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Tonaufzeichnung Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung
von Impulsaufzeichnungen und ganz besonders auf ein Verfahren zur Herstellung von
Tonaufzeichnungen in Amplitudenschrift.
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Bislang war @es allgemein üblich, auf photographische Streifen durch
Belichtung der Streifen die Tonspur aufzuzeichnen. Der photographische Streifen
wird entweder von einer Lichtquelle, deren Lichtmenge im Takt der .aufzuzeichenden
Töne schwingt, oder durch einen Lichtstrahl, der von einer gleichmäßig brennenden
Lichtquelle herrührt; belichtet, derart, daß über den Streifen im Takt der Töne,
wenn der Streifen bewegt wird, eine Amplitudenaufzeichnung erscheint. Diese Aufzeichnung
hat eine konstante Dichte und eiere veränderliche Höhe der Tonspur.
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Da der Entwicklungsvorgang ein photographischer ist, muß sowohl die
Aufnahme selbst als auch die Entwicklung des belichteten Streifens .im Dunkeln ausgeführt
werden, und die am Ende entstehende Schrift kann nur mittels optischer Mittel wiedergegeben
werden. Das begrenzt natürlich die Anwendun:gsm:öglichkeit solcher Schriften, die
nach diesem Verfahren hergestellt sind. Ein anderer Nachteil des photographischen
Vorganges besteht in der Tatsache, daß er eine genaue Gberwachung sowohl beim Aufnehmen
als auch bei der Entwicklung fordert, da die ch.ecnischen Reaktionen nicht zum Abs.chluß
gelangen. Wo jedoch eine genaue Überwachung und jede nötige Vorsichtsmaßregel ausgeübt
wird, ist @es sehr oft dennoch schwierig, gute Einzelheiten oder ein scharfes Bild
wegen der Eigenschaften des Materials, z. B. der körnigen Struktur der lichtempfindlichen
Emulsion, zu :erzielen. Es gibt auch noch einige :andere Nachteile, die durch den
photographischer Vorgang bei der Aufnahme entstehen.
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Weiterhin ist es bekannt, eine Aufzeichnung auf mechanische Weise
durch Einritzen vorzunehmen. Die Wiedergabeeiner derartigen Aufzeichnung erfolgt
vorzugsweise mechanisch. Diese mechanische Abtastu:ng bedingt aber eine starke Abnutzung
des zur Aufzeichnung benutzten Trägers, so daß schon nach kurzer Zeit die Wiedergabe
ungenügend wird.
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Es ist allerdings .auch möglich, die Wiedergahe einer mechanisch hergestellten
Aufzeichnung optisch vorzunehmen. Hierbei geht man im allgemeinen so vor, daß man
in eine geschwärzte Schicht eine Aufzeichnung durch Einritzen vornimmt. Die Aufzeichnung
bildet sich so als ein durchscheinender Streifen in
der ;geschwärzten
Deckschicht ab. Soll diese Aufzeichnung optisch wiedergegeben werden: so ist es
erforderlich, einen Teil der Aufzeichnung - abzudecken bzw. unwirksam :zti machen.
Man kann dies beispielsweiso '; durch .erreichen, daß man eine Kopie fite: Aufzeichnung
herstellt und -einen Teil der' jetzt durchscheinenden Deckschicht mit schwarzer
Farbe bemalt.
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Ein derartiges Verfahren ist natürlich sehr umständlich und vor allen
Dingen auch sehr zeitraubend, weil .das Schwärzen der abzudeckenden Teile rein mechanisch
erfolgen müß.
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Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Verfahren, das alle
die Nachteile, die diesen bekannten Verfahren anhaften, vermeidet. Dieses Verfahren
besteht darin, däß man die Aufzeichnung in an sich bekannter Weise mechanisch irreine
elektrisch leitende Deckschicht, die sich auf einer nichtleitenden Unterlage befindet;
vornimmt und daß man nach der Aufnahme einen Teil der Deckschickt, die durch die
Aufzeichnungsspur in zwei elektrisch voneinander getrennte Teile aufgeteilt ist,
ablöst.
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Die so entstandene Aufzeichnung kann sofort optisch wiedergegeben
werden. Die optische Wiedergabe kann .entweder durch disskopische oder @episkopische
Abtastung erfolgen. Ebenso ist die so hergestellte Schrift auch für die Herstellung
von Drucken geeignet.
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Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin; daß die gesamte
Herstellung bei Tageslicht ,erfolgen kann; ohne daß in irgendeiner Weise der Aufnahm@eprozeß
gefährdet wird.
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Weiterhin hat man aber den Vorteil, daß das Ablösen der leinen Schicht,
das, wie oben erwähnt, ebenfalls bei Tageslicht erfolgen kann, :sehr einfach ist,
weil es elektrolytisch erfolgt. Dieses Ablösen erfordert aber keinerlei mechanische
Tätigkeit von Hand, weil @es lediglich @erforderlich ist, daß der Film :automatisch
durch ein entsprechendes Bad geführt wird.
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Die weiteren Gegenstände der Erfindung beziehen sich ,auf Verfahren,
mittels derer ein zweckmäßiges Entfernen der einen Aufzeichnungshälfte vorgenommen
werden kann.
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Gemäß der Erfindung wird zunächst nach bekanntem Vorschlage .auf eine
Seite eines geeigneten, nichtleitenden Mediums oder Trägers, wie z. B. Celluloid,
:eine sehr dünne Schicht eines leitenden Materials, wie z. B. Silber, gestrichen.
Die Töne oder andere Impulse werden, indem der Träger an .einem scharfen Werkzeug,
welches sich mit der aufgestrichenen Schicht in Eingriff befindet, vorbeigezogen
wird, hergestellt. Das scharfe Werkzeug schwingt dabei im Rhythmus der genannten
Impulse.. Das vibrierende Werk---Zeug dringt in die aufgestrichene Schicht ge-Uxügend
ein und dehnt sich zum wenigstens @I4 unter auf das nichtleitende Grundmaterial
xäTts, so daß ein Teil .der Deckschicht vom :endeten durch eine Wellen- öder Schlangenlinie
getrennt ist. Das Material wird alsdann einem elektrochemischen Prozeß unterworfen,
wobei ein Teil der Tonspur abgelöst wird und der .andere übrigbleibende Teil eine
Amplitudenschrift der .aufgezeichneten Impulse @darstellt. Diese Schrift läßt sich
sofort elektrisch, mechanisch oder optisch wiedergeben, und in .dem letzten Fall
kann sie entweder diaskopisch oder episköpisch abgetastet werden. Diese so hergestellte
Schrift kann, wenn es gewünscht wird, zur Herstellung und zum Drucken von photographischen
Kopien benutzt werden, oder sie kann für den mechanischen Druck mit einem tauglichen
Material verbunden werden.
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Die Erfindung wird zusammen mit den zugehörigen Gegenständen und Vorteilen
derselben am besten durch die folgende Beschreibung :einer speziellen Ausführung
verstanden werden können, wenn sie in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen
betrachtet wird.
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Abb. i zeigt, in welcher Weise das schwingende Werkzeug die elektrisch
leitende Deckschicht durch die Wellenlinie in zwei Teile teilt.
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Alb. ? zeigt eine Art, wie die Deckschicht elektrochemisch, nachdem
die Impulse aufgeschrieben sind, behandelt werden kann, wobei dann der eine Teil
der Schicht abgehoben wird: Abb. 3 stellt eine andere Art dar, nach welcher die
Deckschicht elektrochemisch behandelt wird, nachdem die Impulse aufgeschrieben .sind.
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Abb. 4. zeigt die zum Schluß nach der elektrochemischcn Behandlung
,entstehende Schrift. Es wird jetzt im einzelnen auf die Zeichnungen Bezug genommen,
wobei diegleichen : Nummern für die entsprechenden Einzelheiten in allen Abbildungen
wiederkehren.
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In Abb. i ist mit i eine nichtleitende Grundschicht bezeichnet, wie
z. B. ein Celluloidfilm oder -streifen, der für Tonbildfi'Imaufnahmen verwandt wird,
auf den auch noch, wenn :es gewünscht wird, - eine Reihe Bilder aufgenommen werden
können. Der Streifen oder Träger i ist mit einer sehr dünnen, undurchsichtigen Schicht
:eines elektrisch leitenden Materials 5, vorzugsweise Silber, bedeckt, welches nach
irgendeiner bekannten Methode zur Aufbringung von Silber auf Glas zwecks Erzeugung
von Spiegeln bekannt ist, aufgetragen werden kann: Danach wird der Streifen
i
an dem ,schneidenden Werkzeug 7 vorbeigeführt. Dieses Werkzeug ist mit .ge; eigneten
Mitteln (nicht gezeichnet) -für die Schwingung im Takt mit den Tönen oder anderen
Eindrücken, die .aufgezeichnet werden sollen, verbunden. Das Werkzeug 7 arbeitet
in der Silberschicht 5 und dringt wenigstens bis auf die Dicke derselben ein. In
dieser Weise schneidet das Werkzeug 7 durch die Silberschicht entlang einer Wellenlinie
oder einer Spur 9 und teilt die Deckschicht 5 in zwei Teile mit verschiedener Fläche
5" und 5r'. Diese Flächen sind elektrisch voneinander durch den Streifen
i isoliert. Dieser Streifen wird dann einem elektrochemischen Vorgang unterworfen,
so daß ein Teil .abgelöst wird, z. B. der Teil 5l', der andere Teil 5« aber auf
dem Streifen als Amplitudenschrift zu: riickbleibt.
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Der Teil 5b kann vom Streifen i in verschiedener Weise abgehoben werden.
Eine davon ist in der Abb. 2 dargestellt. Nach dieser Arbeitsweise läuft der Streifen
i :entlang einer Rolle oder einer Spule i i, die zwei elektrisch leitende Teile
13 und 15 hat und die elektrisch voneinander isoliert sind durch den nichtleitenden
Teil 17. Diese Rolle wird richtig reingestellt und stellt .einen elektrisch leitenden
Kontakt her mit dien Teilen 5" und 5I'. Nach her Rolle i i durchläuft der
Streifen den Elektrolyten i g, welcher z. B. aus einer Salpeters,äurelösung besteht.
Ein Gleichstrompotential wird an die Teile 13 und 15 der Rolle gelegt und somit
natürlich auch an die Teile 5a und 5b der Silberschicht. Das Ergebnis ist zwei Silberplatten
in einer Lösung einer Salpetersäurelösung, -wovon eine Platte eine negative und
die andere Platte eine positive Ladung besitzt. Die Platte oder der Teil 5b nimmt
die positive Ladung auf und geht in die Lösung über, während die Platte oder der
Teil 5a eine negative Ladung aufnimmt und .deswegen daran gehindert wird, sich in
der Lösung ,aufzulösen. Nachdem die Reaktion vollendet ist, wird der Streifen voll,-kommen
gewaschen und getrocknet, und der Teil 5a bleibt, wie in Abb. q. deutlich gezeigt,
als Amplitudenschrift der Töne übrig.
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Während die Art zum Abstreifen einer der Silberschichten, wie sie
eben beschrieben ist, zwar für die Ausführung genügt, so hat sie doch den Nachteil,
daß, wenn das schneidende Werkzeug 7 die zwei Teile 5a und 5b nicht vollkommen voneinander
durch Isolation getrennt hat, dann beide Teile durch die Salpetersäure abgelöst
werden. Um diese Möglichkeit auszuschließen, wird vorgeschlagen, die in Abb.3 dargestellte
Arbeitsweise zu benutzen. Hierbei wird .das Negativpotential dem Teil 5a durch eine
Rolle z 1 und dem Elektrolyten i9 durch eine inerte Elektrode 23,
z. B. Kohleelektrode, das Positivpotential zugeführt. Der Teil 5a ist nun durch
das negative Potential geschützt, und der Teil5l wird .durch die Säure abgelöst,
sobald irgendein freier Teil Silber in die Schwefelsäure getaucht ist. Wenn jedoch
die Teile 5a und 51
nicht genügend voneinander isoliert sind, wird kein Silber
abgelöst, und die Teile 5a und 511 bleiben beide erhalten. Der Fehler kann später
verbessert werden und die Reaktion genügend gut ausgeführt werden, ohne eine Gefahr
des Ablösens des Teiles 5a, welcher zu erhalten gewünscht wird, zu laufen.
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Eine noch andere Art zur Ablösung des Teiles 5U ist es, das Positivpotential
hieran und das Negativpotential an die Elektrode 23 zu legen. Dies wird ein Arbeiten
der Schwefelsäure mit dem Teil 5U beschleunigen, bevor die Säure Zeit gehabt hat,
ein erhebliches Stück vom Teil 5,1 ,abzulösen. In jedem Fall, was für eine Arbeitsweise
auch angewandt «erden mag, ist @es selbstverständlich, daß eine geeignete Spannung
und eine geeignete Säurekonzentration gewählt werden inul:), um die entsprechenden
gewünschten Ergebniss,, zu erzielen.
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Aus der vorhergehenden Beschreibung ist es offensichtlich, daß die
Erfindung mehrere nennenswerte Vorteile gegenüber der photographischen Aufzeichnung
von Tönen hat. Der erste von .allen, ein weit schärferes Bild, wird nur durch das
schneidende Werkzeug begrenzt. Da kein Licht verwendet wird, kann sie bei Tageslicht
ausgeführt werden, genau so wie das Schneiden einer Wachsplatte. Überdies hinaus
ist jedoch eine genaue Kontrolle nicht erforderlich, da alle Reaktionen von selbst
in Erfüllung gehen.
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Die ,am Ende erhaltene Schrift, wie sie in Abb. ¢ gezeigt ist, kann
entweder direkt wiedergegeben werden oder kann verwandt werden zur Herstellung photographischer
Kopien für die Wiedergabe. Wenn direkt wiedergegeben wird, ist die durchscheinende
Fläche des Grundmaterials i geeignet, Licht im Takt der Amplituden derselben zu
übertragen. Wenn es .gewünscht wird, kann die Schrift der Abb. q. zur Wiedergabe
mittels reflektierten Lichtes. benutzt werden. In diesem Fall dient die Fläche
5- als die lichtretl--ktierende Fläche. Es ist .auch möglich, Töne von dem
Teil 5a elektrisch nach irgendeinem bekannten Verfahren oder mechanisch mittels
eines Wiedergaheelementes, das ähnlich -dem Schneidwerkzeug 7 im Arbeiten ist und
durch die Wellenkante 9 des Teiles 5a betätigt wird, wiederzugeben. Überdies hinaus
ist es aber auch noch möglich, mehr Metall auf die Schrift nach Abb. q. in solch
einer Dicke zu übertragen, daß der Metallstreifen, der auf diese Art und Weise entsteht,
eine gerügende
Festigkeit erhält, sein eigenes Gewicht zu tragen.
Hiernach kann das Metall von .dem Grundmaterial abgestreift werden und zum Drucken
nach irgendeinem bekannten Verfahren verwandt werden.
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Wo es gewünscht wird, photographische Drucke von Tonspuren herzustellen,
kann die Schrift nach der Abb. q. offensichtlich für diesen Zweck, in einer ähnlichen
Art wie zur Herstellung der photographischen Negative verwandt werden. Die entsprechenden
Drucke haben bessere Einzelheiten als die von photographischen Negativen hergestellten.
Der Silberschichtteil 5ä kann in einem solchen Falle und auch dort, wo er zum Wiedergeben
der Töne mittels reflektierten Lichtes benutzt wird, chemisch oder elektrochemisch
behandelt werden, um den Teil in eine schwarze Verbindung des Silbers überzuführen,
z. B. Silbersulfit; wenn, das reflektierte Licht irgendwelche Schwierigkeiten mit
sich bringen sollte.
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Obgleich die Erfindung in verschiedenen Abänderungen gezeichnet und
beschrieben wurde, ist :es doch offensichtlich, daß sie noch in anderen Abänderungen
ausführbar ist.