DE662122C - Verwendung von Kupferlegierungen fuer Gegenstaende mit hoher Leitfaehigkeit, mechanischer Festigkeit und hoher Warmfestigkeit - Google Patents
Verwendung von Kupferlegierungen fuer Gegenstaende mit hoher Leitfaehigkeit, mechanischer Festigkeit und hoher WarmfestigkeitInfo
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Description
- Verwendung von Kupferlegierungen für Gegenstände mit hoher Leitfähigkeit, mechanischer Festigkeit und hoher Warmfestigkeit Zusatz zum Patent 638 469 Im Hauptpatent 638 469 sind Kupferlegierungen beschrieben mit einem Gehalt von insgesamt o,5 bis 600 Chrom und Beryllium, die durch Glühen, anschließendes rasches Abkühlen und Anlassen bei Temperaturen zwischen 300 und 6oo° C vergütet werden und die durch diese Vergütung hohe elektrische Leitfähigkeit, mechanische Festigkeit und hohe Warmfestigkeit erhalten. Das Verhältnis von Chrom zu Beryllium entspricht zweckmäßig den stöchiometrischen Verhältnissen der Formeln Cr Be oder Cr, Be. Das Chrom kann ganz oder teilweise durch Kobalt im Verhältnis der Atomgewichte ersetzt werden.
- Es wurde nun gefunden, daß bei Ersatz eines Teiles des Berylliums der Legierungen des Hauptpatents durch Aluminium Legierungen entstehen, die im Vergleich - zu den aluminiumfreien Legierungen des Hauptpatents leichter zu bearbeiten sind und neben den zum- Teil noch verbesserten Eigenschaften der Legierungen des Hauptpatents außerdem ihren Elastizitäts- und Torsionsmodul auch bei höheren Temperaturen beibehalten und korrosionsfest sind.
- Die neuen Legierungen lassen sich leicht bei 700 bis 900° C schmieden und können nach Abschreckung von dieser Temperatur auch kalt geschmiedet _ werden. Die nur gegossenen oder auch geschmiedeten Stücke werden zum Homogenisieren etwa i bis 2 Stunden je nach Stückgröße auf 750 bis 9So° C, vorzugsweise goo° C, erhitzt, in Wasser abgeschreckt und darauf durch Anlassen während i bis q. Stunden auf 400 bis 6oo° C, vorzugsweise auf 500° C, ausgehärtet.
- Beispielsweise hat sich als besonders geeignet die folgende Legierung erwiesen: 97 % Kupfer, 2,6 % Kobalt, 0,32 0/0 Beryllium, o,o8 0/0 Aluminium.
- Im allgemeinen werden sich die verschiedenen Anteile der Metalle in folgenden Grenzen halten müssen: Kupfer , . . . . . . . 96 bis 99 0/" Kobalt und/oder Chrom. 0,5 - 3%, Beryllium -E- Aluminium 0,25 - i 0/0.
- Beryllium und Aluminium werden den anderen Bestandteilen gewöhnlich als Vorlegierung zugesetzt, die einen Berylliumgehalt von 5o bis go % und einen Aluminiumgehalt von 5o bis io % besitzt. Besonders geeignet ist eine Vorlegierung mit einem Gehalt von 8o °/o Beryllium und 20 % Aluminium: Die erfindungsgemäßen Legierungen sind hart, zäh und korrosionsbeständig. Ihre elek=' trische Leitfähigkeit ist um etwa io bis i4°/0 größer als die der Legierungen des Hauptpatents.
- .Die Zugfestigkeit und der Elastizitätsmodul, vor allem der Torsiönsmodul, behalten bis etwa 45o° C technisch brauchbare Werte.
- Die erfindungsgemäßen Legierungen können init Vorteil zu Schweißelektroden, Lötkolbenspitzen, elektrischen Kontakten, Polschuhen, Kontaktfedern und anderem verwendet werden. Vor allein sind die Legierungen wegen ihrer guten mechanischen Eigenschaften für Federn geeignet, bei denen es auf Festigkeit, Härte und Korrosionsbeständigkeit ankommt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Die Verwendung von Legierungen nach Patent 638469, bei denen ein Teil des Berylliums durch Aluminium ersetzt ist, für den im Hauptpatent angegebenen Zweck. Die Verwendung von Legierungen der im Anspruch i genannten Zusammensetzung mit der Maßgabe, daß der Gehalt an Kobalt und/oder Chrom nicht über 3 % und der an Beryllium und Aluminium zusammen nicht wesentlich über i °/a liegt, für den im Hauptpatent genannten Zweck. Die Verwendung von Legierungen .der in Anspruch i und z genannten Zusammensetzung mit der Maßgabe, daß der Berylliumgehalt dem Aluminiumgehalt wenigstens gleich ist, für den im Hauptpatent genannten Zweck. 4. Die Verwendung von Legierungen der in den Ansprüchen i bis 3 genannten Zusammensetzungen, die durch Erhitzen auf 700 bis goo° C mit anschließendem Abschrecken und nachfolgendem Anlassen auf Temperaturen von 40o bis 60o° C ausgehärtet worden sind, zur Herstellung solcher Gegenstände, die außer den im Hauptpatent genannten Eigenschaften noch. einen auch bei erhöhten Temperaturen bis 4.50° C technisch brauchbaren Elastizitäts-und Törsionsmodul haben sollen. 5. Die Verwendung von Legierungen der in. den Ansprüchen i bis 3 genannten Zusammensetzungen, die durch Erhitzen auf 70o bis goo° C mit anschließendem Abschrecken und nachfolgendem Anlassen auf Temperaturen von 40o bis 60o° C ausgehärtet worden sind, zur Herstellung solcher Gegenstände, die außer den im Hauptpatent genannten Eigenschaften noch korrosionsbeständig sein sollen.
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| DEA78367D Expired DE662122C (de) | 1935-01-31 | 1936-02-01 | Verwendung von Kupferlegierungen fuer Gegenstaende mit hoher Leitfaehigkeit, mechanischer Festigkeit und hoher Warmfestigkeit |
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1936
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