DE671987C - Einrichtung zum Entgasen des Absuesswassers fuer Filterpressen in Zuckerfabriken - Google Patents

Einrichtung zum Entgasen des Absuesswassers fuer Filterpressen in Zuckerfabriken

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DE671987C
DE671987C DEM138077D DEM0138077D DE671987C DE 671987 C DE671987 C DE 671987C DE M138077 D DEM138077 D DE M138077D DE M0138077 D DEM0138077 D DE M0138077D DE 671987 C DE671987 C DE 671987C
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DE
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degassing
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degassed
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DEM138077D
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BWS Technologie GmbH
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Maschinenfabrik Buckau R Wolf AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D19/00Degasification of liquids
    • B01D19/0068General arrangements, e.g. flowsheets

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Physical Water Treatments (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Entgasen des Absüßwassers für Filterpressen in Zuckerfabriken Zum Absüßen des Saturationsschlammes der Zuckerfabriken in Filterpressen wird im allgemeinen Kondenswasser verwendet, das bei der Konzentration und dem Verkochen der Zuckersäfte entsteht. Dieses Kondenswasser enthält neben Ammoniak, insbesondere bei neuzeitlicher Saftreinigung (optimaler Endsaturation), auch Kohlensäure. In dem saturierten Saft befindet sich außer dem durch das Saturierlen erzeugten kohiensauren Kalk auch eine bestimmte Menge gelösten Ätzkalkes. Sobald beim Absüßen das kohlensäurehaltige Absüßwasser mit dem Ätzkalk in Berührung kommt, bildet sich in und auf den Filtertüchern kohlensaurer Kalk. Dadurch werden die Filtertücher hart und undurchlässig. Die Gebrauchsdauer der Tücher sinkt beträchtlich bei steigendem Saftdruck. Es ist zwar mög : lich, die gewaschenen Filtertücher durch Einlagen in verdünnter Salzsäure wieder brauchbar zu machen, so ist dies sehr zeitraubend und nur mit großem Kostenaufwand möglich.
  • Die schon einmal gebrauchten Tücher sind außerdem nicht als vollwertig anzusehen.
  • Dieser überstand kann beseitigt werden, indem zum Absüßen entgastes, d. h. von der Kohlensäure befreites W,asser verwendet wird.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtun, mit der die Entgasung des als Absüßwasser benutzten Kondenswassers besonders weitgehend durchgeführt wird, wobei ein an den Kondensator angeschlossener Entgasungsraum benutzt wird, der mit dem das zu entgasende Kondenswasser enthaltenden Behälter durch ein Steigrohr und mit dem das entgaste Kondenswasser aufnehmenden Behälter durch ein Fallrohr verbunden ist. Das wesentliche Merkmal der Erfindung besteht darin, daß der Entgasungsraum als liegender, langgestreckter Zylinder ausgeführt ist und der Anschluß des Steigrohres und des Fallrohres, an entgegengesetzten Enden des Zylinders erfolgt, wobei der letztere in der Durchflußrichtung des zu entgasenden Wassers geneigt angeordnet ist.
  • Das Steigrohr zwischen Kondenswasserbehälter und Entgasungsraum soll eine Länge besitzen welche die dem Druckgefälle zwischen den beiden Räumen entsprechende Wassersäulenhöhe überschreitet, und am oberen, in den entgasungsraum einmündenden Ende erweitert sein. Auch das Fallrohr zwischen dem Entgasungsraum und dem Behälter für das entgaste Wasser soll an seines an den Entgasungsraum anschließenden Ende erweitert sein. Am unteren Ende des Steigrohres zwischen Kondenswasserbehälter und Entgasungsraum soll ein absperrbarer Lufteinlaß angeordnet sein. Weitere Kennzeichen der-Erfindung bestehen darin, daß der Zu-Ruß aus dem Aufnahmebehälter zur Druckpumpe für die Filterpresse als Überlauf ausgebildet ist, dessen Überlaufkante höher liegt als die Auslauföffnung des Fallrohres aus dem Entgasungsraum, und daß zwischen dem Kondenswasserbehälter und dem Aufnahmebehälter für das entgaste Wasser eine absperrbar Verbindungsleitung vorgesehen ist.
  • Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Einrichtung nach der Erfindung in schematischer Darstellung.
  • Der Entgasungsraum 1 ist mit dem Kondenswasserbehälter 2, der das Kondenswasser aus der Verdampfstation 3 aufnimmt, durch das Steigrohr 4 und mit dem Aufnahmebehälter 5 für das entgaste Wasser durch das Fallrohr 6 verbunden. Erfindungsgemäß ist der Entgasungsraum 1 als liegender, langgestreckter Zylinder ausgebildet, an den das Steigrohr 4 und das Fallrohr 6 an entgegengesetzten Enden angeschlossen sind. Vom oberen Teil des Entgasungsrauulles ist die Rohrleitung 7 zum Kondensator 8 abgeführt.
  • Der Entgasungsraum ist in der Durchflußrichtung des zu entgasenden Wassers geneigt angeordnet.
  • Das Steigrohr 4 besitzt eine die dem Druckgefälle zwischen dem Entgasungsraum I und dem Kondenswasserbehälter 2 entsprechende Wassersäulenhöhe überschreitende Länge und ist an seinem oberen, an den Entgasungsraum anschließenden Ende erweitert. Am unteren Ende des Steigrohres 4 ist ein absperrbarer Lufteinlaß 9 angeordnet. Ferner ist in das untere Ende des Steigrohres 4 ein Regelventil 10 eingeschaltet. Das Fallrohr 6 ist ebenfalls an seinem oberen, an den Entgasungsraum I angeschlossenen Ende erweitert.
  • An den Behälter 5 ist die Saugleitung der Druckpumpe 1 1 angeschlossen, deren Druckleitung zur Filterpresse 12 führt. Der Zufluß zu der Druckpumpe ist, z. B. durch Aufwärtsbiegung des Saugrohres im Behälter 5, wie dargestellt, als Überlauf ausgebildet, dessen Überlaufkante höher liegt als die Auslauföffnung des Fallrohres 6. Zwischen dem von denswasserbehälter 2 und dem Behälter 5 ist eine absperrbare Verbindungsleitung 13 angeordnet.
  • Die Wirkungsweise der Einrichftlng ist folgende: Das Kondenswasser aus der Verdampfstation 3 fließt nach dem Kondenswasserbehälter 2. Das Kondenswasser besitzt eine Temperatur von etwa 90 bis 100°C. Das zum Absüßen der Filterpresse 12 benötigte Wasser wird durch das Steigrohr 4 dem Behälter 2 entnommen und die erforderliche Menge durch das Ventil 10 geregelt. Das in dem Steigrohr 4 hochsteigende Wasser wird in den Entgasungsraum I gesaugt, der, da er an den Kondensator angeschlossen ist, unter etwa 80% Vakuum steht. Diesem Vakuum entspricht eine Temperatur von etwa 60°C.
  • Durch den Temperaturunterschied wird eine lebhafte Verdampfung bewirkt, und damit werden auch die in dem Wasser enthaltenen Gase frei gemacht, wobei ein verstärkter Auftrieb im Steigrohr 4 eintritt. Dieser Umstand ist benutzt, indem die Länge des Steigrohres 4 zwischen Kondenswassersammler 2 und dem Entgasungsraum I größer gemacht ist, als der normalen Betriebsluftleere entspricht. Durch die Maßnahme und durch die Erweiterung des Steigrohres am oberen Ende wird die Aufstieggeschwindigkeit des Wassers im Steigrohr verringert und der Durchtrittsquerschnitt für die Gase vergrößert, wodurch die Entgasung sehr begünstigt wird. Nach Eintritt des Wassers in den Entgasungsraum 1 durchfließt es diesen der Länge nach, wobei es weiter dem Vakuum ausgesetzt ist, und läuft in das Abfallrohr 6 ab, das unten in den Wasserbehälter 5 eintaucht. In dem Fallrohr 6 stellt sich das Wasser entsprechend der Höhe des Vakuums ein. Aus dem Behälter 5 wird das Wasser durch die Druckpumpe 1 1 abgesaugt und in die Filterpressen 12 gedrückt. Da die Saugrohröffnung über der Auslaßöffnung des Fallrohres 6 liegt, ist ein Auslaufen des letzteren und Einsaugen von Luft in den Kondensator 8 verhindert.
  • Bei der Inbetriebsetzung mit kaltem Wasser aus dem Behälter 2 wird durch das Ventil 9 etwas Luft in das Steigrohr 4 eingelassen, um den Auftrieb darin zu erhöhen, bis die Verdampfung einsetzt. - Die Verbindungsleitung zwischen den Behältern 2 und 5 dient dazu, um notfalls auch mit funentgastem Wasser absüßen zu können.
  • Versuche im praktischen Betrieb haben ergeben, daß mit der Einrichtung nach der Erfindung die in dem Kondenswasser enthalvene Kohlensäure fast restlos entfernt wird.
  • Es wurde durch eine Reihe von Untersuchungen festgestellt, daß in 1 1 nichtentgasten Kondenswassers bis go mg Kohlensäure enthalten sind. Nach der Entgasung durch die Einrichtung nach der Erfindung sank die Kohlensäuremenge auf etwa 5 mg je 1 1 Wasser.
  • Beim Ab süßen mit dem soweit entgasten Wasser bleiben die Filtertücher der Filterpressen vollkommen frei von Ablagerungen, so daß die eingangs erwähnten Übelstände vermieden werden.
  • PANTENTANSPRÜCHE: 1. Einrichtung zum Entgasen des zum Absüßen des Saturationsschlammes in Filterpressen benutzten heißen Kondens wassers aus der Verdampfstation in Zuckerfabriken, bestehend aus einem an den Kondensator angeschlossenen Entgasungsraum, der mit einem das zu entgasende Kondenswasser enthaltenden Behälter durch ein Steigrohr und mit einem das entgaste Kondenswasser aufnehmenden Be hälter durch ein Fallrohr verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Entgasungsraum als liegender, langgestreckter Zylinder ausgeführt ist und der Anschluß des Steigrohres und des Fallrohres an entgegengesetzten Enden des Zylinders erfolgt, wobei der letztere in der Durchflußrichtung des zu entgasenden Wassers geneigt angeordnet ist, daß das Steigrohr zwischen Kondenswasser behälter und Entgasungsraum eine Länge besitzt, welche die dem Dzuckgefälle zwischen denbeiden Räumen entsprechende Wassersäulenhöhe überschreitet, und daß sowohl das Steigrohr als auch das Fallrohr zwischen dem Entgasungsraum lund dem Behälter für das entgaste Wasser an ihren. an den Entgasungsraum anschließenden Enden erweitert sind.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Ende des Steigrohres zwischen Kondenswasserbehälter und Entgasungsraum ein absperrbarer Lufteinlaß angeordnet ist.
    3. Einrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Zufluß aus dem Aufnahmebehälter zur Druckpumpe für die Filterpresse als Überlauf ausgebildet ist, dessen Überlaufkante höher liegt als die Auslauföffnung des Fallrohres aus dem Entgasungsraum.
    4. Einrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Kondenswasserbehälter und dem Aufnahmebehälter für das entgaste Wasser eine absp errbare Verbindungsleitung vorgesehen ist.
DEM138077D 1937-05-16 1937-05-16 Einrichtung zum Entgasen des Absuesswassers fuer Filterpressen in Zuckerfabriken Expired DE671987C (de)

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