DE668520C - Werkstoff fuer Farbrasterphotographie - Google Patents

Werkstoff fuer Farbrasterphotographie

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DE668520C
DE668520C DED69942D DED0069942D DE668520C DE 668520 C DE668520 C DE 668520C DE D69942 D DED69942 D DE D69942D DE D0069942 D DED0069942 D DE D0069942D DE 668520 C DE668520 C DE 668520C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C7/00Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes
    • G03C7/04Additive processes using colour screens; Materials therefor; Preparing or processing such materials

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Description

  • Werkstoff für Farbrasterphotographie Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung eines Werkstoffes für Farbrasterphotographie, bei dem ein Träger mit einem ein-oder mehrfarbigen Raster überzogen wird und auf diesen Farbraster ein Überzug einer photographischenEmulsion aufgebracht wird.
  • Es hat sich herausgestellt, daß bei einem Werkstoff dieser Art die Emulsionsschicht nicht richtig an der Rasterschicht anhaftet und daß die Farben des Rasters dazu neigen, in die Emulsionsschicht hineinzuwandern und deren Empfindlichkeit zu beeinträchtigen.
  • Um das Anhaften zwischen der Emulsion und dem nicht mit einem Farbraster versehenen Träger zu verbessern, ist es üblich, den Träger mit einer Lösung zu behandeln, um seine Oberfläche zu verändern und der Aufnahme der photographischen Emulsion zugänglicher zu machen.
  • Eine derartige Behandlung wird jedoch gewöhnlich dadurch bewerkstelligt, daß der Träger mit Lösungen überzogen wird, die eine lösende Wirkung auf die Rasterfarben ausüben. Diese Behandlung ist jedoch ungeeignet für solche photographischen Materialien, die einen Farbraster tragen. Um jegliches Wandern des Farbstoffes zu vermeiden und zugleich das Anhaften der Emulsionsschicht zu verbessern, ist vorgeschlagen worden, zwischen dem Raster und der Emulsion eine Zwischenschicht aus»einem Lack vorzusehen.
  • Eine derartige Zwischenschicht muß jedoch vollkommen durchsichtig sein, muß gut an der Rasterschicht anhaften und muß eine gut haftende Oberfläche für die Emulsionsschicht abgeben, und zwar sowohl in feuchtem als auch in trockenem Zustand. Ferner muß die Schicht für den Farbstoff oder die Farbstoffe des Rasters undurchlässig sein und darf keine schädliche Einwirkung auf die photographische Emulsion ausüben, z. B. keine Einwirkung auf deren Empfindlichkeit haben und keinen Schleier hervorrufen. Sie darf während des Aufbringens keinerlei lösende Wirkung auf die Farbstoffe des Rasters ausüben, was zur Folge haben würde, daß die Farbstoffe in diese Schicht oder in die benachbarten verschiedenfarbigen Rasterelemente hineindiffundieren würden; im Falle eines Filmes muß die Schicht genügend biegsam sein, damit das Auftreten von Sprüngen während der üblichen Biegebeanspruchung des Filmes beim Durchlaufen von Behandlungsmaschinen oder während des Gebrauchs verhindert wird. Ferner muß die Schicht so dünn wie möglich sein, um optische Mangel zu vermeiden, die bei dem Film infolge des Abstandes der Emulsionsschicht von dem-Raster auftreten könnten.
  • Es ist bereits bekannt, zur Vermeidung eines Teiles der aufgeführten Übelstände bei Filmen für Farbenphotographie, deren Farbraster durch Einfärben eines Trägers aus Cellulose oder Cellulosederivaten oder eines Filmüberzugs dieser Art hergestellt ist, zwischen dem Träger und der lichtempfindlichen Schicht eine Trennschicht aus Kunstharz, insbesondere dgs unter dem eingetragenen Warenzeichen Bakelit bekannte Phenolformaldehydkondensationsprodukt, aufzubringen, dem gegebenenfalls eine geringe MengeLeinöl als Plastifizierungsmittel zugesetzt wird. Diese Maßnahme bedeutet zwar einen gewissen Fortschritt, bringt aber noch keine vollständige Lösung des Erfindungsproblems; denn bei Verwendung vieler der üblichen Phenolformaldehydkunstharze hat sich ganz unerwartet herausgestellt, daß sie die Emulsionsschicht, insbesondere derenLichtempfindlichkeit, unter Schleierbildung beeinflußt.
  • ?Tun haben aber Versuche ergeben, daß Lacke, die unter Verwendung eines Alkydharzes (ein unter dem eingetragenen Warenzeichen Glyptalharz bekanntes Harz - z. B. des Kondensationsproduktes eines mehrwertigen Alkohols, wie Glycerin; und einer mehrbasigen Säure, wie Phthalsäure) hergestellt werden, Schichten mit den gewünschten oben aufgezählten Eigenschaften bilden.
  • Die Erfindung besteht demgemäß 'darin, daß bei einem Werkstoff für Farbrasterphotographie, der zwischen Raster und Emulsion eine Trennschicht aus Künstharzlack enthält, die Lackschicht ein Alkydharz enthält, z. B. aus Afkydharz und einem trocknenden 0I besteht; gegebenenfalls zusammen mit Erweichungs- oder Befeuchtungsmitteln.
  • Vorzugsweise stellt man die Lackschicht aus Alkydharz und einem trocknenden Ölher, z. B: aus Leinöl und/oder chinesischem Holzöl.
  • Nachstehend sind unter den Bezeichnungen Paralac 18, Paraläc i9, Mowilith, Pergüt und Perminal W .die unter diesen eingetragenen Warenzeichen bekannten Produkte zu verstehen, nämlich unter Paralac ein Alkydharzprodukt, das mit einem trocknenden Öl, wie Leinöl, in verschiedenen Mengenverhältnssen (z. B. i Teil auf 18 oder 19 Teile) vereinigt ist, Mowilith ein polymerisiertes Vinylesterharä, Pergut eine Chlorkautschukverbindung und Perminal W das Natriumsalz eines Alkyhlaphthalinsülfonäts.
  • Beispiele von Alkydharz enthaltenden Zusammensetzungen -und trocknendem Öl,. die gemäß der Erfindung .geeignet sind, sind die mit Öl behandelten Alkydharze, die unter dem eingetragenen Warenzeichen Paräläc verkauft werden. Es hat sich herausgestellt, daß eine Mischung der unter dem eingetragenen Warenzeichen Paralac 18 und Paralac i9 verkauften Zusammensetzungen sich insbesondere eignet; diese beiden Gemische bestehen aus Alkydharz, Leinöl und chinesischem Holzöl, jedoch bestehen geringfügige Unterschiede in der Art der verwendeten Harze.
  • Praktisch hat es sich gezeigt, daß Lacke, die nur ein Alkydharz und Trockenöl enthalten, wie die unter dem eingetragenen Warenzeichen Paralac verkauften Zusammensetzurigen, nicht voll befriedigen, da sie sehr langsam trocknen und beträchtliche Zeit klebrig bleiben.
  • Es erwies sich daher als vorteilhaft, inerte Stoffe zuzufügen, wie z. B. Celluloseester oder -äther oder Chlorkautschuk oder Metallverbindungen, wie Blei-, Kobalt- oder Manganresinate (Harzsalze), -linolateoder-tungate (d. h. Salze der Leinölsäure oder vom chinesischen Holzöl hergeleitete Salze). Derartige Verbindungen müssen in den für den Lack verwendeten Lösungsmitteln löslich sein, die gewöhnlich aus aromatischenKohlenw asserstoffen bestehen, und es hat sich herausgestellt, daß Benzylcellulose und der Chlorkautschuk, der unter dem eingetragenen Warenzeichen Pergut verkauft wird, sich besonders eignen. Andere verwendbaren Stoffe sind z. B. Cellulosederivate, wie Celluloselaurate, -dinitrolaurate, -diacetylläurate, -dipalmitate,-dinitropalmitate,-diacetylpalmitate, -distearate und Äthylcellulose: In besonderen Fällen kann das Trocknen durch Zufügen von polymerisierteil Vinylharzen . verbessert werden, z. B. des unter dem eingetragenen Warenzeichen Mowilith verkauften Produkts. Diese Verbindung besitzt den Vorzug, daß sie die Viskosität des Lackes nicht erhöht, wie es das unter dem eingetragenen Warenzeichen Pergut bekannte Produkt und Benzylcellulose tun.
  • Das Anhaften des Lackes kann durch Zufügen eines Anfeuchtungs- oder Benetzungsmittels verbessert werden, das in dem Lacklösungsmittel löslich sein muß und vorzugsweise in der unter dem eingetragenen Warenzeichen Perminal W verkauften Verbindung bestehen kann. Die Lacke, die diese Bestandteile enthalten, können den Übelstand aufweisen, daß sie beim Trocknen eine nicht völlig dürclhsichtige, rauhe Oberfläche ergeben; aber dies kann durch Zufügen gewisser Lösungsmittel, wie z. B. Pyridin, vermieden werden, -,vobei jedoch Sorge zu tragen ist, diese in so kleinen Mengen anzuwenden, daß sie keine lösende Wirkung auf den Farbstoff oder die Farbstoffe des Rasters oder auf den' Werkstoff ausüben, aus dem der Raster hergestellt ist. . Wenn erwünscht, können auch Erweichungsmittel bekannter Art,' wie Triarylphosphate,. Cyclohexanol u. dgl., zugefügt werden, die dazu dienen, die Biegsamkeit des Lackes zu erhöhen. Ein geeigneter Lack enthält 12i/2 0/0 gelösten- Stoff, der in Benzol oder einer Mischung anderer aromatischer Kohlenwassersto.ffe aufgelöst ist, z. B. in Xylol oder Toluol oder in substituierten Kohlenwasserstoffen, wie z. B. halogenierten Kohlenwasserstoffen, die keinerlei Einwirkung auf das gefärbte Farbraster oder die Emulsionsschicht ausüben. Wenn Benzylcellulose in der Mischung Anwendung findet, wird vorteilhaft etwas Alkohol zugesetzt und zweckmäßig die Lösung stark verdünnt, insbesondere wenn ein großer Anteil an Benzylcellulose verwendet wird.
  • Irgendein geeignetes Lösungsmittel kann Anwendung finden, jedoch keines, das die Farbrasterschicht angreift und bewirken würde, daß die Farben auslaufen oder durch die Lackschicht hindurch in die Emulsion wandern.
  • Die Lacke können als Überzug auf dem Rastermaterial derart aufgebracht werden, daß sie eine Schicht mit einer Dicke der Größenordnung von o,oo5 min bilden. Diese Schichten haben die gewünschten oben aufgezählten Eigenschaften.
  • Beispielsweise können Lacke der folgenden Zusammensetzung Anwendung finden: Beispiel i
    Paralac (5o%ige Lösung
    in Xylol) . . . . . . . . . . . . i4o Gewichtsteile
    Benzylcellulose ......... 40 -
    MOwilith .............. 20 -
    Benzol ................ 750 -
    Xylol .. .............. 100 -
    Toluol . ......... 100 -
    Alkohol (99 0/0) . . . . . . . . 50 -
    Beispiel 2
    Paralac (5o%ige Lösung
    in Xylol) .. . . . . . . . . . . . i2o Gewichtsteile
    Pergut ............ 40 -
    Mowilith .............. 4o -
    Benzol ................ 6oo -
    Xylol ................. 300 -
    Toluol ... ........... ioo -
    Petroleumäther ........ 50 -
    Beispiel 3
    Paralac (5o%ige Lösung
    in Xylol) . . . . . . . . . . . . 12o Gewichtsteile
    Pergut ............... 64 -
    Mowilith . ........ 16 -
    Trikresylphosphat ...... io -
    Benzol ................ 850 -
    Xylol ................. 150 -
    Beispiel 4
    Paralac (50%ige .Lösung
    in Xylol) . . . . . . . . . . . . i2o Gewichtsteile
    Pergut . .............. 55 -
    Mowilith.............. 25 -
    Trikresylphosphat ...... io -
    Pyridin ............... 2,5 -
    Benzol ................ 5oo
    Xylol ................. 250
    -
    Toluol ................ 25o -
    Beispiel 5
    Paralac (5o0/0ige Lösung
    in Xylol) . . . . . . . . . . . . 14o Gewichtsteile
    Benzylcellulose ......... 30 -
    Mowilith . .. ......... 30 -
    Triphenylphosphat ...... 3 -
    Trikresylphosphat ...... 7 -
    Perminal W .... . .... .. io -
    Benzol ................ 700 -
    Xylol . . . . . . . . . . . . . . . . . 12,5 -
    Toluol ......... 125 -
    Alkohol (99 0/0) . . . . . . . . 50 -
    Beispiel 6.
    Paralac (5o0%ige Lösung
    in Xylol) . . . . . . . . . . . . /72 Gewichtsteile
    Pergut ....... ........ 42 -
    Mowilith . ........... io -
    Perminal W . . . . . . . . . . . io -
    Cyclohexand ........... 3 -
    Trikresylphosphat ...... 6 -
    Benzol ................ 750 -
    Xylol ................. 130 -
    Beispiel 7
    Paralac (500/0ige Lösung
    in Xy1o1) .... . ....... 72 Gewichtsteile
    Pergut ................ 42 -
    Mowilitli . ........... 10 -
    Cyclohexanol .......... 3 -
    Trikresylphosphat ...... 6 -
    Benzol ................ 6oo -
    Xylol ................. 75 -
    Toluol .......... . ... Zoo -
    Bei der Herstellung der Lacke der oben angegebenen Zusammensetzung wird eine Mischung von gleichen Mengen Paralac 18 und Paralac 19 verwendet. Die in den Formeln angegebenen Mengen sind Gewichtsteile der handelsüblichen Erzeugnisse, welche annähernd 5o%ige Lösungen von Alkydharz-Trockenöl-Zusammensetzungen in Xylol darstellen. Vorzugsweise wird das unter dem eingetragenen Warenzeichen Paralac bekannte Produkt zunächst verdünnt mit dem vierfachen Volumen Benzol; das unter dem eingetragenen Warenzeichen Pergut bekannte Produkt oder der sonstige Stoff, der zur Unterstützung des Trocknens zugefügt wird, wird in ungefähr dem fünffachen Gewicht (seines Gewichts) einer Mischung von ' glei-_ chen Mengen Benzol und Xylöl aufgelöst. Das unter dem Warenzeichen Mowilith bekannte Produkt wird so aufgelöst, daß es eine 25°%ige Lösung in Benzol bildet. Die Lösün-, gen werden dann miteinander gemischt, die etwaigen sonstigen Bestandteile der Mischung zugefügt und mit Benzol zum gewünschten Volumen ausgefüllt.
  • Zur Herstellung eines Farbrasterfilmes gemäß der Erfindung wird auf die Filmunterlage zunächst die Farbrasterschicht aufgebracht und sodann die Lackschicht auf die Oberfläche des Farbrasters aufgetragen, z. B. durch Zerstäuben, Aufgießen o. dgl. einer oder der anderen der in den obengenannten Beispielen angegebenen Lösungen. Man läßt den Lack trocknen und bringt schließlich die photographische Emulsion, auf die Oberfläche der Lackschicht' auf.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Werkstoff für Farbrasterphotogräphie, der zwischen Raster und Emulsion eine Trendschicht aus Kunstharzlack enthält, dadurch gekennzeichnet"daß die Lackschicht ein Alkydharz enthält, z. B. aus Alkydharz und einem trocknenden Öl besteht, gegebenenfalls zusammen mit Erweichungs- oder Befeuchtungsmitteln. a. Werkstoff für Farbrästerphotogra-Phie nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die Lackschicht auch einen Stoff zur Unterstützung der Trocknung des Lackes enthält.
DED69942D 1934-03-23 1935-03-16 Werkstoff fuer Farbrasterphotographie Expired DE668520C (de)

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