DE663952C - Verfahren und Vorrichtung zum Rueckgewinnen von AEtznatron aus Abfallauge, insbesondere der Cellulosefabrikation, durch Dialyse - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Rueckgewinnen von AEtznatron aus Abfallauge, insbesondere der Cellulosefabrikation, durch Dialyse

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DE663952C
DE663952C DE1930663952D DE663952DD DE663952C DE 663952 C DE663952 C DE 663952C DE 1930663952 D DE1930663952 D DE 1930663952D DE 663952D D DE663952D D DE 663952DD DE 663952 C DE663952 C DE 663952C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D1/00Oxides or hydroxides of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D1/04Hydroxides
    • C01D1/28Purification; Separation
    • C01D1/38Purification; Separation by dialysis

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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Rückgewinnen von Ätznatron aus Abfallauge, insbesondere der Cellulosefabrikation, durch Dialyse Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Rückgewinnen von Ätznatron aus Abfallauge, insbesondere der Cellulosefabrikation.
  • Es ist bekannt, daß Abfallauge, die bei der Vorbereitung von Viscose durch Cellulose,-behandlung frei wird, durch Dialyse gereinigt werden kann in der Weise, daß die Abfal'lau,ge und Wasser, dem gegebenenfalls eine kleine Menge Alkali zugesetzt wird, zu, beiden Seiten einer Haut, z. B. aus Pergamentpapier, entlang strömen.
  • Die Erfindu4g bezweckt, von der Haüt mechanische Einwirkungen fern zu halten, so daß die Stärke der Haut vermindert und der Dialyseeffekt gesteigert werden kann.
  • In einem Dialyseapparat ist die Haut an allen, Stellen einem durch den Dialyseeffekt verursachten Druck unterworfen und außerdem denjenigen Drücken, :die der Verschiedenheit der Dichte und der Fließgeschwindigkeiten der Flüssigkeiten sowie ihrer- statischen Drucke entsprechen. Die Haut muß deshalb eine bestimmte Mindeststärke haben, um diese Drucke aufnehmen zu können. Es ist nun aber klar, daß der Dialyseeffekt um so. schlechter ist, je dicker die Haut ist.
  • Der Erfindung gemäß wird nun der Druck at:£ die Haut so, ausgeglichen, daß sie praktisch entlastet isst. Infolgedessen kann die Dicke der Haut auf ein Minimum reduziert, der Dialyseeffekt erhöht, die Lebensdauer der Haut verlängert und schließlich auch der Wirkungsgrad des Di,lyseapparates verbessert werden. Der zum Ausgleich des einseitigen osmotischen Druckes notwendige Gegendruck wird der Erfindung gemäß durch geeignete Wahl der statischen Drucke und der Fließgeschwindigkeiten erzeugt. Die Geschwindigkeiten der Flüssigkeiten können in geeigneter Weise mit Hilfe von Vorrichtungen gesteuert werden, durch welche die Flüssigkeiten in die Di,alysekammern eingeführt werden.
  • Die Zeichnung veranschaulicht einige Ausführungsbeispiele, und nvar zeigen: Abb. r schematisch einen Dialyseapparat, der mit Gegenstrom arbeitet, Abb.2 einen solchen mit Gleichstrom, Abb.3 und 4 Apparate mit verschieden weiten Kammern; in dem einen Falle (Abb. 3 ) sind die beiden Kammern verschieden weit, die Weite bleibt aber in jeder Kammer vom. Eintritt bis zum Austritt unverändert, während sie im anderen Falle (Abb. 4) in Fließrichtung zu oder abnimmt.
  • In einem Gefäßa ist senkrecht ein Pergamentpapier b ausgespannt. Das Gefäß ist oben und unten für beide Kammern mit je einem Zufluß- und Abflußrohr versehen. Lauge und Wasser, gegebenenfalls mit einem kleinen Zusatz von Alkali, werden auf je einer Seite der Haut eingelassen und strömen unter der Wirkung von Pumpen p, Standrohren mit hydrostatischen Enden und anderen geeigneten Vorrichtungen durch den Dialysator. Die Strömung zu beiden Seiten der Membran kann gleich oder entgegengesetzt sein. Die Drücke auf beiden Seiten der Meinbran werden konstant gehalten. Wenn z. B. der Unterschied der,Dichten der Flüssigkeiten groß ist, d. h. also etwa 16011o beträgt, und das als Haut dienende Pergamentpapier eine Stärke von o,og mm hat, sollen die'-Drücke der Abfallauge und des (alkalischen).' Wassers q.o bzw. 6o mm betragen. Der Un- -terschied der Geschwindigkeiten soll dann etwa 2o bis 25% sein. Strömen z. B. in die Laugenkammer i oo cm3 pro Minute Lauge ein und io8 cm3 pro Minute aus, so sollen in die Wasserkammer i 8o cm3 pro Minute einströmen, dagegen nur 172 cmh pro Minute austreten unter Vernachlässigung der Volumenkontraktion, so daß also der überschuß der Diffusion des Wassers in die Laugenkammer in diesem Falle 8 cm3 pro Minute beträgt.
  • Ist der Unterschied der Flüssigkeitsdichten klein, z. B. nur 2%, so soll bei der gleichen Stärke der Haut, o,og mm, der Druck der Flüssigkeiten i o bzw. i 5 mm und der Unterschied der Geschwindigkeiten 5 bis io% betragen. Im ersten Fall soll die .in den Apparat eintretende Menge an Abfallauge pro Stunde und pro Quadratmeter Haut iqoo bis 1500 cm3, im zweiten Falle nur 6oo bis 8oo cm3 betragen.
  • Ist die Haut stärker, z. B. o, i 8 inm, so sind die Unterschiede der Geschwindigkeiten auf 3 bis 50/'o zu vermindern. Die Fließgeschwindigkeiten sollen mit Rücksicht auf die Verminderung der Dialysegeschwindigkeit klein gehalten werden, weil dann die Haut nur geringen mechanischen Einwirkungen unterliegt, sie :also möglichst dünn gewählt und dadurch wieder der Dialyseeffekt verbessert werden kann.
  • Wird gereinigte Lauge in großer Menge mit geringer Dichte von weniger als i o % gefordert, so ist es zweckmäßig, nach Abb. 2 zu arbeiten, d. h. gleiche Strömungsrichtung in beiden Kammern zu wählen, während der Arbeitsweise nach Abb. i (entgegengesetzte Strömungsrichtung) der Vorzug zu geben ist in den Fällen, in denen es sich um kleine Mengen größerer Dichte handelt. In allen Fällen ist die in der gereinigten Flüssigkeit enthaltene Menge von Halbcellulose kleiner als o,02%.
  • Obwohl ein Druckausgleich an allen Stellen der Haut schwer zu erreichen ist, so ergeben doch die nachstehend aufgeführten Maßnahmen ein gutes Resultat: i. Wenn die Drücke der Flüssigkeiten den erforderlichen Geschwindigkeitsunterschieden nicht entsprechen, soll die Haut seitlich verschoben werden (4bb.3), damit die beiden Kammern verschiedene Strömungsquerschnitte erhalten und der Unterschied der Berührungsdauer der Flüssigkeiten mit der Haut leicht geändert werden kann, in der Weise, daß d'e2 Unterschied der Geschwindigkeiten den Flüssigkeitsdrücken entspricht, diesen entsprechend also der erforderliche Geschwindigkeitsunterschied erhalten bleibt.
  • 2. Wenn der Druckunterschied der Flüssigkeit dem osmotischen Druck nicht entspricht, soll die Dichte des .alkalischen Wassers auf i % erhöht werden. Damit wird der osmotische Druck, die Dichte und die Viscosität des Wassers örtlich beeinflußt und damit die Dialyse verbessert.
  • 3. Wenn%ie-statischen Drücke der Flüssigkeiten ihren Geschwindigkeiten nicht entsprechen, wird die Breite der Kammern auf jeder Seite der Haut in Strömungsrichtung verschieden gestaltet, so daß z. B. die Breite der Kammer in Strömungsrichtung zu- oder abnimmt (Abb. q.).

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Rückgewinnen von Ätznatran aus Abfallauge, insbesondere der Cellulosefabrikation, durch Dialyse, bei welchem Abfallauge und Wasser, gegebenenfalls mit einem kleinen Zusatz von Alkali, je auf einer Seite einer Haut entlang strömen, dadurch .gekennzeichnet, daß durch Regelung des Unterschiedes der statischen Drücke und des Unterschiedes der Fließgeschwindigkeiten auf beiden Seiten der Haut der durch den Dsa,-lyseeffekt verursachte einseitige osmotische Druck auf die Haut ausgeglichen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch .gekennzeichnet, daß die Dichte des ursprünglich ,alkalischen Wassers bis auf i % erhöht wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammern zu beiden Seiten der Haut verschiedene Weite haben. q.. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Strömungsquerschnitte der Kammern in der Fließrichtung zu- oder abnehmen.
DE1930663952D 1929-12-17 1930-12-09 Verfahren und Vorrichtung zum Rueckgewinnen von AEtznatron aus Abfallauge, insbesondere der Cellulosefabrikation, durch Dialyse Expired DE663952C (de)

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