DE672287C - Verfahren zur Herstellung von trocknenden Kondensationsprodukten aus Glycerin, mehrbasischen Saeuren und trocknenden OElen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von trocknenden Kondensationsprodukten aus Glycerin, mehrbasischen Saeuren und trocknenden OElen

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DE672287C
DE672287C DEB159710D DEB0159710D DE672287C DE 672287 C DE672287 C DE 672287C DE B159710 D DEB159710 D DE B159710D DE B0159710 D DEB0159710 D DE B0159710D DE 672287 C DE672287 C DE 672287C
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drying
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acids
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G63/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain of the macromolecule
    • C08G63/02Polyesters derived from hydroxycarboxylic acids or from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds
    • C08G63/12Polyesters derived from hydroxycarboxylic acids or from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds derived from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds
    • C08G63/46Polyesters chemically modified by esterification

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von trocknenden Kondensationsprodukten aus Glycerin, mehrbasischen Säuren und trocknenden Ölen Bei der direkten Kombination von trocknenden fetten ölen bzw. den diesen zugrunde liegenden Fettsäuren mit mehrbasischen Säuren rund mehrwertigen Alkoholen werden nur sehr dunkle Produkte erhalten, wobei ziemlich umständliche Verfahren empfohlen sind. Es zeigte sich nun, daß man in be.-qu:emster Weise zu sehr hellen und technisch vorteilhaft verwendbaren Produkten gelangen kann, wenn man mehrbasische Säuren und mehrwertige Alkohole zunächst in Gegenwart von wenig Stearinsäure kondensiert, wobei die Temperatur der Vorkondensation iTmerha,lb der praktischen Erfordernisse keiner Beschränkung unterliegt. An Stelle der Ste.arinsäure kann man auch ölsäure bzw. Homolagen dieser beiden Säuren verwenden. Die hierbei zunächst erhaltenen Mischkondensate nehmen dann in der Wärme beliebige Mengen trocknender Fettsätueglyceride, wie Leinöl, Holzöl, Standöle u. dgl., sehr gut auf, wobei man zweckmäßig das fette öl p.ortionsweise zusetzt und jeweils bis zur Lösung erhitzt.
  • Zu hochwertigen Produkten gelangt man aber erst, wenn man nach der erzielten Mischung noch längere Zeit erhitzt. Da hierbei kein wesentliches Fallen der Säurezahl mehr eintritt, muß die Qualitätsverbesserung wohl auf eine Umesterung zurückzuführen sein. Die Qualitätssteigerung drückt sich einmal darin ,aus, daß die erhaltenen Produkte mit größerer Härte und klebfrei auftrocknen, weiterhin, da.ß sie selbst beim Einbrennen im Ofen bei so hohen Temperaturen wie i2o° und höher nicht vergilben, während die bloßen Mischungen, die also nicht der Urnesterung unterzogen sind, hierbei starke Vergilbungserscheinungen zeigen. Auch in s:ons,tiger Hinsicht zeigen die längere Zeit weitererhitzten Produkte wesentliche Vorteile bei der Verwendung zu Lackzwecken; beispielsweise wird ,eine größere Beständigkeit gegen Wasser .erhalten. Die Wetterfestigkeit ist stark erhöht, es tritt kein Kreiden auf usw.
  • Man hat bei der Auswahl der Komponenten -und Bemessung der Mengenverhältnisse lediglich darauf Rücksicht zu nehmen, d,aß entsprechend lange nacherhitzt werden kann, ohne daß Gelatinieren erfolgt. Der Gelatinierung entgegen wirkt Steigerung der Menge von Steaxinsäure u. dgl. bzw. Zusatz vors Leinöl und ähnlichen nur langsam p3lymerisierenden ölen, während Holzöl die Neigung zu Gelatinieru.ngen bedeutend weniger herabsetzt. Die Erreichung des technischen Effektes., d. h. die Beendigung des Nacherhitzens, isst daran zu erkennen, daß ein Aufstrich im Ofen bei .etwa i 2o' ohne Vergilbung zu einem festen Film auftrocknet. Die zu verwendende Menge Stearinsäure soll so niedrig wie möglich gehalten werden, und zwar verwendet man eben nur so viel
    Stearinsäure u. -d-I., als :erforderlich ist,, ;bei dem nachfolgenden Zusatz von fette_"' 1"
    ohne Schwierigkeiten eine Homo-
    erzielen zu lassen. Diese Menge lädt -sg 5x
    jeweils. ohne weiteres durch entsprechende Versuche leicht feststellen und ist naturgemäß je nach Art und Menge der sonstigen Komponenten verschieden groß.
  • Beispiel I Zoo Teile Phthalsäure, 14o Teile Glycerin und 75 Teile Stearinsäure werden bei etwa Zoo" so Ia,nge erhitzt, bis die Säurezahl auf etwa 5o gefallen ist. Es werden dann portionsweise zunächst 5o Teile Leinöl zugesetzt und bis zur gleichmäßigen Lösung erhitzt, wobei die Temperatur bis auf etwa 27o° erhöht wird. Es wird dann eine Mischung von gleichen Teilen Holzöl und Leinöl zugesetzt. Man kann von dieser Mischung beliebige Mengen zugeben, je nachdem ob man ein mehr oder weniger elastisch auftrocknendes Produkterhalten will. Sv, setzt man z. B. 5o bis etwa q.oo Teile dieser Mischung zu. Nachdem die Lösung erfolgt ist, erhitzt man bei etwa 2270' so lange, bis eine Probe im Ofen bei i-,o° ohne Vergilben trocknet. Beispiel 2 25o Teile Adipinsäure, 2 i o Teile Glycerin und go Teile Ölsäure werden i Stunde bei 25o° gehalten, worauf mit 5o Teilen Leinöl bis auf etwa 270° erhitzt, dann portionsw :eise weitere 35o Teile Leinöl zugegeben und gemäß Beispiel i bei ungefähr 27o° gehalten wird. Beispiel 3 225 Teile Phthalsäureanhydrid, 16o Teile Glycerin und go Teile Kokosölfettsäure werden etwa, i Stunde bei 22o° kondensiert, worauf unter Zugabe von 3o Teilen Holzöl auf ungefähr 27o° erhitzt wird. Es werden dann portionsweise noch i 6o Teile Holzöl zugegeben und entsprechend Beispiel i bei einer Temperatur von ungefähr 27o° fertiggestellt.
  • Die erhaltenen Produkte können als Grundlage für Anstrichmittel evtl. zusammen mit fetten Ölen, Harzen, Pigmenten, Füllstoffen, Trockenstoffen, Celluloseestern, -äthern usw. die für die Lacktechnik bekannte vielseitige Anwendung finden. Bei .der Kombination mit z. B. Nitrocellul:ose zeichnen :sich die neuartigen Kondensationsprodukte beispielsweise dadurch aus, daß sie das Lösungsmittel weniger stark zurückhalten und deshalb schneller trocknen, als dies bei anderen Kunstharzen der Fall ist. Ferner ist die Kältebeständigkeit sehr gut, was als ganz besonderer technischer Fortschritt anzusehen ist.
  • ist bereits vorgeschlagen worden, der- e =tg e Isondensati:onsprodukte in Gegenwart von einbasischen Carbonsäuren herzustellen. Jedoch wurde hierbei die Reaktionstemperatur mit 22o bis 24.o° angegeben, wobei praktisch noch keine Urn:esteru@ng erfolgt, wie sie für vorliegendes Verfahren charakteristisch ist. Die bei vorliegendem Verfahren einzuhaltende hohe Reaktionstemperatur von etwa 27o° bewirkt rasch verlaufende Umesterungsvorgänge, die eine Reihe von technischen Vorteilen mit sich bringen. Zunächst ist die Gelatimerungsgefahr wesentlich herabgesetzt, so daß man mit bedeutend geringeren Mengen einbasischer Carbonsäuren zum Ziele gelangt. Weiterhin ist es dadurch möglich, im bequemster Weise beliebige Mengen von trocknenden Ölen einzuverleiben und durch entsprechend weitgehende Umeiterung hochwertige Produkte zu erzielen.
  • Weiterhin ist auch in anderem Zusammenha.ngvorgeschlagenworden, Kondensationsprodukte aus mehrbasischen Carbonsäuren, Glykol bzw. Gemischen von Glykol mit Glycerin, Stearinsäure und fetten Ölen herzustellen, wobei aber ausdrücklich vorgeschrieben wird, von Anfang an die Stearinsäure in geringerer Menge als das fette Öl zu verwenden. Bei dem vorliegenden Verfahren wird im Gegensatz dazu bei der primären Kondensation -nur diese allein zeigt gewisse Ähnlichkeit mixt obigem Verfahren - zunächst lediglich Stearinsäure und dann gerade eine wesentlich geringere Menge fettes Ö1 genommen. Nur dadurch ist es möglich, daß bei dem vorliegenden Verfahren :ohne Mitverwendung von Glykol, also ,mit dem lacktechnisch weit wertvollereai Glyoerin allein, ohne die Gefahr einer sonst auftretenden Gelatinierung die Kondensation durchgeführt werden kann. Es findet nun bei vorliegendem Verfahren eine so weitgehende Umeiterung infolge Einhaltung höherer Temperaturen statt, daß sodann eine weitere Aufnahme von fetten Ölen in unbeschränktem Maße möglich ist. Erst durch dieses Vorgehen ist das Ziel des vorliegenden Verfahrens zu erreichen, nämlich die Herstellung heller, chemisch gut trocknender Produkte, d. h. von Produkten, die größere Anteile trocknender fetter Öle enthalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von trocknenden Kondensationsprodukten aus Glycerin, mehrbasischen Säuren und trocknende, n Ölen in Gegenwart vo;n Stearin-,oder öl'säu.re bzw. deren Homologen, dadurch gekennzeichnet, @daß man mehrwertige Alkohole -und mehrbasische C;arbonsäuren zunächst in Gegenwart von wenig Stearinsäure oder Ölsäure bzw. den., Homologen dieser Stoffe kondensiert, worauf -man mit geringen Mengen trocknender ^öle und dann unter portionsweisem Zusatz weiterer Mengen trocknender öle, zwecks weitgehender Umes.terung auf eine .Temperatur von ungefähr 27o° erhitzt.
DEB159710D 1933-02-17 1933-02-17 Verfahren zur Herstellung von trocknenden Kondensationsprodukten aus Glycerin, mehrbasischen Saeuren und trocknenden OElen Expired DE672287C (de)

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