DE669378C - Stufenschaltvorrichtung fuer hohe Stroeme, insbesondere fuer Ofentransformatoren - Google Patents

Stufenschaltvorrichtung fuer hohe Stroeme, insbesondere fuer Ofentransformatoren

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DE669378C
DE669378C DEA78248D DEA0078248D DE669378C DE 669378 C DE669378 C DE 669378C DE A78248 D DEA78248 D DE A78248D DE A0078248 D DEA0078248 D DE A0078248D DE 669378 C DE669378 C DE 669378C
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step switching
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H9/00Details of switching devices, not covered by groups H01H1/00 - H01H7/00
    • H01H9/0005Tap change devices

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  • Housings And Mounting Of Transformers (AREA)

Description

  • Stufenschaltvorrichtung für hohe Ströme, insbesondere für Ofentransformatoren Beim Betrieb von Elektroöfen, die fast immer sehr hohe Stromstärken bei verhältnismäßig kleiner Spannung erfordern, ergibt sich oft die Notwendigkeit, zur günstigsten Bearbeitung der jeweils eingesetzten Charge mit verschiedenen Ofenspannungen zu arbeiten. Um nun sehr große Transformatorabmessungen zu vermeiden, wie sie durch umschaltbare Primärwicklungen bei Ofentransformatoren bedingt sind, hat man die Sekundärwicklung in Wicklungsgruppen unterteilt, die dann jeweils parallel bzw. in Reihe zur Erzeugung der erforderlichen Spannung geschaltet werden. Stufenschalter in der Bauart, wie sie bei kleineren Stromstärken gebraucht werden, sind bei den in Betracht kommenden Strömen bis zu 50 ooo Amp. und darüber hinaus wegen der erforderlichen starken Abmessungen der Kontakte und Schaltmesser praktisch nicht ausführbar. Dies gilt insbesondere für Drehschalter; bei denen immer eine Isolation - der Drehachse notwendig ist. Eine solche Isolation würde aber schon nach kurzer Zeit durch das enorme Gewicht der an der Drehachse befestigten Schaltmesser zerstört sein, ganz abgesehen davon, daß einer Bedienung eines solchen Schalters große Schwierigkeiten entgegenstehen.
  • Man war daher gezwungen, wollte man den Ofen auf eine andere Spannung umschalten, für jede in Betracht kommende Schaltung geeignet gebogene Kupferschienen zu benutzen, die dann mittels Schrauben an den aus dem Transformatorherausgeführten Kontaktschienen befestigt wurden. Für eine solche Umschaltung mußte daher stets eine größere Anzahl von solchen Verbindungsschienen vorhanden sein, deren umständliche Auswechslung bei abgeschaltetem Transformator sehr viel Zeit beanspruchte, so daß der Ofen inzwischen nahezu völlig erkaltete. Hatte schon die Umschaltung eine Steigerung der Betriebskosten zur Folge, so wurden diese besonders noch durch den Ausfall des Ofens während der Umschaltzeit erhöht.
  • Es ist eine Stufenschaltvorrichtung bekannt, die dazu dienen soll, bei Transformatoren die Schaltstufen einzeln, parallel oder in Reihe zu schalten. Bei dieser bekannten Stufenschaltvorrichtung können die Schaltmesser unabhängig voneinander längsachsig verschoben und mit feststehenden federnden Schalterteilen zum Kontakt gebracht werden.
  • Mit der Stufenschaltvorrichtung gemäß der Erfindung, bei der der Kontakt durch äußeren Druck auf ein Schienenpaket hergestellt wird, läßt sich nun das Umschalten auf eine andere Ofenspannung in einem Bruchteil der Zeit vornehmen, die bisher erforderlich war. Zu diesem Zweck sind erfindungsgemäß leitende Schaltmesser unabhängig voneinander zwischen den Kontaktschienen für die Einzel-, Parallel- und Reihenschaltung der Schaltstufen und ihre Verbindung mit dem Verbraucher längsachsig verschiebbar angeordnet. Die zur Reihenschaltung dienenden Schaltmesser sind dabei im Mittelteil leitend, bestehen dagegen an beiden Enden aus Isolierstoff.
  • An Hand der Zeichnung sei die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert, ohne daß diese jedoch auf die Verbindung mit einem Ofentransformator beschränkt wird.
  • In Abb: i ist das Prinzip der Stufenschal '4 vorrichtung gemäß der Erfindung schemati dargestellt, während Abb. 2 die Anordnung des; selben vor einem Ofentransformator zeigt. ,fix' In Abb. i bedeutet i die Primärwicklung, 2 die Sekundärwicklung des Ofentransformators, die in dem Ausführungsbeispiel vier Spannungsstufen aufweist, deren Klemmen mit U V, U" V6, Ub Vb und U, V, bezeichnet sind. Von diesen ' Klemmen führen je zwei Kontaktschienen zu der Stufenschaltvorrichtung 3, deren kontaktgebende Teile die Bezeichnung der entsprechenden Klemmen am Transformator sowohl auf der Transformatorseite als auch auf der Ofenseite tragen. Zwischen je zwei dieser Teile, z. B. U und U, U und V usw., sind Isolierteile q. gelegt, die bei den verhältnismäßig kleinen Spannungen zwischen den einzelnen Spannungsstufen nicht übermäßig stark zu sein brauchen. Zur Herstellung der einzelnen Verbindungen dienen nun die Schaltmesser 5 und 6, von denen die Schaltmessen 5 vollständig aus leitendem Material, die Schaltmesser 6 dagegen nur in, der Mitte aus leitendem Material bestehen, während sie an den beiden Enden mit Isoliermaterial? versehen sind: Die Schaltmesser 6 liegen dabei stets zwischen zwei kontaktgebenden Teilen ungleichen Potentials, so daß je nach der Lage des Mittelstückes eine Wicklung mit der anderen verbunden ist oder nicht. In dem dargestellten Beispiel sind sämtliche Wicklungsgruppen in Reihe .geschaltet, beispielsweise auf Zoo Volt, wenn jede der Wicklungen 5o Volt liefert.
  • Der hierbei sich ergebende Strom fließt von der Klemme U des Transformators über das Schaltmesser 5, das zwischen den beiden Kontakten U der Schaltvorrichtung 3 liegt, zum Ofen und von hier zurück über das Schaltmesser 5 zwischen den Kontakten V" V, durch die Wicklung V, U, zum Kontakt U" von hier über das Schaltmesser 6 zum Kontakt Vb und damit zur Wicklung Vb Ub usw. bis zur Wicklung V U, womit der Stromkreis geschlossen ist. Wird nun zwischen zwei Kontakte mit verschiedenem Potential das Isolierstück 7 eines Schaltmessers 6 gebracht, so wird der Stromkreis an dieser Stelle sofort unterbrochen. Bei Betätigung mehrerer Schaltmesser in dieser Weise kann man nun die Wicklungen teilweise in Reihe und teilweise parallel oder alle parallel schalten, zweckmäßig verbindet man dazu noch die Kontaktschienen gleichen Potentials ofenseitig parallel miteinander. So erhält man z. B. eine Spannung von ioo Volt am Ofen, wenn man das Schaltmesser 6 mit seinem Isolierteil 7 zwischen die Kontakte Va und Yb bringt.
  • Zur Verschiebung eines Schaltmessers ist es dabei notwendig, daß das entsprechende Teil 4 der Isolierung, die die kontaktgebenden Teile voneinander trennt, entweder auf der Transformatorseite oder auf der Ofenseite oder auf beiden Seiten, je nach der Art der Schaltung; Fön seinem Platz entfernt wird. Jedes Schaltesser wird dabei von zwei Kontaktschienen #:hnfaßt, die die Hälfte der Schaltmesserstärke besitzen, so daß eine gute Strom- und Wärmeverteilung erzielt wird. Ist die Umschaltung ausgeführt, so wird durch starke Zusammenpressung aller Schienen für gute Kontaktgebung gesorgt.
  • In der Abb. i sind gestrichelt noch weitere Kontaktschienen 8 für einen zweiten Ofen dargestellt. Mit der Stufenschaltvorrichtung gemäß der Erfindung kann man einen Ofentransformator auch für wechselseitigen Ofenbetrieb umschalten. Man braucht dann zu diesem Zweck die Messer in axialer Richtung nur so weit zu verschieben, bis sie zwischen die kontaktgebenden Teile der Schienen des zweiten Ofens gelangen, worauf dann das Schienenpaket wie im vorigen Fall zusammengepreßt wird. Die Zusammenpressung selbst erfolgt sowohl auf der Transformator- als auch auf der Ofenseite durch Spindeldruck (Abb. 2). Das Schienenpaket 9 ruht dabei auf einer Unterlage io vor dem Transformator ii, aus dem die Kontaktschienen i2 in der angedeuteten Weise herausgeführt sind, während das entsprechende Schienenpaket der Ofenseite dahinter liegt.
  • Die Schaltmesser, die entweder gleitbar oder bei ganz schweren Ausführungen auf Rolleis gelagert sein- können, werden in Richtung ihrer Achse entweder vermittels an ihnen befestigter Zahnstangen oder sonstiger anderer geeigneter Verstellmittel verschoben. Auf eine ausführliche Darstellung der Verstellmittel wird verzichtet, da diese nicht unmittelbar zum Erfin- j dungsgegenstand gehören.
  • Ein besonderer Vorteil der Stufenschaltvorrichtung liegt in den äußerst geringen Abständen der Schaltmesser voneinander, wodurch sich eine gute Kompensation der magnetischen Felder ergibt, die bei den vorliegenden hohen Stromstärken nicht unbeachtlich sind.- Von großem Vorzug ist ferner die unter kürzestem Zeitaufwand erfolgende Bedienung der Stufenschaltvorrichtung und ihre vielfache Anwendungsmöglichkeit; so z. B. bei Drehstrom, wo sie mit denselben Bauteilen sinngemäß für die Sterndreieckschaltung benutzt werden kann.

Claims (3)

  1. PATRNTANSPRÜCHR: i. Stufenschältvorrichtung für hohe Ströme, insbesondere für Ofentransformatoren, bei der der Kontakt durch äußeren Druck auf ein Schienenpaket hergestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß leitende und teilweise leitende Schaltmesser unabhängig voneinander zwischen den Kontaktschienen für die Einzel-, Parallel- und Reihenschaltung der Schaltstufen und ihre Verbindung m dem Verbraucher längsachsig verschiebb@ sind.
  2. 2. Stufenschaltvorrichtung nach Än-Spruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Reihenschaltung dienenden Schaltmesser (6) im Mittelteil leitend sind, dagegen an beiden Enden aus Isolierstoff (7) bestehen.
  3. 3. Stufenschaltvorrichtung nach Anspruch r und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Kontaktschienen durch herausnehmbare Isolierteile (q.) voneinander getrennt sind. q.. Stufenschaltvorrichtung . nach Anspruch r bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltmesser gleitend oder auf Rollen gelagert und mit besonderen Vorrichtungen, z. B. Zahnstangen, für ihre Verschiebung versehen sind. g. Stufenschaltvorrichtung nach Anspruch z bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltmesser zur Umschaltung des Umspanners auf einen zweiten Verbraucher über ein weiteres Kontaktschienenpaket eingerichtet sind.
DEA78248D 1936-01-19 1936-01-19 Stufenschaltvorrichtung fuer hohe Stroeme, insbesondere fuer Ofentransformatoren Expired DE669378C (de)

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