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Beleuchtungsanlage für Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge, mit
zwei Hauptscheinwerfern und einem Zusatzscheinwerfer Bei der an Kraftfahrzeugen
üblichen Beleuchtung werden im allgemeinen zwei Hauptscheinwerfer verwendet, die
mit einer Zweifadenlampe für Fern- und Abblendlicht ausgerüstet sind. Die damit
erzielte Beleuchtung der Fahrbahn reicht jedoch nicht für alle auftretenden Fälle
aus. Deshalb wird häufig ein Zusatzscheinwerfer verwendet, z. B. für Fernstraßen-
oder Kurven-oder Nebelbeleuchtung. Um den Anforderungen für alle drei Beleuchtungen
entsprechen zu können, müßten außer den beiden gewöhnlichen Hauptscheinwerfern noch
drei Zusatzscheinwerfer vorhanden sein, also insgesamt fünf Scheinwerfer. Eine solche
Scheinwerferanordnung verteuert jedoch die Beleuchtungsanlage erheblich; außerdem
ergeben sich Schwierigkeiten bei dem Anbau der zahlreichen Scheinwerfer.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Beleuchtungsanlage mit zwei Hauptscheinwerfern,
die je mit einer Zweifadenlampe für Fern- und Abblendlicht ausgerüstet sind, und
einem Zusatzscheinwerfer, der als Nebellampe und zum Beleuchten von Wegkrümmungen
dient. Um eine gute Beleuchtung für gewöhnliche Fahrstragen, Fernstraßen, Wegkrümmungen
und Nebel zu erzielen, wird gemäß der Erfindung die folgende Vereinigung dreier
Scheinwerfer gebildet: Ein gebräuchlicher, feststehender Scheinwerfer mit seitlich
gestreutem Fernlicht und ein Hauptscheinwerfer ohne erheblich gestreutes Fernlicht,
der geneigt werden kann und in seiner Neigstellung Licht ausstrahlt, das weiter
reicht als bei eingeschaltetem Abblendfaden und gewöhnlicher Scheinwerferstellung,
sind mit dem Zusatzscheinwerfer vereinigt, der neigbar ist, um eine Beleuchtung
bei starkem Nebel zu erhalten.
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Neigbare Scheinwerfer sind schon bekannt, und die Erfindung ist auf
die angegebene Vereinigung der drei Scheinwerfer gerichtet. Diese liefern in ganz
bestimmter Weise gestaltete, sich gegenseitig ergänzende Teilbeleuchtungen. Je nachdem
wie diese miteinander vereinigt werden, werden fünf verschiedene Beleuchtungen erhalten,
nämlich: z. Fernbeleuchtung für gewöhnliche Fahrstraßen und für Fernstraßen, 2.
Abblendbeleuchtung für gewöhnliche Fahrstraßen, 3. Abblendbeleuchtung für Fernstraßen,
q.. Licht bei leichtem Nebel, 5. Licht bei starkem Nebel.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Es zeigt Abb. Z die Scheinwerferanordnung von vorn gesehen, Abb.2 die
Scheinwerfer schematisch im Schnitt und Abb. 3 einen Schaltplan.
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Am Fahrzeug befinden sich zwei Hauptscheinwerfer q. und 5 sowie ein
Zusatzscheinwerfer 6. Die beiden Scheinwerfer q. und 5 sind mit je einer Standlampe
7 und einer Zweifadenlampe von bekannter Art für Fern- und Abblendlicht ausgestattet.
Der Fernlichtfaden 8 liegt im Brennpunkt des Scheinwerferspiegels, während der Abblendfaden
9 vor dem Brennpunkt (von der Abschlußscheibe her gesehen) liegt und nach unten
abgeschirmt ist. Mit =o ist die Lampe
des Zusatzscheinwerfers 6
bezeichnet. Die Hohlspiegel zi und 12 der Scheinwerfer 4 und 6 können durch je einen
Elektromagnet 13 bzw. 14 geneigt werden. .
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Der Scheinwerfer 4, der sich an der rechten . Seite des Fahrzeugs
(in Fahrtrichtung gesehen ., befindet, liefert bei eingeschaltetem Fernlichtfaden
8 ein ausgesprochenes Fernlicht und hat eine glasklare oder nur leicht geriffelte
Abschlußscheibe, so daß das ausgesandte Lichtbündel nicht oder nicht erheblich gestreut
wird, sondern zusammengefaßt bleibt. Der Elektromagnet 13 kann nur zusammen mit
dem Fernlichtfaden 8 des Scheinwerfers 4 eingeschaltet werden und bewirkt eine leichte
Neigung des Fernlichts nach dem Boden der Fahrbahn. Die hierbei erhaltene Beleuchtung
dient als Abblendlicht auf Fernstraßen. . Die Achse, um die der Hohlspiegel zz dabei
geneigt wird, kann waagerecht liegen oder schräg so angeordnet sein, daß das Lichtbündel
nach dem Rand der rechten Fahrbahnhälfte hin gelenkt wird. Beim Fahren auf gewöhnlichen
Straßen wird der Scheinwerfer 4 durch Umschalten auf den Abblendfaden 9 abgeblendet.
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Der Scheinwerfer 5 besitzt die bei gewöhnlichen Hauptscheinwerfern
für Kraftfahrzeuge übliche Ausführung, bei denen die Abschlußscheibe in der Regel
so geriffelt ist, daß bei eingeschaltetem Fernlichtfaden 8 eine Fernbeleuchtung
mit Seiten- und Bodenbeleuchtung eriielt wird. Durch Umschalten auf den Abblendfaden9
wird, wie üblich, die Abblendbeleuchtung herbeigeführt.
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Der Zusatzscheinwerfer 6 liefert in seiner gewöhnlichen Stellung eine
Kurvenbeleuchtung, die auch für Fahrten bei leichtem Nebel geeignet ist. Der Elektromagnet
14 kann nur zusammen mit der Lampe zo eingeschaltet werden. Durch den Elektromagnet
14 wird der Hohlspiegel 12 stark nach unten geneigt und liefert eine für Fahrten
bei starkem Nebel geeignete Beleuchtung.
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In dem Schaltplan sind zwei Schaltkästen 15 und 16 sowie ein Abblendschalter
17 vorgesehen. Der Schaltkasten 15 hat die Schaltstellungen o = alles aus, z = Stand
bei- Nacht und 2 = Fahrt bei Nacht. Der Schaltkasten r6 hat fünf Kontaktscheiben
18 und kann die vier Schaltstellungen einnehmen: z = Fahrt bei starkem Nebel (mit
beiden Standlampen 7 und geneigtem Zusatzscheinwerfer 6), 2 = Fahrt bei leichtem
Nebel (mit beiden Standlampen 7 und normal gestelltem Zusatzscheinwerfer 6), 3 =
Fahrt auf gewöhnlichen Straßen (mit beiden Hauptscheinwerfern 4 und 5 und normal
gestelltem Zusatzscheinwerfer 6), 4 = Fahrt auf Fernstraßen (mit beiden Hauptscheinwerfern
4 und 5 und normal gestelltem Zusatzscheinwerfer 6). Durch den Abblendschalter 17
werden in der Stellung 3 des Schaltkastens z6 einmal die Fernlichtfäden 8 und das
andere Mal die Abblendfäden g der _ beiden Hauptscheinwerfer q. und 5 eingeschaltet.
In der Stellung 4 des Schaltkastens 16 werden durch den Abblendschalter 17 einmal
die Fernlichtfäden 8 beider Scheinwerfer 4 und 5 und das andere Mal der Abblendfaden
9 des Schein-@,:w erfers 5 und der Fernlichtfaden 8 sowie der ,glektromagnet 13
des Scheinwerfers 4 eingeschaltet.
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Mit den drei Scheinwerfern gemäß der Erfindung können daher folgende
fünf Beleuchtungen der Fahrbahn erzeugt werden: z. Fernlicht für gewöhnliche Straßen
und Fernstraßen. Hierbei brennen in den beiden Hauptscheinwerfern4 und 5 die Fernlichtfäden
B. Die Scheinwerfer 5 und 6 sind nicht geneigt. Der Hauptscheinwerfer 5 gibt eine
schmale weitreichende Fernbeleuchtung. Daß bei ihm die Seitenstreuung fehlt, wirkt
sich in der Gesamtbeleuchtung nicht schädlich aus, weil der Zusatzscheinwerfer eine
gute Seitenbeleuchtung liefert.
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2. Abblendlicht für gewöhnliche Fahrstraßen. Hierbei brennen in den
beiden Hauptscheinwerfern 4 und 5 die Abblendfäden g. Die Scheinwerfer 5 und 6 sind
nicht geneigt.
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3. Abblendlicht für Fernstraßen. Im Hauptscheinwerfer 5 brennt der
Abblendfaden 9 und im geneigten Hauptscheinwerfer 4 der Fernlichtfaden B. Der Zusatzscheinwerfer
6 ist nicht geneigt. Hierbei liefert der geneigte Hauptscheinwerfer 4 eine weiter
als die Abblendbeleuchtung des Hauptscheinwerfers 5 reichende schmale Beleuchtung,
die jedoch wegen der bei Fernstraßen vorhandenen Trennung der beiden Fahrbahnhälften
entgegenkommende Fahrer nicht blendet. Die fehlende Seitenstreuung bei der Abblendbeleuchtung
des Hauptscheinwerfers 4 wird in der Gesamtbeleuchtung geliefert durch die zum Zusatzscheinwerfer
6 gelieferte Seitenbeleuchtung.
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4. Licht bei leichtem Nebel. In den beiden Hauptscheinwerfern 4 und
5 brennen die Standlampen 7. Der Zusatzscheinwerfer ist nicht geneigt.
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5. Licht bei starkem Nebel. In den beiden Hauptscheinwerfern 4 und
5 brennen die Standlampen 7. Der Zusatzscheinwerfer 6 ist geneigt.
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Der Scheinwerfer 4 erzeugt, wie bereits oben angegeben, ein ausgesprochenes
Fernlicht. Trotzdem wird durch die Scheinwerferanordnung eine Fernbeleuchtung mit
genügendem Seiten-und Bodenlicht dadurch erhalten, daß gleichzeitig mit den beiden
Hauptscheinwerfern 4 und 5 der Zusatzscheinwerfer 6-eingeschaltet ist. Dieser ergänzt
nicht nur das Fernlicht, sondern auch das Abblendlicht auf gewöhnlichen Fahrstraßen
wie auch auf Fernstraßen.
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Beim Fahren auf gewöhnlichen Fahrstraßen kann gewünschtenfalIs einer
der beiden Hauptscheinwerfer 4 und 5, zweckmäßig der Hauptscheinwerfer 4, ausgeschaltet
bleiben. Es sind
in diesem Fall dann nur zwei Scheinwerfer eingeschaltet.
Das Abblenden geschieht durch Umschalten von Fernlichtfaden auf den Abblendfaden
im Hauptscheinwerfer. ° Die Anordnung des Scheinwerfers q. auf der rechten Seite
des Fahrzeugs (in der Fahrtrichtung gesehen) bezieht sich auf Länder mit Rechtsfahrt.
In Ländern mit Linksfahrt bringt man den Scheinwerfer q, auf der linken Seite an
und neigt ihn gegebenenfalls nach dem Rand der linken Fahrbahnhälfte hin.