DE654879C - Verfahren zur Ermittlung des Erschoepfungszustandes eines eine trockene Filtermasse enthaltenden Gasfilters, insbesondere eines Atemschutzfilters - Google Patents

Verfahren zur Ermittlung des Erschoepfungszustandes eines eine trockene Filtermasse enthaltenden Gasfilters, insbesondere eines Atemschutzfilters

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DE654879C
DE654879C DED66262D DED0066262D DE654879C DE 654879 C DE654879 C DE 654879C DE D66262 D DED66262 D DE D66262D DE D0066262 D DED0066262 D DE D0066262D DE 654879 C DE654879 C DE 654879C
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Germany
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A62—LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62B—DEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
    • A62B18/00—Breathing masks or helmets, e.g. affording protection against chemical agents or for use at high altitudes or incorporating a pump or compressor for reducing the inhalation effort
    • A62B18/08—Component parts for gas-masks or gas-helmets, e.g. windows, straps, speech transmitters, signal-devices
    • A62B18/088—Devices for indicating filter saturation

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Pulmonology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Non-Biological Materials By The Use Of Chemical Means (AREA)

Description

  • Verfahren zur Ermittlung des Erschöpfungszustandes eines eine trockene Filtermasse enthaltenden Gasfilters, insbesondere eines Atemschutzfilters Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung des Erschöpfungszustandes eines eine trockene Filtermasse enthaltenden Gasfilters, insbesondere eines Atemschutzfilters.
  • Durch die Ermittlung des Erschöpfungszustandes eines Gasfilters soll festgestellt werden, wie lange ein Filter noch brauchbar ist, d. h. bis zu welchem Grade es schon verbraucht ist. Durch Versuche wurde festgestellt, daß ein Filter nicht voll reinigend wirkt, wenn die Geschwindigkeit, mit der die zu reinigende Luft durch das Filter hindurchströmt, eine gewisse Grenze überschreibet. Ferner wurde befunden, daß die Reinigungsleistung eines. Filters bei hohen Strömungsgeschwindigkeiten von seinem Erschöpfungszustande abhängt: je stärker das Filter verbraucht ist, desto schneller und stärke: wird der Durchbruch erfolgen.
  • Die Erfindung besteht nun darin, daß zur Ermittlung des Erschöpfungszustandes eines eine trockene Filtermasse enthaltenden Gasfilters, insbesondere deines Atems chutzfilters, ein eine bestimmte Menge des zu bindenden Stoffes enthaltendes Gasgemisch mit einer Geschwindigkeit durch das Filter hindurchgeschickt wird, bei der sofort wahrnehmbaiie Mengen des zu bindenden Stoffes durch das Filter hindurchtreten, und daß die in einer bestimmten Zeit durch das Filter hindurchgetretene Menge dieses Stoffes gemessen wird. Aus der Menge des zu bindenden Stoffes, der bei der bestimmten Luftgeschwindigkeit nicht mehr gebunden wird, kann auf den Erschöpfungszustand des Filters geschlossen werden. Der Anteil des zu bindenden Stoffes in dem Gasgemisch wird möglichst gering gewählt, um eine möglichst geringe Menge des Stoffes von dem Filter aufnehmen zu lassen. Die Zeit, während der das Gas- . gemisch durch das Filter hindurchströmt, wird durch Wahl hoher Strömungsgeschwindigkeit möglichst verkürzt.
  • Anstatt die Luft mit einer bestimmten Gieschwindigkeit durch das Filter hindurchströmen zu lassen und die in einer bestimmten Zeit durch das Filter hindurchgetretienef Menge des von dem Filter zu bindenden Stoffes zu messen, kann man gemäß der Erfindung auch ein eine bestimmte Menge des zu bindenden Stoffes enthaltendes Gasgemisch mit steigender Strömungsgeschwindigkeit durch das Filter hindurchschicken und diejenige Strömungsgeschwindigkeit ermitteln, bei der das Filter wahrnehmbare Spuren des zu bindenden Stoffes durchläßt.
  • Schließlich kann auch erfindun:gsgem.äß ein eine bestimmte Menge des zu bindenden Stoffes enthaltendes Gasgemisch mit verhältnismäßig hoher, gleichbleibender Geschwindigkeit durch das Filter hindurchgeschickt und diejenige Zeit bestimmt werden, nach der das Filter wahrnehmbare Spuren des zu bindenden Stoffes durchläßt. Durch Versuche mit Filtern, deren Erschöpfungszustand in anderer Weise fest-
    gestellt worden ist, lassen sich o11ne weiteres
    Tabellen oder Kurven aufstellen, a@l°nen
    mit Hilfe des ermittelten, durch : d"@,`Itz'
    hindurchgegangenen Stoffes Moder der'' -1.n
    Augenblick des Durchbruchs festgestellten
    Strömungsgeschwindigkeit oder der Zeit, nach
    der das Filter wahrnehmbare Spuren des zu
    bindenden Stoffes durchläßt, der Erschöp-
    fungszustand des zu prüfenden Filters fest-
    gestellt.werdien kann.
    Das neue Verfahren wird durch folgende
    Ausführungsbeispiele näher erläutert.
    Beispiel i Vier Filter, von denen je eines bis zu 25 %, 500/0, 75% bzw. ioo olo seiner Aufnahmefähigkeit beladen ist, werden während 2 Minuten von einem Ammnoniakluftgemisch mit i g Ammoniak je Kubikmeter mit einer Geschwindigkeit von äoo 1/min durchströmt. Hinter den Filtern ist eine Vorrichtung angeordnet, mittels deren aus "dem austretenden Ammoniakluftgemisch ein bestimmterTeil abgefangen wird, aus dem die Ammoniakmenge bestimmt wird.
  • Bei dem bis zur völligen Erschöpfung beladenen Filter ergibt die Mengenmessung, daß 88 mg Ammoniak in 2 Minuten durch das Filter hindurchgetreten sind. Die -gleiche Prüfung ergibt bei dem bis zu 7,90/0 beladenen Filter ¢6 mg Ammoniak, bei dem bis zu 5o % beladenen Filter 2o mg Ammoniak und bei dem bis zu 25 % beladenen. Filter 13 mg Ammoniak.
  • Aus den gemessenen Mengen des durch die Filter m einer bestimmten Zeit hindurchgetretenen Ammoniaks kann ein zuverlässiger Schluß gezogen werden, bis zu welchem Grade die Filter bereits verbraucht sind.
  • Beispiele Von acht gegen Ammoniak schützenden Filtern gleicher Art werden zunächst zwei Filter bis zur völligen Erschöpfung mit einem Ammoniakluftgemisch von 3o 1/min und 7,3 g Ammoniak je Kubikmeter Luft beladen. Nach etwa 16 Minuten kann durch Prüfung mit Reagenzpapier sowie durch Geruchsprüfung festgestellt werden, daß die Filter deutlich wahrnehmbar Ammoniak durchtreten lassen, also erschöpft -sind.
  • je zwei weitere Filter werden dann von dem Ammoniakluftgemisch während q., 8 und 12 Minuten durchströmt, so daß die Filter bis zu 2 5 %, 50 % und 7 5 % beladen werden. Zur Ermittlung des Grades der Erschöpfung wird ein etwa i g Ammoniak je Kubikmeter enthaltendes Ammoniakluftgemisch von :,verhältnismäßig hoher Strömungsgeschwindigkeit, nämlich Zoo l,/min, der Reihe nach durch ,die' bis zu 25 0lo, 50 %, 75 oio und ioo 0/1ö ihrer Aufnahmefähigkeit beladenen Filter hindurchgeschickt.
  • Bei dem bis zur völligen Erschöpfung beladenen Filter schlägt das Ammoniak sofort durch, während bei dem bis zu 75 % beladenen Filter erst nach etwa 22 Sekunden, bei dem bis zu 5o % beladenen Filter nach etwa q.o Sekunden und bei dem bis zu 25 0,10 beladenen Filter nach etwa 8o Sekunden deutlich wahrnehmbarer Ammoniakger uch auftritt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Ermittlung des Erschöpfungszustandes eines eine trockene Filtermasse enthaltenden Gasfilters, insbesondere eines Atemschutzfilters, dadurch gekennzeichnet, daß eireine b estimmtc Menge des zu bindenden Stoffes enthaltendes Gasgemisch durch das Filter mit einer Geschwindigkeit hindurchgschickt wird, bei der sofort wahrnehmbare Mengen des zu bindenden Stoffes durch das Filter hindurchtreten, und daß die in einer bestimmten Zeit durch das Filter hindurchgetretene Menge dieses Stoffes gemessen wird.
  2. 2. Verfahren zur Ermittlung des Erschöpfungszustandes eines eine trockene Filtermasse enthaltenden Gasfilters, insbesondere einfies Atemschutzfilters, dadurch gekennzeichnet, daß ein eine bestimmte Menge des zu bindenden Stoffes enthaltendes Gasgemisch mit steigender Strömungsgeschwindigkeit durch das Filter liindurchgeschickt wird und diejenige Strömungsgeschwindigkeit ermittelt wird, bei der das Filter wahrnehmbare Spuren des zu bindenden Stoffes durchläßt.
  3. 3. Verfahren zur Ermittlung des Erschöpfungszustandes eines eine trockene Filtermasse enthaltenden Gasfilters, insbesondere eines Atemschutzfilters, dadurch gekennzeichnet, daß ein eine bestimmte Menge des zu bindenden Stoffes .enthaltendes Gasgemisch mit verhältnismäßig hoher, gleichbleibender Geschwindigkeit durch das Filter hindurchgeschickt wird und diejenige Zeit bestimmt wird, nach der das Filter wahrnehmbare Spuren des zu bindenden Stoffes durchläßt.
DED66262D 1933-07-18 1933-07-18 Verfahren zur Ermittlung des Erschoepfungszustandes eines eine trockene Filtermasse enthaltenden Gasfilters, insbesondere eines Atemschutzfilters Expired DE654879C (de)

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