DE660974C - Daempfungseinrichtung fuer Oszillographen - Google Patents
Daempfungseinrichtung fuer OszillographenInfo
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- DE660974C DE660974C DET42156D DET0042156D DE660974C DE 660974 C DE660974 C DE 660974C DE T42156 D DET42156 D DE T42156D DE T0042156 D DET0042156 D DE T0042156D DE 660974 C DE660974 C DE 660974C
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Description
- Dämpfungseinrichtung für Oszillographen Die Erfindung betrifft eine zweckmäßige Dämpfungseinrichtung für Oszillographen, die insbesondere geeignet ist, hohe Eigenfrequenzen des Schwingungssystems wirksam und von der Temperatur unabhängig abzudämpfen, ohne daß die Empfindlichkeit des Systems beeinträchtigt wird. Dies ist vor allem wichtig für oszillographische Lichtsteuergeräte, die zur Herstellung photographischer Schallaufzeichnungen dienen und unter diesen für die Type, die mit einem elektromagnetischen Antriebsglied, z. B. einem in einem inhomogenen Magnetfeld schwingenden Stahldraht und einem daran befestigten Spiegel, arbeitet. Die letztgenannten Gebilde sind bisher so gedämpft worden, daß das elektromagnetische Antriebsglied, z. B. der Antriebsdraht, mit seinen Enden in Gummipolster eingespannt war. Die Polster veränderten sich nun im Laufe der Zeit unter dem Einfluß der Temperatur und der Atmosphäre, ihre Elastizität wurde größer oder kleiner, @ebenso ihr Volumen; die Folge waren Veränderungen der Stärke der Einspannung, Verlagerungen der Resonanz und vor allem der Ruhelage, die die Betriebssicherheit des Oszillographen gefährdeten. Ein weiterer Nachteil einer solchen Dämpfung besteht darin, daß die Dämpfungskraft nicht .an der Masse bzw. an der Stelle der größten Amplitude des Schwingungssystems ,angreift. Um die genannten Nachteile zu vermeiden, ist bei einer Dämpfungseinrichtung für Oszillographen unter Verwendung eines nur am Schwingelement befestigten Schwingkörpers, insbesondere für oszillographische Lichtsteuergeräte zur photographischen Tonaufzeichnung, gemäß der Erfindung der Dämpfungskörper, der hohe innere Reibung und stabförmige Gestalt besitzt, mit einem Ende am Schwingelement derart befestigt und bemessen, dä,ß er auch bei tiefen Nutzfrequenzen noch in Ruhe bleibt. Bei Oszillographen mit Spiegel wird der Dämpfungskörper zweckmäßig am Spiegel und vor allem auf dessen Rückseite befestigt. Man nimmt in diesem Falle einen Gummibolzen und läßt ihn an der Rückseite des .Spiegels vorstehen. An der Befestigungsstelle wird der Bolzenkoniscb zugespitzt, so daß er nur mit einem verhältnismäßig kleinen Querschnitt mit der Rückseite des Spiegels verbunden ist. Die Befestigung selbst erfolgt durch Ankleben z. B. mittels Schellacks. Der konisch verlaufende Teil des Dämpfungskörpers weist bei der Bewegung infolge seiner Beschaffenheit -einen hohen inneren Reibungswiderstand auf. Gegenüber diesem tritt sein ,elastischer Widerstand zurück. Der sich ,an dem Konus anschließende Teil besitzt nun eine Masse, die so groß gewählt wird, daß diese selbst bei der tiefsten vorkommenden Frequenz in Ruhe bleibt. Die Wirkungsweise der Anordnung erkennt man am einfachsten, wenn man sich die feststehende Masse wegdenkt und an deren Steller den konisch verlaufenden Teil an dem eine`" Ende, an das sich diese Masse anscblif,eingespannt denkt. Die beiden Anordnung;; sind in ihrer grundsätzlichen Wirkung gleich wertig. Man .erkennt sofort, daß durch die hohe innere Reibung des konischen Teiles lediglich die Dämpfung' des schwingenden Systems stark vergrößert wird, ohne daß die schwingende Masse der Anordnung eine wesentliche 4nderung erfährt und damit die Eigenfrequenz kleiner wird.
- Die Anordnung hat den besonderen Vorteil, daß der schwingende Teil stets genau in seine Ruhelage zurückkehrt, was z. B. nicht der Fall ist, wenn der Dämpfungskörper an seinen beiden Enden eingespannt ist. In diesem Falle würde die Coulombsche Reibung, die unabhängig von dem Ausschlag des schwingenden Systems ist, ein Zurückwandern des Spiegels in seine Nullage, die genau definiert ist, verhindern. Der Dämpfungskörper wird zweckmäßig auf der Drehachse des Spiegels befestigt. Als Dämpfungsmaterial eignet sich jedes Material mit hoher Reibung., das möglichst temperaturunabhängig ist, z. B; Gummi.
- Der Dämpfungskörper braucht nicht aus einem homogenen Stoff zu bestehen, per kann auch eine Kombination von Stoffen, z. B. eine geeignete Verbindung von Metall und Gummi, enthalten.
- Der Dämpfungskörper soll mit Ausnahme am Spiegel nirgends befestigt sein, doch empfiehlt es sich, um ihn gegen Transporterschütterungen u. dgl, - zu sichern, ihn durch eine Metallhülse umgehen zu lassen, die seine Befestigungsfreiheit jedoch nicht wesentlich einschränkt. Bei den üblichen Oszillographen für Tonfilmzwecke hat sich ein konisch zugespitzter Gummibolzen von etwa io mm Länge und i X o,5 mrn Querschnitt als sehr geeignet erwiesen. Seine Masse muß jedenfalls so groß sein, daß auch bei den tiefen Frequenzen das freie Ende des Dämpfungskörpers in Ruhe bleibt und nur eine Relativbewegung zwischen.Schwingteil bzw. Spiegel und Dämpfungskörper erfolgt. Die Erfindung wird an Hand der beiliegenden Zeichnung erläutert, die den Erfindungsgegenstand in etwa - fünffacher Vergrößerung darstellt. i ist ein Ant-xiebsdraht .eines Oszillographen für Tonfilm-4 il* I*,_ecke, dessen beide Enden 2 und 3 in nicht kezeichneter Weise eingespannt oder sonstwie befestigt sind. q. ist der durch die Veränderungen des Magnetfeldes bewegte Spiegel, der um die Achse i schwingt. 5 ist der aus Gummi bestehende Dämpfungskörper, der bei 6 konisch zugespitzt und mittels Schellacks an der Rückseite des Spiegels an der Stelle der Drehachse angeklebt ist.
- Abb. 2 zeigt eine ähnliche Anordnung. Das freie Ende des Gummibolzens 5 ragt in die Ausnehmung 8 des Metallkörpers 7 und sichert den Bolzen 5 gegen Erschütterungen und Beschädigungen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Dämpfungseinrichtung für Oszillographen unter Verwendung eines nur am Schwingelement befestigten Schwingkörpers, insbesondere für oszillographische Lichtsteuergeräte zur photographischen Tonaufzeichnung, dadurch gekennzeichnet, daß der Därripfungskörper, der hohe innere Reibung und stabförmige Gestalt besitzt, mit einem Ende am Schwingelement derartig befestigt und bemessen ist, daß er auch bei tiefen Nutzfrequenzen noch in Ruhe bleibt.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der stabförmige Körper an der Befestigungsstelle am Schwingelement einen kleineren Querschnitt besitzt als in größerer Entfernung von demselben, vorzugsweise konisch zugespitzt ist.
- 3. Einrichtung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß an .dem Dämpfungskörper Metallteile befestigt sind. _ ¢.- Einrichtung nach Anspruch i oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende des Dämpfungskörpers in eine Aussparung eines feststehenden Körpers hineinragt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET42156D DE660974C (de) | 1933-02-15 | 1933-02-15 | Daempfungseinrichtung fuer Oszillographen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET42156D DE660974C (de) | 1933-02-15 | 1933-02-15 | Daempfungseinrichtung fuer Oszillographen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE660974C true DE660974C (de) | 1938-06-07 |
Family
ID=7561202
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET42156D Expired DE660974C (de) | 1933-02-15 | 1933-02-15 | Daempfungseinrichtung fuer Oszillographen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE660974C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0051331A1 (de) * | 1980-10-30 | 1982-05-12 | Koninklijke Philips Electronics N.V. | Schwenkspiegeleinrichtung |
-
1933
- 1933-02-15 DE DET42156D patent/DE660974C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0051331A1 (de) * | 1980-10-30 | 1982-05-12 | Koninklijke Philips Electronics N.V. | Schwenkspiegeleinrichtung |
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