DE664183C - Erzeugnis mit wildlederartigem Aussehen und Griff - Google Patents

Erzeugnis mit wildlederartigem Aussehen und Griff

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DE664183C
DE664183C DEW91749D DEW0091749D DE664183C DE 664183 C DE664183 C DE 664183C DE W91749 D DEW91749 D DE W91749D DE W0091749 D DEW0091749 D DE W0091749D DE 664183 C DE664183 C DE 664183C
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DEW91749D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Franz Achilles
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FRANZ ACHILLES DR ING
Dow Produktions und Vertriebs GmbH and Co OHG
Original Assignee
FRANZ ACHILLES DR ING
Wolff and Co AG
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N3/00Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof
    • D06N3/02Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof with cellulose derivatives

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Erzeugnis mit wildlederartigem Aussehen und Griff Zur Erzeugung von Batikmustern auf Papieren ist es bereits bekannt, örtliche Farbenveränderungen auf vorgefärbten schwachgeleimten Papierbahnen durch stellenweise erfolgendes Aufbringen einer Lösung von auf die Farbstoffe im Papier entsprechend einwirkenden Körpern hervorzubringen. Auch hat man zur Herstellung von Kunstleder schon vorgeschlagen, auf .eine aus einem Gießer ausfließende Celluloselösungsschicht Faser- oder Haarstaub aufzublasen und dann die mit dem Haar- und Faserauftrag versehene Schicht zu verfestigen. Ferner ist es nicht mehr neu, eine Zellstoffschicht in ein filzartiges Erzeugnis durch Behandeln mit Alkalilaugen und Neutralisierungsbädern überzuführen. Weiterhin ist die Imprägnierung von Papierbahnen mit Natronlauge zur Erzielung einer gedrängteren Struktur und einer besseren Anfärbbarkeit des Papiers und auch das Behandeln von Papierbahnen mit Schwefelsäure zwecks Pergamentierung bekannt.
  • Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Erzeugnis mit wildlederartigem Aussehen und Griff zu schaffen, das einen einfach und 'billig herstellbaren und doch vollwertigen Wildlederersatz darstellt. Ein diesen Anforderungen entsprechendes Erzeugnis wird erfindungsgemäß dadurch erhalten, daß eine Trägerfolie ein- oder beidseitig mit einer durch Behandlung mit Alkalilauge, Zinkchlorid- oder Calciumrhodanidlösung oder einem- ähnlichen Quellmittel aufgelockerten Papierbahn verbunden ist. Dieses Erzeugnis kommt nicht nur im Aussehen und im Griff dem Wildleder praktisch gleich, sondern weist auch ein geringes Gewicht auf und ist billig und leicht in endlosen Bahnen herstellbar. Auch läßt es sich für die Weiterverarbeitung z. B. zu Geflechten in Streifen auch geringster Breite schneiden und besitzt dabei genügende Festigkeit.
  • Das wildlederartige Erzeugnis nach der Erfindung ist von den eingangs erwähnten Papieren mit Batikmustern nicht nur im Äußern, sondern auch dadurch grundverschieden, daß bei ihm die Papierbahn nicht wie diese nur stellenweise, sondern über ihre ganze Oberfläche hin gleichmäßig durch das Behandlungsmittel beeinflußt und außerdem nicht mit einer Trägerfolie verbunden ist. Auch das aus verfestigter Celluloselösung und Haar- oder Faserstaub bestehende Kunstleder ist dem erfindungsgemäß erzielbaren Wildlederersatz nicht gleichwertig, da es nicht wie dieser aus einer aufgelockerten, möglichst langfaserigen Papierbahn und einer von vornherein festen Trägerfolie, sondern aus Celluläsehydratmässe und eingebetteten kleinen Haa-", öder Faserteilchen zusammengesetzt ist. 'Ferner ist» auch der durch Be-' i handlung einer Zellstoffschicht mit Alkalilauge und Neutralisierungsbäd erhaltene Kunstfilz von dem wildlederartigen Erzeug= nis nach der Erfindung in bezug auf Herstellung, Zusammensetzung und Beschaffene heit ganz wesentlich verschieden und auch die Verbesserung der Anfärbbarkeit von Papierbahnen durch Imprägnierung mit Natronlauge sowie die Pergamentierung von Papier durch Schwefelsäure können nicht zu einem Wildlederersatz führen, wie er erfindungsgemäß durch die ein- oder beidseitige Verbindung einer Trägerfolie mit durch Quellmittel aufgelockerten Papierbahnen erhalten wird.
  • Als Trägerfolie kann man für das Erzeugnis nach der Erfindung die verschiedensten Stoffbahnen, z. B. strukturlose Folien aus Cellulose; Celluloseester, Celluloseäther, Gelatine, Harnstoffaldehydkondensätionsprodukten oder anderen Kunstmassen, ferner Metallfolien, Papierbahnen, insbesondere Kraftpapierbahnen, Gewebe, Ramiezug verwenden. Als Auftragschicht eignet sich besonders langfaseriges Papier; z. B. Japanpapier, Seidenpapier. Je nach der Dicke des Papiers erhält man einen weicheren oder härteren Griff des Produktes, der anderseits such von der auflockernden oder aufquellenden Behandlung abhängig ist.
  • Zum Verbinden der Trägerfolie und der aufgelockerten Papierbahn verwendet man zweckmäßig ein Klebemittel, das nicht nur in Wasser; sondern auch in dem Auflockerungsmittel unlöslich ist. Am besten hat sich hierfür Viscoselösungerwiesen; die nach dem Einbringen zwischen die beiden Schichten in üblicher Weise verfestigt wird, so daß die Papierbahn mit der Trägerfolie schließlich durch aus Viscoselösung regenerierte Hy dratcellulose verbunden ist. Statt dessen kann man auch Celluloseester- oder Celluloseätherlösungen oder gehärtete Gelatine als Klebemittel , benutzen. Als Auflockerungsmittel kommen vorwiegend Alkalilaugen in Frage. Durch Änderung der Konzentration, Temperatur und Einwirkungsdauer des Auflockerungsmittels kann man die Auftragsschicht mehr oder weniger wildlederartig gestalten. Beispielsweise wird bei längerer Einwirkungszeit die Auftragsschicht weicher und wolliger werden.
  • Durch die Auflockerung der Fasern der Auftragsschicht erzielt man auch eine sehr deichmäßige und leichte Anfärbbarkeit des ganzen Erzeugnisses. Die als Unter- oder Zwischenlage wirksame Trägerfolie anderseits verleiht dem Erzeugnis die große Festigkeit, die auch ein maschinelles Zerschneiden des Erzeugnisses in schmale Streifen oder Fäden ermöglicht, die z. B. in der Modeindustrie zur Bildung von Geflechten und für ähnliche Zwecke Verwendung finden können.
  • Beispiel Eine Cellulosehydratbahn von o,o2 mm Stärke wird beidseitig mit einem üngeleimten langfaserigen Papier, z. B. Japanpapier, beklebt. Als Klebemittel wird Viscoselösung verwendet, Die einzelnen Bahnen können von Rollen ablaufen und werden durch zwei eng aneinanderliegende Walzen geführt, wo auch der Klebstoff aufgebracht wird. Nach dem Verkleben der drei Schichten läuft die Verbundfolie durch die üblichen Fäll- und Reinigungsbäder für Viscose. Dann folgt ein aus einer 2oo/oigen Natronlauge bestehendes Bad, in welchem die beiden Papierschichten der Verbundfolie aufgelockert -werden. Schließlieh wird die Lauge wieder durch Aus,-waschen aus den Papierschichten entfernt. Um dem Erzeugnis die gewünschte Geschmeidigkeit zu verleihen, läßt man die Verbundfolie noch durch eine 15 %ige Glycerinlösung laufen, worauf man sie auf einem geheizten Kalander trocknet.

Claims (2)

  1. PATRNTANSPRÜJ CIII?: i. Erzeugnis mit wildlederartigem Aussehen und Griff, bestehend aus einer Trägerfolie, die ein- oder beidseitig mit einer durch Behandlung mit Alkalilauge; Zinkchlorid- oder Calciumrhodanidlösung oder .einem ähnlichen Quellmittel aufgelockerten, vorzugsweise langfaserigen Papierbahn verbunden ist.
  2. 2. Erzeugnis nach Anspruch I; dadurch gekennzeichnet, daß die aufgelockerte Papierbahn mit der Trägerfolie durch aus Viscoselösung regenerierte Hydratcellulose verbunden ist.
DEW91749D 1933-05-06 1933-05-06 Erzeugnis mit wildlederartigem Aussehen und Griff Expired DE664183C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1040493B (de) * 1955-06-16 1958-10-09 Bayer Ag Verfahren zum Herstellen nicht gewebter flaechenhafter Textilgebilde

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1040493B (de) * 1955-06-16 1958-10-09 Bayer Ag Verfahren zum Herstellen nicht gewebter flaechenhafter Textilgebilde

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