durch das die zu steuernde Vorrichtung (15) eingeschaltet wird, so daß die Einschaltung der zu steuernden Vorrichtung (15) nach einer aus den Abfall Verzögerungskennlinien der beiden Re-lais (7, 9) entstehenden, linear von der Geschwindigkeit des Zuges abhängigen Abfallverzögerungskennlinie (Fig. 5) erfolgt.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Gegenrelais(9) ein Quecksilberschaltrelais mit einer der Kennlinie des Kondensators (C) bzw. des ersten Relais (7) entgegengesetzten Kennlinie (D) entsprechend gestalteten .Überlauföffnung verwendet wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV32899D DE653593C (de) | 1936-06-14 | 1936-06-14 | Einrichtung zur Erzielung einer von der Geschwindigkeit des fahrenden Zuges linear abhaengigen Beeinflussung von durch den Zug zu steuernden Vorrichtungen, Signalen o. dgl., insbesondere fuer die Einschaltung von UEberwegsignalanlagen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEV32899D DE653593C (de) | 1936-06-14 | 1936-06-14 | Einrichtung zur Erzielung einer von der Geschwindigkeit des fahrenden Zuges linear abhaengigen Beeinflussung von durch den Zug zu steuernden Vorrichtungen, Signalen o. dgl., insbesondere fuer die Einschaltung von UEberwegsignalanlagen |
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| DE653593C true DE653593C (de) | 1937-11-27 |
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Family Applications (1)
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| DEV32899D Expired DE653593C (de) | 1936-06-14 | 1936-06-14 | Einrichtung zur Erzielung einer von der Geschwindigkeit des fahrenden Zuges linear abhaengigen Beeinflussung von durch den Zug zu steuernden Vorrichtungen, Signalen o. dgl., insbesondere fuer die Einschaltung von UEberwegsignalanlagen |
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|---|---|
| DE (1) | DE653593C (de) |
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1936
- 1936-06-14 DE DEV32899D patent/DE653593C/de not_active Expired
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