DE654848C - Metalldampfstromrichter, insbesondere Quecksilberdampfgrossgleichrichter, mit steuerbaren oder nichtsteuerbaren Gittern - Google Patents
Metalldampfstromrichter, insbesondere Quecksilberdampfgrossgleichrichter, mit steuerbaren oder nichtsteuerbaren GitternInfo
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Landscapes
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Description
Die Erfindung betrifft Metalldampfstromrichter, namentlich Ouecksilberdampfgroßgleichrichter.
Es sind bereits Metalldampfstrionirichter
bekanntgeworden, in deren An-5 odenarmen oder Anodenscmitzrohren steuerbare
oder nichtsteuerbare Gitter angeordnet sind. Bei der Befestigung von gesteuerten
oder nichtgesteuerten Anodengittern in den Anodenarmen oder Anodenschutzrohren von
ίο Quecksilberdampfeisengleichrichtern treten
insofern Schwierigkeiten auf, als die Befestigungsstellen vielfach Ausgangsorte für
Betriebsstörungen bilden. Sind die Gitter in den Anodenschutzrohren starr eingebaut, so
wirken sich während des Betriebes» an den Gittern auftretende Spannungen vielfach in
der Weise nachteilig aus, daß Verformungen der Gitterelemente eintreten, die den Querschnitt
des Lichtbogenweges in unerwünschter Weise verändern, oder daß an den Befestigungsstellen
der Gitter Lockerungserscheinungen auftreten, die ebenfalls für den Gleichrichterbetrieb von außerordentlichem
Nachteil sein können. Besonders nachteilig sind die vorerwähnten Erscheinungen bei
Gleichrichtern, die auf Fahrzeugen verwendet werden. Es wurde bereits vorgeschlagen, zur
Behebung der vorerwähnten Nachteile entweder die Gitter selbst mit federnden Elementen
zu versehen oder aber die Gitterhalterungen mehr oder weniger federnd zu lagern. Die bisherigen federnden Befestigungsweisen sind jedoch verhältnismäßig
teuer. Außerdem haben sie den Nachteil, daß die Anodengitter nur an einzelnen Stellen
gelagert werden, so daß der Umfang der Gitter ungleichmäßig beansprucht wird. Bei
gesteuerten Gittern, bei denen die Befestigungsstellen meist auch' die Stromanschlüsse
bilden, treten an diesen Stellen verhältnismäßig starke elektrische Felder auf, während
diese an anderen Teilen des Gitters erheblich geringer sind. Das Anodengitter erhält
hierdurch in elektrischer Hinsicht eine Inhomogenität, die für den Stromrichtvorgang
meist nicht erwünscht ist.
Gemäß der Erfindung werden die vorerwähnten Nachteile dadurch behoben, daß
zur federnden Halterung der Gitterkörper eine Drahtwendel vorgesehen ist, die einerseits
in eine am Umfang des Gitterkörpers angebrachte Rille und andererseits in eine entsprechende Ausnehmung des Anodenschutzrohres
oder der Wand des Anodenarmes eingreift. Es empfiehlt sich, eine der die Drahtwendel erfassenden Rillen in einem
besonderen Tragring anzubringen.
Bei der neuen Anordnung wird erreicht,
daß bei leitenden Verbindungen verhältnismäßig geringe Übergangswiderstände zwischen
Gitterkörper und Halterung erzielt werden, da die Zahl der Berührungsflächen zwischen dem federnden Ring und dem Haltering
verhältnismäßig groß ist. Besteht däÄ
Anodenschutzrohr aus Metall und der GitteV.. körper selbst aus einem wenig leitenden
Werkstoff oder aus Isolierwerkstoff, so kann ίο man das Gitter, an dessen Umfang sich eine
Drahtwendel befindet, unmittelbar in eine zu seiner Aufnahme bestimmte, in dem Anodenschutzrohr
befindliche Rille einsetzen. Das Gitter kann entweder aus einem einzigen mit Durchbrechungen versehenen Körper bestehen
oder aber aus einzelnen Elementen, die bündig aneinandergrenzen, zusammengesetzt sein.
Im letzteren Falle empfiehlt es sich, das Gitter mit einem Ring zu umgeben, in dem
es ebenfalls mit der vorerwähnten Wendel gelagert ist. Dieser Haltering kann dann in
der bisherigen Weise entweder unmittelbar an der Wand des Anodenschutzrohres oder
aber in an der Außenseite der Anodenschutzrohre angebrachten Käfigen gegebenenfalls
isoliert gelagert sein. Besteht das Anodenschutzrohr selbst aus Isolierwerkstoff, so
kann die neue Befestigungsweise ebenfalls sinngemäß in Anwendung gebracht werden.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele dargestellt. Die Fig. ι und 2 zeigen
ein metallisches Schutzrohr mit aus Isolierwerkstoff bestehendem Gitter in Schnitt und
Draufsicht, die Fig. 3 und 4 ein Anodenschutzrohr aus Isolierwerkstoff mit einem
Gitter aus gut oder schwach leitendem Material ebenfalls in Schnitt und Draufsicht.
Nach den Fig. 5 und 6 besteht das Anodenschutzrohr aus Metall, während das Gitter
von einem besonderen Haltering umgeben ist. Nach Fig. ι besteht das Anodenschutzrohr ι aus Metall, während das Gitter 2 aus
Isolierwerkstoff besteht. Am Umfang des Gitters 2 befindet sich eine Rille, in der eine
Drahtwendel 3 liegt, die in eine Ringnut 4 des Anodenschutzrohres eingreift. Wie aus
Fig. 2 ersichtlich, besteht das Gitter 2 aus einer Scheibe, in der eine größere Anzahl
Durchtrittsöffnungen 5 vorgesehen sind. Die Durchtrittsöffnungen haben hier die Form
von Schlitzen. Es ist natürlich auch möglich, an Stelle von Schlitzen eine größere
Anzahl gegebenenfalls verschiedene Formen aufweisender Löcher in der Platte 2 vorzusehen.
Die Form und Größe der Durchtrittsöffnungen richtet sich nach den jeweiligen
Betriebsverhältnissen und der Bauart des betreffenden Stromrichtapparates. Bei der
Ausf uhr ungs form nach Fig. 3 besteht das Anodenschutzrohr 6 aus Isolierwerkstoff. Eine
ringförmige Ausnehmung 7 nimmt auch hier wieder die Wendel 8 auf, die in den Ring 9
des aus Metall bestehenden Gitters 10 eingreift.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich, besteht "das Gitter 10 aus dem Metallring 9, in dem
,iSi&be 11 oder 12 liegen. Bei der auf der
'»linken Seite der Abb. 4 dargestellten Ausführungsform sind gerade Gitterstäbe gewählt,
während die Gitterstäbe nach der auf der rechten Seite der in Fig. 4 dargestellten
Ausführungsform S-förmig ausgebildet sind. Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 wird
das Gitter 12 mittels der Halterung 13 in dem an der Außenseite des Anodenschutzrohres
ι befestigten Käfig 14 gelagert, und
zwar liegt das Gitter 12 in einem Ring 15 unter Einfügung eines federnden Wendelringes
16. Wie aus Fig. 6 ersichtlich, besteht das Gitter entweder aus bündig aneinanderstoßenden
Gitterelementen 17 (vgl. Fig. 6, rechts) oder aus Stäben 18, zwischen denen
als Abstandhalter dienende Bauteile 19 liegen. Die Klötze 19 sind, wie aus der Zeichnung
ersichtlich, in die Enden der Stäbe 18 eingelassen. Die Gitterkörper können bei dieser
Ausführungsform aus Metall, d. h. Reinmetallkörpern, wie beispielsweise Eisen, Molybdän, Wolfram o. dgl., oder aber Metallen,
die mit anderen Stoffen chemisch gemischt oder legiert sind, bestehen. An Stelle go
von Gitterkörpern aus leitenden Werkstoffen kann man in gewissen Fällen mit besonderem
Vorteil auch Gitterkörper verwenden, deren Werkstoff als Halbleiter oder Isolator anzusehen
ist. Besonders vorteilhaft erweisen sich Gitterkörper, die aus Kohlenstoffverbindungen
oder kohlenstoffhaltigen Körpern bestehen, beispielsweise Gitter aus Graphit
o. dgl., oder aber Gitterkörper, die mit mehr oder weniger leitenden Überzügen aus Körpern
der vorerwähnten Art versehen sind.
Als Werkstoff für die Gitter aufnehmenden federnden Teile, insbesondere als Werkstoff
für die Drahtwendel, empfiehlt es sich, Werkstoffe zu verwenden, die den an den
Stromrichtern auftretenden chemischen und mechanis'chen Beanspruchungen standhalten.
Besonders eignen sich hierfür Stähle, die neben verhältnismäßig geringem Preis den
Vorzug haben, daß sie ihre Elastizität selbst nach langer Benutzungdauer bei hohen Temperaturen
praktisch ,vollkommen beibehalten,
Claims (2)
- Patentansprüche:ι. Metalldampfstromrichter, insbesondere Ouecksilberdampfgroßgleichrichter, mit in Anodenarmen oder Anodenschutz-, rohren angeordneten steuerbaren oder nichtsteuerbaren Gittern, dadurch ge-kennzeichnet, daß zur federnden Halterung der Gitterkörper eine Drahtwendel vorgesehen ist, die einerseits in eine am Umfang des Gitterkörpers angebrachte Rille und andererseits in eine entsprechende Ausnehmung des Anodenschutzrohres oder der Wand des Anodenarmes eingreift.
- 2. Stromrichter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine der die Wendel erfassenden Rillen in einem besonderen Tragring angebracht ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES111799D DE654848C (de) | 1933-11-21 | 1933-11-21 | Metalldampfstromrichter, insbesondere Quecksilberdampfgrossgleichrichter, mit steuerbaren oder nichtsteuerbaren Gittern |
Applications Claiming Priority (1)
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| DES111799D DE654848C (de) | 1933-11-21 | 1933-11-21 | Metalldampfstromrichter, insbesondere Quecksilberdampfgrossgleichrichter, mit steuerbaren oder nichtsteuerbaren Gittern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE654848C true DE654848C (de) | 1937-12-31 |
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ID=7531225
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES111799D Expired DE654848C (de) | 1933-11-21 | 1933-11-21 | Metalldampfstromrichter, insbesondere Quecksilberdampfgrossgleichrichter, mit steuerbaren oder nichtsteuerbaren Gittern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE654848C (de) |
-
1933
- 1933-11-21 DE DES111799D patent/DE654848C/de not_active Expired
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