DE657465C - Verfahren zur Herstellung von Schleudergusshohlkoerpern aus Stahl - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schleudergusshohlkoerpern aus Stahl

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Publication number
DE657465C
DE657465C DEB172131D DEB0172131D DE657465C DE 657465 C DE657465 C DE 657465C DE B172131 D DEB172131 D DE B172131D DE B0172131 D DEB0172131 D DE B0172131D DE 657465 C DE657465 C DE 657465C
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DE
Germany
Prior art keywords
steel
outer layer
cast iron
production
hollow bodies
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Expired
Application number
DEB172131D
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Max Bunke
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Buderus AG
Original Assignee
BuderusSche Eisenwerke AG
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Publication date
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D13/00Centrifugal casting; Casting by using centrifugal force

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Continuous Casting (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Schleudergußhohlkörpern aus Stahl Die Erfindung bezieht sich auf ,ein. Verfahren zur Herstellung von SchIeudergußhohlkärpern aus Stahl durch Einschleudern der. Stahlschmelze in eine die Kokille auskleidende Außenschicht aus Metall von niedrigerem Schmelzpunkt.
  • Es war bereits bekannt, Rohre aus mehreren nacheinander aufzubringenden konZentrischen Schichten verschiedener Metalle zu schleudern. Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, rein Band, ein Geflecht o. dgl. auf der Kokilleninnenwand abzulagern und auf dieses Gebilde den Hauptwerkstoff aufzuschleudern, um Rohre mit weicher Außenhaut herzustellen und .einen nachträglichen Glühprozeßentbehrlich zu machen. Schließlich hatte man auch erkannt, daß sich Stahl auf eine die Kokille auskleidende Schicht aufschleudern ließ, die aus einem schwereren Metall als der Hauptwerkstoff, z. B. aus Blei, bestand. Nach diesem bekannten Verfahren wird die Außenschicht vor oder gleichzeitig mit der Innenschicht gegossen, so da:ß sie jedenfalls noch nicht :erstarrt sein soll, wenn die Innenschicht eingeschleudert wird und eine gute Verbindung zwischen den Schichten entstehen wird. Bei Verwendung einer solchen die Kokille auskleidenden Außenschicht aus Metall von niedrigerem Schmelzpunkt kühlt die Außenseite der auf eine solche Außenschicht :aufgeschleuderten Stahlschicht wesentlich langsamer ab, als wenn die Stahlschicht unmittelbar auf die Kokille aufgeschleudert wird. Die Stahlschicht kann dann auf ihrer Außenseite nicht wesentlich schneller schrumpfen als auf ihrer Innenseite. Außerdem ist infolge des niedrigeren Schmelzpunktes des Werkstoffes der Außenschicht die B@erühruingszoinie während des Schrumpfens der Stahlschicht noch nachgiebig.' Während das bekannte Verfahren aber voraussetzte, daß die Außenschicht aus Metall von niedrigerem Schmelzpunkt, aber von spezifisch gräßereim Gewicht als der Hauptwerkstoff bestehen müsse, gründet sich die Erfindung auf die Erkenntnis, daß auch ein Werkstoff, der spezifisch leichter ist als der Hauptwerkstoff, für die Außenschicht benutzt werden kann,, wenn dafür gesorgt wird, daß die Außenschicht genügend weit erstarrt ist, bevor der Hauptwerkstoff aufgebracht wird. Gemäß - .der Erfindung wird vorgeschlagen; als Außenschicht beim Schleudern von Stahl eine spezifisch leichtere Schmelze, nämlich flüssiges Gußeis;en, in eine gekühlte Metallkokille einzuschleudern und die Stahlschmelze zu deinem solchen Zeitpunkt auf die Gußeisenschicht ,aufzuschleudern, wo diese schon bzw. noch eine solche teigige Beschaffenheit bat, daß die Stahlschmelze sich nicht mit dem Gußeisen vermischt und andererseits doch in bekannter Weise ein gutes. Verschweißen der beiden Stoffe -miteinander gesichert ist. Guß:eis@en bietet .dabei gegenüber spezifisch schwereren Ausklei{lun:gsmetallen- den -Vorteil, billig zu sein. Außerdem ist es, wenn Außenschicht und Hauptkörper nachträglich in an sich bekarinter Weise .entfernt werden sollen, vorteilhaft, wenn Außenschicht und Haupt-. körp:er aus miteinander verwandtem Werkstoffen bestehen. Wenn aber die Außenschicht nicht :entfernt werden soll, so ist die bei verwandten Werkstoffen leichter erzielbare innigere Verbindung zwischen Innenschicht und Hauptkörper erwünscht: Die Verzögerung der Abkühlung der Stahlaußenschicht .durch die Heizwirkung der Zwischenschicht kann :einhergehen mit einer Beschleunigung der Abkühlung der Stahlinnenschicht. Diesle Kühlung der Innens@rhi,cht kann beispielsweise durch Aufblasen :eines Gasstromes erfolgen, der zweckmäßig aus sternförmig ,angeordneten Düsen austritt. Der Düsenkörper wird dabei während des Einschleudei@ns gegenüber der Gießform bewegt. Außer ;einer Längsbewegung kann auch eine Drehung des Düsenkörpers vorgesehen sein.
  • Das Verfahren nach der Erfindung wird zweckmäßig in der Weise ausgeführt, daß die Schmelzen mittels Rinnen in die Gießform eingebracht werden, wobei für eine Relativbewegung zwischen Rinne und Form gesorgt wird, wie es bei Verwendung nur einer Schmelze bekannt ist. Je nach der Länge des zu schleudernden, Körpers und je nach dem Unterschied der Erstärrungstemperaturen der verwendeten Werkstoffe kann zunächst der eine Werkstoff fertig einsgeschleudert werden und sodann. unter Benutzung derselben oder einer ,anderen Zuführungsrinne der zweite Werkstoff, oder es können beide Werkstoffe in kurzer Aufeinanderfolge unmittelbar nacheinander neingeschleudert werden. Im letzteren Fall bedient man sich vorteilhaft einer-doppelten Gießrinne, bei der nvei Einzelrinnen äü einer Einheit verbunden sind, vorzugsweise so, daß in :einer einzigen Rinne ausreichender Weite eine sich in Längsrichtung erstreckende Trennwand ;angeordnet ist, wobei die AusfluB-öffrnungen für .die beiden Schmelzen einen geeigneten Abstand voneinander besitzen. Es .ist. aber auch denkbar, in eine Rinne mit ent-
    wird. ! iJas wird in der Regel der werks.to-n der Zwischenschicht sein, deren Wandstärke im Verhältnis zur Wandstärke der Stahlschicht so,dünn wie möglich gehalten werden soll. Gegebenenfalls kann die Zwischenschicht nach dem Erkalten des Hohlkörpers durch Bearbeitung :entfernt werden.
  • An das Schleudern können sich an sich bekannte Glühverfahren u. dgl. anschließen: Die Speisung der beiden :einzelnen Rinnen oder der beiden Führungen einer Doppelrinne kann. in an sich bekannter Weise durch Eingießen .aus kippbaren Gießpfannen oder unter Zwischenschaltung selbsttätig gesteuerter Gießkumpel erfolgen. Zweckmäßig erfolgt die Zuführung des flüssigen Stahls und vorteilhaft auch die Zuführung des Werkstoffes für -die Außenschicht aus je einem z. B. mit Gas beheizten Sammelbehälter.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCI3: Verfahren zur Herstellung von Schletidergußhohlkörpern aus Stahl. durch Einschleudern der Stahlschmelze meine die Kokille auskleidende Außenschicht aus Metall von niedrigerem Schmelzpunkt, dadurch gekennzeichnet, daß als Außenschicht flüssiges Gußeisen in eine gekühlte Metallkokille eingeschleudert und die Stahlschmelze zu einem solchen, Zeitpunkt auf die Gußeisenschmelze aufgeschleudert wird, wo die -Güßeisenschmelze schon bzw. noch :eine solche teigige Beschaffenheit hat; daß die Stahlschmelze sich nicht mit dem Gußeisen vermischt und andererseits doch in bekannter Weise ein gutes Verschweißen der beiden Stoffe miteinander gesichert ist.
DEB172131D 1935-12-11 1935-12-11 Verfahren zur Herstellung von Schleudergusshohlkoerpern aus Stahl Expired DE657465C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE937024C (de) * 1949-08-31 1955-12-29 Goetzewerke Im Schleudergussverfahren hergestellte Grauguss-Zylinderlaufbuechse
DE974601C (de) * 1952-07-13 1961-02-23 Gewerkschaft Reuss Verfahren zum Herstellen eines verschleissfesten Versatzrohres fuer den Bergeversatz und nach dem Verfahren hergestelltes Versatzrohr
DE1558196B1 (de) * 1967-01-07 1970-02-26 Deutsche Edelstahlwerke Ag Verfahren zur Herstellung von metallischen Rohren im Verbundschleuderguss

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE937024C (de) * 1949-08-31 1955-12-29 Goetzewerke Im Schleudergussverfahren hergestellte Grauguss-Zylinderlaufbuechse
DE974601C (de) * 1952-07-13 1961-02-23 Gewerkschaft Reuss Verfahren zum Herstellen eines verschleissfesten Versatzrohres fuer den Bergeversatz und nach dem Verfahren hergestelltes Versatzrohr
DE1558196B1 (de) * 1967-01-07 1970-02-26 Deutsche Edelstahlwerke Ag Verfahren zur Herstellung von metallischen Rohren im Verbundschleuderguss

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