DE6726C - Neuerungen an metallenen Gestellen für Schwarzwälder Uhren - Google Patents

Neuerungen an metallenen Gestellen für Schwarzwälder Uhren

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DE6726C
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GEBR. SIEDLE in Triberjr
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    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
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Description

1879.
Klasse 83.
GEBR. SIEDLE in TRIBERG. Neuerungen an metallenen Gestellen für Schwarzwälder Uhren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Februar 1879' ab.
Gestelle von Metall sind bei Schwarzwälder Uhren bis jetzt noch wenig im Gebrauch. Vor den vorhandenen zeichnet sich das auf beiliegender Zeichnung abgebildete durch einige Eigenthümlichkeiten aus, welche einerseits eine billigere Fabrikation bei gröfster Genauigkeit, andererseits ein leichteres Auseinandernehmen der Uhr und bequeme Einstellung gewisser Theile, ohne das Gestell zu demontiren, gestatten.
Die beiliegende Zeichnung stellt ein solches Gestell in der Vorder;-, in der Hinter- und einer Oberansicht dar. Es besteht demnach aus zwei durchbrochenen Platten, die mittelst der Stützen a a auf den vier Ecken verbunden sind. Die Stützen sind abgedreht und in der einen Platte in genau gebohrten Löchern festgenietet, wobei sie sich vermöge angedrehter Ansätze genau rechtwinklig zur Platte stellen. Die obere Platte legt sich auf eben solche Ansätze und wird dann mit Muttern b verschraubt. Andere metallene Gestelle für Schwarzwälder Uhren haben anstatt dieser Stützen quadratische Distanzstücke, auf welche die Platten mit eingelassenen Schrauben befestigt werden. Vor dieser Einrichtung hat die oben beschriebene den Vorzug, dafs man mit weniger einzelnen Theilen zu thun hat (vier Muttern und zwei Platten gegen vier Distanzstücke, acht Schrauben und zwei Platten) und dafs die Stellung der Platten gegen einander eine unverrückbare ist, was von der älteren Einrichtung nicht behauptet werden kann.
Ganz besonderen Vortheil gewährt ferner eine Einrichtung zur bequemeren Einstellung des Herzrades, das wegen seiner Beziehung zur Schlagscheibe mit dem zugehörigen Trieb in gewisser Weise correspondiren mufs. Um dieses Rad gegen den Trieb um einen oder mehrere Zähne versetzen zu können, mufste man früher das ganze Gestell auseinandernehmen, damit die Welle herausgenommen werden konnte. Hierdurch kommen indefs auch alle anderen Zapfen aus ihrer Lagerung; es ist deshalb die Welle des Herzrades nicht direct in dem Gestell, sondern in Klöbchen c gelagert, welche um Schrauben d sich drehen lassen und durch Anziehen derselben in ihrer richtigen Lage erhalten werden können. Dergleichen Klöbchen werden entweder nur an einer Seite des Gestells, gleichgültig, 'ob vorn oder hinten, oder auch auf beiden Seiten desselben angebracht; ihre Anwendung zur bequemeren Einstellung des Herzrades ist vollständig neu und eigenthümlich, während die Lagerung der Ankerzapfen {e f in der Zeichnung) allerdings schon früher in dieser Weise angeordnet worden ist.
Eine dritte Eigenthümlichkeit bilden die geschlitzten Lagerstellen g h i, in denen Wellen gelagert werden, welche aufsen anhängende Hebel k I m tragen, die, aus Draht hergestellt, nunmehr fest in die Wellen eingenietet werden können, ohne die Einbringung bezw. Herausnahme derselben zu beeinträchtigen. Ein Blick auf die Zeichnung lehrt, dafs diese Hebel in der punktirten Stellung sich durch die Schlitze der Lagerungen ihrer bezw. Wellen schieben lassen, wenn man durch Lösen der Muttern b b die Platten des Gestelles etwas von einander entfernt hat.
Es bietet demnach auch diese Anordnung nicht geringe Vortheile bei der Fabrikation dar.

Claims (3)

Patent-AnSprüche:
1. An metallenen Gestellen für Schwarzwälder Uhren die Verbindungsstücke α α, zum Zweck und in der Weise wie beschrieben und im wesentlichen wie gezeichnet.
2. An metallenen Gestellen für Schwarzwälder Uhren die Klöbchen c, zum Zweck und in der Weise wie beschrieben und gezeichnet.
3. An metallenen Gestellen für Schwarzwälder Uhren die geschlitzten Lagerstellen g h i, zum Zweck und in der Weise wie beschrieben und im wesentlichen wie gezeichnet.
Hierzu r Blatt Zeichnungen,
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