DE654997C - Maschine zum Buersten oder Luestrieren von Geweben, insbesondere Florgeweben - Google Patents

Maschine zum Buersten oder Luestrieren von Geweben, insbesondere Florgeweben

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DE654997C
DE654997C DEM123286D DEM0123286D DE654997C DE 654997 C DE654997 C DE 654997C DE M123286 D DEM123286 D DE M123286D DE M0123286 D DEM0123286 D DE M0123286D DE 654997 C DE654997 C DE 654997C
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06C—FINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C29/00—Finishing or dressing, of textile fabrics, not provided for in the preceding groups
    • D—TEXTILES; PAPER
    • D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06C—FINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C2700/00—Finishing or decoration of textile materials, except for bleaching, dyeing, printing, mercerising, washing or fulling
    • D06C2700/29—Mechanical finishing of velvet or needled velvet

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Maschine zuni Bürsten oder Lüstrieren von Geweben, insbesondere Florgew#ben Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Maschine zum Bürsten oder Lüstrieren von Geweben, insbesondere von Florgeweben.
  • Es sind Bürstmaschinen für Florgewebe bekannt, bei denen Flachbürsten in der Schußrichtung, also quer zur Kante des Gewebes über dieses hin und her bewegt werden. Fern,er sind Bürstmaschinen bekannt, bei welchen in der Kettrichtung umlaufende, sich über die ganze Breite des Gewebes erstrekkende, ortsfest gelagerte Bürstwalzen verwendet werden.
  • Bei Maschinen zum Verteilen und Heben des Flores hat man schon vorgeschlagen, über die ganze Breite des laufenden Gewebes reichende mit Stichelkarden 'besetzte Walzen in der Kettrichtung des auf einer Unterlage aufliegenden Florgewebes über dieses hin und her zu rollen. Hierbei dringen die Walzen, welche in radialer Richtung zu ihrem Schwenkpunkt frei verschiebbar gelagert sind, mit ihren Nadeln durch ihr Eigengewicht in den Flor ein und bewegen sich wieder aus diesem heraus, wobei sie durch Keilwirkung die Florbüschel trennen. Hierdurch kann jedoch eine Kämm-, Bürst- und Lüstrierwirkung nicht erzielt, sondern soll bei dieser Maschine vermieden werden. Würde man mit solchen Stichelkarden Bürststriche erteilen, so würde man das Gewebe zerstören.
  • Weiter ist eine Leimmaschine bekanntgeworden, bei welcher in Richtung der Kette umlaufende schmale Bürstbänder gleichzeitig quer zur Kettrichtung bewegt werden. Diese Anordnung hat den Zweck, den Leim gleichmäßig auf das Gewebe zu verteilen und auszubreiten. Die schmalen Bürsten bestreichen hierbei jeweils nur einen schmalen Streifen des Gewebes.
  • Das Neue bei der Bürst- oder Lüstriermaschine gemäß der Erfindung besteht demgegenüber zunächst darin, daß der oder die auf der Florseite des Gewebes über die ganze Breite desselben sich erstreckenden Bürst-oder Lüstrierkörper als nichtumlaufende, in der Laufrichtung (Kettrichtung) des Gewebes hin und her bewegbare Körper ausgebildet sind. Durch die Hinundherbe-,vegung der starren (nichtumlaufenden) Bürsten über das frei geführte (nicht unterstÜtzte) Gewebe in dessen Laufrichtung werden Bürststriche in und entgegen der Laufrichtung des Gewebes erteilt und dadurch eine wesentlich bessere Bürstwirkung erzielt, was sich in einer geordneteren, dichteren, volleren und geschmeidigeren Flordecke zeigt. Ferner ergibt diese Arbeitsweise eine-stärkere Glänzwirkung, und die Behandlungsdauer wird abgekürzt.
  • Diese bessere Bürstwirkung ist darauf zurückzuführen, daß durch die in der Kettrichtung des Gewebes hin und her gehenden Bürsten die Flornoppen von beiden Seiten in ihrer ganzen Breite erfaßt werden, während eine ortsfeste umlaufende Bürste mehr oder weniger nur eine einseitig streichende und dadurch wesentlich schwächere Wirkung ausübt und in der Schußrichtung hin und her bewegte Bürsten die Noppen nur über die Schmalseiten bearbeiten.
  • Weiter wird erfindungsgemäß die Bürstwirkung der Maschine durch die Bewegung der in der Kettrichtung hin und her gehenden Bürst- oder Lüstrierkörper gleichzeitig in der Schußrichtung noch vervollkommnet. Dadurch führen die Dürst- oder Lüstrierkörper. eine zickzackförmig verlaufende Diagonatbewegung aus, so daß die Flornoppen von. ' vier Seiten erfaßt und dauernd hin und her. gebürstet we-rden.
  • Hierbei ist gemäß der Erfindung die Maschine so eingerichtet, daß die Bewegungen in der Kett- und Schußrichtung gleichzeitig oder abwechselnd im selben Arbeitsgang ausführbar sind. Dadurch wird es möglich, bei mehreren in Richtung des Gewebelaufes hintereinander angeordneten Bürst- oder Lüstrierkörpern diese in verschiedenen Richtungen arbeiten zu lassen, wodurch die verschiedensten Einwirkungen auf das Florgewebe durch die in Kettrichtung, in Schußrichtung und in diagonaler Richtung arbeitenden Bürsten oder Lüstrierkörper erzielt werden. Man kann daher bei Maschinen mit mehreren Bürst- oder Lüstrierkörpern z. B. alle Arbeitskörper in der Kettrichtung, alle Arbeitskörper in der Schußrichtung oder einen Teil der Arbeitskörper in Kettrichtung, einen Teil in Schußrichtung und einen Teil in diesen beiden Richtungen gleichzeitig, d. h. diagonal zur Gewebekante hin und her bewegen. So könnte man bei Anwendung der letztgenannten Arbeitsweise bei Mäschinen mit vier Bürst- oder Lüstrierkörpern den ersten Arbeitskörper in der Kettrichtung, den zweiten und dritten in diagonaler Richtung und den vierten in der Schußrichtung arbeiten lassen.
  • Erfindungsgemäß erfolgt die Hinundherbewegung der Bürst- oder Lüstrierkörper in der Kett- und Schußrichtung vorteilhaft dadurch, daß sie um in Richtung des Gewebeschusses stehende waagerechte Achsen hin und her schwingbar und gleichzeitig in Richtung dieser Achsen hin und her bewegbar sind, z. B. durch Hinundherschieben dieser Achsen.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist zu diesem Zwecke ein die Bürst- oder Lüstrierkörper tragender Rahmen durch eine Kurbel o. dgl. in Richtung der Gewebekette und durch eine zweite Kurbel o. dgl. in Richtung des Gewebeschusses hin und her bewegbar.
  • Während im Regelfall für das Bürsten und LÜstrieren getrennte Maschinen Anwendung finden, können auch Bürst- und Lüstrierkörper auf einer Maschine angeordnet werden.
  • Auf der Zeichnung sind Maschinen gemäß der Erfindung beispielsweise dargestellt.
  • Es zeigen Abb. i und 2 eine Bürstmaschine in Seiten- und Vorderansicht und Abb. 3 einen Aufriß einer Bürstmaschine mit einer Mehrzahl von schwingenden Bürstkörpern, Abb. 4 und 5 eine Lüstriermaschine in Seiten-und Vorderansicht, wobei in der Seitenansicht Teile weggeschnitten sind, Abb. 6 schenlatisch eine andere Ausführungsform einer Lüstriermaschine und Abb. 7 in Draufsicht, sche---matisch ebenfalls eine weitere Ausführungsform einer Bürst- oder Lüstriermaschine. Das GewebeW wird in gespanntem Zustande über Walzen a, & oder auch über Tischkanten geführt. über diesen Leitwalzen a, d befindet sich der Bürst- oder Lüstrierkörper b und k. Er kann sich auch unterhalb der Leitwalzen befinden. Der Bürst- oder Lüstrierkörper ist mit der Welle c in Stützlagern d in Richtung der Gewebekette hin und her schwingbar gelagert. Das Hinundherschwingen des Bürst- oder Lüstrierkörpers um die Längsachse der Welle c erfolgt durch ein Kurbelgetriebe. Dieses ist bei f angedeutet.
  • Zum Verschieben des Bürst- oder Lüstrierkörpers in Richtung der Drehachse der Welle c bzw. in Richtung des Ge-webeschusses wird die Welle c in ihren Lagern d hin und her geschoben. Dies erfolgt ebenfalls durch einen Kurbeltrieb. Ein solcher ist bei.g angedeutet.
  • Beide Kurb elantriebe, die unabhängig voneinander arbeiten, können durch geeignete Mittel gekuppelt werden, welche eine schnelle Einstellung z. B. durch eine Handhabe gestatten, derart, daß die Maschine beliebig sowohl in Richtung von Kette und Schuß gleichzeitig als auch in jeder einzelnen dieser Richtungen allein arbeiten kann.
  • Es können beliebig viele Bürst- oder Lüstrierkörper hintereinander angeordnet werden. Eine Maschine mit mehreren Bürstkörpern zeigt Abb. 3. Die Bürstkörper b sind hier durch eine Stange k miteinander gekuppelt, so daß die Schwingbewegung sämtlicher Bürstkörper von einem Kurbeltrieb f erfolgen kann. Die Bewegung der Bürstkörper in Richtung des Schusses kann ebenfalls von einer gemeinsamen Kurbelwelle aus erfolgen.
  • Am Eingang der Bürst- oder Lüstriermaschine ist ein Wasserzerstäuber i oder ein Dämpfapparat vorgesehen. Dient die Maschine zum LÜstrieren, so sind an passender Stelle Heizkörper zum Erwärmen des Gewebes angeordnet, so können z. B. die Leitwalzen a oder auch der Lüstrierkörper k geheizt sein.
  • Bei der Lüstrierniaschine sind statt der Bürsten Hochglanzbleche i angeordnet. Diese haben nach Abb. 4 und 5 eine gewölbte Form und nach Abb. 6 Rohrform. Hinter den Hochglanzblechen i befindet sich ein Hohlraum in zur Einführung eines Heizmittels. Dieser Hohlrauni wird in der Ausführung nach Abb. 6 durch das Rohr selbst gebildet. Die Lüstriermaschine kann selbstverständlich auch mit einer beliebigen Anzahl von Lüstrierkörpern k nach Art der Bürstmaschine nach Abb. 3 ausgeführt werden. Die Lüstrierkörper können auch von geheizten Walzen gebildet werden oder jede sonstige geeignete Form haben.
  • Gemäß Abb. ;7 erfolgt die Hinundherbewegung der Bürst- bzw. Lüstrierkörper nicht nur in Richtung des Schusses, sondern auch in Richtung der Kette durch Verschieben. Zu diesem Zwecke sind die Bürst- oder Lüstrierkörper b, k in einem Rahmen n gelagert, der durch Kurbeln o oder sonstige geeignete Mittel in zwei senkrecht zueinander stehenden Richtungen verschoben wird (s. Pfeile i und ?,). Die Kurbeln ol, 02 sind an dem Rahmen n in Gleitführungen p gehalten.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i.
  2. Maschine zum Bürsten oder Lüstrieren von Geweben, insbesondere Florgeweben, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die auf der Florseite des Gewebes über die ganze Breite desselben sich erstreckenden Bürst- oder Lüstrierkörper (b, k) als nicht umlaufende, in der Laufrichtung (Kettrichtung) des Gewebes hin und her bewegbare Körper ausgebildet sind. . 2.
  3. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Bürst-oder Lüstrierkörper (b, k) außer in der Laufrichtung (Kettrichtung) des Gewebes noch gleichzeitig quer dazu (in der Schußrichtung) hin und her bewegbar sind. 3. Maschine nach Anspruch 2 mit mehreren Bürst- oder Lüstrierkörpern, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungen der Bürst- oder Lüstrierkörper (b, le) gleichzeitig oder abwechselnd im selben Arbeitsgang ausgeführt werden.
  4. 4. Maschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gelzennzeichn#t, daß der oder die Bürst- oder Lüstrierkörper (b, k) um in Richtung des Gewebeschusses gelagerte waagerechte Achsen (c) hin und her schwingbar sowie in.
  5. Richtung dieser Achsen hin und her bewegbar sind. 5. Masffiine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Bürst-,oder Lüstrierkörper (b, k) tragender Rahmen (n) durch eine Kurbel (o1) o. dgl. in Richtung der Gewebekette und durch eine zweite Kurbel (o2) o. dgl. in Richtung des Gewebeschusses hin und her bewegbar ist.
DEM123286D 1933-03-21 1933-03-21 Maschine zum Buersten oder Luestrieren von Geweben, insbesondere Florgeweben Expired DE654997C (de)

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DE (1) DE654997C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE865888C (de) * 1950-10-17 1953-02-05 Wolfgang Dipl-Ing Badenhausen Buerstenanordnung fuer Florgewebe
DE942087C (de) * 1954-04-13 1956-04-26 Rudolph Poehlandt K G Vorrichtung zum OEffnen und Aufrichten des Flors von gewebten Teppichen od. dgl.

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE865888C (de) * 1950-10-17 1953-02-05 Wolfgang Dipl-Ing Badenhausen Buerstenanordnung fuer Florgewebe
DE942087C (de) * 1954-04-13 1956-04-26 Rudolph Poehlandt K G Vorrichtung zum OEffnen und Aufrichten des Flors von gewebten Teppichen od. dgl.

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