DE657144C - Vorrichtung zum Reinigen von Auftragwalzen - Google Patents

Vorrichtung zum Reinigen von Auftragwalzen

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DE657144C
DE657144C DEM133881D DEM0133881D DE657144C DE 657144 C DE657144 C DE 657144C DE M133881 D DEM133881 D DE M133881D DE M0133881 D DEM0133881 D DE M0133881D DE 657144 C DE657144 C DE 657144C
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21G—CALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
    • D21G3/00—Doctors

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  • Coating Apparatus (AREA)

Description

Zur fortläufenden Reinigung von Walzen, die dazu dienen, auf eine wandernde Bahn eine Überzugsmasse aufzutragen, hat man schon vorgeschlagen, eine andere Walze mit der Auftragwalze in Berührung laufen zu lassen und diese zweite Walze durch; Eintauchen in eine Flüssigkeit zur Lösung- der auf der Oberfläche der Auftragwalze verbleibenden Rückstände zu benutzen. Im Gegensatz dazu zeichnet sich die Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung dadurch aus, daß die in trockenem Zustand gehaltene Reinigungswalze aus Stein hergestellt ist oder mit einem Mantel von Stein umgehen ist. Die Walze aus Natur- oder Kunststein ist besonders gut geeignet, lose Fremdkörper, namentlich Fremdkörper von sehr geringen) Abmessungen, wie Fasern, Staub o. dgl., anzuziehen, ohne daß chemische Einflüsse notwendig wären. Sie ist zu diesem Zweck viel besser geeignet als eine nicht poröse Walze aus Metall oder Walzen aus Holz, die sich natürlich" nach verhältnismäßig kurzer Zeit schon weit abnutzen.
Die Zeichnung stellt eine Einrichtung zur Reinigung einer solchen Auftragwalze schematisch dar.
Die zu reinigende Walze 1 ruht in Lagern 2 der Ständer 3. Es sei angenommen, daß diese Walze ϊ eine dünne Schicht einer flüssigen oder halbflüssigen füllstoffhaltigen Masse auf die beständig weiterwandernde Papierbahn 4 übertragen soll. Eine ähnliche Schicht wird auf die Oberseite der Bahn 4 durch die Walze S aufgetragen. Die Überzugsmasse wird den Walzen 1 und 5 durch Verteilungswalzen 6 übermittelt, die sie ihrerseits von anderen hier nicht dargestellten Quellen erhalten.
Die Mäntel der Walzen 1 und 5 bewegen sich in Berührung mit der Bahn 4 in der gleichen Richtung und in den meisten Fällen mit der gleichen Geschwindigkeit wie die Bahn selbst. Die Stelle, an welcher die Walze ι die zu übertragende Masse aufnimmt, befindet sich zwischen jener Stelle, an der die Masse auf die Bahn 4 übertragen wird, und jener Stelle, an welcher die Walze 1 gepeinigt wird, und zwar stehen die Verteilungswalzen 6 mit der Oberfläche der Walze 1 an einer oder mehreren Stellen in Berührung, die unmittelbar vor der Stelle liegen, an der die Überzugsmasse auf die Bahn aufgetragen wird. Die Verteilungswalzen 6 übertragen die dünne Überzugsschicht als solche, so daß
auf der Walze ι diese Schicht gleichförmig und glatt mitgenommen wird. Dies kann aber selbstverständlich nur geschehen, wenn die Außenfläche der Walze ι sehr sauber und glatt ist. Jede Unregelmäßigkeit, jedejff kleine Fremdkörper, wie Fasern oder kleiiaii· zurückgebliebene Spuren der Schicht selbs-t;/ machen sich bei der Übertragung als Unregelmäßigkeit in der Schicht der Bahn 4 bemerkbar.
Mit 7 sind weiterhin Hebel bezeichnet, die mit Lagern 10 ausgerüstet sind. Jeder Hebel 7 wird von einem kleinen Lagerbock 9 durch einen Schwingzapfen 8 unterstützt. In den Lagern 10 dieser Hebel ruhen die Enden der Reinigungswalze 11. Letztere befindet sich in Berührung mit der Auf tragwalze 1, und zwar mit jenem Teil, der von der Auftragstelle auf die Bahn sich entfernt. Jeder der Hebel 7 hat einen Arm 12, dessen Ende an eine Kolbenstange 13 angelenkt ist. Der an dieser Kolbenstange befestigte Kolben 18 ist in einem Zylinder 14 geführt, welcher bei 15 verschwenkbar an dem kleinen Lagerbock 16 am Boden der Einrichtung befestigt ist. Eine Stopfbuchse 17 sichert eine dichte Führung der Kolbenstange im Zylinder.
Während des Betriebes kann Luft oder ein anderes Druckmittel in den Zylinder 14 unter dem Kolben 18 eingeführt werden, wodurch die Kolbenstange 13 nach oben gedrängt wird und das Bestreben hat, den zugehörigen Hebel 7 entgegen der Uhrzeigerrichtunig um seinen Zapfen 8 zu verdrehen. Dadurch wird auch die Reinigungswalze 11 gegen, die Auftragwalze ι hingedrängt und unter der Einwirkung der Druckluft in Berührung mit dieser gehalten.
Die Anordnung könnte auch so getroffen werden, daß die Kolbenstange 13 und der Zylinder 14 mit dem Ständer 3 verbunden sind, derart, daß die Bewegung des Kolbens nach einwärts die Walzen 1 und 11 gegeneinander hindrängt. Diese abgeänderte Ausführungsform ist jedoch hier nicht dargestellt.
An jedem Ständer 3 befindet sich eine bei 20 verschwenkbar angeordnete Gewindebuchse 19, die in einem Ansatz 21 des Hebels gelagert ist. Auch ist an jedem Hebel 7 eine Buchse 22, welche in einen Schlitz 23 ausläuft, verschwenkbar befestigt, und zwar unter Vermittlung der Zapfen 24, welche sich durch den Schlitz 23 erstrecken. Eine mit einem festen Kragen versehene Schraube 25 greift in die Gewinde der Buchsen 19 und 22 ein, wobei die Gewinde an den. beiden Enden der Schraube entweder verschiedene Steigung haben und in der gleichen Richtung verlaufen oder entgegengesetzt verlaufen, so daß bei Verdrehung der Schraube 25 eine Annäherung bzw. Abspreizung der Teile 3 und 7 stattfinden muß. Die Höhlung zur Unterbringung ^der Buchse 22 im Hebel 7 liegt in einer ^•senkrechten Ebene und ist größer als der t'jÄrchmesser der Buchse, so daß die Buchse ""*£& in dieser Höhlung schwingen kann. * Die Einstellung der Schraube 25 bestimmt also den Abstand der Teile 3 und 7 und damit auch den Berührungsdruck der Walzen ι und ι r oder ihre Abhebung voneinander. Sollen die Walzen getrennt werden, so wird das Druckmittel in den Zylinder 14 über dem Kolben 18 eingeschickt, womöglich unter gleichzeitiger Entlastung 'des Zylinderraumes unter dem Kolben, so daß der Hebel 7 im der Uhrzeigerrichtung in dem durch die Länge des Schlitzes 23 gegebenen Maß verschwenkt wird. Die Länge dieses Schlitzes 23 kann durch eine Stellschraube 27 verändert werden. Auf diese Weise kann, also die Walze 11 zu Bearbeitungszwecken, zur Besichtigung usw. von der Auftragwalze 1 abgehoben werden.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist nun die Reinigungswalze 11 oder wenigstens der Mantel derselben aus Granit oder anderem Naturstein oder aus Kunststein) hergestellt und in trockenem Zustand gehalten. Sofern früher Walzen zur Säuberung von Auftragwalzen Verwendung fanden, wurde gewöhnlich auf die Reinigungswalzen eine Reinigungsflüssigkeit aufgebracht. Im vorliegenden Fall wird jedoch die Reinigungswalze 11 trocken benutzt. Man. hat zwar ferner schon zu Bedruekungszwecfcen oder als Preßwalzen Steinwalzen benutzt, jedoch hat man zur Reinigung dieser Walzen trockene Steinwalzen nicht vorgeschlagen. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird also- davon Gebrauch gemacht, daß trockene Natur- oder Kunststeinwalzen lose Fremdkörper und namentlich Fremdkörper von sehr geringer Abmessung, wie Fasern, Füllstoffstaub usw., anziehen.
Die von der Reinigungswalze 11 aufgenommenen Fremdkörper werden von der Oberfläche der Walze selbstverständlich fortlaufend wieder abgenommen, zu welchem Zweck ein Schaber 28 verstellbar auf die Oberfläche der Walze 11 einwirkt. Das Schabermesser 28 ist durch die Schraube 29 mit dem Arm 3ο verbunden, der seinerseits ebenfalls verstellbar in dem Ansatz 31 des Hebels 7 gelagert ng ist. Da die Reinigungswalze 11 bzw. deren Oberfläche aus Kunst- oder Naturstein besteht, so beeinflußt der Schaber die Oberfläche dieser Walze nicht; sie bleibt beständig in arbeitsfähigem Zustand, auch wenn sie sich bei ihrer Drehung beständig gegen den Schaber reibt.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Vorrichtung zum Reinigen von Auftragwalzen, insbesondere zum Auftragen füllstoffhaltiger Masse auf eine Papierbahn, bestehend aus einer die Auftragwalze betriihrenden Reinigungswalze, dadurch gekennzeichnet, daß die in trockenem Zustand gehaltene Reinigungswalze (11) aus Stein hergestellt oder mit einem Mantel ..aus Stein umgeben ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEM133881D 1935-11-27 1936-03-14 Vorrichtung zum Reinigen von Auftragwalzen Expired DE657144C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US657144XA 1935-11-27 1935-11-27

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DE657144C true DE657144C (de) 1938-02-28

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DEM133881D Expired DE657144C (de) 1935-11-27 1936-03-14 Vorrichtung zum Reinigen von Auftragwalzen

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