DE660236C - Arbeitsverfahren in Trockendestillationsanlagen - Google Patents

Arbeitsverfahren in Trockendestillationsanlagen

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DE660236C
DE660236C DEST54152D DEST054152D DE660236C DE 660236 C DE660236 C DE 660236C DE ST54152 D DEST54152 D DE ST54152D DE ST054152 D DEST054152 D DE ST054152D DE 660236 C DE660236 C DE 660236C
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smoldering
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coke
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B49/00Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

  • Arbeitsverfahren in Trockendestillatiönsanlagen Unter Anlagen. zur Trockendestillation, für die das vorliegende Verfahren bestimmt ist, sind in erster Linie zu verstehen: Braunkohle= schwelereien, Halzverkohlungsanlagen oder Torfkoksfabriken. Am Beispiel der Braunkohleschwelerei wird das neue Arbeitsverfahren nachfolgend beschrieben: Die gewöhnliche Schwelerei besteht darin, durch Erhitzung unter Luftabschluß aus der Kohle Feuchtigkeit, Gas und Teer abzutreiben und als Rückstand Grudekoks zu gewinnen. Die Destillate bestehen aus Wasserdampf und Gasen und werden durch Kondensationsanlagen (Teerabscheider, Kühler, Skrubber usw.) geführt, wobei zuletzt nur noch ein unkondensierbares Gas übrigbleibt, das brennbar ist und selbst wieder zur Beheizung der Schwelretorten dient. Trotzdem der thermische Zerfall zahlreicher pflanzlicher Stoffe an sich extherm verläuft, ist die gesamte Schwelreaktion endotherm, es reicht das beim Schwelprozeß erzeugte Gas allein nicht aus, um die Beheizung der Destillationsvorrichtungen durchzuführen, und man braucht Zusatzwärme.
  • Es ist erstrebenswert, bei Destillationsvorgängen aller Art möglichst viel flüssige Erzeugnisse zu erzielen, während andererseits ein Mehr von Koks (besonders Grudekoks) nur schwer zu verwerten ist, da die Aufnahmefähigkeit des Marktes für Hausbrand beschränkt und die Verwertung als Industriebrand technisch noch unvollkommen gelöst ist. Der Schwelvorgang selbst verbraucht vom gleichzeitig anfallenden Koksei es, daß er als solcher auf Rosten verbrannt oder auch in Form von Generatorgas verwertet wird, nur einen. Bruchteil..
  • Das vorliegende Verfahren gibt einen Weg an, bei dem man mehr Schwelerzeugnisse erzielen kann, ohne gleichzeitig den Koksmarkt mehr zu belasten.
  • Bekanntlich gewinnt man sehr viel mehr Schwelerzeugnisse, wenn die pflanzlichen Stoffe, also. auch Braunkohle, in Gegenwart von viel Alkalien verarbeitet werden. Aber dann wiederum ist es schwer, den Koks, der viel Alkaken enthält, zu verwerten, denn sein Gehalt an Alkalien muß natürlich wiedergewonnen wenden und neu in den Kreislauf eingeführt werden.
  • Es ist die zweite Aufgabe des vorliegenden Verfahrens, einen Weg zur Verwertung solcher alkalireicher Kokse zu zeigen.
  • Das vorliegende Verfahren betrifft eine Lösung für die dargestellten beiden Aufgaben, wobei betont wird, daß nicht die Schwelu:ng von Braunkohle allein, sondern jede Trockendestillationsanlage das Arbeitsverfahren anwenden kann.
  • Erfindungsgemäß soll in Schwelereien die Zusatzwärme, die man braucht,-um den Rohstoff sowohl thermisch zu zersetzen als auch vorzutrocknen oder ähnlich zu behandeln, durch ein Generatorgas beschafft werden, das aus Grudekoks erzeugt wird, der selbst wiederum aus alkalireichem Rohstoff gewonnen ist. Zu diesem Zweck wird neben einer ent-
    sprechenden Anzahl von Rolleöfen oder an-
    deren moderneren Schwelvorrichtungen ein -
    als Ausführungsform genannter - Gasgene-
    rator mit Schwelaufsatz betrieben. In diesti'
    Schwelgenerator wird mit viel Alkaliv'x f
    setzter Rohstoff in der oberen Zone gesch#M#_und in der unteren Zone vergast, so daß#
    oben ein relativ teerreiches gut brennbares Gas entweicht. Der Betrieb von Schwelgasgeneratoren ,ist an sich bekannt, jedoch nicht deren Beschickung mit stark alkalisierten Rohstoffen. Das genannte teerreiche Gas soll nun in derartiger Menge, wie es zur Erfüllung verschiedener thermischer Zwecke am Rolleofen (oder anderen moderneren Schwelvorrichtungen) und deren Zubehör gebraucht wird, zunächst den dort befindlichen Kondensationsanlagen zugeführt werden, wo der Teer niedergeschlagen wird, während .das unkondensierbare Gas, nunmehr .gemischt mit dem neuartig gewonnenen Generatorgas zur Heizung der Vorrichtung selbst dienen kann. Beim Betrieb des Schwelgenerators fällt als Schlacke das ursprünglich zur Erzeugung der erhöhten Ausbeute benötigte Alkali an und geht in beliebiger Form wieder in den Fabrikationskreislauf.
  • Es ist nicht zwingend, den als Ausführungsform genannten Generator mit Schwelaufsatz zu verwenden, sondern es ist auch möglich, Schwelung und Vergasung des alkalireichen Rohstoffes in getrennten Arbeitsvorgängen vorzunehmen. Z. B. kann man derart verfahren, daß die alkalisierten Braunkohlen in einem Spülgasschwelschacht mittels der heißen, vom Generator kommenden, Gase entteert werden, wobei der Generator zeit der alkalihaltigen Grude beschickt wird.
  • Das neue Arbeitsverfahren ist nicht nur für Brawnkohleschwelereien, -sondern auch für die Industrien der Holzverkohlung, Torfverkokung und ähnliche Betriebe geeignet, wo pflanzliche Rohstoffe gemischt mit viel Alkali verarbeitet werden sollen. Am Beispiel der Braunkohleschwelerei ist lediglich die Arbeitsweise beschrieben worden.
  • An sich lst bekannt, die unkondensierbaren Schwelgase, die beire thermischen Zerfall beliebiger Stoffe entstehen, zur Beheizung der Schwelvorrichturng oder zur Vortrocknung des Schwelgutes selbst zu verwenden. Es ist auch seit langem bekannt, aus den bei der .Schwelung anfallenden Koksen Gas zu er-,Zeugen und dieses in verschiedenster Weise N&# verwenden, .indem sowohl dessen Heiz-,_' -yT-'ert als auch dessen fühlbare Wärme weiter-`verwertet wird. Neuartig ist jedoch, ein durch besondere Mittel relativ teerreich gemachtes Gas mit den bekannten Schwel- oder Generatorgasarten zu vermischen.
  • Es ist auch ein Verfahren bekannt, bei dem die Trocknung der Rohbraunkohle Gase und Dämpfe liefert, die ihrerseits mit Schwelspülgase-n vermischt werden sollen. Dieser Arbeitsweise gegenüber kennzeichnet sich die neue Arbeitsweise dadurch, daß die Spülgase mit dem teerreichen Gas (vor oder nach Entteerung) aus alkalireichem Rohstoff gemischt werden.
  • Weiterhin ist bekannt, eine Mischung aus Vortrockendämpfen und Generatorgas, das aus Schwelkoks erzeugt wurde, zur Spülgasschwelung zu verwenden; ferner ist nicht mehr neu, die Spülgase, die die Wärmeübertragung auf das Schwelgut vorzunehmen haben, mittels Beimischung heißer Generatorgase aufzuheizen.
  • Allen diesen bekannten Verfahren gegenüber kennzeichnet es .die neue Arbeitsweise, daß als neues Verfahrensmerkmal die Verwendung der aus alkal.ihaltigen Rohstoffen erzeugten Generator- und Schwelgase zur Erzeugung von Zusatzwärme für die Wärmebehandlung des betreffenden Gutes gefunden wurde. Es handelt sich demnach um eine neuartige Vereinigung an sich bekannter Mittel.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Arbeitsverfahren in Trockendestillationsanlagen zur Beschaffung von Zusatzwärme für die Bearbeitung des Rohstoffes, dadurch gekennzeichnet, daß den eigentlichen Destillationsgasen vor oder nach ihrer Kondensation ein Gas beigemischt wird, welches aus alkalihaltigem Koks erzeugt und dann zur Entteerung alkalihaltiger Rohstoffe benutzt worden ist, wobei der entteerte alkal.ihaltige Rohstoff zur Gaserzeugung benutzt wird.
DEST54152D 1935-11-22 1935-11-22 Arbeitsverfahren in Trockendestillationsanlagen Expired DE660236C (de)

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