DE661402C - Verfahren und flache Kulierwirkmaschine zur Herstellung von Wirkware mit Riegelmaschien - Google Patents

Verfahren und flache Kulierwirkmaschine zur Herstellung von Wirkware mit Riegelmaschien

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DE661402C
DE661402C DEL90253D DEL0090253D DE661402C DE 661402 C DE661402 C DE 661402C DE L90253 D DEL90253 D DE L90253D DE L0090253 D DEL0090253 D DE L0090253D DE 661402 C DE661402 C DE 661402C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B1/00Weft knitting processes for the production of fabrics or articles not dependent on the use of particular machines; Fabrics or articles defined by such processes
    • D04B1/06Non-run fabrics or articles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

  • Verfahren und flache Kulierwirkmaschine zur Herstellung von Wirkware mit Riegelmaschen Es ist bereits bekanntgeworden, auf der flachen Kulierwirkmaschine in die Ware sogenannte Riegelmaschen einzuarbeiten. Die Bindung erfolgt dabei so, daß an beliebigen Stellen der Ware eine Masche durch die vorhergehende Masche desselben Maschenstäbchens hindurchgezogen und über diese vorliergeliende Masche abgeschlagen wird.
  • Bei diesem bekannten Verfahren werden die Riegelmaschenschleifen auf den Stuhlnadeln oder auf dem Rücken von Hilfsnadeln koliert, deren Bewegung senkrecht zur Achse der Stuhlnadeln gerichtet ist. Dadurch werden aber entweder die Riegelmaschenschleifen schon beim Kolieren größer als die gewöhnlichen Wirkmaschen oder die gewöhnlichen Wirkmaschen werden beträchtlich gedehnt, wenn der kolierte Faden später von den Hilfsnadeln eingeschlossen wird. Diese Dehnung ergibt sich aus der senkrecht zu den Stuhlnadeln gerichteten Bewegung der Hilfsnadeln, die erforderlich ist, um deren Haken so weit von den Stuhlnadelschäften wegzubringen, daß die Riegelmaschenschleifen leicht vor den Haken vorbeigleiten können. Diese Maschendehnungen sind aber in jedem Falle ungünstig, weil die Riegelmaschen das Aussehen der Ware nicht stören sollen. Lassen sich aber die äewöhnlichen Maschen nicht genügend ausdehnen, so werden die Schleifen der zu bildenden Riegelmaschen nicht richtig eingeschlossen, sondern sie gleiten ganz oder teilweise auf den Rücken der Hilfsnadeln.
  • Nach dem Einschließen werden die Riegelmaschenschleifen durch die gewöhnlichen Maschen hindurchgezogen. Diese Bewegung versagt aber sehr leicht, weil entweder die Schleifen der Riegelmaschen unter den Spitzen der Hilfsnadeln hindurchgleiten oder aber, falls die Spitze zu stark zum Haken gebogen ist, nach dem Durchziehen nichtfreigegeben werden. Infolge dieser verschiedenen Fehler konnte sich der bekannte Vorschlag in der Praxis nicht durchsetzen.
  • Nach der Erfindung, die in einem Verfahren und einer Vorrichtung besteht, sollen die erwähnten Schwierigkeiten vermieden werden, so daß an flachen Kulierwirkmaschinen eine sichere Bildung der Riegelmaschen gewährleistet ist.
  • Zu diesem Zwecke sind gemäß der Erfindung die Rechennadeln, die vor dein Kolieren der Riegelmaschenschleifen die gewöhnlichen Wirkmaschen übernehmen, um eine an den Stuhlnadelschäften liegende Achse schwenkbar und halten infolge Wegfalles jeder senkrecht zu den Stuhlnadeln gerichteten Bewegung beim Arbeiten von Riegelmaschen die gewöhnlichen Wirkmaschen ohne Dehnung in ihrem 'Drehpunkt, wobei die gebogenen Spitzen der Rechennadeln so weit von den Stuhlnadelschäften abgeschwenkt und darauf wieder so in die Zasche der Stuhlnadeln hineingeschwenkt werden, daß die neu kulierten Riegelmaschenschleifen sicher eingeschlossen und dann sicher durch die gewöhnlichen Ma_ sehen hindurchgezogen werden.
  • Zur Ausführung dieses Verfahrens sind schwenkbaren Rechennadeln knieförmig aus',=: gebildet und liegen mit dem mit einer Zasche versehenen Knie als Drehpunkt an den Stuhlnadelschäften an, sitzen mit ihrem nach unten verlängerten Schaft in besonders gelagerten und gesteuerten Rechen und sind an den Stuhlnadelschäften auf- und abwärts bewegbar, wobei der Drehpunkt beim Kulieren der Riegelmaschenschleifen in dem Raum 7wischen Platinen und Abschlag liegt.
  • Hierdurch wird erreicht, daß die Schleifen der Riegelmaschen von den Rechennadeln sicher eingeschlossen werden, wobei während der Einschlußbewegung die in der Nähe der Drehachse befindlichen gewöhnlichen Maschen nicht zusätzlich gedehnt werden. Infolge der Schwenkbewegung wird auch selbst bei verhältnismäßig stark gekrümmter Spitze der Rechennadeln die RiegelmaschenschleifQ nach dem Durchziehen durch die gewöhnliche Masche von den Nadeln gut freigegeben.
  • Da nun im Bereich des Abschlages innerhalb der ganzen Fontur kein Platz mehr für einen Rechen vorhanden ist, befinden sich die Rechen unterhalb der maschenbildenden Teile und sind an seitlich der Fonturen vorgesehenen Drehbolzen schwenkbar gelagert, die in der aus den Drehpunkten der Rechennadeln gebildeten Drehachse liegen.
  • Beim Arbeiten der Riegelmaschen werden die schwenkbaren Rechen durch ein dreifach wirkendes Steuergestänge bewegt, von dein der eine Teil die senkrechte Bewegung, der andere Teil die waagerechte Bewegung und der dritte Teil die Schwenkbewegung der seitlich der Fonturen angeordneten Drehbolzen vermittelt.
  • Um nun die Drehpunkte der Rechen in die an den Stuhlnadelschäften auf- und abwärts bewegliche Drehachse zu verlegen, sind an beiden Seiten der Rechen nach der auf- und abwärts beweglichen Drehachse hinführende Laschen angebracht, in deren freiem Ende die dieRechendrehachse bildenden Drehbolzen sitzen.
  • Es ist an und für sich schon vorgeschlagen worden, Wirkware mit Riegelmaschen auf flachen Kulierwirkmaschinen ganz ohne Hilfsrechen herzustellen. Trotzdem ist aber diese bekannte Maschine nicht einfacher als die nach der Erfindung, denn die Form der dort verwendeten maschenbildenden Teile weicht erheblich von den üblichen Formen ab und erfordert umständliche Bewegungen und Steuerteile. Außerdem ist die Herstellung dieser besonders geformten Teile schwierig und teuer, und es ist dabei noch von Nachteil, daß sie empfindlicher sind als die üblichen ,eile. Nach der Erfindung ist im Gegensatz hierzu neben den gewöhnlichen inaschenbilehden Teilen nur noch ein Hilfsteil, nämlich Rechen mit zusätzlichen Nadeln, erforderlich.
  • Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand an einem Ausführungsbeispiel erläutert. Es zeigt: Abb. i das Kulieren der Riegelinaschenschleifen, Abb.2 das Einschließen der kulierten Riegelmaschenschleifen, Abb.3 das Hindurchziehen der Riegelmaschenschleifen durch die gewöhnlichen Wirkmaschen, Abb. 4 das Abpressen der Stuhlnadeln, Abb. 5 das Abschlagen der Riegelmaschen über die Köpfe der Stuhlnadeln, Abb.6 einen Ausschnitt aus der flachen Kulierwirkmaschine zumArbeiten der Riegelmaschen, in Seitenansicht, Abb. 7 die in Abb. 6 dargestellten Teile in Draufsicht (die bekannten maschenbildenden Teile und ihre Steuerungen sind dabei weggelassen), Abb.8 die Steuerung und Lagerung der Rechen in Seitenansicht (Ausschnitt aus Abb.6, vergrößert dargestellt), Abb. 9 die Steuerung und Lagerung der Rechen nach Abb. 8, in Vorderansicht.
  • Abb. i zeigt die maschenbildenden Teile einer flachen Kulierwirkmaschine beim Kulieren. Die Stuhlnadeln i, die Platinen 2 und der Wirkfaden 3 für die Riegelmaschen befinden sich in ihrer üblichen Stellung, in der derFaden zu Schleifen gebildet wird. Die Rechennadeln 4 liegen mit dein Schwenkpunkt 5 der Rechen 6 in der Nähe der Abschlagkämme 7 an den Stuhlnadelsch@ften an, während sich dieSpitze 4a derRechennadeln4 dabei unter der Kulierstelle befindet. Die letzte Maschenreihe der gewöhnlichen Wirkware 8 befindet sich in dieser Stellung auf den Schäften beider Nadeln. Da aber die Rechennadeln 4 dicht an den Stuhlnadelschäften anliegen, werden die gewöhnlichen Maschen nicht gedehnt.
  • Um die kulierten Schleifen 3 der Riegelmaschen unter den Spitzen der Rechennadeln a. einzuschließen, bewegen sich die Rechen 6 mit den Drehpunkten 5 der Rechennadeln ,4 immer dicht an den Stuhlnadelschäften entlang nach oben und schwenken die Spitzen der Nadeln von den Stuhlnadelschäften ab, so daß die kulierten Maschenhenkel 3 unter die Spitze 4a der Rechennadeln gelangen (Abb. 2). Darauf bewegen sich die Nadelspitzen 4a durch Schwenken der Rechen 6 wieder gegen die Stuhlnadelschäfte und greifen in die Zasche der Stuhlnadeln ein. Dadurch entsteht j e eine geschlossene Öse, in der der Faden der zu bildenden Riegelmasche eingeschlossen ist. Bei dieser Schwenkbewegung werden die Maschen der-gewöhnlichen Wirkware 8 ebenfalls nicht gedehnt, weil sie sich in der Nähe des am Nadelschaft der Rechennadeln 4. gelegenen Schwenkpunktes 5 der Rechen 6 befinden.
  • Beim weiteren Ausarbeiten der Riegelmaschen übernehmen die Halsen der Rechennadeln 4. die Aufgabe des üblichen Stuhlnadelliakens und ziehen die eingeschlossenen Schleifen 3 der Riegelmaschen durch die Maschen der gewöhnlichen Ware 8 hindurch (Abb. 3). Bei diesem Hindurchziehen werden aber die gewöhnlichen Maschen nicht wie bei der üblichen Maschenbildung voll abgeschlagen, sondern sie bleiben notwendigerweise auf dem Schaft der Stuhlnadeln. Nunmehr senken sich die Stuhlnadeln i und bewegen sich dabei nach der Preßkante 9 der Maschine. Die Haken der Stuhlnadeln werden darauf in dem Augenblick zugepreßt, in dem ihre Spitzen über die Maschen der gewöhnlichen Ware 8, aber nicht über die heruntergezogenen Maschen 3 der Riegelmaschenreihe greifen (Abb. d.).
  • Für das Weiterarbeiten werden die Riegelmaschen von den Rechennadeln q. freigegeben und bei dem weiteren Senkender Stuhlnadeln i über die Köpfe der letzteren abgeworfen, während die Maschen der gewöhnlichen Wirkware 8 unter dein Haken der Stuhlnadeln bleiben (Abb. 5). Nach dem Hochgehen der Stuhlnadeln i befinden sich die maschenbildenden Teile wieder in der Stellung, in der gewöhnliche Maschen gebildet werden können. Dem Arbeiten einer Reihe gewöhnlicher Maschen folgt dann wieder die Bildung einer Reihe Riegelmaschen in der eben geschilderten Weise.
  • Die Abb.6 bis 9 zeigen Ausschnitte aus der flachen Kulierwirkmaschine zumArbeiten der Riegehnaschen. Die maschenbildenden Teile der Maschine, Stuhlnadeln i, Platinen 2 und Abschlagkämme 7 erhalten außer der üblichen Steuerung für das Arbeiten der gewöhnlichen Wirkmaschen eine weitere Steuerung für das Arbeiten der Riegelmaschen. Diese weitere Steuerung kann durch Verschieben der Laufrollen in einer bei zusätzlichen Steuerungen üblichen Weise in oder außer Wirkung gebracht werden. Diese zusätzliche Steuerung der bekannten maschenbildenden Teile ist in der Zeichnung nicht mit dargestellt. -Weiterhin erhält die Maschine eine Steuerung für die schwenkbaren Rechen 6, die sich aus folgenden drei Teilsteuerungen zusamrnensetzt: a) den Steuerteilen zur Bewegung der Rechen in senkrechter Richtung, b) den Steuerteilen zur Bewegung der Rechen in waagerechter Richtung (diese beiden Bewegungen der Rechen sind den Bewegungen der Stuhlnadeln entsprechend angepaßt), c) den Steuerteilen zur Bewegung der Rechen um ihre Schwenkpunkte (an der Berührungsstelle der Rechennadeln mit den Stuhlnadelschäften).
  • Im Maschinengestell ist eine Welle io drehbar gelagert. Auf dieser Welle sitzen zur Steuerung der senkrechten Bewegung der Rechendrehpunkte 5 fest eine bestimmte Anzahl Hebel i i, von denen einige mit Rollenhebeln 12 verbunden sind. Die Laufrollen 13 dieser Rollenhebel arbeiten unter dernEinfluß von Federn 15 mit Exzentern 14. zusammen, die in üblicher Weise auf der Exzenterwelle 16 der Maschine angebracht sind. Auf der Welle io sind beispielsweise für je zwei Fonturen zwei Hebel i z vorgesehen, die eine über zwei Fonturen reichende Welle 17 drehbar trägen. Auf diesen Wellen 17 sind für jede Fontur wiederum zwei Hebel i8 fest angeordnet, die die Drehpunkte der Rechen 6 als Bolzen 5' aufweisen.
  • Weiter sitzt nach dem Ausführungsbeispiel für je zwei Fonturen ein anderer Rollenhebel 19 lose auf der Welle i o, dessen Rolle 20 unter der Wirkung einer Feder 22 mit einem Exzenteraizusammenarbeitet und die waagerechte Bewegung der Rechendrehpunkte 5 steuert. Um diese Bewegung auf die Rechen 6 zu übertragen, ist auf jeder Welle i; ein Hebel 23 fest angebracht, dessen freies Ende durch eine lose gelagerte VerbindUngsst,ange 2.4 mit dem Rollenhebel i 9 verbunden ist.
  • Zum Schwenken der Rechen 6 um ihre Drehpunkte 5 beim Einschließen und Freigeben der Riegelmaschen ist im Maschinengestell eine weitere Welle 25 drehbar gelagert. Auf dieser Welle sitzen, über die ganze Maschine verteilt, einige Rollenhebel 26, deren Laufrollen 27 unter dem Einfluß von Federn 29 mit Exzentern 28 zusammenarbeiten. Zum Übertragen dieser Schwenkbewegung auf die Rechen 6 dienen die fest auf der Welle 25 sitzenden Hebel 3o. Das freie Ende dieser Hebel 30 ist mit den Rechen 6 durch je eine Stange 31 verbunden.
  • Die Kurvenlaufbahn der Exzenter 14, 21 und 28 ist so geformt, daß entsprechend dein jeweils erforderlichen Arbeitsvorgang den Rechen 6 im richtigen Zusammenspiel mit den Stuhlnadeln i, die in den in üblicher Weise gesteuerten Nadelbarren 32 sitzen, eine senkrechte Bewegung, eine waagerechte Bewegung und eine Schwenkbewegung um die aus den Drehpunkten der Rechennadeln gebildete Drehachse erteilt wird. Die genaue Form der Exzenter richtet sich im einzelnen nach der jeweiligen Maschinenbauart, und sie ist daher in der Zeichnung nicht dargestellt. Die Laufrollen 13, :2o und 27 für die dreifache Steuerung der Rechen sind dabei in üblicher Weise verschiebbar angeordnet, so daß sie beim Arbeiten glatter Maschenreihen auf Exzenter geschoben werden können, die die Rechen in einer unwirksamen Stellung halten.
  • Aus Platzgründen ist es nicht möglich, die Aufhängepunkte derRechen 6 für das Schwenken der Rechennadeln q. um die Drehpunkte 5 an denRechen selbst vorzusehen. DieRechen 6 befinden sich vielmehr an einer Stelle, wo sie nicht stören, beispielsweise zwischen den Nadelbarren 32 und den Steuerteilen für die Steuerung der Abschlagkämme.
  • Um die Aufhängepunkte der Rechen 6 in die Höhe der Drehpunkte 5 an die gewünschte Stelle an den Stuhlnadelschäften zu legen, sind an den Rechen 6 beiderseitig Laschen 33 angebracht, die nach den die Drehpunkte der Rechen 6 bildenden Bolzen 5' an den Steuerhebeln 18 hinführen. Die Rechennadeln ¢ selbst weisen von der Einspannstelle an den Rechen 6 nach den Drehpunkten 5 an den Stuhlnadelschäften und sind von dort an schräg zu ihrer Achsrichtung nach oben abgebogen. In der Höhe des Drehpunktes 5 weisen die Rechennadeln q. eine Zasche auf, um sich besser an die Stuhlnadelschäfte anlegen zu können, und an ihrem oberen Ende ¢a sind die Rechennadeln in an sich bekannter Weise hakenförmig gegen die Stuhlnadeln i zum Einschließen der Riegelmaschen abgebogen.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung nach der Erfindung ist folgende: Am Ende einer glatten Maschenreihe, der eine Reihe Riegelmaschen folgen soll, werden die Rollen der am Arbeiten der Riegelmaschen beteiligten Rollenhebel auf die entsprechenden Exzenter zum Arbeiten der Riegelmaschen geschoben. Dadurch schwenken die Rechennadeln mit ihren Haken in dem Zeitpunkt, in dem die Stuhlnadeln nach dem Abschlagen hochzugehen bereit sind, in die Zasche der Stuhlnadeln ein. Hierdurch gelangen beim Hochgehen beider Nadeln die auf den Stuhlnadeln hängenden gewöhnlichen Wirkmaschen auf die Schäfte beider Nadeln, so daß die am Arbeitsvorgang beteiligten maschenbildenden Teile die Stellung nach Abb. i erreichen. In dieser Stellung werden die Schleifen für die Riegelmaschen wie die Schleifen für die gewöhnlichen Wirkmaschen koliert. Nach dem Kolieren gleiten die Rechennadeln an den Stuhlnadeln entlang nach oben und führen dabei die Bewegung zum Einschließen der kolierten Maschenschleifen aus. Nach dein Einschließen der Maschenschleifen bewegen sich die Stuhlnadeln und die Rechennadeln gemeinsam in der Weise wie bei der Ausbildung gewöhnlicher Maschen, bis die Schleifen der Riegelmaschen durch die gewöhnlichen Maschen hindurchgezogen sind. Hierauf senken sich die Stuhlnadeln und bewegen sich gegen die Preßkaiite der Maschine und in dem Zeitpunkt, in dein sich die Spitzen der Haken der Stuhlnadeln zwischen den durchgezogenen Riegelmaschen und den nunmehr auf den Stuhlnadelschäften hängenden gewöhnlichen Maschen befinden, werden die Halten der Stuhlnadeln an der Preßkante zurückgedrängt.
  • Bei der weiteren Abwärtsbewegung der Stuhlnadeln gelangen hierauf die Riegelmaschen auf den Haken dieser Nadeln und werden schließlich über die Stuhlnadelköpfe abgeworfen. Während dieser Bewegung bleiben aber die gewöhnlichen Wirkmaschen unter dem Haken der Stuhlnadeln. Nach dem Abwerfen der Riegelmaschen gehen die Stuhlnadeln wieder hoch, wobei aber die Rechennadeln mit ihrer Spitze von dein Schaft der Stuhlnadeln abstehen, so daß die gewöhnlichen Maschen nicht auf den Schaft der Rechennadeln gleiten können.
  • Nunmehr werden wieder alle Rollen auf die Exzenter für das Arbeiten gewöhnlicher Wirkmaschen verschoben, und es werden eine oder mehrere Reihen gewöhnlicher Maschen gearbeitet, bis nach abermaligem Verschieben der Rollen der geschilderte Arbeitsvorgang für das Arbeiten der Riegelmaschen von neuem beginnt. -

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Wirkware mit Riegelmaschen auf der flachen Kulierwirkmaschine unter Verwendung eines Hilfsnadelrechens, dadurch gekennzeichnet, daß die Rechennadeln, die vor dem Kolieren der Riegelmaschenschleifen die gewöhnlichen Wirkmaschen übernehmen, um eine an den Stuhlnadelschäften liegende Achse geschwenkt werden und infolge Wegfalles jeder senkrecht zu den Stuhlnadeln gerichteten Bewegung beim Arbeiten von Riegelmaschen die gewöhnlichen Wirkmaschen ohne Dehnung in ihrem Drehpunkt halten, und daß dabei die gebogenen Spitzen der Rechennadeln so weit von den Stuhlnadelschäften abgeschwenkt und darauf wieder so in die Zasche der Stuhlnadeln hineingeschwenkt werden, daß die neu kolierten Riegelmaschenschleifen sicher eingeschlossen und dann sicher durch die gewöhnlichen Maschen hindurchgezogen werden. 2. Flache Kulierwirkmas(ihine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die schwenkbaren Rechennadeln (q.) knieförmig ausgebildet sind und mit dem mit einer Zasche versehenen Knie (5) als Drehpunkt an den Stuhlnadelschäften anliegen sowie mit ihrem nach unten verlängerten Schaft in besonders gelagerten und gesteuerten Rechen (6) sitzen und an den Stuhlnadelschäften auf- und abwärts bewegbar sind, wobei der Drehpunkt (5) beim Kulieren der Riegelmaschenschleifen in dem Raum zwischen Platinen und Abschlag liegt. 3. Flache Kulierwirkmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich dieRechen (6) unterhalb der maschenbildenden Teile befinden uhd an seitlich der Fonturen vorgesehenen Drehbolzen (5') schwenkbar gelagert sind, die in der aus den Drehpunkten der Rechennadeln gebildeten Drehachse liegen. ¢; Flache Kulierwirkmaschine nach Anspruch z und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die schwenkbaren Rechen (6) durch ein dreifach wirkendes Steuergestänge bewegbar angeordnet sind, von dein der eine Teil die senkrechte Bewegung, der andere Teil' die waagerechte Bewegung und der dritte Teil die Schwenkbewegung der seitlich der Fonturen angeordneten Drehbolzen vermittelt. 5. Flache Kulierwirkmaschine nach Anspruch 2 bis 4., dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Seiten der Rechen (6) nach der auf- und abwärts beweglichen Drehachse hinführende Laschen (33) angebracht sind, in deren freiem Ende die die Rechendrehachsen bildenden Drehbolzen (5') sitzen.
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