DE660355C - Sicherheitsvorrichtung fuer Gasmaschinen - Google Patents
Sicherheitsvorrichtung fuer GasmaschinenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02D—CONTROLLING COMBUSTION ENGINES
- F02D17/00—Controlling engines by cutting out individual cylinders; Rendering engines inoperative or idling
- F02D17/04—Controlling engines by cutting out individual cylinders; Rendering engines inoperative or idling rendering engines inoperative or idling, e.g. caused by abnormal conditions
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Description
Die Erfindung bezieht sich, auf eine Sicherheitsvorrichtung
für Gasmaschinen, welche im wesentlichen aus einem in der Gas-, Luftoder Gemischzuführleitung eines jeden ZyBnders
angeordneten, die Zuführleitung bei Frühzündungen in dem zugehörigen Zylinder selbsttätig und bleibend absperrenden Absperrorgan
besteht.
Bei den bekannten Sicherheitsvorrichtungen dieser Art ist in der Ansaugeleitung der
Brennkraftmaschine ein temperaturempfindlicher Körper angeordnet, der bei unzulässig
hohen Temperaturen seine Form verändert und dadurch die Verriegelung eines unter
Federspannung stehenden Absperrventils löst, so daß letzteres die Ansaugeleitung bleibend
absperrt. Da der temperaturempfindliche Körper aber erst beträchtliche Wärmemengen
aufnehmen muß, um seine Form so stark verändern zu können, daß er die Verriegelung
löst, so wird das Absperrventil erst geschlossen, wenn bereits eine Anzahl die Maschine
gefährdende Frühzündungen erfolgt sind.
Um die schädliche Wirkung jeder Frühzündung von der Ansaugeleitung fernzuhalten,
wird erfmdungsgemäß in der Ansaugeleitung zwischen dem Zylinder und dem Absperrventil
ein druckabhängiger Riegel angeordnet, der bei durch Frühzündungen verursachten unzulässigen
Drucksteigerungen einen das Ab-Sperrventil fest auf seinen Sitz pressenden federbelasteten Hebel freigibt, der normalerweise
vom Ventil ferngehalten wird. Der druckabhängige Riegel weist die durch die Wärmeaufnahme des bekannten temperaturabhängigen
Riegels bedingte Trägheit nicht auf und schließt das Absperrventil bereits bei der ersten Frühzündung.
Bei Einspritzbrennkraftmaschinen, denen der Brennstoff mittels hochgespannter Einblasedruckluft
zugeführt wird, ist in der Einblasedruckluftleitung ein Absperrventil vorgesehen,
welches sich gegen eine Bruchplatte stützt und dabei die Leitung offen hält. Bei
im Einspritzventil auftretenden Explosionen wird die Bruchplatte zerstört, so daß sich das
Ventil schließen kann. Abgesehen davon, daß
das Auswechseln der Bruchplatten zeitraubend ist, besteht bei Anordnung· dersielben
in der Ansaugeleitung die Gefahr, daß die Splitter der zerstörten Bruchplatte in das
Zylinderinnere gelangen und das Triebwerk der Maschine zerstören.
Es ist schließlich noch bekannt, ein Rückschlagventil in der Ansaugeleitung der Btnenjnkraftmaschine
anzuordnen, welches die Leitung zwar beim Auftreten von Frühzündungen
absperrt, sich aber sofort wieder öffnet. Ein solches Ventil vermag deshalb den Frühzündungen
aufweisenden Zylinder nicht außer Betrieb zu setzen, so daß die die Frühzündungien
verursachenden glühenden Ölkohleansätze im Brennraum des Zylinders nicht abgekühlt
werden und deshalb dauernd weitere Frühzündungen verursachen.
Auf der Zeichnung" ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt,
und zwar zeigt:
Abb. ι einen Schnitt durch die Sicherheitsvorrichtung·
nach Linie I-1 in Abb. 2, Abb. 2 einen Schnitt nach Linie H-II in
Abb. i,
Abb. 3 einen Aufriß des die Federkraft auf das Absperrventil übertragenden Hebels in
vergrößertem Maßstab,
' Abb. 4 einen Grundriß von Abb. 3.
' Abb. 4 einen Grundriß von Abb. 3.
In die Gaszuführleitung' eines jeden Zylinders
ist ein Gehäuse 1 ednges ehaltet, welches
ein leicht bewegliches Absperrventil enthält, dessen Ventilteller 2 auf einer Spindel 3 geführt
ist. Die Spindel 3 ist als verstellbare Gewindespindel ausgeführt, um durch Höheneinstellung
des Anschlages 4 den Hub des Tellers 2 und damit die der Maschine -zugieführte
Gasmenge einstellen zu können. Der Ventilteller 2 kann durch eine starke Druckfeder S, die vermittels eines Hebels 6 auf den
Teller drückt, auf seinen Sitz gepreßt werden. Der in Abb. 3 und 4 vergrößert dargestellte
Hebel 6 kann an -den Teller 2 angelenkt sein oder gemäß der beiliegenden Zeichnung nur
lose auf den Ventilteller drücken. Normalerweise wird die Feder 5 mittels des Hebels 6,
der sich mit seinem Ansatz 8 auf einen Riegel 7 stützt, in Spannung· gehalten. Auf der
Achse 12 des Hebels 6 ist außerhalb des Gehäuses ι ein als Handhebel ausgebildeter Zeiger
13 befestigt, der die Stellung des Absperrorgans 2, 6 anzeigt. Der Riegel 7 ist mit
einem in einer Seitenbohrung· des Gehäuses 1 verschiebbaren Kolben 9 verbunden, der durch
eine Druckfeder 10 belastet wird.
Treten nun Frühzündungen vom Zylinder her durch die Öffnungen 11 in das Gehäuse 1
über, so bewirkt die dabei stattfindende Drucksteigerung ein Ausweichen des Kolbens
9 entgegen der Spannung der Feder 10.
Dadurch gibt der an dem Kolben befestigte Riegel 7 den Hebel 6 frei, so daß derselbe
sich unter dem Einfluß der Federspannung 5 in die strichpunktierte Stellung bewegt und
den Ventilteller 2 auf seinen Sitz drückt. Da nunmehr die weitere Gaszufuhr zum Zylinder
unterbrochen ist, kühlt sich derselbe schnell auf die normale Temperatur ab. Durch die
Drehung des Hebels 6 in die strichpunktierte Stellung hat sich der Zeiger 1.3 aus der
ursprünglichen Stellung in die strichpunktierte Stellung bewegt. Hierdurch ist es dem Bedienungspersonal
ohne weiteres ersichtlich, daß der zugehörige Zylinder infolge Frühzündungen
ausgefallen ist. Nachdem der Zylinder genügend abgekühlt ist, wird vermittels des als Handhebel ausgebildeten Zeigers 13
der Hebel 6 entgegen, der Spannung der Feder 5 wieder in die verriegelte Bereitschaftsstellung
zurückgeführt und damit der Teller 2 von seinem Sitz angehoben bzw. entlastet, so
daß er sich unter dem Einfluß des; SoogS vom Zylinder aus von seinem Sitz bis zum
Anschlag 4 anheben kann.
Anstatt das Absperrorgan in die Gasleitung einzuschalten, kann dasselbe natürlich auch
in die Luftleitung oder in die Gashiftgemischleitung der Maschine eingeschaltet werden.
Die Einschaltung des Absperrorgans in die Luftleitung hat den Vorzug, daß mit dem Abstellen
der Luft das von der Maschine angesaugte Gas die auf dem Kolben befindlichen
glühenden Kohlenansätze schnell erstickt.
Der den Hebel 6 in Beneitschaftsstellung haltende Riegel kann auch mittels der bei
Frühzündungen infolge des Druckanstieges in der Ansaugelieitung eintretenden Umkehr in
der Strömungsrichtung des Gases betätigt werden. So kann z. B. zwecks Freigabe der
Feder 5 der Riegel 7 mittels des auf der Spindel 3 verschiebbaren Tellers 2 zurückgezogen
werden, sobald der Teller 2 durch einen Rückschlag· auf seinen Sitz geschleudert wird.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Sicherheitsvorrichtung für Gasmaschinen, bei der in der Gas-, Luft- oder Gemischzuführleitung eines jeden Zylinders ein selbsttätiges Absperrorgan vorgesehen ist, welches die Zuführleitung bed Frühzündungen in. dem zugehörigen Zylinder bleibend absperrt, dadurch gekennzeichnet, daß ein in der Rohrleitung zwisehen dem Zylinder und dem Absperrventil angeordneter druckabhängiger Riegel (7) bei unzulässigen Drucksteigerungen einen 'das Absperrventil (2) fest auf seinen Sitz pressenden feder belasteten Hebel (6) freigibt, der normalerweise vom Ventil ferngehalten wird.
- 2. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Riegel (7) mit einem in einer seitlichen Bohrung des Gehäuses (1) verschiebbaren, durch eine Druckfeder (10) belasteten Kolben (9) verbunden ist.
- 3. Sicherheitsvorrichtung nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Absperrorgan (2, 6) mit einem außerhalb der Zuleitung sichtbar angeordneten Zeiger (13) verbunden ist, der als Handhebel ausgebildet ist 'und gleichzeitig zum Zurückführen des Absperrorgans in die geöffnete Stellung dient.
- 4. Sicherheitsvorrichtung nach den An-Sprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Teller (2) des Absperrorgans auf einer Spindel (3) bis gegen einen Bund (4) frei verschiebbar ist, und daß der;■■"■" Druck der Feder (5) über einen sich frei gegen den Teller (2) legenden Hebel (6) auf den Teller übertragen wird, sobald der Riegel (7) den Hebel (6) freigibt.
- 5. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindel (3) und damit der Bund (4) zur Verstellung des Hubes des Tellers (2) in Achsrichtung verstellbar sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH150633D DE660355C (de) | 1937-02-14 | 1937-02-14 | Sicherheitsvorrichtung fuer Gasmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH150633D DE660355C (de) | 1937-02-14 | 1937-02-14 | Sicherheitsvorrichtung fuer Gasmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE660355C true DE660355C (de) | 1938-05-24 |
Family
ID=7180967
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH150633D Expired DE660355C (de) | 1937-02-14 | 1937-02-14 | Sicherheitsvorrichtung fuer Gasmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE660355C (de) |
-
1937
- 1937-02-14 DE DEH150633D patent/DE660355C/de not_active Expired
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