DE672183C - Einrichtung zur Beseitigung der Ruettelschwingungen bei durch Einphasenreihenschlussmotoren angetriebenen elektrischen Fahrzeugen - Google Patents
Einrichtung zur Beseitigung der Ruettelschwingungen bei durch Einphasenreihenschlussmotoren angetriebenen elektrischen FahrzeugenInfo
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K27/00—AC commutator motors or generators having mechanical commutator
- H02K27/04—AC commutator motors or generators having mechanical commutator having single-phase operation in series or shunt connection
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Description
Es hat sich bei Wechselstromtriebfahrzeugen, z. B. Triebwagen, die von einphasigen Wechselstromreihenschlußmotoren
angetrieben werden, gezeigt, daß unter bestimmten Bedingungen, z. B. beim Anfahren, Rüttelschwingungen auftreten.
Diese Rüttelschwingungen sind darauf zurückzuführen, daß das von dem Motor entwickelte
Drehmoment entsprechend der doppelten Frequenz des zugeführten Wechselstromes pulsiert und unter Umständen negative Werte
annimmt. Hierdurch sowie unter dem Einflüsse des Motorgewichtes entstehen die obenerwähnten
Schwingungen. Man hat'nun versucht, diese Rüttelschwingungen durch entsprechende Ausgestaltung
der mechanischen Antriebselemente, ζ. Β. der Zahnräder, sowie bestimmte Gruppierungen
der vorhandenen Massen zu beseitigen. Gemäß der Erfindung wird ein grundsätzlich
anderer Weg beschritten, indem auf rein elektrischem Wege die Ursachen für die Rüttelschwingungen
und damit die Schwingungen selbst unterdrückt werden. Die Erfindung geht von der Überlegung aus, daß das an der Welle
eines einphasigen Wechselstromreihenschlußmotors abgegebene Drehmoment der Gleichung
M=Af0H-M1-SUi 21 folgt. DarinbedeutenModas
mittlere abgegebene Drehmoment des Motors, M1 die sich periodisch ändernde Abweichung des
Drehmomentes gegenüber dem mittleren Drehmoment M0, t die Kreisfrequenz. Beim Anfahren
derartiger Motoren ergibt sich nun, daß der Wert M1 in den meisten Fällen größer als M0 ist.
Erfindungsgemäß wird nun in den Motoren dadurch der Wert M0 stets größer als M1 gemacht,
daß in den Motoren ein zusätzliches Drehfeld hervorgerufen wird, das in einer über
Widerstände kurzgeschlossenen Induktionswicklung das zusätzliche positive Drehmoment hervorruft.
An sich ist es zwar bereits bekanntgeworden, Wechselstromreihenschlußmotoren beim Anfahren
zur Beseitigung der durch die Kurzschlußströme hervorgerufenen Schwächung des Drehmomentes
zusätzlich mit Gleichstrom zu speisen, wodurch das Anfahrmoment heraufgesetzt wird.
Die Erzeugung eines Zusatzmomentes mit Hilfe eines dem Wechselstrom überlagerten Gleichstromes
ist aber insofern nicht besonders günstig, als eine besondere Gleichstromquelle,
Umformer, Gleichrichter oder Sammler, erforderlich ist. Demgegenüber ist bei der Anordnung
nach der Erfindung die Erzeugung eines Drehfeldes, das kreisförmig oder elliptisch sein
kann, erforderlich. Außerdem muß noch eine
Induktionswicklung auf dem Anker vorgesehen werden.
Diese Mittel lassen sich aber bei Reihenschlußmotoren verhältnismäßig einfach anwenden, qhpe
daß eine nennenswerte Erhöhung des Gewi oder Beanspruchung von zusätzlichem R|
erforderlich ist.
Es ist auch bereits bekannt, stationäre Kollektormotoren, beispielsweise Repulsionsmotoren,
ίο so auszubilden, daß sie als Kommutatormaschinen
mit einer Reihenschlußkennlinie anlaufen und bei normalem Gang als Induktionsmotoren arbeiten. Bei diesen Motoren wird
gerade beim Anlauf ein zusätzliches Drehmoment nicht erzeugt.
Die Erzeugung des Drehfeldes, das kreisförmig oder elliptisch sein kann, kann bei der Anordnung
nach der Erfindung in verschiedener Weise erfolgen. Entweder kann eine besondere
Inäuktionswicklung vorgesehen werden, die
während des Anfahrvorganges über Widerstände geschlossen ist, statt dessen ist es aber auch
möglich, die vorhandene Wechselstromwicklung zu verwenden, wobei diese mit Anzapfungen
versehen wird, die über Schleifringe sowie Widerstände kurzgeschlossen werden.
Die Erzeugung des Drehfeldes kann auch derart erfolgen, daß die Wendepole dazu verwendet
werden, während des Anfahrens ein Drehfeld hervorzurufen. Zu diesem Zweck werden während
des Anfahrvorganges die Wendepolwicklungen parallel zum Anker an eine entsprechend
niedrige Spannungsstufe des Transformators angeschlossen, so daß das Wendefeld zeitlich und
räumlich um annähernd 900 gegen das Hauptfeld verschoben ist.
Ferner kann aber auch das Hilfsdrehfeld durch
besondere Wicklungen auf dem Ständer erzeugt werden. Diese besonderen Wicklungen können
4-0 so angeordnet sein, daß sie einen Teil des Polflusses in seiner Phase stark verschieben. Man
kann dies durch Dämpferwicklungen erreichen, die eine Hälfte der in diesem Fall als Spaltpole
ausgebildeten Pole umschlingen. An Stelle der Dämpferwicklungen können aber auch fremdgespeiste
Erregerwicklungen verwendet werden, die z. B. der Haupterregerwicklung parallel geschaltet
und außerdem mit einem Kondensator in Reihe geschaltet sind. Die Erzeugung eines
Drehfeldes ist aber auch in der Weise möglich, daß die Pole gruppenweise, z. B. der erste und
dritte sowie zweite und vierte, an phasenverschobene Spannungen angeschlossen werden.
Die in dem Läufer vorhandene Hilfswicklung wird als Schleifringwicklung ausgeführt werden
müssen, um das Drehmoment durch Kurzschließen über äußere Widerstände beim Anfahren
möglichst groß zu machen. Der Motor kann mit einer Hohlwelle ausgeführt werden, so
daß die Schleifringe außerhalb des Motorgehäuses angeordnet werden können. Selbstverständlich
darf die Maschine nur bis zur Erreichung der synchronen Drehzahl als Asynchronmaschine
.betrieben werden, weil andernfalls ein negatives !^Drehmoment erzeugt werden würde. Bemerkt
pfe'i hierbei, daß die Arbeitsgeschwindigkeit der
^einphasigen Wechselstromreihenschlußmotoren in der Regel ein Vielfaches der synchronen Geschwindigkeit
beträgt.
Unter Umständen können die Rüttelerscheinungen bei Doppelmotoren in der Weise vorteilhaft
beseitigt werden, daß die auf das gleiche Zahnrad arbeitenden Doppelmotoren mit phasenverschobenen
Spannungen und Strömen derart gespeist werden, daß sich die auftretenden Schwingungen des Drehmomentes gegenseitig
aufheben. Dies kann z. B. durch eine einfache Kondensatorschaltung erreicht werden. Während
des normalen Fahrbetriebes kann der Kondensator dann kurzgeschlossen werden. Die
gleiche Wirkung kann aber auch durch eine geeignete Transformatorschaltung erreicht werden.
Claims (7)
1. Einrichtung zur Beseitigung der Rüttelschwingungen
bei durch Einphasenreihen·· schlußmotoren angetriebenen elektrischen
Fahrzeugen, bei der in den Motoren beim Anfahren ein zusätzliches Drehmoment erzeugt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß in den Motoren ein' zusätzliches Drehfeld hervorgerufen
wird, das in einer über Widerstände kurzgeschlossenen Induktionswicklung das
zusätzliche positive Drehmoment hervorruft.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Läufer eine
Hilfswicklung zur Erzeugung des asynchronen Drehmomentes vorgesehen ist, die über
Schleifringe sowie Widerstände beim Anlassen des Motors kurzgeschlossen und bei nor-
malern Fahrbetrieb mit hoher Geschwindigkeit offen ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die normale an den
Kommutator angeschlossene Wicklung des Motors mit Schleifringen verbunden ist, die
beim Anfahren des Motors über Widerstände kurzgeschlossen werden.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Drehfeld während
. des Anfahrens mit Hilfe der Wendepole erzeugt wird, die zu diesem Zwecke an eine
Anzapfung des die Fahrzeugmotoren speisenden Transformators angeschlossen werden.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Drehfeld mit Hilfe
von Spaltpolen erzeugt wird, wobei der eine Polteil der Spaltpole mit einer Kurzschlußwicklung oder fremdgespeisten Hilfswicklung
versehen ist. iao
6. Einrichtung nach Anspruch 1 bei Fahrzeugen mit Doppelmotoren, dadurch ge-
kennzeichnet, daß die Doppelmotoren so mit phasenverschobenen Strömen gespeist
werden, daß sich die Pulsationen des Drehmomentes an den von den Doppelmotoren angetriebenen Zahnrädern aufheben.
7. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptpole gruppenweise,
z. B. der erste und dritte sowie zweite :und vierte, an phasenverschobene Spannungen
angeschlossen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES125494D DE672183C (de) | 1936-12-25 | 1936-12-25 | Einrichtung zur Beseitigung der Ruettelschwingungen bei durch Einphasenreihenschlussmotoren angetriebenen elektrischen Fahrzeugen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES125494D DE672183C (de) | 1936-12-25 | 1936-12-25 | Einrichtung zur Beseitigung der Ruettelschwingungen bei durch Einphasenreihenschlussmotoren angetriebenen elektrischen Fahrzeugen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE672183C true DE672183C (de) | 1939-02-27 |
Family
ID=7536908
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES125494D Expired DE672183C (de) | 1936-12-25 | 1936-12-25 | Einrichtung zur Beseitigung der Ruettelschwingungen bei durch Einphasenreihenschlussmotoren angetriebenen elektrischen Fahrzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE672183C (de) |
-
1936
- 1936-12-25 DE DES125494D patent/DE672183C/de not_active Expired
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