DE658936C - Photographischer oder kinematographischer Aufnahme- oder Kopierapparat mit elektrischem Belichtungsmesser - Google Patents
Photographischer oder kinematographischer Aufnahme- oder Kopierapparat mit elektrischem BelichtungsmesserInfo
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- DE658936C DE658936C DET43569D DET0043569D DE658936C DE 658936 C DE658936 C DE 658936C DE T43569 D DET43569 D DE T43569D DE T0043569 D DET0043569 D DE T0043569D DE 658936 C DE658936 C DE 658936C
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-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B7/00—Control of exposure by setting shutters, diaphragms or filters, separately or conjointly
- G03B7/08—Control effected solely on the basis of the response, to the intensity of the light received by the camera, of a built-in light-sensitive device
- G03B7/081—Analogue circuits
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Projection-Type Copiers In General (AREA)
Description
IW. lad. Eij
IQ MEI 193g
AUSGEGEBEN AM
22. APRIL 1938
Es wurde wiederholt der Vorschlag gemacht^
die Teile, welche bei photographischen oder kinematographischen Aufnahme- oder Kopierapparaten die Belichtung regeln,
durch eine lichtelektrische Vorrichtung, beispielsweise ein Photoelement, derart zu steuern,
daß selbsttätig die richtige Belichtung erzielt wird.
' Bisher haben derartige Vorrichtungen nur
' Bisher haben derartige Vorrichtungen nur
to bei der Zweiten Belichtung bei der Entwicklung von Umkehrfilmen Erfolg gehabt, wenn
hier ein ziemlich erheblicher technischer Aufwand eingesetzt wurde,
. Bei beweglichen Aufnahmeapparaten und verhältnismäßig einfachen Kopiervorrichtungen, bei denen elektrische Verstärker vermieden werden müssen, konnten bisher derartige Vorrichtungen nicht praktisch durchgeführt werden. Der Grund hierfür ist darin zu suchen, daß bei den in Frage kommenden Beleuchtungsstärken die bekannten Photoele-• mente nur eine so geringe elektrische Energie abgeben, daß damit wohl empfindliche Anzeigeinstrumente betätigt werden können, aber keine ausreichenden Verstellkräfte erzeugt werden können, um eine selbsttätige Einstellung der die Belichtung regelnden Teile zu ermöglichen.
. Bei beweglichen Aufnahmeapparaten und verhältnismäßig einfachen Kopiervorrichtungen, bei denen elektrische Verstärker vermieden werden müssen, konnten bisher derartige Vorrichtungen nicht praktisch durchgeführt werden. Der Grund hierfür ist darin zu suchen, daß bei den in Frage kommenden Beleuchtungsstärken die bekannten Photoele-• mente nur eine so geringe elektrische Energie abgeben, daß damit wohl empfindliche Anzeigeinstrumente betätigt werden können, aber keine ausreichenden Verstellkräfte erzeugt werden können, um eine selbsttätige Einstellung der die Belichtung regelnden Teile zu ermöglichen.
Es sind 'ferner Anordnungen bekannt, bei denen ein die Belichtung einstellendes Organ
der Kamera durch ein im Stromkreis der Photozelle liegendes Relais nach richtiger Einstellung
gegen weitere Bewegung gesperrt wird. Die Einstellung geschieht hier also durch eine Hilfskraft, während durch den Ό>
Photostrom nur das-Relais bewegt zu werden braucht. Die Erfindung bezweckt, bei einer
solchen Anordnung mit möglichst geringer elektrischer Energie große Verstellkräfte zuverlässig
zu steuern. Dies wird dadurch erreicht, daß vor jedem Einstellvorgang durch eine Hilfskraft an den Elektromagneten, der
durch den Photostrom beeinflußt wird, ein Anker angelegt wird und daß durch eine
den Photoelementenstrom schwächende oder die Rückholfeder des Ankers spannende Vorrichtung,
die ihrerseits mit dem Einstellglied für die Belichtung gekuppelt ist, der Anker
zum Abfallen gebracht wird und in dieser Stellung durch einen Sperrzahn die weitere st>
Bewegung des Einstellgliedes verhindert.
Der Photostrom regelt also lediglich den Zeitpunkt des Abfallens eines Ankers. Dies ist
deshalb wichtig, weil der Elektromagnet bei anliegendem Anker bei gegebenem Erregerstrom
die größte Kraft ausübt, so daß bei der Steuerung des Abfallens 'eines Ankers ein
gegebener Erregerstrom wesentlich, größere Regelkräfte erzeugt,, als wenn hierdurch ein
Anker angezogen werden soll. /
Fig. ι und 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel. 3 ist der Elektromagnet, der durch die
Spule 2 erregt wird. Diese Spule 2 wird von dem Strom eines Photoelemcntes 1 durchnos-
,2
sen, das von einem' Lielustrom getroffen wird
der in Abhängigkeit von dem die Belichtung bestimmenden Lichtstrom steht. Sperrad ι r
■ und Kurvenscheibe ι ο sitzen auf einer Achse
die durch eine Hilfskraft bewegt und durch eine Feder 2 5 (nur in Fig. 1 gezeichnet) in
die Anfangsstellung gebracht wird, die in Fig. 2 dargestellt ist. Der Anschlag r i" legt
dann den Anker8, der auf den Schneidend"
ι ο aufliegt, an den Magnet 3 an. Wird nun die
Scheibe 11 in der Pfeilrichtung gedreht, dann spannt die Nockenscheibe 10 über den Hebel
7a die Feder 7. Ist die Spannung der Feder 7 so groß, daß sie den Anker 8 von dem
Magnet 3 abhebt, dann greift der Sperrzahn S6 (nur in Fig. 1 gezeichnet) in das Sperrad
11 und verhindert 'eine weitere Drehung 'desselben.
Da die Haltekraft des Joches 3 yon der Stromstärke abhängt, welche die Spule 2
durchfließt, und diese wieder durch die Lichtmenge bestimmt wird, die jeweils auf die
Sperrschichtzelle 1 fällt, ist die Stellung des Sperrades it, bis zu der dieses jeweils gedreht
werden kann, ehe es durch den Sperrzahn 8* blockiert wird, durch die Lichrmenge
gegeben, die auf die Sperrschichtzelle 1 fällt.
Da das Sperrad 11 mit den Teilen gekuppelt
ist, welche die Belichtung regeln (Aperturblende des Objektivs oder Verschlußgeschwindigkeit),
ist damit die jeweils richtige Belichtung eingestellt. 12, ' 17, 24 und 24"
sind Gehäuseteile, 6 und 6a Bildfeldblenden . für die - Sperrschiclitzelle i, deren Wirkung
bekannt ist, so daß nicht näher darauf eingegangen zu werden" kraucht. 26 ist ein
Sperrknopf, der das Sperrad 11 in der Endlage
festhält, so daß die Feder 25 die Sperrscheibe in die Anfangslage erst zurückdrehen
kann, wenn dieser Knopf 26 gedruckt worden ist. Diese Anordnung hat den Zweck, ein
bequemes Ablesen der Einstellung zu ermöglichen, bei der eine Belichtung erfolgte, bzw.
diese Einstellung festzuhalten, falls mehrere Aufnahmen des gleichen Objektes mit gleieher
Belichtung durchgeführt werden sollen.
Das Joch 3 wird zweckmäßig aus Stahl mit einer geeigneten Vormagnetisierung ausgeführt,
damit die Anfangsspannung der Feder 7 größer als Null gewählt werden kann.
Die Schraube 13 dient zur Eichung des Gerätes durch Verändern des Luftspaltes zwischen Anker8 und Jochs. 2& ist em 4n"
schlag für den Anker 8.
Die Verstellung der* Scheibe 11 und damit
'55 auch der die Belichtung regelnden Teile kann beispielsweise von Hand erfolgen.
Fig. 3 zeigt die Verbindung eines photographischen Apparates 27 mit der beschriebenen
Vorrichtung 24. 28 ist das Objektiv des 6a Apparates 27. 29 ist der Einstellhebel für
die Aperturblende des Objektivs 28. Dieser ist durch die Stange 30 mit einem Hebel 1 ih
verbunden, der mit dem Sperrad ι τ der Vorrichtung
24 gekuppelt ist. 31 ist der Einstellknopf
für die 'Belichtungszeit. Er ist mit einem Widerstand 4 gekuppelt, welcher der
Spule 2 in Fig. 1 und 2 vorgeschaltet ist.
Der Widerstand 4 dient in bekannter Weise zur Einstellung der Empfindlichkeit des Elektromagneten
3, 2. Die Handhabung ist fol- 70' gende: Durch Drücken auf den Knopf 26'
wird das! Sperrad 11 freigelassen, so daß über
iiö, 30 und 29 die Irisblende des Objektivs
28 auf den Wert gestellt wird, der der kleinsten Beleuchtungsstärke entspricht, und
zwar durch die Feder 25 (Fig. i). Der Hebel 30 wird dann von Hand verschoben, bis die
Vorrichtung 24 gemäß der oben- gegebenen Beschreibung eine' weitere Verstellung sperrt.
Damit ist dann die Aperturblehde auf den jeweils erforderlichen Wert eingestellt.
- Der Hebel ι ΐδ. kann auch mit der Einstellung
der Verschlußgeschwindigkeit 31 gekuppelt werden, und der Widerstand 4 mit dem
Hebel 29 der Aperturblende.
Die Kupplung zwischen Belichtungsmesser und photographischem bzw. kincmatographischem
Apparat kann auch noch auf die Auslösung der Aufnahme ausgedehnt werden. Hierfür zeigt Fig. 3 ebenfalls ein Beispiel.
Auf der Verbindungsstange 30 ist ein Ansatz 32 angebracht, in dem ein Druckknopf 33
geführt wird, der in der gezeichneten Stellung durch die Feder 34 gehalten wird. Dieser
Druckknopf betätigt durch einen Bowdenzug 35 die Auslösung der Aufnahme. Be; dieser
Anordnung kommt der Sperrknopf 26 in Fortfall, so daß die Feder 25 (Fig. 1) die Aperturblende
des Objektivs 28 in der Stellung hält, welche der geringsten Beleuchtungsstärke entspricht,
d. h. in maximaler. Öffnung. Die Feder 34 ist nun so stark zu bemessen, daß
bei einem Drücken auf den'Knopf 33 zuerst der Verbindungshebel 30 verschoben wird, so
daß die Blencje des Objektivs 28 geschlossen wird, bis ein weitere's Schließen durch die
Vorrichtung 24 in der oben beschriebenen Weise gesperrt wird. Wird noch stärker auf
den Knopf 33 gedrückt, so wird nunmehr die Feder 34 so weit zusammengedrückt, daß die
Auslösung der Aufnahme über den Bowdenzug 35 erfolgt. Bei dieser · Anordnung wird
also zwangsläufig erst das die Belichtung regelnde Mittel, hier die Blende des Objektivs
28, auf den durch die Vorrichtung 24 begrenzten Wert eingestellt und dann die Aufnahme
ausgelöst. Um eine Belichtung zu verhindern, wenn die Beleuchtung nicht ausreicht,
ist noch ein Anschlag 36 vorgesehen. Macht der Hebel 30 wenigstens eine kurze Bewegung,
ehe die Sperrung durch die, Vor-· richtung 24 erfolgt, so hebt sich der untere
Rand des Knopfes 33 über den punktiert gezeichneten
Kreis 37, und der Knopf geht an dem Anschlag 36 vorbei; der Apparat kann ausgelöst werden. .
Wird der Hebel 30 gleich am Anfang seiner
Bewegung durch die Vorrichtung 24 gesperrt, dann findet diese Hebung nicht statt, und
der Knopf 33 stößt gegen den Anschlag 36, ehe eine Auslösung der Aufnahme erfolgt.
Wird eine solche Sperrung der Aufnahme bei unzureichender Beleuchtung vorgesehen,
dann muß ein gewisser Leerlauf vorgesehen werden, ehe mit der Änderung des die Belichtung
bestimmenden Mittels, hier der Blende 29, begonnen wird. Bei der. Anordnung nach
Fig. 3 dient hierzu der Schlitz 38, der eine gewisse Bewegung des Hebels 30 zuläßt, ehe
der Hebel 29 mitgenommen wird.
An Stelle des einen Widerstandes 4 können
ao in bekannter Weise auch noch weitere Regelmöglichkeiten
vorgesehen werden, um weitere Größen zu berücksichtigen, welche die Belichtungszeit
beeinflussen, wie beispielsweise Empfindlichkeit der Schicht, Art des Aufnahmeobjektes
(Anteil -heller Flächen) usw.
Statt mit der Rückholfeder des Ankers
kann das Einstellmittel für die Belichtung auch mit einem Regelwiderstand oder einer
vor die Zelle geschalteten Blende gekuppelt sein. In diesem Falle wird also der Photozellenstrom
so lange geschwächt, bis der Anker abfällt und die Einstellbewegung sperrt.
Claims (6)
- Patentansprüche:I. Photographischer oder kinematographischer Aufnahme- oder Kopierapparat mit elektrischem Belichtungsmesser, bei dem ein die Belichtung einstellendes Organ durch ein im Stromkreis des Photoelementes liegendes Relais nach richtiger Einstellung gegen weitere Bewegung gesperrt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der vor jedem Einstellvorgang durch eine Hilfskraft au den Elektromagneten (2,31 angelegte Anker (8) durch eine den Photoclementenstrom schwächende oder die Rückholfeder (7) des Ankers spannende Vorrichtung, die ihrerseits mit dem Einstellglied (29) für die Belichtung gekuppelt ist, zum Abfallen gebracht wird und in dieser Stellung durch einen Sperrzahn (8Ä) die weitere Bewegung des Einstell-" gliedes verhindert.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch Rückführung der Regelvorrichtung für die Belichtung in die Anfangslage zwangsläufig der Anker der Sperrvorrichtung an den Elektromagneten gelegt wird.
- 3. ■ Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch - gekennzeichnet, daß die Regelvorrichtung für die' Belichtung durch eine Feder (25) in die Anfangslage zurückge-' führt wird, wenn sie von der verstellenden Hand losgelassen oder wenn eine Sperrung (26) gelöst wird.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine an sich bekannte Vormagnetisierung des Elektromagneten durch einen permanenten Magneten.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellvorrichtung für die Belichtung (28) und der Verschlußauslöser (35) durch einen gemeinsamen Handgriff (33) in zeitlicher Folge bedienbar sind.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch einen die Bewegung " des gemeinsamen Bedienungsgriffes (33) sperrenden Anschlag (36), der infolge eines Spielraumes (38) der Kupplung zwischen dem Belichtungseinstellglied (29) und dem das Abfallen des Ankers bewirkenden Glied (24) zur Wirkung kommt, wenn der Anker abfällt, ehe die Kupplung (30) um den Betrag des Spielraumes verschoben wurde.Hierzu I Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET43569D DE658936C (de) | 1934-02-08 | 1934-02-08 | Photographischer oder kinematographischer Aufnahme- oder Kopierapparat mit elektrischem Belichtungsmesser |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET43569D DE658936C (de) | 1934-02-08 | 1934-02-08 | Photographischer oder kinematographischer Aufnahme- oder Kopierapparat mit elektrischem Belichtungsmesser |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE658936C true DE658936C (de) | 1938-04-22 |
Family
ID=7561541
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET43569D Expired DE658936C (de) | 1934-02-08 | 1934-02-08 | Photographischer oder kinematographischer Aufnahme- oder Kopierapparat mit elektrischem Belichtungsmesser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE658936C (de) |
-
1934
- 1934-02-08 DE DET43569D patent/DE658936C/de not_active Expired
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