DE653630C - Vorrichtung zum Fuellen von Behaeltern mit stueckigem Gut, insbesondere von liegenden Zellstoffkochern mit Schnitzeln - Google Patents

Vorrichtung zum Fuellen von Behaeltern mit stueckigem Gut, insbesondere von liegenden Zellstoffkochern mit Schnitzeln

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DE653630C
DE653630C DEP73152D DEP0073152D DE653630C DE 653630 C DE653630 C DE 653630C DE P73152 D DEP73152 D DE P73152D DE P0073152 D DEP0073152 D DE P0073152D DE 653630 C DE653630 C DE 653630C
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filling
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filling containers
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C7/00Digesters
    • D21C7/06Feeding devices

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  • Paper (AREA)

Description

Beim Füllen von Zellstoffkochern wird größter Wert auf die Erreichung einer möglichst großen Fülldichte gelegt, um eine Höchstausnutzung des vorhandenen Kocherraumes zu erreichen..
Ursprünglich stampfte man die Schnitzel nach Einschüttung in den Kocher von, Hand oder mittels Preßluftstampfwerkzeugen. Es fehlte dann auch nicht an Versuchen, selbsttätige Kocherfüllvorrichtungen zu schaffen. So benutzte man in oder frei unterhalb der Kocherfüllöffnung angeordnete rotierende bzw. feststehende, radial nach innen oder außen bzw. schräg nach unten gerichtete Dampf-, Luft-.oder Flüssigkeitsströme bzw. rotierende Flügel mit senkrecht stehender Achse, die meist von dem Gesichtspunkt ausgehen, das Füllgut in Form eines Rotationskörpers mit senkrechter Achse in den Kocher zu schleudem oder fallen zu lassen.
Ferner ist es bekannt, Schleuderräder, mit waagerechter Achse zu benutzen und diese ob er halb der Kocherfüllöffnung anzuordnen, und zwar zum Zweck, dem Füllgut eine zur FaIlgeschwindigkeit zusätzliche Geschwindigkeit zu erteilen, wozu außerdem noch die Kapselung derartiger Systeme in Gehäusen notwendig war.
Bei liegenden Kochern, deren Achse also waagerecht Hegt, ist jedoch durch diese Füllvorrichtungen ein einwandfreies Füllen nicht zu erreichen, da liegende Kocher im allgemeinen zwei Füllöffnungen besitzen, wodurch zwei nebeneinanderliegende Füllkegel entstehen, die einen toten Raum schaffen, in welchem das Füllgut nur lose gelagert ist. Zwar hat man schon zum Zwecke der Füllung liegender Kocher das senkrecht einströmende Füllgut durch im Kocher unter den Füllöffnungen angeordnete Prallflächen unter Zuhilfenahme von Luft-, Dampf-, Gas- oder Flüssigkeitsströmen abzulenken versucht. Hierbei besteht jedoch der Nachteil, daß die Strömungsgeschwindigkeit des Füllgutes, insbesondere bei waagerechter Anordnung der PrallfLächen, die übrigens auch um die senkrechte Achse der Füllöffnung drehbar angeordnet sein können, außerordentlich stark gehemmt wird, wodurch sich die Fülldichte insbesondere bei nahezu voUem Kocher derartig stark vermindert, daß ein Nachstampfen von Hand sich nicht vermeiden läßt.
Die vorliegende Erfindung soll diesen Mangel beseitigen und besteht darin, daß das um eine waagerechte Achse umlaufende Schleuderrad der Füllvorrichtung frei unterhalb der Behälterfüllöffnung angeordnet und um deren senkrechte Achse drehbar gelagert ist. Nach einer besonders vorteilhaften Ausführung können die Schaufeln des Schleuderrades auf dem Gehäuse eines Außenläufermotors angeordnet sein, und schließlich kann die Füllvorrichtung so betrieben werden, daß dem Schleuderrad außer der umlaufenden Be we-
gung eine langsame ununterbrochene oder absatzweise oder hin und her gehende Drehbewegung um die senkrechte Achse der Füllöffnung des Behälters erteilt wird.
Gemäß vorliegender Erfindung fällt also, das Füllgut zunächst frei auf ein Schleuder;·' rad mit waagerechter Achse, wodurch es nicht nur in horizontaler Richtung abgelenkt wird, sondern auch eine zusätzliche horizontale Geschwindigkeitsänderung senkrecht zur Achse des Füllgutstromes erhält, so daß sich das Füllgut in einem horizontal gerichteten Strahl mit höherer Wurfgeschwindigkeit der einzelnen Teilchen bewegt, als diese der Einlaufgeschwindigkeit entspricht. Durch langsame und ununterbrochene oder absatzweise oder hin und her gehende Drehbewegung des Schleuderrades um die senkrechte Achse der Behälterfüllöffnung wird dabei eine ständige Abweichung des Füllgutstrahles von der vorhergehenden Richtung erreicht, so daß die Füllung nicht mehr in einem Kegelmantel erfolgt, sondern auf der oberen Kalotte 'eines Paraboloides. Dadurch wird eine große Grundfläche bestrichen und dem Füllgut die Möglichkeit gegeben, sich auf dieser Fläche dicht abzulagern. Durch gleichzeitige Veränderung der Umlaufgeschwindigkeit des Schleuderrades wird dabei dem Füllgut eine verschiedene Wurfgeschwindigkeit und somit eine verschiedene Wurfweite erteilt, so daß ein Füllen des Kochers in weitgehendstem Maße möglich ist.
Es ist zwar ferner bereits bekannt, ein Schleuderrad frei unterhalb eines Schüttgutstromes anzuordnen. Hierbei handelt es sich jedoch nur um eine Vorrichtung zur gleichmäßigen Verteilung des Schüttgutes auf Förderbändern und nicht um eine solche zum Füllen von Behältern. Vor allem ist aber diese bekannte Einrichtung nicht drehbar um die senkrechte Achse des Schüttgutstromes gelagert, da hierbei das Gut nur in einer Richtung und nicht, wie bei der erfindungs-
gemäßen Vorrichtung, nach allen Seiten hin* verteilt werden soll.
Schließlich sind auch drehbare Ladevorrichtungen bekannt, die mit einem um eine waagerechte Achse umlaufenden Schleuderrad ausgestattet sind. Hierbei ist jedoch das Schleuderrad nicht frei unterhalb des Zuführungstrichters für das stückige Füllgut angeordnet, sondern seitlich in einem Gehäuse mit geschlossenem Boden untergebracht, so daß hierdurch das Ladegut nur in weitem Bogen fortgeschleudert wird, aber nicht in die Nähe der senkrechten Achse des Fülltrichters abgelagert werden kann, wodurch ebenfalls tote Räume in Erscheinung treten.
In Fig. ι ist ein liegender Kocher mit eingebauter Füllvorrichtung gemäß vorliegender Erfindung im Längsschnitt und in Fig. 2 im Querschnitt dargestellt. In Fig. 1 und 2 ist mit ι ein Winkeleisenring bezeichnet, welrher auf dem Kocherstutzen drehbar gelagert
.".'An ^diesem Ring 1 sind zwei Haltestege 2 "©festigt, die am unteren Ende das Schleuderi&d tragen. Dieses Schleuderrad besteht beispielsweise aus einem Außenläufermotor 3 mit vollkommen geschlossenem umlaufenden Gehäuse und feststehendem Rotor, dessen Achse an den Stegen 2 befestigt ist. Auf dem umlaufenden Gehäuse des Motors 3 sind die Schaufeln 4 angebracht. Ein Blechtrichter 5 gestattet die Aufgabe des Füllgutes auf das Schleuderrad. Gemäß Fig. 1 wird, wenn der Kocher gefüllt werden soll, die Füllvorrichtung in den Kocherfüllstutzen eingehängt. Der Motor 3 mit den aufgesetzten Schaufeln 4 wird in Bewegung gesetzt und nimmt das Füllgut, ' welches durch den Trichter 5 den Schaufeln zugeführt wird, mit, erteilt diesem eine Geschwindigkeit, die tangential zum Rotationskreis der Schaufehl gerichtet ist, wirft also das Füllgut in waagerechter Richtung von sich. Die bei der Rotation mitgelaufene Luft verhindert dabei erwiesenermaßen ein unmittelbares Auftreffen des Füllgutes auf die Schaufeln und schont so gleichzeitig das Füllgut während des Füllens. ·
Der Antrieb des Ringes 1 kann in bekannter Weise entweder durch Kurbeln für hin und her gehende oder durch Zahnkranz und Zahnradübersetzung für ununterbrochene bzw. absatzweise Drehbewegung erfolgen. Es liegt jedoch durchaus im Rahmen der vorliegenden Erfindung, durch Wahl geeigneter Antriebsmittel 'die Drehung der Vorrichtung um die senkrechte Achse der Füllöffnung auch pilger schrittartig zu bewirken.
Da der Strahl des Füllgutes, der die Vorrichtung verläßt, die Fläche lediglich in einem Winkelsegment leines Kreises bestreicht, würde, falls die Vorrichtung mit konstanter Geschwindigkeit betrieben würde, sich ledig-Hch ein Kreisring des Stoffgutes ausbilden, der in irgendeiner endlichen Entfernung von der senkrechten Achse der Füllgutöffnung, bedingt durch die Umlaufgeschwindigkeit der Schleuderschaufeln, sich ablagert. Der Antriebsmotor 3 ist deshalb so ausgebildet, daß seine Tourenzahl und damit auch die Umfangsgeschwindigkeit der Schleuder schaufeln geregelt werden kann, wodurch ein Dichtfüllen des Kochers bis an die senkrechte Achse der Füllöffnung des Behälters erreichbar ist.
Durch die vorliegende Erfindung wird also eine außerordentlich einfache; leicht beelienbare und durch ihren einfachen Aufbau nahezu unverwüstliche Vorrichtung zum Füllen von Behältern, insbesondere zum Füllen von lie-
genden Zellstoffkochern mit Schnitzeln geschaffen, deren Anschaffungs- und Betriebskosten außerordentlich niedrig sind. Im übrigen sei noch bemerkt, daß die erfmdungsgemäße Vorrichtung selbstverständlich auch zum Füllen stehender Zellstoffkocher durchaus geeignet ist.

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    ι. Vorrichtung zum Füllen von Behältern mit stückigem Gut, insbesondere von liegenden Zellstoffkochern mit Schnitzeln, bestehend aus einem um eine waagerechte Achse umlaufenden Schleuderrad, dadurch gekennzeichnet, daß das Schleuderrad (3, 4) frei unterhalb der Behälterfüllöffnung angeordnet und um deren senkrechte Achse drehbar -gelagert ist.
    -i. Vorrichtung- nach Anspruch I3 dadurch gekennzeichnet, daß die Schaufeln (4) des Schleuderrades auf dem Gehäuse eines Außenläufermotors (3) angeordnet sind.
    3. Verfahren zum Betrieb einer Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn- zeichnet, daß dem Schleuderrad außer der umlaufenden Bewegung eine langsame un- ~ unterbrochene oder absatzweise oder hin und her gehende Drehbewegung um die senkrechte Achse der Behälterfüllöffnung erteilt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEP73152D 1936-05-07 1936-05-07 Vorrichtung zum Fuellen von Behaeltern mit stueckigem Gut, insbesondere von liegenden Zellstoffkochern mit Schnitzeln Expired DE653630C (de)

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