DE662455C - Rueckstellvorrichtung fuer Lauf- oder Treibachsen elektrischer Lokomotiven - Google Patents
Rueckstellvorrichtung fuer Lauf- oder Treibachsen elektrischer LokomotivenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61F—RAIL VEHICLE SUSPENSIONS, e.g. UNDERFRAMES, BOGIES OR ARRANGEMENTS OF WHEEL AXLES; RAIL VEHICLES FOR USE ON TRACKS OF DIFFERENT WIDTH; PREVENTING DERAILING OF RAIL VEHICLES; WHEEL GUARDS, OBSTRUCTION REMOVERS OR THE LIKE FOR RAIL VEHICLES
- B61F5/00—Constructional details of bogies; Connections between bogies and vehicle underframes; Arrangements or devices for adjusting or allowing self-adjustment of wheel axles or bogies when rounding curves
- B61F5/38—Arrangements or devices for adjusting or allowing self- adjustment of wheel axles or bogies when rounding curves, e.g. sliding axles, swinging axles
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61C—LOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
- B61C9/00—Locomotives or motor railcars characterised by the type of transmission system used; Transmission systems specially adapted for locomotives or motor railcars
- B61C9/38—Transmission systems in or for locomotives or motor railcars with electric motor propulsion
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 13. JULI 1938
REICHSPÄTENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 2Od GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. August 1936 ab
Die von elektrischen Lokomotiven und Triebfahrzeugen verlangte Kurvenläufigkeit
läßt sich in vielen Fällen nur dadurch erreichen, daß man einzelne Achsen, sei es
Lauf- oder Triebachsen, beweglich gegenüber dem Oberrahmen anordnet. Die Laufachsen
werden meist in der Gleisebene verschwenkhar angeordnet, während man die
Triebachsen axial verschiebbar in der Lokomotive lagert. Auf diese Weise können sich
die Räder der Lauf- und Triebachsen den Gleiskrümmungen anpassen. Durch diese Anordnung
der Achsen wird jedoch die Faforeigenschaft der Lokomotiven auf gerader
Strecke in Frage gestellt. Man hat zwar bereits bei axial verschiebbaren Triebachsen
Rückstelleinrichtungen, wie Federn o.dgl., vorgesehen, um damit ein Pendeln der Triebachse
bei der Fahrt auf geradef Strecke in den zulässigen Grenzen zu halten. Bei den neuerdings geforderten starken Geschwindigkeitserhöhungen
kommt es trotz dieser Einrichtungen zu einem starken Schleudern der Lokomotiven auf gerader Strecke.
Diese Nachteile werden nach der Erfindung dadurch vermieden, daß die Beweglichkeit
der Achsen parallel zur Gleisebene bei höherer Geschwindigkeit des Fahrzeuges zwangsläufig begrenzt, bei geringerer Geschwindigkeit
dagegen freigegeben ist. Die Grenzgeschwindigkeit, bei der die Seitenbeweglichkeit
der Achse ausgeschaltet wird oder noch gerade vorhanden ist, richtet sich,
einerseits nach den Laufeigenschaften der Lokomotivgattung und andererseits nach der
Linienführung der Strecke und der Beschaffenheit des Oberbaues. Die Grenzgeschwindigkeit
kann beispielsweise bei einer Geschwindigkeit von etwa 60km je Stunde liegen; es
sind jedoch auch Fälle denkbar, in denen die Begrenzungseinrichtung bereits bei einer
geringeren oder auch bei einer höheren Geschwindigkeit zur Wirkung gebracht oder
ausgeschaltet wird. Die Begrenzung der Seitenbeweglichkeit erfolgt bei zunehmender
Fahrgeschwindigkeit beim Überschreiten des eingestellten Grenzwertes. Wird dagegen die
Geschwindigkeit des Fahrzeuges verringert, und dabei der Grenzwert unterschritten, so
wird die Begrenzung der Seitenbeweglichkeit der Achse wieder rückgängig gemacht.
Die Vorrichtung kann so ausgebildet sein, daß die Begrenzung und Freigabe der Beweglichkeit
der Achse von einem Fliehkraftregler gesteuert ist, der in Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit arbeitet.
Ein Ausführungsbeispiel für die Erfindung . ist in der Zeichnung dargestellt.
Fig. ι zeigt im Schnitt eine Begrenzungseinrichtung
für die axial verschiebbare Achse 3
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Alfred Grimm in Berlin-Charlottenburg und Wilhelm Eichelberger in Berlin-Schlachtensee.
mit den Rädern ι und 2, an der eine Führung 4 angeordnet ist. In der Führung ist
der Hebel 8 mit einem Kugelgelenk gelagert. Am anderen Hebelende ist der Stößel 11 an»
gelenkt, der über die Befestigungsstellen der Federteller 12, 13, 14 und 15 hinaus verlängert
ist. Zwischen den Federtellern sind die Federn 16 und 17 angeordnet. Die beiden
Stößelenden sind mit 23 und 24 bezeichnet.
Gleichachsig mit den Stößelenden sind Zylinder 2 5 und 26 angeordnet, in denen die Kolben 27 und 28 geführt sind. Federn 29 und
30 halten, die Kolben 27 und 28 in den gezeichneten
äußeren Endstellungen. DieZylinder
werden von einem nicht dargestellten Kompressor über die Leitung 31, den Luftbehälter
32 und ein Steuerschieberventil 33 gespeist. In die Leitungen 34 und 3.5 vom
Steuerschieberventil zu den Zylindern 25 und
26 sind Rückschlagventile 36 und 37 eingeschaltet. Die Auslaßleitungen der Zylinder
sind mit 38 und 39 bezeichnet. Sie führen über das Steuerschieberventil und Umsteuerkanäle 40 und 41 im Schieber über die
Leitungen. 42 und 43 ins Freie. Der Schieber 44 ist über eine Stange 45 mit der Muffe 46
eines Fliehkraftreglers 4-7 mechanisch, verbunden, der über die Kegelräder 48 und 49 von
einer Achse 50 angetrieben wird.
Bei geringer Geschwindigkeit befindet sich
die Einrichtung in der dargestellten Lage. Alsdann kann sich die Achse 3 in den zugelassenen
Grenzen in axialer Richtung frei bewegen und etwaigen Gleiskrümmungen ohne weiteres folgen. Befindet sich dagegen das
Fahrzeug auf gerader Strecke und fährt mit hoher Geschwindigkeit, so wird vom Fliehkraftregler 47 der Schieber 44 nach unten
bewegt. Hierbei wird die Zuleitung vom Kompressor und vom Steuerschieber ventil zu den
Leitungen 34 und 35 freigegeben, während die Auspuffleitungen der Zylinderräume abgesperrt werden. Diese Stellung des Schiebers
44 ist in der Zeichnung dargestellt. Die Druckluft strömt aus der Leitung 31, dem
Luftbehälter 32, durch das Schiebergehäuse 33, über die Leitungen 34 und 35 und die
Rückschlagventile 36 und 27 ι*1 die Zylinder ;
25 und 26. Die Kolben 27 und 28 werden durch die Druckluft oder den Dampf in Richtung
auf die Stößelenden 23 und 24 bewegt.
Trifft bei dieser Bewegung die der Feder 29 bzw. 30 zugewendete Kolbenseite auf den
Anschlag 51 bzw. 52, so ist damit die Seitenbeweglichkeit der Achse 3 völlig aufgehoben.
.Auf gerader Strecke oder in Kurven mit sehr ..großem Krümmungshalbmesser kann auf
diese Weise die Laufeigenschaft des Triebfahrzeuges beträchtlich verbessert werden.
Wird die Geschwindigkeit des Fahrzeuges herabgesetzt, so führt der Fliehkraftregler 47
eine erneute Verstellung des Schiebers 44 herbei. Hierbei werden die Auspuffleitungen38
und 39 der Zylinder 25 und 26 über die Umsteuerkanäle
40 und 41 mit den Auspüffen 42 und 43 verbunden. Die Zylinder werden
entlüftet und die Kolben durch die Federn 29 und 30 in die dargestellte Lage zurückgeführt.
Auf diese Weise wird die Seitenbeweglichkeit der Achse 3 wiederhergestellt.
Die Erfindung ist nicht auf elektrische Lokomotiven oder Triebfahrzeuge beschränkt,
sie kann vielmehr auch bei anderen Lokomotiven Verwendung finden.
Die Fig. 2 zeigt im Schnitt die Anordnung der symmetrisch zur Achse 3 liegenden
Hebel 8.
Claims (3)
- Patentansprüche:.1. Rückstellvorrichtung für Lauf- oder .Treibachsen elektrischer Lokomotiven, bei denen mindestens eine Achse parallel zur Gleisebene gegenüber dem Obexrahmien der Lokomotive axial beweglich gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Beweglichkeit der Achse parallel zur Gleisebene bei höherer Geschwindigkeit des Fahrzeuges zwangsläufig begrenzt, bei geringerer Geschwindigkeit dagegen freigegeben ist.
- 2. Rückstellvorrichtung nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Begrenzung und Freigabe der Beweglichkeit der Achse von einem Fliehkraftregler gesteuert ist, der in Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit arbeitet.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Fliehkraftregler ein zur Begrenzung der Beweglichkeit der Achse dienendes Druckmittel steuert.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES123857D DE662455C (de) | 1936-08-14 | 1936-08-14 | Rueckstellvorrichtung fuer Lauf- oder Treibachsen elektrischer Lokomotiven |
| DE1936S0125126 DE690011C (de) | 1936-08-14 | 1936-11-29 | lektrischer Lokomotiven, deren Seitenbeweglichkeit bei hoeherer Geschwindigkeit begrenzt, bei geringerer Geschwindigkeit freigeben wird |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES123857D DE662455C (de) | 1936-08-14 | 1936-08-14 | Rueckstellvorrichtung fuer Lauf- oder Treibachsen elektrischer Lokomotiven |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE662455C true DE662455C (de) | 1938-07-13 |
Family
ID=7536379
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES123857D Expired DE662455C (de) | 1936-08-14 | 1936-08-14 | Rueckstellvorrichtung fuer Lauf- oder Treibachsen elektrischer Lokomotiven |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE662455C (de) |
-
1936
- 1936-08-14 DE DES123857D patent/DE662455C/de not_active Expired
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