DE653688C - Spannungsausgleich fuer die der Atmosphaere ausgesetzte Verbindung zweier mit Spiel ineinandersteckender Koerper - Google Patents
Spannungsausgleich fuer die der Atmosphaere ausgesetzte Verbindung zweier mit Spiel ineinandersteckender KoerperInfo
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Classifications
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Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Insulating Bodies (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Spannungsausgleich für die der Atmosphäre ausgesetzte
Verbindung zweier mit Spiel ineinandersteckender Körper aus Stoffen mit verschiedenen
Dehnungseigenschaften, verbunden durch eine erstarrende, schrumpfende oder treibende Füllmasse im Spielraum. Eine
solche Verbindung liegt beispielsweise vor, wenn ein Tonrohr in · eine Gußeisenmuffe
mittels einer Bleiausgießung eingesetzt ist, wenn ein Eisenstab mittels einer Bleiausgießung
in einen Stein eingefügt ist oder wenn ein Porzellanisolator von einer Eisenkappe
mittels Blei, Kitt oder Gips gehalten wird.
Man hat bereits vorgeschlagen, die Kräfte aus den ungleichen Wärmedehnwerten der
verschiedenen Werkstoffe durch einen kompressibel federnden Puffer zwischen der Füllmasse
und dem einen Körper auszugleichen. Der Puffer bestand hierbei aus einem nachgiebigen
Stoff, wie Papier oder Filz, der in Nuten oder Wellungen des einen Körpers untergebracht war.
Diese Ausbildung des Spannungsausgleiches hatte aber den Nachteil, daß das Einbringen
dünner Papier- oder Filzstreifen in die Nuten schwierig und zeitraubend war und daß diese Streifen verbrannten, wenn die
zu verbindenden Körper zwecks Ausgießens mit Blei erhitzt wurden. Beim Ausgießen
mit Gips drang dieser in die Streifen zum Teil ein, erhärtete dann und hob die Nachgiebigkeit
der Streifen ganz oder zum Teil auf. Diese Nachteile gemäß der Erfindung werden dadurch beseitigt, daß eine glatte, an
der genuteten Körperwand anliegende oder eine gewellte, an der glatten Körperwand
anliegende Hülse gemeinsam mit der in den Nuten oder Wellungen befindlichen Luft als
Puffer zwischen dem einen Körper und der Füllmasse dient. '
Diese Hülse verhindert mit Sicherheit ein Eindringen des flüssigen Metalls oder anderen
Füllmittels in die Nuten oder Wellungen; andererseits läßt sich die Schicht bei Auftreten gefährlicher Spannungen leicht
verformen und in die Nuten oder Wellungen eindrücken.
Auf der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung
dargestellt.
Fig. ι zeigt ein Tonrohr, welches in eine Gußeisenmuffe mittels einer Bleiausgießung
eingesetzt ist.
Fig. 2 zeigt in vergrößertem Maßstab einen Schnitt durch die eine Wand des Tonrohrs
nach dem Eingießen der Füllmasse vor deren Erstarren.
Fig. 3 zeigt das gleiche nach dem Erstarren der Füllmasse.
Fig. 4 zeigt die Anordnung eines Eisenringes auf einem Porzellanrohr.
Flg. 5 ist ein Grundriß zu Fig. 4.
Fig. 6 zeigt einen Schnitt durch einen Porzellankörper, der" in "eine Eisenkappe eingesetzt
ist.
Gemäß Fig. ι ist ein Tonrohr α an demjenigen
Teil seiner Oberfläche, der in eine.
Gußeisenmuffe b eingesetzt werden soll, mit' ringförmigen Nuten c versehen, deren Größe
von den Abmessungen der zu verbindenden Teile abhängig ist. Die Nuten sind mit einer
ίο glatten Hülse d aus dünnem, nachgiebigem
Stoff, z. B. Metall oder Asbest, abgedeckt.
Bei der Herstellung der Verbindung wird das mit der Hülse d versehene Rohr α in die
Gußeisenmuffe b eingesetzt, alsdann werden
ig das Rohr und die Muffe auf etwa 4000 erwärmt,
und schließlich wird eine Metalllegierung, ζ. B. eine Antimon-Blei-Legierung e,
in den Zwischenraum zwischen dem Rohr a und der Muffe b eingegossen. Beim Eingießen
der Legierung e hat die Hülse d,. wie Fig. 2 in vergrößertem Maßstab zeigt, noch ihre
glatte zylindrische Form. Beim Erstarren der Bleilegierung zieht sich diese stärker zusammen
als das Tonrohr; infolgedessen drückt die Legierung e die nachgiebige, dünne
Hülse d in die Räume c ein, die von dieser Hülse und der nachdrückenden Legierung
teilweise eingenommen werden.
Gemäß Fig. 4 und S ist auf einem Porzellanrohr f ein Eisenring g mittels einer
Metallausgießung h befestigt. Die Außenoberfläche des Rohres f ist glatt, dagegen ist
auf dem Rohr/ eine Hülset angeordnet, die
mit Erhebungen k versehen ist. Die Hülse ist also gewellt, und es befinden sich zwischen
dem Rohr f und den Erhebungen k Hohlräume Z. Es empfiehlt sieh, die Wandungen
der Erhebungen k nicht oder nur schwach zu wölben, damit die Wandungen
unter dem Druck der erstarrenden Metallausgießung leicht nachgeben können.
Gemäß Fig. 6 ist ein Porzellankörper η
in eine Kappe 0 aus Temperguß mittels einer
Bleiausgießung p eingesetzt. Der Porzellankörper hat in dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Form eines Hängeisolators. Die
Oberfläche des in der Kappe sitzenden Teils des Isolators η wird auf der Oberfläche mit
feinen, kreuzweise verlaufenden Riefen r versehen, d. h. also fischhautähnlich ausgebildet.
Auf den in die Kappe hineinragenden Teil des Isolators, der flach kegelförmig gestaltet
ist, ist eine glatte Hülse q aus dünnem, nachgiebigem Stoff aufgebracht. Zwischen der
Kappe 0 und der Hülse q. befindet sich die 55" ;-./Metallausgießung p.
#■'..., Vor dem Eingießen des Metalls p wird der
rPörzellankörper sowie die Kappe auf etwa
4000 C erhitzt, und alsdann wird das Metall p eingegossen. Beim Erstarren des Metails
p und Erkalten der Eisenkappe ο können
diese infolge ihrer starken Zusammenziehung den Porzellankörper η nicht beschädigen,
denn der Druck kann die dünne, nachgiebige Hülse q deformieren und sie in die
feinen Riefen des Porzellankörpers hineindrücken.
In gleicher Weise kann auch der Metallklöppel in den Porzellankörper eingesetzt
werden.
Durch Eingreifen der Hülse und der Füllmasse in die Vertiefungen des einen Körpers
wird die Zugfestigkeit der Verbindung erhöht.
Die Erfindung ist auch mit Vorteil anwendbar, wenn die Füllmasse nicht aus Metall, sondern aus Stoffen, wie Gips, Schwefel,
Zement, besteht, die beim Erstarren sich nicht zusammenziehen, sondern treiben.
Claims (1)
- Patentanspruch:Spannungsausgleich für die der Atmosphäre ausgesetzte Verbindung zweier mit Spiel ineinandersteckender Körper aus Stoffen mit verschiedenen Dehnungseigenschaften, verbunden durch eine erstarrende, schrumpfende oder treibende Füllmasse im Spielraum, wobei die Kräfte aus den ungleichen Wärmedehn werten der verschiedenen Werkstoffe durch einen kompressibel federnden Puffer zwischen der Füllmasse und dem einen Körper ausgeglichen werden, dadurch gekennzeichnet, daß als Puffer den genuteten oder gekordelten Körper geringerer Wärmedehnung eine dehnbare, glatte oder leicht gewellte Hülse abdeckt, die beim Schrumpfen oder Treiben der erstarrenden Füllmasse mit Radialspiel in den Lufthohlraum der Oberfläche des Körpers geringerer Wärmedehnung gedrückt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA76192D DE653688C (de) | 1935-06-06 | 1935-06-06 | Spannungsausgleich fuer die der Atmosphaere ausgesetzte Verbindung zweier mit Spiel ineinandersteckender Koerper |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA76192D DE653688C (de) | 1935-06-06 | 1935-06-06 | Spannungsausgleich fuer die der Atmosphaere ausgesetzte Verbindung zweier mit Spiel ineinandersteckender Koerper |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE653688C true DE653688C (de) | 1937-11-30 |
Family
ID=6946702
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA76192D Expired DE653688C (de) | 1935-06-06 | 1935-06-06 | Spannungsausgleich fuer die der Atmosphaere ausgesetzte Verbindung zweier mit Spiel ineinandersteckender Koerper |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE653688C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE896579C (de) * | 1939-08-11 | 1953-11-12 | Conradty Fa C | Vereinigung von kranzfoermig angeordneten Teilen aus kuenstlicher Kohle miteinander |
| DE1130024B (de) * | 1957-11-15 | 1962-05-24 | Siemens Ag | Befestigung von Metallarmaturen an keramischen Isolatoren |
| WO2000019112A1 (de) | 1998-09-28 | 2000-04-06 | Hochspannungsgeräte PORZ GmbH | Anordnung mit einem flansch und verfahren zur herstellung einer druckverbindung bei einem flansch |
-
1935
- 1935-06-06 DE DEA76192D patent/DE653688C/de not_active Expired
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE896579C (de) * | 1939-08-11 | 1953-11-12 | Conradty Fa C | Vereinigung von kranzfoermig angeordneten Teilen aus kuenstlicher Kohle miteinander |
| DE1130024B (de) * | 1957-11-15 | 1962-05-24 | Siemens Ag | Befestigung von Metallarmaturen an keramischen Isolatoren |
| WO2000019112A1 (de) | 1998-09-28 | 2000-04-06 | Hochspannungsgeräte PORZ GmbH | Anordnung mit einem flansch und verfahren zur herstellung einer druckverbindung bei einem flansch |
| DE19844411A1 (de) * | 1998-09-28 | 2000-04-20 | Hochspannungsgeraete Porz Gmbh | Anordnung mit einem Flansch und Verfahren zur Herstellung einer Druckverbindung bei einem Flansch |
| DE19844411C2 (de) * | 1998-09-28 | 2000-08-10 | Hochspannungsgeraete Porz Gmbh | Anordnung mit einem Flansch und Verfahren zur Herstellung einer Druckverbindung bei einem Flansch |
| DE19844411C3 (de) * | 1998-09-28 | 2003-08-07 | Hochspannungsgeraete Porz Gmbh | Anordnung mit einem Flansch und Verfahren zur Herstellung einer Druckverbindung bei einem Flansch |
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