DE655997C - Verfahren zur Herstellung eines diastasehaltigen, haltbaren, trockenen Malzextraktes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines diastasehaltigen, haltbaren, trockenen Malzextraktes

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DE655997C
DE655997C DEP61393D DEP0061393D DE655997C DE 655997 C DE655997 C DE 655997C DE P61393 D DEP61393 D DE P61393D DE P0061393 D DEP0061393 D DE P0061393D DE 655997 C DE655997 C DE 655997C
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Germany
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malt extract
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diastase
fat
long
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DEP61393D
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Ruckdeschel & Soehne Komm Ges
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Ruckdeschel & Soehne Komm Ges
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12N—MICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N9/00—Enzymes; Proenzymes; Compositions thereof; Processes for preparing, activating, inhibiting, separating or purifying enzymes
    • C12N9/96—Stabilising an enzyme by forming an adduct or a composition; Forming enzyme conjugates

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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines diastasehaltigen, haltbaren, trockenen Malzextraktes Diastasereiche Malzauszüge sind nach dem Trocknen äußerst hygroskopisch und neigen infolgedessen zur Klumpenbildung. Man hat schon vorgeschlägen, Malzextrakt unter Zusatz von Fetten und Ölen in die trockene Form überzuführen, z. B. durch Mischen dieser Ausgangsstoffe in Emulgiervorrichtungen und anschließendes Trocknen im Vakuum. Die trockenhaltende Wirkung von Fettkörpern reicht jedoch nicht aus, um.dieAufnahme von Feuchtigkeit der getrockneten, diastasereichen Malzauszüge völlig zu verhindern. Die Erzeugung eines nicht hygroskopischen Produktes ist aber besonders im Hinblick auf die Verwendung diastasereicher Malzauszüge als Backhilfsmittel von großer Bedeutung, da gebildete Klumpen sich schlecht lösen und unter Umständen in das Gebäck kommen können, und da außerdem bei feuchten Produkten die Gefahr des Verderbens @dürch Infektion mit schädlichen Pilzen besteht.
  • Es ist gefunden worden, daß man diastasehaltige, trockene und haltbare Malzextrakte dadurch erhalten kann, daß eine in. bekannter Weise gewonnene diastasereiche Würze unter Zusatz von Fetten, fetten Ölen oder fettähnlichen bzw. fettartigen, wasserabstoßenden Körpern und Emulsionskolloiden von eiweißartiger Natur vorsichtig und schnell getrocknet wird. Durch,die gemeinsame Verwendung dieser Emulsionskolloide, wie beispielsweise Gelatine, Kasein, Albumine, Globuline; oder eiweißreiche Stoffe und Zubereitungen, wie z. B. Hefe und Zubereitungen derselben, und der fetten oder fettähnlichen Stoffe werden Produkte mit ausgezeichneter Anhygroskopizität erhalten. Als Fettkörper oder fettähnliche, wasserabstoßende Stoffe können z. B. Palmfett oder andere geschmolzene Fette, farblose und geruchlose Öle oder Paraffinöl (Weißöl) und andere Paraffine, Wachse, fettähnliche Alkohole, wie z. B. Lecithin, oder Mischungen von Fetten und Ölen mit diesen Körpern verwendet werden.
  • Die Trocknung des mit den Zusatzstoffen versetzten Malzextraktes erfolgt in an sich bekannter Weise, wobei nach Möglichkeit eine Schädigung der Diastase vermieden wird, z. B. unter Anwendung einer Zerstäubertrocknungsa.nlage oder von Walzen- bzw. Vakuumtrocknern. Bei Verwendung von Zerstäubungstrocknern fällt unter Umständen die Notwendigkeit des Mahlens fort. Das in Pul verform anfallende Gemisch zeichnet sich .dadurch aus, daß die Hygroskopizität des Malzpulvers völlig beseitigt ist, während unter Zusatz von Fetten oder von eiweißartigen Kollaiden allein hergestellte Gemische schon nach kurzer Zeit verkleben. Die nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Erzeugnisse sind daher als Backhilfsmittel ganz besonders geeignet; sie können aber beispielsweise auch als Schlichtemittel in der Textilindustrie oder als diätetisches Nährmittel'verwendet werden.
  • Es ist bekannt, T3mulsionen, deren Emulgierungsmittel aus gelöstem Kleber besteht, durch Abdampfen zur Trockne zu bringen, wobei der lösliche Kleber in .dem Trockenerzeugnis die Haltbarkeit der Emulsionen beim Eintrocknen bewirkt und außerdem dazu beiträgt, daß das trockene Pulver nicht hv== groskopisch ist. Es ist auch vorgeschlag: worden, diastasereiche Malzextrakte mit arf-. geschlossenem Stärkemehl zu vermischen uridso ein Trockenerzeugnis herzustellen. Auf einem anderen Gebiet, nämlich bei der Herstellung haltbarer Präparate mit aktiver tierischer Arnylase in flüssiger oder fester Form, ist schließlich noch vorgeschlagen worden, dem Erzeugnis zur Aufrechterhaltung der ainylolytischen Kraft ein organisches, wasserlösliches Schutzkolloid, wie Gummi, Gelatine oder deren Abbauprodukte, zuzusetzen.
  • Beim vorliegenden Verfahren handelt es sich nicht um die Erhaltung der diastatischen Kraft, sondern um die Erzeugung eines nicht hygroskopischen Malzextraktpulvers. Die diastatische Kraft bleibt auch in einem hygroskopischen Erzeugnis erhalten. Andererseits läßt sich aber die Hygroskopizität mit den vorstehend erwähnten Zusätzen nicht oder nicht in ,ausreichendem Maße zurückdrängen. Das Wesen des vorliegenden Verfahrens liegt demgegenüber in der Verwendung zweier Zusatzstoffe (Fettkörper und eiweißartigeKolloide), wodurch erst die Herstellung eines anhygroskopischen Erzeugnisses ermöglicht wird.
  • Ausführungsbeispiele i. 30 g diastatischer Malzextrakt mit 46,6 Gewichtsprozent Trockensubstanz werden mit 21/2 g Margarine (mit etwa I2 °;o Wassergehalt) verrieben. Zu .dem Gemisch werden allmählich ioo g eines i i°/oigen diastatischen Malzextraktes und hierauf eine warme Lösung von 21/2 g Gelatine in ioo ccm Wasser zugesetzt. Um etwa beim Stehen abgeschiedene Margarinetröpfchen wieder gleichmäßig in der ganzen Masse zu verteilen, wird das Gemisch vor Beginn des Trockenprozesses stark geschüttelt und auf einer Temperatur von etwa 38° gehalten. Die Trocknung wird in einem Hochvakuumschnelltrockner durchgeführt. Das Gemisch enthält Malzextrakttrockensubstanz, Gelatine unäMargarine (wasserfrei gerechnet) im Verhältnis 50 :5,0 : 4,4-Im Gegensatz zu Erzeugnissen, die ohne Zusatz von Gelatine und Margarine bzw. lediglich mit einem gleichbemessenen Zusatz von Gelatine oder von Margarine unter sonst gleickien Bedingungen hergestellt worden sind, .;eifit das Produkt eine sehr geringe Hvgros'kopizität. Setzt man die verschiedenen JProdukte einer feuchten Atmosphäre aus, so zerfließt .die keinen Zusatz enthaltende Probe schon in kurzer Zeit vollständig, und die je einen Zusatzstoff enthaltenden Proben verkleben weitgehend, während das gemäß Beispiel hergestellte Produkt sein ursprüngliches Aussehen beibehält.
  • 2. 113 g eines diastatischen Malzextraktes mit .4q.,2 Gewichtsprozent Trockensubstanz werden mit 2,5 g Margarine (mit 12 % Wasser) innig verrieben. Zu dem Gemisch wird allmählich eine warme Lösung von 2,5 g Gelatine in 35o ccm Wasser zugegeben. Die Mischung wird wie bei Beispiel i auf einer Temperatur von etwa 38° gehalten, erforderlichenfalls kräftig durchgeschüttelt und anschließend im Hochvakuum getrocknet.' Das Verhältnis zwischen den Mischungskomponenten (Malzextrakttrockensubstanz, Gelatine und Margarine) in dem fertigen Produkt ist 50.25.2.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines diastasehaltigen, haltbaren, trockenen Malzextraktes, gekennzeichnet durch die gemeinsame Verwendung der in ihrer Einzelanwendung bekannten Zusätze eines Fettes, eines fetten Öles oder eines fettähnlichen wasserabstoßenden Körpers und eines eiweißartigen.Emulsionskolloids, wie Gelatine, Kasein, Albumin oder Globulin, zu einer in an sich bekannter Weise gewonnenen diastatischen Malzwürze, die alsdann mittels bekannter Trockenvorrichtungen vorsichtig und. schnell getrocknet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, .dadurch gekennzeichnet, , daß als wasserabstoßender Stoff Paraffinöl, gegebenenfalls in Mischung mit Fetten und fetten Ölen, verwendet wird.
DEP61393D 1929-10-08 1929-10-08 Verfahren zur Herstellung eines diastasehaltigen, haltbaren, trockenen Malzextraktes Expired DE655997C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102012000021A1 (de) * 2012-01-03 2013-07-04 Herzberger Bäckerei GmbH Pastöser Teigzusatz für einen Teig zur Herstellung eines Backproduktes sowie Teig mit einem solchen Teigzusatz

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE102012000021A1 (de) * 2012-01-03 2013-07-04 Herzberger Bäckerei GmbH Pastöser Teigzusatz für einen Teig zur Herstellung eines Backproduktes sowie Teig mit einem solchen Teigzusatz

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