DE657875C - Verfahren zur Herstellung von Enzymen aus Kernen von Prunus Armeniaca - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Enzymen aus Kernen von Prunus Armeniaca

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DE657875C DEK129708D DEK0129708D DE657875C DE 657875 C DE657875 C DE 657875C DE K129708 D DEK129708 D DE K129708D DE K0129708 D DEK0129708 D DE K0129708D DE 657875 C DE657875 C DE 657875C
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    • A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61K—PREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K36/00—Medicinal preparations of undetermined constitution containing material from algae, lichens, fungi or plants, or derivatives thereof, e.g. traditional herbal medicines
    • A61K36/18—Magnoliophyta (angiosperms)
    • A61K36/185—Magnoliopsida (dicotyledons)
    • A61K36/73—Rosaceae (Rose family), e.g. strawberry, chokeberry, blackberry, pear or firethorn
    • A61K36/736—Prunus, e.g. plum, cherry, peach, apricot or almond

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Enzymen au's Kernen von Prunus Armeniaca l;s sind bereits Verfahren bekannt, um aus Mandeln, Hefe und Kernen der Rosaceenpflanzen, wie Prunus, durch Behandlung mit mehr oder weniger verdünnten wäßrigcn Alkalien Auszüge herzustellen, welche gewisse glykolytischen emulsinhaltigen Enzyme enthalten und durch Zusatz von Alkohol diese letzteren ausfallen lassen. Die alkalischen Anszieliinittel wurden dabei von einem Konzentrationsgrad verwendet, der zwar die Auflösung der glykolvtisclleii Enzyme begünstigte, gleichzeitig aber die übrigen in (lern Ausgangsstoff enthaltenen Enzyme, die :ich gemäß vorliegender Erfindung als wertvoll erwiesen haben, falls man als Ausgangsstoff die 1.'rtiilus Armeniaca (armenische :\I)rikose) benutzt, zerstörte. Die Anwendung dieser glykolytischen Enzyme für therapeutisclie Zwecke ist bisher nicht versucht worden.
    1)1e Arbeitet( lies Erfinders haben gezeigt,
    ck(I,i in den l\erllen der Prunus Arinenlaca
    zt(ri scharf g(#treinite Gruppen von ,olcllen
    1#alz@'tttc#tt (#litlialten sind, u17(1 zwar liehen den
    ci"C#iitliclieit I:n@nISiclneti, zu denen die Ainvg-
    dalase, I'runase unc1 Uxyllitrilase zu z:ilileii
    >ind und tvclclle allgeinein unter (lein Natlte11
    I1'li(>I\"tl@elil' 1@1@@117C '/.tl@'<1@17111ei@gC#fa@it wer-
    d(#ii, 11(((-1i eine hislier @(-cltig erforschte Gruppe
    I@rc>tc@llyti@cllcr l:tizyinc, utid zwar (dellen
    1\atala@e, 1'lro\ydase, lsonlaltase, Lipase) C#111
    @l@l#/.III@CIIC'@ 1'.11"!._1'11l, y(1111 Erlilider Sarcoliilase
    #l0llallllt, cluni in liolietli Grade slic I?igcnsrhaft
    ztil;ciiiiint, <i11 l-Zrelh erkrankt(' G(#ltelle-
    zellen, in denen die Glukoproteine ein Detadisaccliaridradikat (Isomaltose) enthalten, dadurch zu spalten bzw. zu hydrolysieren, daß die bösartigen hochinolekularen'Proteine auf Kosten ihres 'Iolekularwassers durch die, Sarcocinase. Ismaltase usw. zerlegt werden. Die Sarcocinase vereinigt sich nach dem Einspritzen in die Venen mit dem Bluteiweiß unter Bildung einer Alburnose, die wie die typischen Alhuniosen von der Zelle absorbiert wird. Mit anderen Worten bildet die Sarcocinase den passenden Emil hisclierschen Schlüssel zu (-lern die Erkrankung darstellenden Schloß des Betadisaccharidglukosi(ls, welches so geöffnet und resorbiert werden kann. Die Sarcocinase ist übrigens ebenfalls in den -Mandelkernen vorhanden, Jedoch in derart geringen (Mengen (Spuren), daß eine gewerhlichi: Gewinnung ausgeschlossen ist.
    1)1e 1?rfinduiig ermöglicht (lagegen ciiie ge-
    werbliche Hcrstelltiiigslyeise der protcoly-
    tisClleti Enzvllle 7.1t111 Zweck, Sie als wlrksanles
    Atitikrcbstllittel zu verwenden, find hcsteltt
    darin, (1;11,i ein in ühlicller @1'(#ise dtircll :\111(l'
    ciit<iltcr und (ltircll Alkohol ycin.l'cllt"sarcha-
    riclell "befreiter 1:117V111<l11SGtig (1e1' 1\lrlie cler
    1'1'L11111 Arllleniaca 11l sehr #,cliwacilelli
    rigeill Ätzalkall geliist und diese Liistllig dtil"rll
    :\tliyl:illioliol zlyecklil;iliih in Fralitic»tierter
    1Veisc ausgefällt wird, und cktl,l c1(#1- etwa zu-
    Ict7t ausgefällte \@icdrrsdllag bei li@idlacns
    @o'' C getrocknet wird.
    Mirclt(lie:lntyen<lung <lerüul.lcrst sclttyarltcn
    l@o11-r_t#tltration des alli,tlisrllcn :1ltszidintittcl;
    gelingt es, diejenigen proteolytischen Enzyme im ganzen herauszulösen, die ini allgemeinen inGestalteinesLipoidkomplexes indenKernen enthalten sind und sich iln Emulsionszustande befinden, welcher Umstand die Ursache ist, daß ein nach den bekannten Verfahren bewirktes Freiwerden dieser protcolytischen Enzyme durch autolytische Vorgänge 1111t einer Zerstörung derselben verbunden war.
  • Das allgemeine Verfahren zur Darstellung des rohen Enz3,inkoniplexes wird in folgender Weise ausgeübt: Das fein gemahlene Rohmaterial, nämlich die Kerne ohne oder vorteilhaft mit ihren Fruchtschalen bzw. die Schalen allein, wird finit Ätlier zwecks Entfernung von Ölen und Fetten ausgezogen und an der Luft getrockriet, worauf eine weitere Zerpulverung und Extraktion mit 8oprozentigeni Athylalkohol bewirkt wird, um einige von den löslichen Polysacchariden, Disacchariden und anderen natürlichen Substraten zu entfernen. Das Pulver wird alsdann nochmals mit Äther gewaschen und an der Luft getrockilet, worauf (las Material in einem Mörser weitervermahlen wird. Nunmehr wird bei gewöhnlicher Temperatur mit. einer sehr schwachen Alkalilösung, z. B. Kalilauge (1 : Sooo bis z : 1o ooo ), extrahiert und rasch in einem finit Eis gekühlten Kasten filtriert. Das Filtrat wird so rasch wie möglich mit der Hälfte seines Volumens von -@tliylall;ohol ausgefällt und die überschwimmende Flüssigkeit abgezogen. Ein höherer Gehalt dieser Flüssigkeit :in AIkoliol als 3o bis 32 °/o ist zu vermeiden, weil sonst noch andere erwünschte Enzyme ausgefällt werden. Zu der Flüssigkeit wird ,tann die gleich großeMenge vont@tli3-lalkoliol hinzugefügt, worauf der Niederschlag auf weißeln Filterpapier mit Äther gewaschen und dann auf weißem Löschpapier ausgebreitet und bei 5o° C getrocknet wird. Das Pulver wird alsdann in einem sterilen Wedgewood-Mörser fein zermahlen und in luftdicht abgeschlossene Behälter getan.
    Die Reinigung dieses rohen En7vinlcoin-
    plexes und Trennung der einzelnen Frak-
    tionen wird in folgender Weise bewerkstel-
    ligt.
    1=s werden .4o- des rollen I:uz3#mlailnlilcl,#s
    iti 4onccill einer i : 3ooo-LCisuug von Kalittiu-
    Üder @atriunihv(lroxyd gelöst, der Juan zweck-
    111ä134,1, primäres Kalitunlillosphat (I-ZII_,PC)1)
    und sekund:ires \ :Lirittiiil)lio;;1)Ii:it ( Na., I I N), i
    11III@LttLtgt. 1)te. L(1@LilIg 1i"Ird IIlit I()() CCtll
    ('ltl@>r()F@@rni (lurrhg(#achüttL#It, worauf SC)() ccin
    95prozentiger Äthylalkohol hinzugesetzt werden und wiederum stark durchgerührt wird; zum Schluß werden 300 ccin Äther hinzugegossen und wiederum energisch durchgeschüttelt. Die Flüssigkeit wird dann absetzen gelassen, worauf (las Chloroform mit dein gereinigten Enzym sich am Boden absetzt. Die überschwimmende Flüssigkeit wird dann abdekantiert und (las den Enzymniederschlag enthaltende Chloroform in eine Verdanipfschale verbracht, aus welcher es durch Preßluft abgetrieben wird. Der Rückstand wird nunmehr finit zehnfacher Menge von Äthylallcoliol behandelt, ausgewaschen und dann durch weißes steriles Filtrierpapier durchgefiltert. worauf der Niederschlag wieder mit Alkohol gewaschen wird. Das Filterpapier wird dann auf weißes Löschpapier aufgelegt und geineinsain bei So`-' C: getrocknet. Nach vollständiger Trocknung wird in einem sterilen Wedgewood-Mörser gepulvert und in luftdichte Fhischchen gebrauchsfertig eingeschlossen.
  • Die Verwendung des Mittels erfolgt in der Weise, daß inan (lie Standardlösung herstellt, indem inan o,oi g Enzym in z ccm sterilisiertem doppelt destilliertem Wasser auflöst. Das Enzvin kann äuch üls AI:-)t:aiose zur Anwendung gebracht werden, indes, inan es mit Blutserum oder anderen Albuminen kombiniert. Der gereinigte Enzymkomplex mittels der Chloroformextraktion sclieintaber vorzuziehen 711 sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von l:nzvinen aus Kernen von Pruntis Armeniaca, dadurch gekennzeichnet. daß ein in üblicher «'eise dusch Ätlier entölter und durch Alkohol von Polvsacchariden befreiter l?nzyinausztig der Kerne in sehr schwachem wäßrigein -@tzalkali gelöst und diese Lösung durch Ätlivlalkoliol 7weck- n 1 1, 'ißig in f ra ktionierter 3##leise ausgef; , Ilt wird, und (1a13 der etwa zuletzt ausgefällte Niederschlag bei höchstens ;o@ C getroch- net wird. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch Ilekeniizeichnut, dali (ler Niederschlag vor (1e111 Trocknen stufenweise mit einem G(`- lllell-e 1'(11i Chloroform, Ätllvl:tll;ollnl t111(1 :Wier atisgrschüttelt wird, wonach die Chloroto1'nisch1Cht allein verdantptt lind ihr I@üchst:uul. hach (lein .\u@w:L,clu#ii wit :ltltvlalk()lu@l. gctrorklivt wird.
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