DE65825C - Säeverfahren, bestehend in gleichzeitigem Dibbeln und Drillen - Google Patents

Säeverfahren, bestehend in gleichzeitigem Dibbeln und Drillen

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DE65825C
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Germany
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seed
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DENDAT65825D
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English (en)
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• E. PlTZSCHKE, Premier-Lieutenant der Landwehr-Cavallerie, in Grofs-Dobritz b. Niedersedlitz, Sachsen
Publication of DE65825C publication Critical patent/DE65825C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01CPLANTING; SOWING; FERTILISING
    • A01C7/00Sowing
    • A01C7/18Machines for depositing quantities of seed at intervals

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Sowing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Aussaat von Samen, wie z. B. des Runkelrübensamens in grofsen Culturen, bewirkt man bisher entweder nach dem Drillverfahren oder nach dem Dibbelverfahren; bei ersterem erfolgt bekanntlich die Ablagerung der Samenkörner in beständiger Reihenfolge, bei letzterem dagegen in regelmäfsigen Abständen haufenweise.
Diese bisher allgemein üblichen beiden Verfahren werden durch Fig. 1 und 2 angedeutet, von denen Fig. 1 die in parallelen Reihen und in beständiger Reihenfolge bewirkte Samenablagerung nach dem Drillverfahren, die gewöhnlich durch die Drillmaschine erfolgt, wiedergiebt, während in Fig. 2 die in parallelen Reihen und in getrennten Haufen bewirkte Samenablagerung nach dem Dibbelverfahren angedeutet ist, welches mit der mit dem Dibbelzeug ausgestatteten Drillmaschine ausgeführt wird.
Die Vortheile und Nachtheile beider Verfahren, von denen bisher das eine oder das andere zur Ausführung kam, sind jedem praktischen Landwirth bekannt; es kann das eine vor dem anderen wesentliche Vorzüge haben, die aber durch die zufälligen Witterungseinflüsse und Bodenverhältnisse beim Aufgang des Samens und bei dem mit der Rübencultur verbundenen Verdünnen oder Verziehen der kleinen Pflanzen bedingt sind.
Die vorliegende Erfindung hat nun eine Vereinigung beider Verfahren zum Gegenstand, dergestalt, dafs die Aussaat des Samens theils in Tüpfeln (Dibbelcultur), theils in Hintereinanderfolge (Drillcultur) erfolgt, wie dies in Fig. 3 angedeutet ist.
Die unterste Reihe der Fig. 3 zeigt bei a das Tüpfel, also den nach dem Dibbelsystem in einem Haufen niedergelegten Samen, bei b die an dieses Tüpfel sich anschliefsende Samenreihe (Drillcultur), während an b in derselben Furche ein von Samen freier Streifen c sich anschliefst, worauf wieder Tüpfel a, Reihe b, Zwischenraum c u. s. w. folgt.
Diese Cultur hat den Vorzug, dafs der Landwirth je nach den zufälligen Witterungsund Bodenverhältnissen das Verziehen in der Dibbel- oder in der Drillcultur vorzunehmen vermag, indem er entweder bei dem Verziehen ganz oder theilweise den Tüpfel oder den Drill weghacken läfst und unter allen Umständen den durch die zufälligen Verhältnisse bedingten günstigsten Stand der Pflanzen ausnutzen kann.
Zur Ausführung dieses Verfahrens dient die gewöhnliche Drillmaschine unter geeigneter Gestaltung des Dibbelzeuges.
Es kann bei der Drillmaschine im Saatkasten der Samen in bekannter Weise durch Löffelwerk oder cannelirte Walzen den Trichtern und Drillscharen zugeführt werden, welche letzteren mit Schiebern versehen sind, wie sie bisher zur Dibbelcultur angewendet wurden.
Zur Bewegung dieser Schieber wird nun eine Hubscheibe angewendet, welche sich von den bisherigen dadurch unterscheidet, dafs sie die Schieber plötzlich aushebt, damit der in dem Schar angesammelte Samen zum Tüpfel a,
Fig. 3, niederfällt, dann aber den Schieber in ausgehobener Stellung läfst, damit der nachlaufende Samen sich in die anschliefsende Reihe b ergiefst und dann erst den Schieber schliefst, damit von b bis zum nächsten Tüpfel α sich der Samen über dem Schieber wieder ansammelt.
Dieser Vorgang abc ist auf der Scheibe Fig. 4 durch gleiche Buchstaben angegeben.
Durch den Vorsprung bei α wird der Schieber plötzlich angehoben, auf der Länge des Daumens b offen gehalten, während er auf der Länge des Scheibenumfanges c geschlossen bleibt.
Dieser Wechsel von abc kann sich auf dem Umfang der Scheibe beliebig oft wiederholen und überträgt durch unter Federdruck stehende Hebel die Bewegungen in der angegebenen Folge und mit der gekennzeichneten Wirkung auf den Schieber im Schar.
Ausgeschlossen ist nicht, das Dibbeln und Drillen in der Weise zu vereinigen, dafs sich an den Haufen oder das Tüpfel α die Drillreihe b anschliefst und an diese wiederum das Tüpfel α ohne saatfreien Zwischenraum c zwischen b und a.

Claims (2)

Pate nt-An sp Rüche:
1. NEin Säeverfahren, bestehend in gleichzeitigem Dibbeln und Drillen in der Weise, dafs sich in fortlaufender Furche an den Samenhaufen (a) (Tüpfel, Dibbelcultur) eine Samenreihe (b) (Drillcultur) anschliefst.
2. Zur Ausführung dieses Verfahrens eine Hubscheibe für die mit Dibbelzeug ausgestattete Drillmaschine, welche Hubscheibe so gestaltet ist, dafs sie den Schieber im Drillschar zur Samenhaufenablagerung (Tüpfel) plötzlich öffnet, dann aber zur Reihenablagerung (Drill) eine Zeit lang offen und endlich zur Samenansammlung eine Zeit lang geschlossen hält.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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