DE659155C - Verwendung farbiger Goldlegierungen fuer Schmuckstuecke - Google Patents

Verwendung farbiger Goldlegierungen fuer Schmuckstuecke

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DE659155C
DE659155C DED71180D DED0071180D DE659155C DE 659155 C DE659155 C DE 659155C DE D71180 D DED71180 D DE D71180D DE D0071180 D DED0071180 D DE D0071180D DE 659155 C DE659155 C DE 659155C
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DE
Germany
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gold
aluminum
alloy
gold alloys
metals
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Expired
Application number
DED71180D
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English (en)
Inventor
Dr Jakob Spanner
Dr Ludwig Weiss
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Evonik Operations GmbH
Original Assignee
Degussa GmbH
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C5/00Alloys based on noble metals
    • C22C5/02Alloys based on gold

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Adornments (AREA)

Description

  • Verwendung farbiger Goldlegierungen für ,Schmuckstücke Es ist bekannt, daß Gold mit Aluminium eine Verbindung von der Formel AuA12 einzugehen vermag. Diese Legierung, welche aus 78,5 Teilen Gold und 21,5, Teilen Aluminium besteht und sich durch schöne Farbwirkungen auszeichnet, wird als Blaugold bezeichnet.
  • Die .Erfinderin hat sich die Aufgabe gestellt, derartiges Blaugold bei der Herstellung von Schmuckwaren an Stelle anderer Edelmetalle oder Edelmetallegierungen oder in Vereinigung mit solchen, insbesondere zur Erzielung eigenartiger Farbkombinationen, zu verwenden. Es hat sich indessen gezeigt, daß das Blaugold infolge seiner Härte, Sprödigkeit und Brüchigkeit nicht verarbeitbar ist und infolgedessen für Verwendungszwecke der vorstehend genannten Art nicht brauchbar ist.
  • Es wurde nun gefunden, däß Blaugold, und zwar unter Erhaltung schöner Farbwirkungen, dadurch verarbeitbar wird, daß man größere Mengen von Aluminium, als der Formel AuAl. entspricht, zulegiert. Die Menge des Aluminiums kann bis zu etwa 4o% der Legierung betragen, ohne daß die Farbe des Blaugolds erheblich nachläßt. Der Aluminiumgehalt der erfindungsgemäß zu verwendenden Legierung kann z. B. etwa 25 bis 40% betragen.
  • Weitere Untersuchungen haben ergeben, daß man das die Formel AuA12 überschießende Aluminium zum Teil oder auch ganz durch andere Weichmetalle ersetzen kann. Als derartige Weichmetalle kommen Silber, Zinn, Zink, Cadmium, Wismuth in Betracht. An Stelle einzelner Weichmetalle können auch mehrere oder Legierungen von zwei oder mehr Weichmetallen. dem Blaugold zulegiert werden.
  • Die Herstellung verarbeitbaren Blaugolds kann z. B. derart erfolgen, daß man dem bekannten spröden Blaugold (AuA12) Weichmetalle der obengenannten Art in solchen Mengen zulegiert, daß einerseits die Sprödigkeit der Legierung bis zu einem Grad herabgesetzt wird, der Verarbeitung. z. B. durch Maßnahmen wie Sägen, Bohren, Schleifen u. dgl. gestattet und andererseits schöne Fa-ebwirkungen erhalten bleiben odererzielt werden.
  • Statt dessen kann man auch derart verfahren, daß man z. B. Gold und Aluminium oder Gold, Aluminium und andere Weichmetalle oder deren Legierungen in Mengenverhältnissen zusammenschmilzt, daß verarbeitbäre Produkte von schönen Farbwirkungen erhalten-werden.
  • Zur Herstellung der Blaugoldlegierungen kann man z. B. auch derart- verfahren, daß man die Bestandteile in Pulverform zu Formkörper gewünschter Gestalt, z. B. Stäben, Platten usw., prdßt und die Preßlinge einer zur Bildung der gewünschten Legierung geeigneten Wärmebehandlung, z. B. in Salzbädern bei passenden Temperaturen, z: B. t `ä`1500 bis 8oo° C, unterwirft. Temperxurh' nd Behandlungsdauer richten sich erdabei ch, der Zusammensetzung der pulverigen Mischung und den erstrebten Effekten. Die Dauer der Wärmebehandlung kann z: B. i bis 2 Stunden und mehr betragen.
  • Nach einer Ausführungsform der Erfin, dung wird derart verfahren, daß man Golds' oder eine geeignete Goldlegierung in dLi#,' gewünschte Form bringt und das Blaugold durch Eindiffundieren von Aluminium oder gegebenenfalls auch von Aluminium und anderen Weichmetallen öder Metallegierungen erzeugt. Auf diese Weisse kann man auf den bereits geformten Gegenständen mehr oder weniger dicke Schichten von Blaugold und damit gewünschte Farbeffekte erzielen. je nach der Zusammensetzung des Grundmetalls bzw. der Grundmetallegierung und der Menge des eindiffundierten Metalls bzw. der eindiffundierten Metalle kann man die Farbwirkung und auch die Bearbeitbärkeit der auf diesem Wege -erzeugten Blaugoldschichten beeinflussen: -Man kann z. B. auch Gold oder eine geeignete Goldlegierung mit Aluminium oder einer geeigneten Legierung von Aluminium mit anderen Metallen dowblieren;- in die gewünschte Form bringen und zwecks Bildung der Blaugoldlegierung auf geeignete Temperaturen erhitzen. Ebenso kann man Aluminium oder eine Aluminiumlegierung mit Gold oder einer Goldlegierung doublieren und Gold in das Aluminium eindiffundieren lassen.
  • Mit Vorteil werden möglichst reine Ausgangsstoffe verwendet. Insbesondere sollen das Aluminium wie auch andere Unedelmetalle, z. B. Tallium, praktisch oxydfrei zur Anwendung kommen. Man kann z. B. das Aluminium durch geeignete Maßnahmen, wie mechanisches Entfernen oder Schmelzen unter fluoridhaltigen Salzflüssigkeiten oder Schmelzen im Vakuum, insbesondere im Vakuumhochfrequenzofen, von oberflächlichen Oxydschichten befreien. Bei anderen Unedelmetallen können übliche Reduktionsbehandlungen zur Vorreinigung benutzt werden. Die zur Bildung der Blaugoldlegierung bzw. zum Zulegieren von Hilfsmetallen erforderliche Wärmebehandlung wird zweckmäßig in einer nicht oxydierenden Atmosphäre, z. B: einer Stickstoffatmosphäre, vorzugsweise im Vakuum, vorgenommen.
  • Die Erfindung gestattet die Herstellung von Goldlegierungen von verschiedenen Farbtönungen, z. B. von rot über purpur bis violett, welche den üblichen Bearbeitungsmethoden zugänglich sind und infolgedessen ,für die Herstellung von Schmuckwaren ge-,eignet sind. Die erfindungsgemäß anzuwen-'denden Blaugoldlegierungen können an Stelle ;anderer Edelmetalle oder Edelmetallegierungen verwendet werden. Durch gemeinschäft--liche Verarbeitung von Blaugoldlegierungen 'der beschriebenen Art mit anders gefärbten "Metallen oder Legierungen, z. B. Weißgold u. dgl., können eigenartige Farbkombinationen erzielt werden. Die Blaugoldlegierungen eignen sich insbesondere auch zur Fassung von Edelsteinen oder Halbedelsteinen. Auch hier können durch geeignete Zusammenstellungen charakteristische Farbeffekte -erzielt- werden. Weiterhin können die Blaugoldlegierungen infolge ihrer schönen Farbwirkungen auch als Ersatz für Edelsteine oder Halbedelsteine verwendet werden,. Selbstverständlich sind noch andere Anwendungsmöglichkeiten gegeben.
  • Nachstehend seien einige Beispiele von farbigen Gold-Aluminium-Legierungen gemäß Erfindung gegeben: 70 % Au 3o o/o Al-72,5%Au 27,5%Al, 9o % AuA12 i o 0,16 Ag, 95 0/6 AuA12 5 % Zn.

Claims (3)

  1. PATRNTTANSPRÜCHR i. Die Verwendung farbiger Goldlegierungen, welche Gold und Aluminium in der Formel AuA12 entsprechenden Mengenverhältnissen, nämlich 78,5 Teile Au und 21,5 Teile A1 und außerdem noch zusätzliches Aluminium oder andere Weichmetalle, nämlich Silber, Zinn, Zink, Cadmium; Wismuth; Thallium, einzeln oder zusammen in die Verarbeitung der Legierung ermöglichenden, aber die Farbwirkung nicht störend beeinflussenden Mengen enthalten, wobei der Gesamtgehalt an zusätzlichen Weichmetallen q.0% der Legierung nicht übersteigen soll, für die Herstellung von Schmuckstücken.
  2. 2. Die Verwendung von farbigen Goldlegierungen gemäß Anspruch i, welche aus oxydfreien Ausgangsstoffen, insbesondere oxydfreien Unedelmetallen, erschmolzen sind.
  3. 3. Die Verwendung von farbigen Goldlegierungen gemäß Ansprüchen i und 2, welche in nicht oxydierender Atmosphäre, vorzugsweise im Vakuum, erschmolzen sind.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0284699A1 (de) * 1987-03-10 1988-10-05 Samuel Prof.Dr.Sc.Nat. Steinemann Intermetallische Verbindung und ihre Verwendung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0284699A1 (de) * 1987-03-10 1988-10-05 Samuel Prof.Dr.Sc.Nat. Steinemann Intermetallische Verbindung und ihre Verwendung

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