DE662048C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines elastischen Fadens, insbesondere fuer Strick-, Wirk- und Webwaren - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines elastischen Fadens, insbesondere fuer Strick-, Wirk- und Webwaren

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DE662048C
DE662048C DEA75884D DEA0075884D DE662048C DE 662048 C DE662048 C DE 662048C DE A75884 D DEA75884 D DE A75884D DE A0075884 D DEA0075884 D DE A0075884D DE 662048 C DE662048 C DE 662048C
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Shaping Of Tube Ends By Bending Or Straightening (AREA)
  • Lining Or Joining Of Plastics Or The Like (AREA)
  • Decoration Of Textiles (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines elastischen Fadens, insbesondere für Strick-, Wirk- und Webwaren Die Erfindung betrifft die Herstellung eines elastischen Fadens, der für verschiedenerlei Zwecke brauchbar ist und sich insbesondere zur Herstellung von Strick-, Wirk- und Webwaren eignet. Der Faden besteht aus einem Kernfaden aus Faserstoff und einer Umhüllung aus Kautschuk. Derartige Fäden sind an sich bekannt.
  • So wurde ein Verfahren beschrieben, bei dem ein Faden aufgezwirnt und durch eine Kautschuklösung geführt, dann getrocknet und wieder zusammengezwirnt, in diesem Zustand nochmals durch ein Überzugsbad gezogen, getrocknet und schließlich zwischen zwei Preßwalzen hindurchgeführt wird. Da der Kernfaden nicht dehnbar ist, besitzt das Erzeugnis trotz des Kautschuküberzuges praktisch keine Elastizität. Ferner ist ein Verfahren bekannt, bei dem aus Kautschukdispersionen, wie Kautschukmilch, zwei Bänder hergestellt werden, die miteinander verbunden, vulkanisiert und dann zu einem runden Faden zusammengerollt werden. Dieser Gummifaden wird dann mit einem Faserstofffaden umwickelt. Bei dem Erzeugnis stellt also der Kautschukfaden die Seele dar, die von einer Faserstoffumhüllung umgeben ist.
  • Im Gegensatz hierzu bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zur Herstellung eines Fadens, der einen Kernfaden aus Faserstoff und eine Umhüllung aus Kautschuk besitzt, der aber im Gegensatz zu dem bekannten Erzeugnis dieser Art streckbar ist und eine geregelte Dehnung gestattet. Man kennt zwar ein Kautschukerzeugnis mit einer eingelagerten, eine begrenzte Dehnung gestattenden Einlage. Jedoch handelt es sich hierbei um einen Polsterstreifen, wie er für die Herstellung von Polstermöbeln usw. Anwendung findet. Dieser Streifen besteht aus Schwammgummi und enthält eine wellenförmig eingebettete, in der Längsrichtung verlaufende Schnur.
  • Gemäß der Erfindung wird ein elastischer Faden in der Weise hergestellt, daß ein aus einer Kautschukdispersion, insbesondere aus Kautschukmilch, hergestelltes Filmband in noch schwach klebrigem Zustand derart in der Längsrichtung gespannt und um einen Kernfaden aus Faserstoff schlauchförmig zusammengerollt wird, daß nach Entspannung der Kautschukummantelung der Kernfaden verkürzt liegt. Zweckmäßig wird ein Filmband solcher Breite verwendet, daß es sich in mehreren Lagen um den Kernfaden legt. Die Kanten des Bandes verlaufen bei der fertigen schlauchförrnigen Umhüllung nicht in Schraubenwindungen, sondern in der Schlauchachse. Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird als Kernfaden ein Zwirn verwendet.
  • Der nach diesem Verfahren hergestellte elastische Faden ist für die Herstellung ve. Strick-, Wirk- und Webwaren besonders g.y eignet. Der Faserstoffaden liegt infolge der Zusammenziehung beim Entspannen zusammengeschoben in der Kautschukhülle und ist infolgedessen dehnungsfähig. Es wird also durch die Erfindung trotz Verwendung eines an sich nicht dehnbaren Kernfadens ein elastischer Faden erreicht, der genügend dehnbar ist. Wenn der Faserstoffaden nicht von dem Kautschuk zusammengeschoben würde, sondern in seiner gewöhnlichen gestreckten Lage eingebettet wäre, wie dies bei dem eingangs erwähnten bekannten Verfahren der Fall ist, so könnte in der Folge keine Dehnung vorgenommen werden, und der zusammengesetzte Faden wäre unelastisch.
  • Das Erzeugnis nach der Erfindung befindet sich gleichsam in einem unausgeglichenen öder labilen Zustand, denn keiner der beiden Bestandteile befindet sich gleichzeitig in seinem Normalzustand. Wenn die Kautschukumhüllung ungedehnt ist, so ist der Textilfaden durch den Kautschuk zusammengepreßt bzw. zusammengeschoben. Wenn der Faden sich dagegen in seiner normalen Stellung befindet, so ist die Kautschukumhüllung gedehnt. So ergibt sich also insgesamt ein Faden, der ohne weiteres eine Dehnung in einem durch das Herstellungsverfahren bedingten Maße, nämlich bis zur Streckung des Faserstoffes auf seine ursprüngliche Länge, zuläßt. Durch die dem Kautschukband bei der Herstellung gegebene Spannung kann man die Grenze der Dehnbarkeit des Fertigerzeugnisses bestimmen.
  • Das Kautschukband von bestimmter Breite wird vorzugsweise aus Kautschukmilch, die vorvulkanisiert sein kann, d. h. den Kautschuk als noch disperse Phase vulkanisiert enthält, hergestellt, so daß das Band lediglich durch Trocknen völlig vulkanisiert werden kann. Um damit den elastischen Faden herzustellen, wird zweckmäßig eine Vorrichtung benutzt, die mehrere Streckwalzen zum Spannen des Kautschukbandes und eine mit einer Schrägfläche versehene Walze zum Herumrollen des Bandes um den Kernfaden aufweist.
  • In der Zeichnung ist eine zweckmäßige Vorrichtung zur Durchführung der Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt Fig. i die Seitenansicht einer Vorrichtung, wie sie zur Herstellung des dehnbaren Fadens verwendet werden kann, Fig. a eine Draufsicht auf diese Vorrichtung, Fig. 3 die vergrößerte Ansicht des fertigen, teilweise aufgeschnittenen Fadens, Fig. 4. eine Draufsicht auf die ganze Vor-:richtung, . Fig. 5 einen vergrößerten Querschnitt durch Ai:@ Formwalze und Fig. 6 einen Teilschnitt, der zeigt, wie der Faden in der Formwalze liegt.
  • Das Kautschukband wird durch Auftragen einer dünnen Haut aus Kautschukmilch auf ein endloses Band i hergestellt, das zwecks ausreichender Trocknung durch eine Trockenkammer -läuft. In diesem Zustand ist das Band selbsttragend und kann der im weiteren Verlauf des Verfahrens auf es ausgeübten Spannung widerstehen. Es kann ferner zu schlauchförmiger Gestalt . zusammengerollt werden. Vorrichtungen für diesen allgemeinen Zweck sind bekannt, so daß sie im einzelnen nicht beschrieben zu werden brauchen.
  • Sobald das Kautschukband = das Tragband i verläßt, läuft es über eine Abstreifwalze 3, wobei es am besten dadurch etwas gespannt wii#d, daß dieAbstreifwalzemiteiner Geschwindigkeit läuft, die etwas größer ist als die Oberflächengeschwindigkeit des Tragbandes. Dann läuft das Band über eine wieder mit größerer Oberflächengeschwindigkeit angetriebene Walze q., so daß es zusätzlich gespannt wird. Von der Walze 4. gelangt es zu der Schlauchformwalze 5, deren eine Seite mit einem schrägen Flansch 6 versehen ist. Dieser ist hinsichtlich der Laufbahn der Bandkante so angeordnet, daß diese beim Vorbeigehen sich um sich selbst aufrollt. Zwischen den Walzen q. und 5 kann das Band noch weiter gespannt werden. Von der Walze 5 läuft das Erzeugnis um die Walze 7, die mit der gleichen Oberflächengeschwindigkeit wie die Walze 5 läuft, um das gerollte Band durch die Vorrichtung zu führen.
  • An der Stelle, wo das Aufrollen stattfindet, empfängt das Band den inneren Faden, der seine Ausdehnung begrenzt. Dieser Faden ist mit io bezeichnet und kann aus beliebigem Stoff bestehen. Da fast alle Fäden durch Zusammendrehen verschiedener Einzelfäden hergestellt werden, sind sie fast alle in derLängsrichtung zusammenziehbar. Der Faden läuft von einer Spule i z ab, durch eine Führungsun:d Spannvorrichtung 1a, durch die er in die Kante des Bandes geführt wird, während es sich um sich selbst aufrollt. Dieser Vorganglegt den Faden in die Kante des Bandes, so daß er nach Fertigstellung des zusammengesetzten Fadens von verschiedenen Umwicklungen des Kautschukbandes umgeben ist. Das Kautschukband wird in sich selbst aufgerollt, so daß seine Kanten gleichgerichtet zur Längsachse des fertigen Erzeugnisses bleiben, das Band aber nicht in Schraubenlinien um sich aufgerollt wird. Während des Aufrollens ist das Band klebrig genug, um zusammenzuhaften.
  • Die Walze 3 sitzt auf einer Welle 15 mit Rienscheibe 16, die durch einen Riemen 17 von einer Kraftquelle aus angetrieben wird. Die Walze 4 sitzt auf einer Welle 18 und wird durch ein Vorgelege ig von der Welle 15 angetrieben. Die Welle 15 trägt Stufenscheiben 2o, die durch einen Riemen 21 mit Stufenscheiben 22 auf einer Welle 23 verbunden sind, welche die Walze 5 trägt. Dem Kautschukschlauch können an verschiedenen Punkten seiner Bahn oder während er gebildet wird, verschiedene Spannungsgrade vermittelt werden, wenn der Riemen 21 durch einen Ausrücker 2.4 verschoben wird. Die Walze 7 wird durch ein bei 25 in Fig. q. gezeigtes Vorgelege mit der Oberflächengeschwindigkeit der Rolle 5 angetrieben.
  • Die Walze 5 mit dem Flansch 6 stellen eine praktische und sehr einfache Vorrichtung zum Aufrollen des Bandes in sich und um den Faden dar, jedoch können auch andere, gleichwertige Vorrichtungen statt dessen benutzt werden, solange das Verfahren nur nicht in schraubenförmigem Aufrollen des Bandes besteht. Der Betrag des Aufrollens des Bandes wird durch die Lage des Flansches 6 hinsichtlich der Bandkante festgelegt, und diese kann durch Verschiebung der Walze auf ihrer Welle durch einen Hebel 28 und Spannbügel 29 geregelt werden, der in eine Nut 30 eingreift. Zu diesem Zwecke ist die Walze 5, wie Fig. 5 zeigt, auf die Welle 23 aufgekeilt.
  • In Fig. 6 ist der dehnbare Faden im Querschnitt dargestellt, wie er am Fußpunkt des Flansches 6 liegt. Der Faden ist durch mehrere Wicklungen des Bandes umschlossen; ihre Anzahl hängt von der Breite des Bandes ab. Der Faden io wird sich in der Längsrichtung zusammenschieben, sobald der zusammengesetzte Faden sich zusammenzieht, was er nach Aufhören der Spannung tut, und das führt zu der in Fig. 3 gezeigten Auflockerung der einzelnen Fäden. Auf diese Weise wird ein Verdrehen oder Krängeln des dehnbaren Fadens verhindert. Das fertige Erzeugnis wird sich dehnen oder strecken, bis der Faden io seinen Ursprungszustand erreicht hat. Ist der Faden so verdreht, daß er eine gewisse Eigenelastizität hat, wird der zusammengesetzte. Faden sich natürlich dehnen, bis der Höchstwert der Ausdehnung des Fadens i o erreicht ist.
  • Die Hauptvorteile der Erfindung bestehen in der Gewinnung eines Fadens, der elastisch ist, aber außerdem die Eigenschaft besitzt, weiterer Ausdehnung zu widerstehen, sobald ein gewisser Punkt erreicht ist. Es ist daher die Verwendung dieses Fadens in Strick-, Wirk- oder Webmaschinen möglich, in denen er leicht gehandhabt wird. Der Faden kann leicht mit einer billigen Einrichtung hergestellt werden. Hat der Vorgang des Bandformens einmal begonnen, so ist wenig Aufmerksamkeit mehr nötig.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen eines elastischen Fadens mit einem Kernfaden aus Faserstoff und einer Umhüllung aus Kautschuk, insbesondere für Strick-, Wirk- und Webwaren, dadurch gekennzeichnet, daß ein aus einer Kautschukdispersion, insbesondere aus Kautschukmilch, hergestelltes Filmband in noch schwach klebrigem Zustand derart in der Längsrichtung gespannt und um den Kernfaden schlauchförmig zusammengerollt wird, daß nach Entspannen der Kautschukummantelung -der Kernfaden verkürzt liegt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Filmband solcher Breite verwendet wird, daß es sich in mehreren Lagen um den Kernfaden legt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß. als Kernfaden ein Zwirn verwendet wird. q.. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen i bis 3, gekennzeichnet durch die Anordnung mehrerer Streckwalzen zum Spannen des Kautschukbandes und einer mit einer Schrägfläche versehenen Walze zum Herumrollen des Bandes um den Kernfaden.
DEA75884D 1934-11-07 1935-04-26 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines elastischen Fadens, insbesondere fuer Strick-, Wirk- und Webwaren Expired DE662048C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2507214A1 (fr) * 1981-06-08 1982-12-10 Albany Int Corp Fil composite et tissu forme a partir de ce fil

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2507214A1 (fr) * 1981-06-08 1982-12-10 Albany Int Corp Fil composite et tissu forme a partir de ce fil

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GB448605A (en) 1936-06-11

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