DE667221C - Verfahren zur Herstellung von diastasehaltigen Enzympraeparaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von diastasehaltigen Enzympraeparaten

Info

Publication number
DE667221C
DE667221C DEI57759D DEI0057759D DE667221C DE 667221 C DE667221 C DE 667221C DE I57759 D DEI57759 D DE I57759D DE I0057759 D DEI0057759 D DE I0057759D DE 667221 C DE667221 C DE 667221C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solution
treatment
pectin
ccm
enzyme
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI57759D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Fritz Ziegler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by IG Farbenindustrie AG filed Critical IG Farbenindustrie AG
Priority to DEI57759D priority Critical patent/DE667221C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE667221C publication Critical patent/DE667221C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N9/00Enzymes; Proenzymes; Compositions thereof; Processes for preparing, activating, inhibiting, separating or purifying enzymes
    • C12N9/14Hydrolases (3)
    • C12N9/24Hydrolases (3) acting on glycosyl compounds (3.2)
    • C12N9/2402Hydrolases (3) acting on glycosyl compounds (3.2) hydrolysing O- and S- glycosyl compounds (3.2.1)
    • C12N9/2405Glucanases
    • C12N9/2408Glucanases acting on alpha -1,4-glucosidic bonds
    • C12N9/2411Amylases
    • C12N9/2414Alpha-amylase (3.2.1.1.)
    • C12N9/2417Alpha-amylase (3.2.1.1.) from microbiological source
    • C12N9/242Fungal source

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Mycology (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Enzymes And Modification Thereof (AREA)
  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von diastasehaltigen Enzympräparaten Das Patent 651 =8i betrifft ein Verfahren zur Herstellung von diastasehaltigen Enzympräparaten, die praktisch keine Pektinzerstörung und keinen Eiweißabbau verursachen, bei dem man Diastasepräparate aus Mikroorganismen mit Ammoniak behandelt und nach der Behandlung der Einwirkung des freien Ammoniaks entzieht.
  • Bei Weiterausbildung dieses Verfahrens wurde gefunden, daß man zu Produkten mit denselben Eigenschaften auch dadurch gelangt, daß man an Stelle des Ammoniaks wasserlösliche oder ohne Zersetzung verdampfbare organische Stickstoffbasen verwendet.
  • Als solche wasserlösliche organische Stickstoffbasen kommen z. B. Methylamin, Äthylamin, Butylamin, Diäthylamin, Trimethylamin, Tetramethylammoniumhydroxyd oder Pyrid@n in Frage. Diese Stoffe sind bis auf den vorletzten' auch in der Gasphase anwendbar.
  • Die Einwirkung dieser Basen auf die Enzympräparate und ihr Unschädlichmachen erfolgt, wie in dem Hauptpatent 651 181 beschrieben. Man kann bei vorliegendem Verfahren die organischen Basen auch durch Extraktion mit geeigneten Lösemitteln entfernen.
  • Beispiel i 5o ccm eines io°/oigen wäßrigen Extraktes aus einem diastasehaltigen Schimmelpüzpräparat, wie es z. B. in der Nahrungsmittelindustrie zum Klären von Süßmosten, Fruchtsäften u. dgl. verwendet wird, werden mit o,25 ccm einer 26,8°/°igen Methylaminlösung versetzt, so daß die gesamte Lösung o,=3,.0/0 Methylamin enthält. Nach 4 tägigem Stehen in Eis wird die Lösung mit verdünnter Essigsäure neutralisiert. Die Prüfung auf den Enzymgehalt ergibt folgende Werte: a. Amylase. Nach der Methode von Willstätter und Schudel bestimmt, setzen 2 ccm des Rohextraktes vor und nach der Behandlung aus 25 ccm einer i%igen Stärkelösung in 2o Minuten bei 37' C 39,4 mg Maltose in Freiheit.
  • b. Protease. 5 ccm der Ausgangsenzymlösung ergeben mit 5 ccm einer 60/,igen Gelatinelösung bei pH 5 # o in 6 Stunden bei 3o' einen Zuwachs an freien Aminogruppen entsprechend 2,159 mg* Stickstoff. 5 ccm der Enzymlösung geben nach der Behandlung unter sonst gleichen Bedingungen einen Zuwachs an freien Aminogruppen entsprechend =,=o7 mg.
  • c. Pektolase. In einer Lösung, die in 2o ccm eine 0,1546 g Calciumpektat entsprechende Pektinmenge enthält, wird von = ccm der Ausgangsenzymlösung in 4 Stunden bei 37' eine 0,o782 g Calciumpektat entsprechende Pektinmenge abgebaut. Nach der Behandlung kann unter denselben Bedingungen kein Pektinabbau mehr beobachtet werden.
  • Beispiel 2 50g des in Beispiel i genannten Schimmelpilzpräparates werden mit =o ccm Wasser angefeuchtet, so daß der gesamte Wassergehalt des -Präparates ungefähr 3o0/, beträgt. Das Präparat wird alsdann 2 Stunden im Exsiccator über einer 26,80/,igen Methylaminlösung stehengelassen und nach dieser Behandlung im Vakuum getrocknet. Die Enzymanalyse ergibt folgende Werte a. Amylase. Vor der Behandlung werden nach der in Beispiel i beschriebenen Methode von 2 ccm eines io0/,igen wäßrigen Extraktes q.2,8 mg Maltose in Freiheit gesetzt, während nach der Behandlung 40,4 mg Maltose freigemacht werden.
  • b. Protease. 5 ccm des io0/,igen Extraktes aus dem Enzympräparat vor der Behandlung verursachen in 5 ccm einer 6%igen Gelatinelösung in 4 Stunden bei PH 5 . o und 30 ° C einen Zuwachs an freien Aminogruppen entsprechend 1,i4 mg Stickstoff. Nach der Behandlung entspricht unter gleichen Bedingungen der Zuwachs an freien Aminogruppen nur 0,72 mg Stickstoff.
  • c. Pektolase. 2o ccm einer Pektinlösung, die die o,=o4o g Calciumpektat entsprechende Pektinmenge enthält, werden 3I/2 Stunden bei 37' .der. Einwirkung von i ccm eines io0/,igen Extraktes des Ausgangsenzympräparates unterworfen. Die abgebaute Pektinmenge entspricht o,o47o g Calciumpektat. Nach der Methylaminbehandlung zeigt das Präparat keine Pektolasewirkung mehr.. .-,: Beispiel 3 Zu 50 ccm eines io0/,igen wäßrigen Extraktes aus dem in Beispiel z genannten Schimmelpilzpräparat werden 0,25 ccm einer 39,60/,igen Athylaminlösung gegeben und 4 Tage auf Eis stehengelassen. Dann wird mit verdünnter Essigsäure neutralisiert. Die Enzymanalyse ergibt folgende Werte: a. Amylase. Nach der in den vorhergehenden Beispielen beschriebenen Methode werden von 2 ccm der Ausgangs- und der Endlösung 39,4 mg Maltose in Freiheit gesetzt.
  • b. Protease. 5 ccm der Ausgangsenzymlösung bewirken in 6 Stunden in 5 ccm einer 6%igen Gelatinelösung bei pH 5 # o und 3o' C 'einen Zuwachs an freien Aminogruppen entsprechend 2,159 mg Stickstoff. Nach der Behandlung beträgt unter sonst gleichen Bedingungen der Zuwachs an-freien Aminogruppen nur 1,1o7 mg Stickstoff.
  • c. Pektolase. x ccm der Ausgangsenzymlösung baut aus einer Pektinlösung, aus der o,1546 g Calciumpektat gefällt werden können, 50,50/0 des vorhandenen Pektins ab. Nach der Behandlung tritt unter den gleichen Bedingungen kein Abbau mehr ein.
  • Beispiel 4 50 ccm eines wie nach Beispiel i hergestellten Extraktes werden mit so viel Butylamin versetzt, da.ß die Lösung o,80/, Butylamin enthält. Nach 3tägigem Stehenlassen im Eisschrank wird mit Essigsäure neutralisiert. Die Enzymanalyse ergibt folgende Werte: a. Amylase. Nach der Methode von Willstätter und Schudel werden von 2 ccm Ausgangsextrakt 42,8 mg, von 2 ccm der Endlösung 4= mg Maltose in Freiheit gesetzt.
  • b. Protease. Vor der Behandlung verursachen 5 ccm Enzymlösung mit 5 ccm einer 60/,igen Gelatinelösung bei PH 5 # o und 30'C in 6 Stunden einen Zuwachs an freien Aminogruppen entsprechend 1,691 mg Stickstoff. Nach der Behandlung beträgt der Zuwachs an freien Amino-. gruppen unter denselben Bedingungen nur o,491 mg Stickstoff.
  • c. Pektolase. In einer Pektinlösung, die die o,i4io g Calciumpektat .entsprechende Pektinmenge enthält, werden von i ccm der Ausga.ngsenzymlösung in 5 Stunden bei 37'C 63% des Pektins abgebaut. Nach der Behandlung verursacht das Enzympräparat keinen Pektinabbau mehr. , , Beispiel. 5 50 ccm eines wie nach Beispiel i hergestellten Extraktes werden mit i ccm einer 33%igen Trimethylaminlösung 3 Tage im Eisschrank stehengelassen und dann neutralisiert. Die Prüfung auf Enzyme ergibt folgende Werte: a. Ämylase. 2 ccin der Ausgangsenzymlösung ergeben unter den in den vorstehenden Beispielen gewählten Bedingungen eine Freilegung von 42,8 mg Maltose. Nach der Behandlung verursachen 2 ccm Enzymlösung die Bildung von 40,4 mg Maltose.
  • b. Protease. 5 ccm der Ausgangsenzymlösung verursachen in 5 ccm einer 6°/oigen Gelatinelösung bei PH 5 # o und 3o' C in 6 Stunden einen Zuwachs an freien Aminogruppen entsprechend 1,691 mg Stickstoff. Unter sonst gleichen Bedingungen wird bei Verwendung des nach der Trimethylbehandlung anfallenden Präparates ein Zuwachs entsprechend 0,764 mg beobachtet.
  • c. Pektolase. In 2o ccm einer Pektinlösung, aus der 0,1q.10 g Calciumpektat gefällt werden können, baut 1 ccm der Ausgangsenzymlösung in 5 Stunden bei 37' C 63% des vorhandenen Pektins ab. Nach der Behandlung tritt unter den gleichen Bedingungen kein Pektinabbau mehr auf.
  • Beispiel 6 5o ccm eines wie nach Beispiel 1 hergestellten Enzymextraktes werden mit 5 ccm reinem Pyridin versetzt. Die Mischung wird 3 Tage lang im Eisschrank stehengelassen und dann neutralisiert. Die Prüfung auf Enzyme ergibt folgende Werte: a. Amylase. Nach der Methode von Willstätter und Schudel bestimmt, verursachen 2 ccm Ausgangslösung die Bildung von 42,8 mg Maltose. Nach der Behandlung werden von der gleichen Menge Enzymlösung 37 mg Maltose in Freiheit gesetzt.
  • b. Protease. 5 ccm der Ausgangsenzymlösung ergeben mit 5 ccm einer 6%igen Gelatinelösung bei PH 5.o und 3o ° C in 6 -Stunden einen Zuwachs an freien Aminogruppen entsprechend 1,691 mg Stickstoff. Nach der Pyridinbehandlung ist unter gleichen Bedingungen kein Eiweißabbau mehr zu beobachten.
  • c. Pektolase. 1 ccm des Ausgangsenzymextraktes verursacht in 5 Stunden bei .37' C in 2o ccm einer Pektinlösung, aus der O,z4zo g Calciumpektat gefällt werden können, einen Abbau von 63% des Gesamtpektins. Nach der. Behandlung wird unter denselben Bedingungen von dem Enzympräparat kein Pektin mehr abgebaut.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von diastasehaltigen Enzympräparaten nach Patent 651 181, dadurch gekennzeichnet, daß man an Stelle von Ammoniak wasserlösliche oder ohne Zersetzung verdampfbare organische Stickstoffbasen verwendet.
  2. 2. Ausführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Diastasepräparate aus Schimmelpilzen Verwendung finden.
DEI57759D 1937-04-20 1937-04-20 Verfahren zur Herstellung von diastasehaltigen Enzympraeparaten Expired DE667221C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI57759D DE667221C (de) 1937-04-20 1937-04-20 Verfahren zur Herstellung von diastasehaltigen Enzympraeparaten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEI57759D DE667221C (de) 1937-04-20 1937-04-20 Verfahren zur Herstellung von diastasehaltigen Enzympraeparaten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE667221C true DE667221C (de) 1938-11-07

Family

ID=7194637

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEI57759D Expired DE667221C (de) 1937-04-20 1937-04-20 Verfahren zur Herstellung von diastasehaltigen Enzympraeparaten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE667221C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2952059A1 (de) Unter verwendung von homofermentativen milchsaeurebakterien hergestellte getraenke und verfahren zu ihrer herstellung
DE3806423C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Pectin
DE667221C (de) Verfahren zur Herstellung von diastasehaltigen Enzympraeparaten
DE69214930T2 (de) Verfahren zur herstellung von einem natürlichen vanille-extrakt durch enzymatische verarbeitung von grünen vanillehülsen und so erhaltener extrakt
DE2249964C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines Wirkstoffes aus Getreidekeimen
DE749134C (de) Verfahren zur Herstellung von schlagfaehigem Eiweiss aus Hefe
DE651181C (de) Verfahren zur Herstellung von diastasehaltigen Enzympraeparaten
AT156342B (de) Verfahren zur Veredlung alkoholischer Getränke.
DE355596C (de) Verfahren zur Herstellung von Presshefe aus Ruebensaft
DE624266C (de) Verfahren zur Herstellung von wertvollen Produkten aus cellulosehaltigen Materialien
DE3617368C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines stickstoffhaltigen Polysaccharids
DD292364A5 (de) Verfahren zur verwertung des destillationsrueckstandes der weinbrennerei
DE557158C (de) Verfahren zur Herstellung eines haltbaren Hefepraeparates
DE673535C (de) Verfahren zur Stabilisierung von Celluloseestern organischer Saeuren
DE558196C (de) Verfahren zur Herstellung eines hochwertigen Nahrungs- und Genussmittels
DE543732C (de) Verfahren zur Herstellung einer organischen Substanz von hohem Eiweissgehalt aus Fischen und Fleisch
DE518606C (de) Verfahren zur Herstellung von Dauerhefe
DE664649C (de) Verfahren zum Entbittern von Lupinen
DE693299C (de) Verfahren zur Herstellung eines Arzneimittels
DE426926C (de) Verfahren zur Herstellung von Citronensaeure und anderen organischen Saeuren
DE744272C (de) Verfahren zur Aufarbeitung von Pilzmycelen fuer die Herstellung von Nahrungs-, Genuss- und Futtermitteln
US1617702A (en) Method of preparing concentrated vitamine b
DE744990C (de) Verfahren zur Herstellung von Molkenessig
DE357087C (de) Verfahren zur Herstellung von konzentrierten, haltbaren Praeparaten fuer die Indigogaerungskuepe)
DE619348C (de) Verfahren zur Herstellung von reinem Diacetyl aus Holzessig oder anderen Diacetyl enthaltenden Gemischen