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Großsichtskala für Rundfunkempfangsgeräte Gegenstand der Erfindung
ist eine Großsichtskala für Rundfunkempfangsgeräte, die in mehrere den verschiedenen
Wellenbereichen entsprechende Einzelskalen unterteilt ist und bei der nur der denn
jeweilig eingeschalteten Wellenbereich entsprechende Skalenteil sichtbar ist.
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Es sind zwar bereits derartige Skalenkonstruktionen vorgeschlagen
worden. Die bekannten.Anordnungen dieser Art zeigen je-
doch verschiedene
Nachteile. Zumeist sind so viele einzelne voneinander getrennte Großsichtskalen
neben-, über- oder untereinander angeordnet, wie Wellenbereiche vorgesehen sind.
Die Wellenbereichumschaltung und damit die Sichtbarmachung der einzelnen Großsichtskalen
erfolgt dann entweder durch Umschaltung entsprechend verteilter Beleuchtungseinrichtungen
oder durch verhältnismäßig komplizierte mechanische Skalenumschaltungen. Sowohl
die elektrische Umschaltung der Lichtquellen bei mehreren feststehenden Großsichtskalen
als auch die mechanische Umschaltung bei beispielsweise vor einem Fenster verschiebbaren
Einzelskalen erfordert einen sehr großen Aufwand. Hierzu kommt bei beiden bekannten
Konstruktionen noch der Nachteil, daß durch die getrennte Anordnung der einzelnen
Wellenbereichskalen eine Zusammendrängung der Stationsnamen auf den einzelnen Teilskalen
und daher eine erhebliche Unübersichtlichkeit auftritt. Die erfindungsgemäße Großsichtskala
vermeidet diese Nachteile vollkommen. Durch ganz bestimmte zweckmäßige Anordnung
der Stationsnamen aller vorgesehenen Wellenbereiche wird einerseits eine größtmögliche
Übersichtlichkeit aller einzelnen Wellenbereichskalen erzielt. Andererseits ist
beim Wellenbereichwechsel durch die gleiche zweckmäßige Anordnung der Stationsnamen
eine derart geringe mechanische Verschiebung der umschaltbaren Skalenfläche erforderlich,
daß der hierfür erforderliche Aufwand in keinem Verhältnis steht zu dem Aufwand
bei bekannten ähnlichen Skalenanordnungen. Gemäß der Erfindung wird nämlich vorgeschlagen,
die Namen der Stationen aller Wellenbereiche auf einer Skalenfläche in Kolonnen
und winkelig dazu in Zeilen anzuordnen, und zwar derart, daß die den einzelnen Wellenbereichen
zugeordneten Kolonnen bzw. Zeilen in stets gleicher Folge abwechselnd aufeinanderfolgen.
Die Namen der Stationen aller vorgesehenen Wellenbereiche sind also auf einer Skalenfläche
in beispielsweise senkrecht verlaufenden Kolonnen und in waagerecht verlaufenden
Zeilen anzuordnen, und zwar derart, daß beispielsweise die erste, fünfte und neunte
Zeile die Stationsnamen eines Kurzwellenbereiches, die zweite, sechste und zehnte
Zeile die Stationsnamen des Mittelwellenbereiches und die dritte, siebente und elfte
Zeile die Stationsnamen eines Langwellenbereiches enthalten. Eine weiter vorgesehene
Zeilenserie,
4, 8 und 1s, braucht keinerlei Stationsbezeichnungen zu enthalten, sie kann für
die Anzeige einer weiter vorgesehenen Einschaltstellung des Empfänger; z. B.. der
Schaltstellung 'für Tonabnehnieränschluß, dienen. Alle die auf einer Fläche zeilenmäßig
angeordneten Stationsnamen werden von einer in bestimmtem Zeilenabstand durchbrochenen
oder durchsichtigen Deckplatte oder Scheibe schablonenartig derart verdeckt, daß
nur jeweils eine Zeilenserie der Skalenfläche bzw. jeweils die Stationen eines einzigen
Wellenbereiches ablesbar sind. Durch geringfügiges Verschieben entweder der alle
Stationsnamen enthaltenden Skalenfläche oder der durchbrochenen Deckplatte können
also jeweils die Stationen der verschiedenen Wellenbereiche in den Durchbrechungen
der Deckplatte sichtbar gemacht werden. Die Vorrichtung zum Umschalten der Skala,
d.h. zum schablonenartigen Verschieben oder Abdecken der Großsichtskala, wird natürlich
in zweckmäßiger Weise mit dem Wellenbereichumschalter des Gerätes kombiniert.
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In den Abbildungen ist beispielsweise eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Abb. i zeigt die kolonnen-und zeilenmäßige Anordnung der Stationsnamen
aller vorgesehenen Wellenbereiche in einer Ebene, die beispielsweise als viereckige
flache Platte 2i ausgebildet ist. Die Stationsnarren aller vorgesehenen Wellenbereiche
sind auf dieser einen Ebene angeordnet, und zwar erfindungsgemäß zunächst nach Kolonnen
ä bis k geordnet und winkelig dazu in Zeilen i bis 20 verlaufend, wobei einzelne
Zeilenserien in bestimmtem Abstand voneinander jeweils nur die Stationen eines Wellenbereiches
enthalten. Hier in dem gezeichneten Beispiel ist die Zeilenserie i, 5, g, 13 und
17 für die Aufnahme der Stationsnamen eines vorgesehenen Kurzwellenbereiches bestimmt,
die Zeilenserie 2, 6, 1ö, 14 und 18 enthält die Stationsnamen des mittleren und
die Zeilenserie 3, 7, 11, 15 und i g die eines Langwellenbereiches. Die übrggebliebenen
Zeilen 4, 8, 12, 16 und zo enthalten hier keinerlei Stationsnamen, sondern dienen
der Anzeige der Einschaltstellung des Empfangsgerätes für Tonabnehmeranschluß. Es
ist nun weiter wünschenswert, neben der vorgesehenen Stations.namenablesung auch
eine Ablesung der jeweiligen Wellenlänge oder Frequenz des eingestellten Senders
zu ermöglichen. Zu diesem Zwecke sind jedem der den einzelnen Wellenbereichen entsprechenden
Stationsnamenverzeichnisse in Wellenlängen oder Frequenzen geeichte weitere Skalen
zugeordnet, die ihrerseits zusammen zeilenmäßig geordnet in dem gleichen Zeilenabstand
ebenfalls auf der einen gemeinsamen Ebene angeordnet sind. Die für das hier ausgeführte
Beispiel in Frage kommenden Frequenzskalen sind mit A, B, G bezeichnet und
sind in der ,gleichen Reihenfolge wie die Zeilenserien der 'Stationsnamen dem Kurzwellen-,
dem mittleren und dem Langwellenbereich zugeordnet. Die darunter weiter vorgesehene
vierte Zeile D dient wieder der Kenntlichmachung der Tonabnehmereinschaltung. Die
zeilenmäßig ausgeführten geeichten Frequenzskalen werden nun in gleicher Weise wie
ihre zugehörigen Stationsnamen umgeschaltet, d. h. sie werden einzeln schablonenartig
auf- oder zugedeckt bzw. in dem ihnen entsprechenden Fenster der durchbrochenen
Deckplatte sichtbar gemacht. Diese durchbrochene Deckplatte und weiter die ganze
fertige erfindungsgemäße Großsichtskalenanordnung ist in Abb. z dargestellt. In
fünf fensterartigen, ebenfalls zeilenmäßig ausgeführten Ausschnitten 22 der Deckplatte
23 erscheinen die einzelnen Zeilen der Stationsnamenverzeichnisse, und zwar infolge
des durch den Zeilenäbstand auf der Ebene :2i genau definierten Abstandes der Fenster
22 jeweils nach Wellenbereichen geordnet. Die zeilenmäßig ausgeführten Ausschnitte
der Deckplatte können auch noch durch winkelig zu den Zeilen verlaufende Querstreben
unterbrochen werden, so daß beispielsweise jeder Stationsname für sich-in einer
fensterartigen Einrahmung erscheint. In einem weiter vorgesehenen Fenster 24 erscheint
die zu dem eingeschalteten Wellenbereich zugehörige geeichte Frequenzskala sowie
zweckmäßig in dem gleichen oder in einem anderen Fenster 25 die Kennzeichnung des
eingeschalteten Wellenbereiches, in vorliegendem Falle des mittleren Wellenbereiches.
Durch irgendeine geeignete Vorrichtung, beispielsweise durch eine exzentrische Scheibe
26, wird nun die die Stationsnamen enthaltende Ebene :2i in Fugen 27 der Deckplatte
23 derart verschoben, @daß jeweils die eimzelnen zeilenmäßig geordneten Wellenbereiche
bzw. ihre zugeordneten Stationsnamen in den Fenstern 22, 24. und 25 der Abdeckplatte
sichtbar werden. Wie in dem Ausführungsbeispiel vorgesehen, enthält dabei die exzentrische
Scheibe 26 vier Einstellmöglichkeiten I bis IV, entsprechend den drei vorgesehenen
Wellenbereichen , und der Tonabnehmereinschaltstellung. Es können jedoch noch weitere
Schaltstellungen auf der exzentrischen Scheibe vorgesehen. sein, z. B. weitere Wellenbereiche
oder noch eine besondere Ausschaltstellung. Die Ausschaltstellung ist besonders
dann wichtig, wenn die hier vorgesehene Skalenumschaltung gleichzeitig mit dem Wellenbereichumschalter
kombiniert bzw. gekuppelt ist, was in jedem
Falle vorteilhaft ist.
Die fensterartig durchbrochene Abdeckplatte 23 der Skalenanordnung kann nun durch
einen Teil des Apparategehäuses gebildet werden, sie kann jedoch auch als besonderer
Teil der Skalenanordnung eingesetzt sein. In jedem Falle ist 'es vorteilhaft, die
Abdeckplatte und damit der ganzen Skalenanordnung einen mit der oberen Kante schräg
nach innen geneigten Verlauf zu geben. Auf diese Weise entsteht eine Art Pult, von
welchem die Stationsnamen und die Einstellung der Skala bequem ablesbar sind.
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Die Skaleneinstellung und -ablesung erfolgt in an sich bekannter Weise
mittels eines Zeigers, eines Lichtspaltes oder irgendeiner anderen Anzeigevorrichtung.
Zweckmäßig ist es, einen geradlinig verlaufenden Faden 28 zu benutzen, der wie der
Faden eines Rechenschiebers beispielsweise mittels Seilzuges, -a9 und Rollen
30 über die feststehende Großsichtskalenanordnung hinwegbewegt wird. Seilzug
und Rollen brauchen dann nur in geeigneter Weise mit den Abstimmelementen des Empfängers,
vorzugsweise mit der Drehkonden.satorenachse, gekuppelt zu werden, um jeweils mittels
des Fadens 28 die zur Kondensatoreinstellung zugehörige Frequenz auf der Skala 24.
und den entsprechenden Stationsnamen in den darüberliegenden Fenstern ablesbar zu
machen. Um den Übergang des geraden Fadens von einer Namenskolonne auf die andere
zu erleichtern, d. h. um zu bewirken, daß beim Übergang zwischen zwei Kolonnen keine
unablesbare Einstellung des Fadens entsteht, ist es vorteilhaft, entweder den Faden
oder die Namenskolonnen etwas schräg verlaufen zu lassen. Eine genaue Eichung der
Einstellung auf den entsprechenden Stationsnamen erfolgt zweckmäßig durch unter
oder über den Stationsnamen angeordnete Kennmarken 31. Bei senkrecht verlaufendem
Faden 28 und Anordnung der Stationsnamen in senkrechten Kolonnen a bis h, wie dies
in den Abbildungen dargestellt ist, werden die Kennmarken 31 in den einzelnen
Kolonnen natürlich einen schrägen Verlauf haben, doch kann auch jede andere Anordnung
des Fadens sowie der Namen, Kolonnen oder der Kennmarken getroffen werden.