DE668465C - Faeulnisverhinderung von Molkereiabwaessern - Google Patents

Faeulnisverhinderung von Molkereiabwaessern

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DE668465C
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    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/50Treatment of water, waste water, or sewage by addition or application of a germicide or by oligodynamic treatment

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Separation Of Suspended Particles By Flocculating Agents (AREA)
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Description

Die Reinigung von Abwässern aus Molkereien und ähnlichen Betrieben durch Aufkochen der Abwässer mit Torf unter Zusatz Sauerstoff abgebender Metalloxyde ist bekannt. Auch der Zusatz von Säuren bzw. saurer Salze, wie z. B. saurer Silicate, zu Molkereiabwässern und das spätere Versetzen mit Kalk ist schon vorgeschlagen worden. Demgegenüber besteht die vorliegende Erfin dung darin, die Fäulnis von Molkereiabwässern zu verhindern, indem die Abwässer mit Gerbstoffen versetzt werden. Durch diesen Zusatz werden die in den Abwässern vorhandenen Eiweißstoffe, insbesondere das Casein, gehärtet und, wie sich gezeigt hat, für das Gedeihen von Fäulnisbakterien ungeeignet.
Die als Schlamm aus den Wässern abgeschiedene gehärtete Masse wird jeweils nach einigen Tagen von der Kläranlage ausgeräumt.
Da die meisten Molkereien landwirtschaftliche Zwergbetriebe sind, stellt das neue Verfahren wirtschaftlich einen wesentlichen Fortschritt dar. Auch technisch war die Frage der Reinigung von Molkereiabwässern bisher noch nicht gelöst. Die meisten zu diesem Zwecke 'errichteten Kläranlagen erreichen das Gegenteil, des gewollten Zweckes. Sie ver-Ursachen Geruchsbelästigungen infolge Gärung oder Fäulnis des Caseins und eine starke Sauerstoffzehrung und Ansäuerung in der Vorflut.
Eine biologische Behandlung von Molkereiabwasser ist schwierig, wenn nicht unmöglich, 3^ da die Milchsäure, die aus der Vergärung des Milchzuckers entsteht, das biologische Leben abtötet. Demgegenüber gibt die vorliegende Erfindung die Möglichkeit, durch Zusatz von Gerbstoffen Molkereiabwasser zu reinigen, d. h. die Fäulnisfähigkeit des Abwassers und des ausgefällten Schlammes bei vollkommen geruchfreiem Betrieb zu beseitigen.
Man hat zwar schon Gerbstoffe für Abwässer der Wollwäschereien, Mälzereien, Stärkefabriken oder Blutabwässer verwendet, um Eiweißstoffe daraus auszufällen und als Niederschläge abzutrennen und z. B. als Viehfutter zu gewinnen.
Demgegenüber war es bei der Behandlung von Molkereiabwässern überraschend, daß die sehr lästige Fäulnis der an sich sehr verdünnten Eiweißstoffe mit Erfolg durch Zugabe von Gerbstoffen verhindert werden kann, ohne daß es einer Entfernung der Eiweißstoffe ^5 bedarf.
Der Zusatz von Gerbstoffen kann sowohl in flüssiger als auch in fester Form erfolgen. Die Anwendung mineralischer Gerbstoffe hat sich als vorteilhaft erwiesen, jedoch können auch andere Gerbstoffe Verwendung finden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verwendung von Gerbstoffen zum Verhindern der Fäulnis von Molkereiabwässern.
DER92146D 1934-12-16 1934-12-16 Faeulnisverhinderung von Molkereiabwaessern Expired DE668465C (de)

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