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Rohrpostsender Die Erfindung betrifft einen Rohrpostsender und bezweckt,
die Benutzbarkeit des Senders abhängig von der Entrichtung einer Benutzungsgebühr
zu machen. Nach der Erfindung wird dieser Zweck dadurch erreicht, daß der Rohrpostsender
mit einer die Einführung der Rohrpostbüchse in das Senderohr nur nach .Geldeinwurf
ermöglichenden Sperrvorrichtung versehen ist. Die Rohrpostbüchse kann dabei nur
dann zur Absendung gebracht werden, wenn ein durch Münzeinwurf auslösbares Gesperre
etwa den Verschlußdeckel des Rohrpostsenders entsperrt oder eine besondere Fördervorrichtung
für die Beschickung des Senderrohres zur Benutzung freigegeben hat.
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Mit einer Münzkassiereinrichtung ausgestattete Rohrpostsender sind
für die verschiedensten Zwecke verwendbar. Z. 13. können in Gaststätten, in denen
sich die, Gäste selbst bedienen sollen, derartige kohrpostsender mit Vorteil Anwendung
finden. Der Gast gibt seine Bestellung zur Küche mittels Rohrpost auf und muß dann,
um den Rohrpostsender bedienen zu können, einen bestimmten Betrag in die Kassiervorrichtung
des Rohrpostsenders einwerfen. Auch im Postbetrieb ließe sich ein solcher Rohrpostautomat
verwenden. Es wäre dann nicht mehr, nötig, claß die Aufgabestellen von Rohrpostbriefen
immer durch einen Schalterbeamten besetzt sein müssen, da der Aufgeber eines Rohrpostbriefes
den Rohrpostsender selbst bedienen kann und die Gebühr für die Rohrpostsendung zwangsläufig
an die Münzkassiereinrichtung des Rohrpostsenders entrichtet. Die Aufgabestellen
könnten dadurch ohne Erhöhung der Betriebsunkosten wesentlich vermehrt werden.
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In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
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Abb. i zeigt einen Rohrpostsender vereinigt mit einer Kassiereinrichtung
im Schnitt. Abb. z bis 7 zeigen das zweite Ausführungsbeispiel eines vollständigen
Rohrpostautomaten.
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In Abb. i. ist ein Rohrpostsender gezeigt, dessen Senderlaappe i mit
der Münzkassiereinrichtung gekuppelt ist. Die Senderklappe i ist um die Achse a
drehbar und besitzt ein besonders geformtes Ansatzstück 3, das mit der Kassiereinrichtung
in Eingriff steht. Der Hebel 3 besitzt eine Nase .4, an die der Münzhebel 5, der
um die Achse 6 drehbar ist, angreift. Das Gewicht des Teiles 7 des Hebels 5 ist
so groß, daß der Hebel 5 in unbelastetem Zustand sich gegen die Nase q. legt. Ein
Üffnen des Senderdeckels i ist daher so lange unmöglich, bis der Hebel 5 durch Einwurf
einer Münze 8 in den Münzkanal 9 außer Eingriff mit der Nase .1 des Hebels 3 gebracht
ist. Durch Einwurf der Münze 8 wird
der Hebel 5 so weit verschwenkt,
daß die Nase 7 mit der um die Achse io drehbaren Sperrklinke i i in Eingriff kommt,
so daß beim Abfall der Münze 8 vom Hebel 5 der'", Hebel 5 durch Klinke i i weiterhin
auge # l Eingriff mit der Nase q. gehalten wird. Ize:. Münze 8 fällt in den Münzsammelbehälter
i'" wY@ Der Senderdeckel i kann jetzt geöffnet werden, damit eine Rohrpostbüchse
in den Sendetrichter 13 geführt werden kann. Beim Öffnen des Deckels i bewegt sich
der mit dem Hebel 3 starr verbundene Hebel 14 gegen die Klinke i i und bringt die
Klinke i i außer Eingriff mit der Nase 7 des Hebels 5. An dem Hebel 3 des Senderdeckels
i. sitzt ferner ein Finger 15, der im geöffneten Zustande des Senderdeckels i in
den Sendetrichter 13 hineinragt, so daß die in den Sender geführte Rohrpostbüchse
durch den Finger 15 festgehalten wird. Damit die Rohrpostbüchse abfährt; muß daher
der Bedienende den Senderdeckel i schließen, damit der Finger 15 sich aus dem Fahrrohr
wieder herausbewegt. Bei der Schließbewegung des Senderdeckels legt sich der Hebel
5 wieder gegen die Nase q., so daß das Öffnen der Senderklappe i so lange verhindert
ist, bis eine neue Münze eingeworfen wird.
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Die Abb. 2 bis 7 zeigen schematisch einen Rohrpostautomaten, der in
Telephonzellen oder in der Nähe von Postanstalten Aufstellung finden kann. Mit dem
nur durch Münzeinwurf bedienbaren Rohrpostsender ist ein zweiter Selbstverkäufer
vereinigt, aus dem rnan gegen Einwurf einer Münze eine Rohrpostbüchse und Schreibpapier
erhält.
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Abb.2 zeigt den Rohrpostautomaten in Ansicht von vorn.
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Abb. 3 und d. zeigen einen Schnitt schematisch durch den Senderteil
des Automaten. Abb. 5 zeigt einen Schnitt durch den Rohrpostautomaten in Vorderansicht.
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Abb.6 zeigt einen schematisch gehaltenen Schnitt durch den Selbstverkäufer
für Rohrpostbüchsen.
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Abb.7 zeigt den Rohrpostautomaten in perspektivischer Darstellung.
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Die Ausgabeöffnung für die Rohrpostbüchsen und das Schreibpapier ist
mit A bezeichnet. Nachdem der Benutzer des Rohrpostautomaten die aus dein Selbstverkäufer
erhaltene Rohrpostbüchse geladen hat, legt er dieselbe in den Sendeschlitz S. Hinter
dem Sendeschlitz S befindet sich eine Aufnahmeschale B, die an einem Kettentrieb
K befestigt ist. Der Kettentrieb K besteht aus zwei einzelnen Ketten, die über vier
Rollen R1, R=, R3, R4 geführt sind. Der Antrieb der Kettenräder erfolgt durch eine
Schnecke C, die mit einem Kurbeltrieb D an der Vorderseite des Gehäuses in Umdrehung
versetzt werden kann. Durch eine nicht näher dargestellte, durch Münzeinwurf zu
betätigende Vorrichtung kann die normal gesperrt gehaltene Kurbel D entsperrt werden,
so daß "der Benutzer des Apparates nach Einwurf -z :B. eines 5o-Pfennig-Stückes
die Kurbel in ,;,I-feilrichtung drehen kann. Durch das Drehen der Kurbel D wird
erreicht, daß die in die Aufnahmeschale B gelegte Rohrpostbüchse in das Senderohr
F geleitet wird.
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In der Abb. 3 ist die Stellung gezeigt, in der die Rohrpostbüchse
durch den Sendeschlitz S in die Aufnahmeschale B gelegt werden kann.
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In der Abb. 4. ist gezeigt, wie durch Drehen der Kurbel
D die Aufnahmeschale B in eine solche Stellung bewegt ist, in der
die Rohrpostbüchse in den Sendetrichter T abfällt und durch entsprechende Formgebung
des Sendetrichters T umgelenkt wird, damit der Kopf der Rohrpostbüchse richtig in
das Fahrrohr F geführt wird. Zweckmäßig werden zwei Aufnahmeschalen B an dem Kettentrieb
befestigt, damit bei der Bewegung der Aufnahmeschale B von der Aufnahmestellung
nach Abb. 3 in die Abgabestellung in Abb. .a. die zweite Schale B' bereits wieder
in die Aufnahmestellung vor dein Sendeschlitz S bewegt ist. Der Mechanismus der
Kurbel D soll so beschaffen sein, daß durch einmaligen Münzeinwurf die Kurbel nur
so lange gedreht werden kann, bis eine Schale B oder B'
von der Aufnahmestellung
in die Abgabestellung bewegt ist.